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Zusammenfassung

Der vorliegende Bericht, der zwei Bände umfasst, gibt in analytischer Perspektive Auskunft über die Ergebnisse jener Teiluntersuchungen der Dritten Internationalen Mathematik- und Naturwissenschaftsstudie (TIMSS), die sich mit der mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundbildung der nachwachsenden Generation am Ende der Pflichtschulzeit und dem Mathematik- und Physikunterricht voruniversitärer Bildungsgänge beschäftigen. Diese Analysen verbreitern und vertiefen die deskriptiven Befunde, die bislang nur in knapper Zusammenfassung vorliegen (Baumert, Bos & Watermann, 1998). TIMSS/III ist im Unterschied zur deutschen Mittelstufenstudie, die abweichend vom internationalen Design längsschnittlich angelegt war, auch in Deutschland eine Querschnittuntersuchung. Dies schränkt die Analyse- und Aussagemöglichkeiten je nach Fragestellung in unterschiedlicher Weise ein. Während Struktur und Niveau der erworbenen mathematisch-naturwissenschaftlichen Kompetenzen sehr wohl auch in einer Survey-Studie untersucht werden können, erreichen Zusammenhangsanalysen fast immer nur explorativen Status. Sie bedürfen der Absicherung und Stützung durch Befunde aus Längsschnittstudien und experimentellen Arbeiten. Trotz dieser Einschränkungen, die wir in unseren Analysen immer wieder herausstellen werden, sind Untersuchungen wie TIMSS alles andere als überflüssig: Häufig genug widerlegen sie vermeintliche pädagogische oder bildungspolitische Gewissheiten und erfüllen so bereits eine wichtige diagnostische Aufgabe; darüber hinaus können sie — und TIMSS ist dafür ein gutes Beispiel — sowohl Fragen zuspitzen und auf den Punkt bringen als auch neue Perspektiven, nicht zuletzt für konstruktive pädagogische Phantasien, eröffnen.

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© Leske + Budrich, Opladen 2000

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