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Gedanken zur Sinnfrage in der Psychotherapie

  • Henner Völkel

Zusammenfassung

Die Suche nach dem Sinn des Daseins, die Frage der Sinnfindung, stellt eine uralte Problematik dar, der jedoch in der Frühzeit der Tiefenpsychologie kaum Beachtung geschenkt wurde. Später ist dann durch C. G. Jung (1928) und vor allem durch V. E. Frankl (1949) die Bedeutung des ‚Sinnlosigkeitsgefühls’ als pathogener Faktor immer mehr ins Blickfeld der Psychotherapie gerückt. Aus heutiger Sicht scheint es erstaunlich, daß die Sinnfrage in den klassischen Werken der Psychoanalyse nicht behandelt worden ist (oder doch nur ganz marginal) — begegnen wir doch im Alltag der Psychotherapie gar nicht so selten Äußerungen wie: ‚Wozu das alles? Das hat doch alles keinen Sinn!’ Ein depressiver Patient sagte: „Ob ich nun morgen sterbe oder in Hamburg eine Schaufel umfällt — das ist doch völlig egal, wen kümmert das schon“.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Henner Völkel

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