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Hoffmanns Stellung zur Romantik

  • Johannes Harnischfeger

Zusammenfassung

In Eichendorffs Roman ‚Ahnung und Gegenwart‘, der den religiösen Wandel der romantischen Bewegung reflektiert, gesteht sieh der Held das Scheitern seiner poetischen Bemühungen ein: Die Poesie „genügte ihm nicht mehr, alle seine ernstesten, herzlichsten Pläne waren an dem Neide seiner Zeit gescheitert (...) und jenes große, reiche Geheimnis des Lebens hatte sich ihm endlich in Gott gelöst.“1 Die Hinwendung zum christlichen Glauben erscheint hier als die Erfüllung dessen, was der romantische Dichter sich von jeher erträumte und was ihm die Poesie nicht zu geben vermochte. — Auch in seinen literaturkritischen Schriften hat Eichendorff die Romantik in einem religiösen Sinn gedeutet, als Bewegung einer christlichen Erneuerung, die durch ihr mutiges Eintreten für die Kirche „gleichsam das Gefühl und poetische Gewissen des Katholizismus“2 geworden ist. Ihre „ganze Bedeutung“ sollte darin liegen, „daß sie das Positivedes Christentums, also die Kirche, in Leben, Kunst und Wissenschaft wieder frei und geltend zu machen übernommen.“3 Ein solches Bekenntnis zur katholischen Kirche schließt natürlich ein, daß man sich von all dem „Zweideutigen“4 distanziert, das in den frühen Schriften Friedrich Schlegels und bei Novalis angelegt ist. Zu diesem ‚Zweideutigen‘ aber, das Eichendorff überwunden zu haben glaubt, zählt er die wesentlichsten Motive der frühen Romantik: „den verhüllten Pantheismus, den Naturgott und das entfesselte, geniale Ich“5. Selbst die Ironie, die einst im Zentrum der romantischen Ästhetik stand, läßt sich nur schwer mit der neuen Frömmigkeit vereinbaren. Für den christlichen Dichter versteht es sich von selbst, daß er die Inhalte seines Glaubens von jeder ironischen Kritik ausnimmt, da er „in seinem Verhältnisse zum Christentum (...) kein Erschaffender, kein Genießender, sondern ein Empfangender, ein Glaubender“1 ist. Die katholische Romantik kennt zwar weiterhin eine „höhere, wehmütige Ironie“2, die ein Ungenügen an allem Irdischen Ausdruck bringt. Doch die Sehnsucht, die aus ihr entsteht, richtet sich jetzt auf ein unerreichbares, himmlisches Jenseits, oder sie schweift in eine vage, unbestimmbare Ferne, der man sich nicht nähern darf, weil sie sonst ihren poetischen Zauber verliert.3

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References

  1. 1.
    Eichendorff: Ahnung und Gegenwart, S. 226.Google Scholar
  2. 2.
    Eichendorff: Geschichte der Poetischen Literatur Deutschlands, S. 272.Google Scholar
  3. 3.
    Ebd., S. 401.Google Scholar
  4. 4.
    Ebd., S. 269.Google Scholar
  5. 5.
  6. 1.
    Ebd., S. 297.Google Scholar
  7. 2.
  8. 3.
    Vgl. Pikulik: Bedeutung und Funktion der Ferne, S. 23 und Pikulik: Romantik, S. 362f. und 369f.Google Scholar
  9. 1.
    Eichendorff: Das Marmorbild, S. 318.Google Scholar
  10. 2.
  11. 3.
    Ebd., S. 322.Google Scholar
  12. 4.
    Weschta, S. 49. — Vgl. auch Möbus: Der andere Eichendorff, S. 113ff.Google Scholar
  13. 1.
    Schleiermacher: Vertraute Briefe über Friedrich Schlegels Lucinde, S. 106f.; bei Eichendorff zit. in: Geschichte, S. 398.Google Scholar
  14. 2.
    Vgl. dazu Weihe, S. 62ff.Google Scholar
  15. 3.
    Eichendorff: Das Marmorbild,S. 318.Google Scholar
  16. 4.
  17. 1.
  18. 2.
    Schlegel: Athenäums-Fragment 238, S. 204. — Vgl. Beller, S. 136.Google Scholar
  19. 3.
    Eichendorff: Das Marmorbild, S. 338f.Google Scholar
  20. 4.
    Josef Kunz, S. 190.Google Scholar
  21. 5.
    Aus dem Gedicht ‘Der Umkehrende’, in: Eichendorff: Geistliche Gedichte, S. 294.Google Scholar
  22. 6.
