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Einflüsse sozialer und ethnischer Herkunft beim Übergang in die Sekundarstufe II und den Beruf

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Zusammenfassung

Es ist leicht nachzuvollziehen, dass die Effizienz eines Bildungswesens bei der Vermittlung schulischer Lerninhalte sowohl vom Anspruch des Curriculums als auch durch die durch Stundentafeln vorgegebene und die tatsächlich genutzte Lernzeit in der Schule und nicht zuletzt auch von der Qualität des Unterrichts selbst abhängt. Dieses Bild ist jedoch insofern unvollständig, als es überwiegend nur die institutionelle Seite von Bildungsprozessen betrachtet und die aktive Rolle des Lerners selbst und die Bedeutung anderer Beteiligter, insbesondere der Eltern, nicht in den Blick nimmt. In ökonomischer Terminologie könnte man die beiden Seiten auch als Angebots- und Nachfrageperspektive bezeichnen. Die Struktur und Qualität der schulischen Institution nimmt Bezug auf die Angebotsseite, während als Nachfrager von Bildungsangeboten zunächst die Eltern fungieren, ergänzt durch die Schüler, die mit dem Älterwerden zunehmend autonom über ihre Bildungskarriere entscheiden. Diese marktwirtschaftliche Betrachtung ist analytisch hilfreich, weil sie unterstreicht, dass die Konsumption von Bildungsgütern auch von vielfältigen Entscheidungen seitens der Nachfrager abhängt und somit nicht nur von der Binnenrationalität der Institution Schule, sondern auch von soziologischen und psychologischen Aspekten des familiären Umfelds der Schüler bestimmt wird.

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© Leske + Budrich, Opladen 2000

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