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Zusammenfassung

Nur wenige pädagogisch-psychologische Arbeiten haben vergleichbare öffentliche Aufmerksamkeit gefunden wie TIMSS. Eine derartig breite Rezeption hat allerdings auch Kosten. Die offensichtlichsten sind die Simplifizierung von Ergebnissen und die Reduktion komplexer Befunde auf wenige griffige Botschaften, die dem wissenschaftlichen Anliegen einer solchen Studie alles andere als gerecht werden. So steht das Akronym „TIMSS“ in Deutschland vereinfachend für die Überraschung, dass die mathematisch-naturwissenschaftlichen Kompetenzen von deutschen Jugendlichen und jungen Erwachsenen in einem breiten internationalen Mittelfeld liegen. Dieser Befund allein ist jedoch nur von geringem Interesse; Bedeutung erhält ein solches Ergebnis erst durch die Analyse der inhaltlichen Qualität der Kompetenzunterschiede innerhalb definierter Fachgebiete und im Rahmen der Bildungsvorstellungen unserer Lehrpläne. Gerät die Komplexität der empirischen Befunde, die sich nicht selten wechselseitig relativieren, in Vergessenheit, löst sich die öffentliche Diskussion sehr schnell von der wissenschaftlichen Substanz einer Untersuchung und gewinnt im Spiel der Interessen ein wenig beeinflussbares Eigenleben. Im Rahmen unserer Möglichkeiten würden wir gern dazu beitragen, diesen Prozess bei der Rezeption des vorliegenden Berichts zu verlangsamen. Deshalb wollen wir im Rückgriff auf unsere erste Veröffentlichung (Baumert, Lehmann u.a., 1997) den Entstehungszusammenhang und das grundsätzliche Anliegen von TIMSS noch einmal zusammenfassen.

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© Leske + Budrich, Opladen 2000

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