    Eichendorff: Das Marmorbild, S. 339.Google Scholar
  23. 7.
  24. 8.
    Ebd., S. 338.Google Scholar
  25. 1.
    Ebd., S. 344.Google Scholar
  26. 2.
    Ebd., S. 320.Google Scholar
  27. 3.
    Ebd., S. 340.Google Scholar
  28. 4.
    Egon Schwarz, S. 216. — Vgl. auch Pikulik: Die Mythisierung des Geschlechtstriebes, S. 140 und Schumacher, S. 163.Google Scholar
  29. 5.
    Eichendorff: Das Marmorbild, S. 345.Google Scholar
  30. 6.
    Bollnow: Das romantische Weltbild bei Eichendorff, S. 249.Google Scholar
  31. 1.
    Ebd., S. 255. — Vgl. dazu Sengte Bd.1, S. 248f.Google Scholar
  32. 2.
    Vgl. Möbus: Eichendorffund Novalis, S. 172ff.Google Scholar
  33. 3.
    Eichendorff: Geschichte, S. 384.Google Scholar
  34. 4.
  35. 1.
    Ebd., S.386.Google Scholar
  36. 2.
  37. 3.
    Vgl. Kunz, S.137f.Google Scholar
  38. 4.
    Hoffmann: Die Vision auf dem Schlachtfelde bei Dresden, S. 28. — Vgl. auch Hoffmann: Erscheinungen, S. 864ff. und dazu Walter, S. 399f. und Dammann, S. 236ff.Google Scholar
  39. 5.
    Eichendorff: Geschichte, S. 390.Google Scholar
  40. 6.
    Ebd., S. 389.Google Scholar
  41. 1.
    Zit. nach Hasselberg: Hoffmann als Kammergerichtsrat, S. 63 und 64.Google Scholar
  42. 2.
    Eichendorff: Geschichte, S. 390.Google Scholar
  43. 3.
  44. 4.
    Goethe: Rezension, S. 928.Google Scholar
  45. 1.
    Goethe: Maximen und Reflexionen, S. 630. — Vgl. auch Goethes Gespräch mit Eckermann am 2. April 1829, in: Eckermann, S. 253.Google Scholar
  46. 2.
    Goethe: Rezension, S. 928.Google Scholar
  47. 3.
    Hegel: Ästhetik Bd. 1, S. 289.Google Scholar
  48. 4.
    In einem Brief an Louis de la Foye vom Anfang des Jahres 1819, in dem Chamisso (S. 131) über die zeitgenössische Literatur in Deutschland berichtet, heißt es von Hoffmann, er sei “jetzt unstreitig unser erster Humorist”. Fouqué dagegen, der in seinen ‘Erinnerungen an E.T. Hoffmann’ (S. 249) von dem ‘genialen Kreisler* spricht, sah in ihm wohl eher einen bedeutenden Komponisten. — Von Clemens Brentano wissen wir, daß ihn die Lektüre einiger ‘Fantasiestücke’ “mannigfaltig gefreut” habe. Doch habe er, wie er am 7. Januar 1816 an Hoffmann schreibt, “ein gewisses Grauen vor aller Poesie, die sich selbst spiegelt und nicht Gott (…)” (Brentano: Briefe, S. 165).Google Scholar
  49. 5.
    Julian Schmidt, S. 22.Google Scholar
  50. 6.
    Hitzig, S. 353.Google Scholar
  51. 7.
    Mühlher: E.T.A. Hoffmann, S. 104.Google Scholar
  52. 8.
    Heinrich Heine: Die Romantische Schule, S. 457.Google Scholar
  53. 1.
    Köpke, S. 206. — In einer Novelle aus dem Jahre 1835, in der Hofimann flüchtig erwähnt wird, hat Tieck dagegen etwas milder geurteilt. (Vgl. Tieck: Das alte Buch, S. 1044.).Google Scholar
  54. 2.
    Am 19. Oktober 1823 an den Hofrat Suabedissen, in: Grimm: Briefe, S. 227.Google Scholar
  55. 3.
