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Die Industrie-und Handelskammern in der Bundesrepublik Deutschland — eine Selbstverwaltungseinrichtung im modernen Staat

  • Hans Horak

Zusammenfassung

Die mangelnde Transparenz der Kammerarbeit liegt zu einem großen Teil in ihrer außerordentlichen Vielfalt begründet, Vielfalt nicht nur der Arbeitsgebiete, auch Pluralität der Funktionen im Spannungsfeld zwischen Staat und Unternehmen. Aber auch die im Vergleich zu den meisten straff und zentralistisch geführten Behörden und Verbänden auffällige, in regionaler Autonomie wurzelnde Vielgestaltigkeit der Kammerorganisation trägt zu dem unscharfen Bild in der — ffentlichkeit bei. Da gibt es Stadtkammern und Flächenkammern, sehr große, mittlere und noch immer kleine, solche, die sich sichtlich modern geben, und andere, deren Selbstbewußtsein eher in der Nähe herkömmlicher, im Beamtentum gewachsener Pflichterfüllung angesiedelt zu sein scheint. Schon Aussehen und Atmosphäre der Dienstgebäude sind extrem unterschiedlich: Da gibt es den schlichten Zweckbau ebenso wie die architektonische Meisterleistung, das imponierende Bauwerk ebenso wie das schlichte, bescheidene Gehäuse, die spiegelnde Glasfront ebenso wie den mittelalterlichen Giebel. Und wer, in norddeutschen Hansestädten etwa, so einen alten und ehrwürdigen, mit Kunstschätzen nobel ausgestatteten Treffpunkt vieler Generationen von Kaufleuten betritt, der wird auch die lange Tradition wirtschaftlicher Selbstverwaltung leichter in seine Vorstellung der Kammerorganisation in Gegenwart und Zukunft einbeziehen.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler KG, Wiesbaden 1979

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  • Hans Horak

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