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Theorie

  • Éva Hédervári
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Zusammenfassung

Freud war einer der ersten Theoretiker, der seine Aufmerksamkeit auf die Bedeutung von frühen Lebenserfahrungen in bezug auf die Entfaltung psychischer Prozesse gelenkt hat. Er sah in der frühkindlichen Entwicklung den Ursprung aller psychopathologischen Phänomene. Freuds bedeutender Beitrag liegt darin, daß er das Kind, seine Mutter und den Vater in den Mittelpunkt psychoanalytischer Überlegungen gestellt hat und zudem die Frage der Entwicklung von Emotionen aufwarf (vgl. Lamb 1988, Stork 1986). Die klassische psychoanalytische Triebtheorie Freuds erklärt die psychischen Vorgänge mit ihrer Regulierung durch das “Lustprinzip”. Freud nimmt an, daß der psychische Apparat durch eine unlustvolle “Spannung” angeregt wird und dann diese Spannung herabzusetzen, d.h. Unlust zu vermeiden oder Lust zu erlangen, versucht (Freud 1920). Die Funktion und die Rolle der anfänglichen Objektbeziehung1 ist primär in der Befriedigung körperlicher Bedürfnisse nach Nahrung und Pflege zu sehen. Die Entwicklung von zwischenmenschlichen Bindungen und vor allem die Bindung zwischen Mutter und Kind läßt sich somit in erster Linie mit der Triebbefriedigung in Zusammenhang bringen (vgl. Freud {1917} 1980). Das erste Liebesobjekt des Kindes ist die Brust der Mutter, es wird erst später auf die ganze Person erweitert.

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© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Éva Hédervári

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