    “Hofman, obwol der Nachahmer meines Komischen, ist doch kein Freund meines Ernstes und vielleicht keiner von mir, weil ich ihn in der Vorrede (zu den ‘Fantasiestücken’ — J.H.) nicht genug gelobt.” (am 5. Mai 1820 an Heinrich Voß, in: Jean Paul: Briefe 1820–1825, S. 27; vgl. auch den Brief an Friedrich Kunz vom 13. Februar 1814, in: Jean Paul: Briefe 1809-1814, S. 361.) Die Vorrede zu den ‘Fantasiestücken’ kam übrigens gegen den Willen E.T.A. Hoffmanns zustande: Wie er seinem Verleger, dem Weinhändler Friedrich Kunz, in einem Brief vom 20. Juli 1813 mitteilt, sind ihm alle Vorreden “in den Tod zuwider, am mehrsten aber solche, womit bekannte Schriftsteller die Werke unbekannter wie mit einem Attestate versehen und ausstatten.” (Hofimann: Briefwechsel Bd. 1, S. 400) Hoffmann war denn auch, wie Friedrich Kunz (Hofimann: Aufzeichnungen, S. 267), berichtet, mit der Vorrede von Jean Paul “keineswegs (…) zufrieden”. Sein Verleger hingegen sah in dieser Vorrede ein “Meisterstück ihres Verfassers” (ebd.), für das er sich bei Jean Paul mit einer Kiste Wein bedankte.Google Scholar
  56. 4.
    Am 6. August 1822 an Heinrich Voß, in: Jean Paul: Briefe 1820–1825, S. 196.Google Scholar
  57. 5.
    Jean Paul: Die unsichtbare Loge, S. 11.Google Scholar
  58. 6.
    Heinrich Heine: Die Romantische Schule, S. 440.Google Scholar
  59. 7.
    Ebd., S. 441.Google Scholar
  60. 1.
    Ebd., S. 440.Google Scholar
  61. 2.
  62. 3.
    Alexis, S. 349.Google Scholar
  63. 4.
    Ebd., S. 353.Google Scholar
  64. 5.
    Ebd., S. 352.Google Scholar
  65. 6.
    Ebd., S. 354.Google Scholar
  66. 1.
    Börne: ‘Die Serapions-Brüder’, S. 560.Google Scholar
  67. 2.
    Gutzkow, S. 169.Google Scholar
  68. 3.
    Laube, S. 192.Google Scholar
  69. 4.
    Börne: ‘Die Serapions-Brüder’, S. 561.Google Scholar
  70. 5.
    Ebd., S. 562.Google Scholar
  71. 6.
  72. 7.
    Börne: Humoralpathologie, S. 451.Google Scholar
  73. 8.
    Menzel: Die deutsche Literatur. Zweiter Theil, S. 106. — In seiner ‘Geschichte der deutschen Dichtung’ (S. 358ff.) hat sich Wolfgang Menzel dagegen etwas verhaltener geäußert. Auch einige Eigenheiten in der Erzählweise E.T.A. Hoffmanns sind hier besser erfaßt als etwa bei Ludwig Börne. (Vgl. dazu Sakheim, S. 25f.)Google Scholar
  74. 9.
    Wuthenow, S. 41 lf. — Vgl. auch Günzel: E.T.A. Hoffmann, S. 490 und McGlathery: Mysticism, S. 24.Google Scholar
  75. 10.
    Wuthenow, S. 411.Google Scholar
  76. 1.
    Steinecke, S. 13.Google Scholar
  77. 2.
    Heinrich Heine: Briefe aus Berlin, S. 66.Google Scholar
  78. 3.
    Hebbel: Tagebücher, S. 135. — Vgl. auch den Brief an Elise Lensing vom 5. Dezember 1843, in: Hebbel: Briefe, S. 341.Google Scholar
  79. 4.
    Storm, S. 647. — Vgl. Schuster, S. 209ff.Google Scholar
  80. 5.
    Keller, S. 107.Google Scholar
  81. 6.
    Fontane: Willibald Alexis, S. 460. — Vgl. Helmke, S. 34.Google Scholar
  82. 7.
    Grillparzer, S. 189.Google Scholar
  83. 1.
    Günzel: Hoffmanns Entwicklung, S. 359.Google Scholar
  84. 2.
    Mayer, S. 209.Google Scholar
  85. 3.
    Ebd., S. 201.Google Scholar
  86. 1.
    Lukács: Fortschritt und Reaktion, S. 70.Google Scholar
  87. 2.
    Martini: Märchendichtungen, S. 169.Google Scholar
  88. 3.
    Lukács: Deutsche Realisten, S. 8.Google Scholar
  89. 4.
    Mayer, S. 237.Google Scholar
  90. 5.
    Hoffmann: Beethovens Instrumental-Musik, S. 41.Google Scholar
  91. 6.
