Advertisement

Zur Garantiefunktion der Trägerkörperschaften öffentlich-rechtlicher Sparkassen

  • Friedrich Hornbach

Zusammenfassung

Als staatliche Einrichtungen zur Realisierung öffentlicher Zielsetzungen waren die Sparkassen seit ihrer Gründung zugleich Gegenstand hoheitlicher Sicherungsvorkehrungen. Obwohl Sicherheit im Sparkassenwesen von Anfang an als zentrales Motiv geschäftspolitischer und hoheitlicher Aktivitäten nachgewiesen werden kann1, wurden die jeweiligen Sicherungskonzeptionen kaum reflektiert, sondern in der Regel implizit vorausgesetzt. Das gleiche gilt für die Ziel-Mittel-Analyse der eingesetzten Instrumente. Dies dürfte wesentlich darauf zurückzuführen sein, daß die auf der öffentlich-rechtlichen Garantieverpflichtung beruhende Gewährleistung öffentlich-rechtlicher Sparkassen die gleichwohl bestehende sicherungspolitische Problematik als nicht aktuell hatte erscheinen lassen. Mit der Wettbewerbsdiskussion im Kreditgewerbe und insbesondere im Zusammenhang mit der Einführung einer Einlagensicherung der einzelnen Kreditinstitutsgruppen rückte auch die Garantieverpflichtung der Trägerkörperschaften öffentlich-rechtlicher Sparkassen wieder in den Vordergrund. In jüngster Zeit schließlich erlangt speziell die Frage einer Dotationskapitalzuführung seitens der Trägerkörperschaften im Hinblick auf die unterproportionale Eigenkapitalentwicklung der überwiegend kommunalen Sparkassen erhöhte Bedeutung.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Anmerkungen

  1. 1.
    Vgl. Hornbach, F.: Bonitäts-und Solvenzsicherung öffentlich-rechtlicher Sparkassen als Mittel des Gläubigerschutzes, Diss. Mannheim 1973.Google Scholar
  2. 3.
    Heinen, N. M.: Die Rechtsstellung der Gemeinden und Gemeindeverbände als Gewährträger ihrer Sparkassen, Diss. Münster 1969, S. 107.Google Scholar
  3. 6.
    Vgl. Kleiner, E. E.: Zur Frage der Haftungsverpflichtung der Gewährverbände, in: Sparkasse, 1938, S. 39 f.; Heinen, N. M.: a.a.o., S. 109; Schlierbach, H: Kommentar, Anm. 2 A zu § 3 HessSpG, S. 135.Google Scholar
  4. 8.
    Wünsch, H., Hoch, M. und Wittlinger, R.: Sparkassenrecht im Lande Baden-Württemberg, Loseblattsammlung, Wiesbaden 1969 ff., Kennziffer SpG 110, Erl. 2 zu § 7 BadWürttSpG, S. 3.Google Scholar
  5. 9.
    Vgl. zur umfassenden „Instandhaltungspflicht“ insbesondere: Schlierbach, H.: Anstaltslast und Gewährträgerhaftung, in: Kommunalwirtschaft, 1975, S. 450 f.Google Scholar
  6. 12.
    Paul: Die Haftung der Gewährträger für ihre Sparkassen, in: Sparkasse, 1936, S. 152Google Scholar
  7. 12a.
    Voigt, H.. Schutz der Bankdepositen, Eigenarten der Sicherung von Einlagen bei Kreditinstituten, Diss. Frankfurt 1962, S. 38Google Scholar
  8. 15.
    Vgl. Perdelwitz, ]., Fabricius, P. und Kleiner, E. E.: a.a.o., S. 177; Klüpfel, W.: Das Sparkassenrecht in Baden-Württemberg, Teil I: Sparkassengesetz für Baden-Württemberg vom 4. Juli 1967 mit Erläuterungen, Stuttgart 1968, Anm. 5 zu § 31 BadWürttSpG, S. 144; Schlierbach, H.: Kommentar, Anm. 2 C zu § 3 HessSpG, S. 136.Google Scholar
  9. 21.
    Vgl. auch Schork, L.: Gesetz über des Kreditwesen, Kommentar, Köln-Berlin-Bonn-München 1965, Anm. 40 zu § 10 KWG, S. 161.Google Scholar
  10. 24.
    Geiger, H.: Die Sparkassen im Wettbewerb, in: Leistung, Wettbewerb, Sozialer FortschrittDeutscher Sparkassentag 1969, Stuttgart 1969, S. 50.Google Scholar
  11. 25.
    Vgl. zu Lösungsvorschlägen zur Dotationskapitalausstattung: Kurze, T.: Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten der Eigenkapitalausstattung kommunaler Sparkassen, Diss. Aachen1977, S. 185 ff.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler KG, Wiesbaden 1979

Authors and Affiliations

  • Friedrich Hornbach

There are no affiliations available

Personalised recommendations