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Theorien der menschlichen Entwicklung

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Zusammenfassung

In den folgenden Abschnitten sollen Ansätze skizziert werden, die sich vor dem Hintergrund der bisher dargestellten Kriterien und Fragerichtungen bewegen. Sie liefern noch einmal theoretische Vergewisserungen sowie empirische Ausgestaltungen, indem sie beispielhaft die Konzepte der strukturgenetischen Sozialisations- und Entwicklungsforschung thematisieren.

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Literatur

  1. 1.
    Diesem Abschnitt liegt der erste Teil des dritten Kapitels,Die Psychologie der moralischen Stufen‘aus dem Buch,Lawrence Kohlberg zur Einführung‘(1996) zugrunde.Google Scholar
  2. 2.
    Die Konzentration auf die Altersgruppe der Zehn- bis Sechzehnjährigen erfolgte einerseits deshalb, weil Piaget jüngere Kinder bereits ausführlich studiert hatte, andererseits erwartete Kohlberg aufgrund des sechsjährigen Unterschieds bei der jüngeren Gruppe ein noch stärker kindliches Argumentieren, während bei den Sechzehnjährigen „fairly adult moral thinking“(Kohlberg 1958, S. 70) unterstellt werden konnte. Der SES wurde festgelegt auf der Grundlage des Berufs und der Bildung der Eltern. Er wurde als Indikator angesehen für die Teilnahme in peer-Gruppen (wie von Piaget nahegelegt) und die Teilnahme in sekundären Institutionen (wie von Mead nahegelegt). Die soziometrische Zuordnung beruhte auf dem Wahlverhalten der Jungen (z.B.,Mit wem möchtest du gerne diskutieren‘) und trennte ‚isolierte‘von ‚integrierten‘Kindern und Jugendlichen. Die meisten der als delinquent bezeichneten Jungen standen vor einer Verhandlung wegen wiederholten Autodiebstahls; Mädchen beziehungsweise weibliche Jugendliche nahm Kohlberg in seine Studie nicht auf, da dies einerseits die Zahl der vorzunehmenden statistischen Berechnungen (noch ohne Computer) erhöht hätte; andererseits erwartete er keine geschlechtsspezifische Unterschiede — eine Einschätzung, die er später bedauerte (vgl. dazu Kohlberg et al. 1983, S. 121ff.); zu den Informationen insgesamt Kohlberg 1958, S. 69ff.).Google Scholar
  3. 3.
    Die Angaben zu Südkorea entnehme ich der Dissertation von Hyo-Seon Lee. Oldenburg 1996.Google Scholar
  4. 5.
    Vgl. dazu die Diskussion über den zivilen Ungehorsam Kapitel 3.2.Google Scholar
  5. 8.
    An diesem Projekt zu Emigrantenbiographien arbeite ich mit einigen Mitarbeiterinnen und Doktorandinnen der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg seit mehreren Jahren; vgl. z.B. die folgenden Veröffentlichungen Blömer/Garz 1998a, 1998b, 1999, 2000; Blömer/Garz/Kanke 19%, Garz 1999, 2000, Lohfeld 1998 sowie Vordtriede 1999 und Wysbar 2000.Google Scholar
  6. 10.
    Carl Grünberg (1861–1940) studierte zunächst Jura, habilitierte sich 1894 für Politische Ökonomie an der Universität Wien, wo er in der Folge auch lehrte. 1923 erhielt er den Ruf auf den von der Gesellschaft für Sozialforschung gestifteten Lehrstuhl für wirtschaftliche Staatswissenschaften. Im Januar 1928 wurde Grünberg aufgrund eines schweren Schlaganfalls arbeitsunfähig; er starb 1940 (vgl. Wiggershaus 1988, S. 33ff.)Google Scholar
  7. 15.
    Die außengeleitete Persönlichkeit ist in der Arbeit von David Riesman et al. aus dem Jahr 1950 beschrieben. „Der,außengeleitete‘Charakter ist bestrebt, mit anderen gut auszukommen, sich gut zu verkaufen, Sicherheit und Zuordnung um jeden Preis als neurotisches Bedürfnis zu pflegen, seine Wertvorstellungen anderen unterzuordnen und sich und sein Privatleben entsprechend den Anforderungen etwa von Organisationen oder Institutionen auszurichten, kurz: ein konformes Verhalten herauszubilden“(Gerhold 1991, S. 151). Woody Allen hat dieses Figur kongenial filmisch umgesetzt und gespielt. Vgl. zu Riesman Kapitel 2.2.2.Google Scholar
  8. 17.
    Bei den Befragten handelte es sich überwiegend um Männer, so daß die von Carol Gilligan vorgetragene Kritik des Ausschlusses von Frauen aus der entwicklungsbezogenen Forschung hier zutrifft (vgl. Gilligan 1984 und zusammenfassend Garz 1989/19942).Google Scholar
  9. 29.
    Nochmals, damit ist nicht ausgeschlossen, daß auch Biographien unter einer verallgemeinerten Perspektive betrachtet werden können. So formuliert Lidz bei seiner Beschreibung des Lebenszyklus. „Der Lebenslauf, den wir beschreiben…, ist nicht der irgendeines bestimmten Menschen, sondern eine Abstraktion, die das für alle Menschen Typische und Wesentliche ihres Lebensweges in sich vereint“(Lidz 1968, S. 115).Google Scholar

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© Leske + Budrich, Opladen 2000

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