    Kroll, S. 95. — Vgl. auch Sölle/Seifert, S. 258.Google Scholar
  92. 7.
    Hoffmann: Beethovens Instrumental-Musik, S. 41.Google Scholar
  93. 1.
    Hoffmann: Ombra adorata, S. 33.Google Scholar
  94. 2.
    Hoffmann: Beethovens Instrumental-Musik, S. 43.Google Scholar
  95. 3.
    Dahlhaus, S. 14 und S. 12.Google Scholar
  96. 4.
    Strohschneider-Kohrs: Die romantische Ironie, S. 352. — Vgl. auch Holländer, S. 326.Google Scholar
  97. 5.
    Roland Heine, S. 162.Google Scholar
  98. 6.
    Vgl. Thalmann: Der Trivialroman, S. 194.Google Scholar
  99. 1.
    Miller: Das Phantastische, S. 36.Google Scholar
  100. 2.
    Eichendorff: Geschichte, S. 386. — Vgl. auch Gervinus, S. 660.Google Scholar
  101. 3.
    Vgl. Jean Paul: Vorrede zu den ‘Fantasiestücken in Callots Manier’, S. 10 und Wittkop-Ménardeau, S. 20ff.Google Scholar
  102. 4.
    Vgl. Thalmann: Hoffmanns Wirklichkeitsmärchen, S. 473ff.Google Scholar
  103. 5.
    McGlathery: Mysticism, S. 104ff.Google Scholar
  104. 6.
    von Schaukai: E.T.A. Hoffmann, S. 264.Google Scholar
  105. 1.
    Hans von Müller: Das künstlerische Schaffen E.T.A. Hoffmanns, S. 715.Google Scholar
  106. 2.
    von Schaukai: E.T.A. Hofimann, S. 265. — Vgl. auch Benz, S. 80.Google Scholar
  107. 3.
    Walther Harich Bd. 1, S. 110.Google Scholar
  108. 4.
    Willimczik, S. 22.Google Scholar
  109. 5.
    Walther Harich Bd. 2, S. 100.Google Scholar
  110. 6.
    Hans von Müller in: Hoffmann: Im persönlichen Verkehr, S. 470. — Wie man ‘an Hoffmanns Schöpfungen Hoffmanns Maßstab’ anlegt, hat Hans von Müller an dem Romanfragment ‘Lebens-Ansichten des Katers Murr’ vorgeführt: Da er in der Art, wie Hofimann die Autobiographie des Katers mit der Lebensgeschichte des Kapellmeisters Kreisler verbunden hatte, “nur eine krankhafte Roheit” (Hans von Müller: Einleitung, S. 84.) erkennen konnte, reinigte er die Kreisler-Biographie von allen “fremdartigen Zuthaten” (ebd., S. 89) und veröffentlichte den Roman in zwei seperaten Teilen. (Vgl. dazu Segebrecht: E.T.A. Hoffmann, S. 393f.).Google Scholar
  111. 1.
    Die Verbindung von nüchternem Verstand und ausschweifender Phantasie hat Georg Ellinger (E.T.A. Hoffmann, S. 4) mit dem “ostpreußischen Volkscharakter” zu erklären versucht. Seine Hoffmann-Biographie aus dem Jahre 1894 beginnt daher mit einer kurzen Geschichte Ostpreußens, von den Ordensrittern bis Immanuel Kant. — Eine späte Variante dieser volkskundlichen Betrachtungsweise bietet das ‘Jahrbuch des Ostdeutschen Kulturrates’ von 1956/57: “An den Rand seines Volkstums gestellt, in einer grimassenhaft fremdartigen Mischung nationaler Temperamente, hat diesem heimatlos umhergetriebenen Ostpreußen die Kraft einer Glaubenstradition gefehlt, wie sie den Schlesier Eichendorff getragen hat, der Hoffmanns exzessives Wesen ablehnen mußte.” (Müller-Sternberg, S. 203).Google Scholar
  112. 2.
    Vgl. etwa Rosteutscher, S. 108.Google Scholar
  113. 1.
    Günzel: Hoffmanns Entwicklung, S. 373.Google Scholar
  114. 2.
    Hans-Georg Wemer E.T.A. Hoffmann, S. 220.Google Scholar
  115. 3.
    Jost, S. 136.Google Scholar
  116. 4.
    Mayer, S. 238.Google Scholar
  117. 5.
    Hans-Georg Werner: E.T.A. Hoffmann, S. 218.Google Scholar
  118. 6.
    Günzel: Hoffmanns Enwicklung, S. 380.Google Scholar
  119. 1.
