Advertisement

Einleitung

  • Joachim Westerbarkey

Zusammenfassung

Was immer auch mit dem Begriff bezeichnet wird: Das Forschungsfeld „Öffentlichkeit“ hat eine reiche wissenschaftliche Tradition, die weit vor die Entstehung der akademischen Disziplin Publizistik zurückführt. Ungezählte Beiträge zu Aspekten wie „öffentliche Meinung“ oder „Öffentlichkeitsarbeit“ füllen inzwischen die Bibliotheken verschiedener Fachbereiche.1 Dennoch erscheint Öffentlichkeit nur auf den ersten Blick erschöpfend behandelt, zeigt sich doch bei näherer Betrachtung eine kaum zu vereinbarende Vielfalt von Konzepten und Bedeutungen, und fast allenthalben wird ein eklatanter Mangel an Theorie sichtbar.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Note

  1. 1.
    DEHLER bietet eine Synopse der wichtigsten Theorien der „öffentlichen Meinung“ von LOCKE bis LUHMANN mit ausgewählter Literatur; vgl. auch frühere Ansätze dazu bei FÜLGRAFF 1973, S. 285 ff. u. 292 ff.Google Scholar
  2. 2.
    vgl. EVERTH S. 1 f. Sprachlich genauer wäre „Geheimheit“, weil es um eine Differenz von Zuständen und nicht von Inhalten geht, doch der Konvention halber bleibe ich beim doppelsinnigen Geheimnis-Begriff.Google Scholar
  3. 3.
    vgl. SIMMEL 2. und 4.9.1906; SIMMEL 1968, S. 256-304.Google Scholar
  4. 4.
    Auch SIBERSKI behauptet (S. 76): „Die Rolle des Geheimnisses läßt sich ohne die Heranziehung seines anthropologischen Grundes nicht befriedigend klären“.Google Scholar
  5. 5.
    Auf die Bedeutung „latenter“ sozialer Strukturen hat bekanntlich schon Paul F. LAZARSFELD hingewiesen. Zur Problematik empirisch fixierter Erkenntnis und Wissenschaft vgl. neuerdings RIEDEL.Google Scholar
  6. 6.
    Zur allfälligen Ergänzung vgl. etwa HÜLSMANN.Google Scholar
  7. 7.
    z.B. zum Amts-, Berufs-, Post-und Staatsgeheimnis, zu Geheimbünden und Nachrichtendiensten oder über Spionage Skandale.Google Scholar
  8. 8.
    vgl. SIEVERS 1974, S. 9.Google Scholar
  9. 9.
    vgl. HAZELRIGG S. 323, Anm. 2 u. 3.Google Scholar
  10. 10.
    vgl. ders., S. 329; er verweist hier auf Edward A. SHILS, der das Verhältnis zwischen der wissenschaftlichen Suche nach Erkenntnis und dem individuellen Recht auf Privatheit erörtert (S. 329 f., Anm. 45). Vgl. auch HILLIX, HARARI u. MOHR, S. 24; WESTLEY, S. 254.Google Scholar
  11. 11.
    vgl. LUDZ 1979, S. 110; SIEVERS 1973, S. 376; SIEVERS 1974, S. 11.Google Scholar
  12. 12.
    ausführlich z.B. KRUSE, S. 68 ff.; knapp etwa WESTLEY, S. 254.Google Scholar
  13. 13.
    vgl. KRUSE, S. 68, 71 u. 76; SIEVERS 1973, S. 376.Google Scholar
  14. 14.
    vgl. SIEVERS 1973, S. 376; SIEVERS 1974, S. 6 u. 14.Google Scholar
  15. 15.
    Albion W. Small, The Sociology of Secrecy and of Secret Societies. In: American Journal of Sociology, Bd. 11, Jan. 1906, S. 441–498; vgl. HAZELRIGG, S. 323, Anm. 2.CrossRefGoogle Scholar
  16. 16.
    vgl. SIEVERS 1973, S. 375 ff.; SIEVERS 1974, S. 14 f. u. S. 96 (Anm. 14).Google Scholar
  17. 17.
    vgl. SIEVERS 1973, S. 377 f.; SIEVERS 1974, S. 16 u. 96 (Anm. 18).Google Scholar
  18. 18.
    SIEVERS 1973, S. 378. Vgl. SIEVERS 1974, S. 9 u. 17 f.; s.E. ermöglicht die systemtheoretische Perspektive von Geheimnis die Analyse „solch unterschiedlicher Phänomene wie des Verschließens von Weihnachtsgeschenken und der internationalen Politik militärischer Sicherheits-und Abschreckungsstrategien oder des Heiratsschwindels und des Geheimbundes bzw. der geheimen Männergesellschaft.“ (S. 36)Google Scholar
  19. 19.
    vgl. neben den in diesem Kapitel näher bemühten Quellen etwa: AUBERT, van DÜLMEN, FRICK, KATZ 1979, LENNHOFF, LENZ, MAASS, MacKENZIE, MENDELSON.Google Scholar
  20. 20.
    HÖLSCHER, S. 7 f.Google Scholar
  21. 21.
    LUDZ 1979, S. 104 f.; vgl. SCHINDLER, S. 203; SCHMITT, S. 67 ff. u. S. 78.Google Scholar
  22. 22.
    vgl. SCHINDLER, S. 220; SCHMITT, S. 71 ff.Google Scholar
  23. 23.
    vgl. MANHEIM; besonders gern zitiert wird hierzu HABERMAS (1962). Bei MANHEIM findet sich übrigens eine bemerkenswerte Auswahlbibliographie zur Geschichte geheimer Gesellschaften, zusammengestellt vom Herausgeber Norbert SCHINDLER (S. 143-156).Google Scholar
  24. 24.
    vgl. SCHINDLER, S. 211; SOLF, S. 45.Google Scholar
  25. 25.
    vgl. HABERMAS 1962, S. 142.Google Scholar
  26. 26.
    vgl. von RANDOW 12.3.1982, S. 10, der auch auf das älteste Lehrbuch für Codebrecher verweist, das 1412 vom Perser QUALQUASCHANDI in 14 Bänden fertiggestellt wurde. Zur Geschichte und technischen Entwicklung von Chiffren vgl. FÖLSING; zur Geschichte der Geheimsprachen vgl. im übrigen BAUSANI.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1991

Authors and Affiliations

  • Joachim Westerbarkey

There are no affiliations available

Personalised recommendations