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Eigentumsrechte und ökonomische Evolution: Die Bedeutung der Internalisierung externer Effekte und des Anreizes zur Innovation

  • Gerd Fleischmann
Part of the Jahrbuch für Rechtssoziologie und Rechtstheorie book series (JRR, volume 12)

Zusammenfassung

Die Entwicklung der menschlichen Gesellschaften hat sich — ähnlich wie die tierischer Gesellschaften — offenkundig nicht nach einem vorgegebenen Plan vollzogen, sondern ist das Ergebnis schrittweiser, neuer Problemlösungsversuche und der Eliminierung weniger geeigneter Lösungen1. Aber während die meisten Neuerungen im Tierreich das Ergebnis von biologisch determinierten Genvariationen sind, von denen die meisten — zusammen mit ihren Trägern — als nicht problemadäquat wieder eliminiert werden, spielt in menschlichen Gesellschaften die bewußte Problemlösung eine entscheidende Rolle. Veränderungen der Regelmäßigkeiten des Verhaltens sind nicht mehr nur genetisch bedingt, sondern in erster Linie das Ergebnis der Veränderung sozialer Normen oder Institutionen. Aber auch von diesen Normvariationen stellen sich die meisten früher oder später als unterlegene Problemlösungen heraus, die durch andere, zumindest zunächst als überlegen erscheinende Lösungen verdrängt werden.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1987

Authors and Affiliations

  • Gerd Fleischmann

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