    Mayer, S. 229.Google Scholar
  120. 2.
    Hans-Georg Werner: E.T.A. Hoffmann, S. 176.Google Scholar
  121. 3.
    Günzel: Hoffmanns Entwicklung, S. 369.Google Scholar
  122. 4.
    Ebd., S. 368; vgl. auch Günzel: Ein Leben zwischen Kunst und Wirklichkeit, S. 12ff. — Die Sympathie mit dem einfachen Volk, die man gern aus ‘Des Vetters Eckfenster’ herausgelesen hat, hält sich jedoch in engen Grenzen: Während der Vetter auf den Marktplatz herabblickt, erklärt er dem Erzähler, warum er nie, statt seiner Bediensteten, die eigene Tochter zum Einkauf unter die Marktleute schicken würde. ‘Niemals würde ich um den Preis von etlichen Pfennigen meine Tochter der Gefahr aussetzen, eingedrängt in den Kreis des niedrigsten Volks, eine Zote zu hören, oder irgendeine lose Rede eines brutalen Weibes oder Kerls einschlucken zu müssen. (Hoffmann: Des Vetters Eckfenster, S. 604.) — Eine eindeutig positive Schilderung der einfachen Leute findet sich in den frühen ‘Kreisleriana’, wenn der Kapellmeister Kreisler den Diener Gottlieb als einen “wackern Künstler” an sein Herz drückt. (Hoffmann: Johannes Kreislers, des Kapellmeisters, musikalische Leiden, S. 32; vgl. dazu Kraft, S. 147.) Hoffmann geht es hier allerdings weniger um ein realistisches Sittengemälde. Das Lob auf den kunstbegeisterten Diener wird vielmehr als ein Mittel eingesetzt, um die satirische Wirkung seiner Philisterkritik zu erhöhen: Wahres Kunstverständnis findet sich, dieser Darstellung gemäß, eher noch in der Dienerschaft als bei ihren bürgerlichen Herrn.Google Scholar
  123. 5.
    Günzel: Hoffmanns Entwicklung, S. 369.Google Scholar
  124. 6.
    Martini: Märchendichtungen, S. 159.Google Scholar
  125. 7.
    Ebd. — Vel. auch Martini: Deutsche Literaturgeschichte, S. 351.Google Scholar
  126. 8.
    Martini: Märchendichtungen, S. 178.Google Scholar
  127. 1.
    Ebd., S. 183.Google Scholar
  128. 2.
    Ebd., S. 167.Google Scholar
  129. 3.
    Ebd., S. 180.Google Scholar
  130. 4.
    Ebd., S. 179.Google Scholar
  131. 5.
    Ebd., S. 183.Google Scholar
  132. 6.
    Ebd., S. 159.Google Scholar
  133. 7.
    Ebd., S. 167.Google Scholar
  134. 8.
    Am 24. Juni 1820 an Theodor Gottlieb von Hippel, in: Hoffmann: Briefwechsel Bd. 2, S. 263.Google Scholar
  135. 1.
    Martini: Märchendichtungen, S. 183.Google Scholar
  136. 2.
    Müller-Seidel: Späte Werke, S. 822. — Vgl. Hans-Georg Werner: E.T.A. Hoffmann, S. 180 und Miller: Das Phantastische, S. 55.Google Scholar
  137. 3.
    Eichendorff: Geschichte, S. 390. — Ähnlich bei Ralph-Rainer Wuthenow, S. 419.Google Scholar
  138. 4.
    Preisendanz: Humor, S. 112. — Vgl. dazu Hoffmann: Meister Floh, S. 80lf.Google Scholar
  139. 5.
    Ganz ähnlich gestaltet sich der Schluß des Märchens ‘Klein Zaches’, wenn Balthasar sich mit der biederen Candida vermählt. Schon der Hinweis auf das glückliche Ende, das den Leser im Schlußkapitel erwartet, verrät die ironische Distanz zu dem folgenden Geschehen: “Eigentlich hätte die Geschichte mit dem tragischen Tode des kleinen Zinnober schließen können. Doch, ist es nicht anmutiger, wenn statt eines traurigen Leichenbegängnisses, eine fröhliche Hochzeit am Ende steht?” (Hoffmann: Klein Zaches, S. 97)Google Scholar
  140. 1.
    Walther Harich Bd. 2, S. 364.Google Scholar
  141. 2.
    Ebd., S. 365.Google Scholar
  142. 3.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1988

Authors and Affiliations

  • Johannes Harnischfeger

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