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Aspekte der Lebensqualität bei Krebserkrankungen aus psychotherapeutischer Sicht

  • Claus Bahne Bahnson

Zusammenfassung

Lebensqualität ist ein abstrakter Begriff. Für Krebspatienten dreht es sich vielmehr um die Angst vor Verstümmelung, Schmerz und frühzeitigem Tod. Weiter um Angst davor, ausgeschaltet, übergangen und vergessen zu werden; es dreht sich um Trauer über jedenfalls temporär abgebrochene und stornierte Lebensaufgaben und darum, über neue Rollen und Weiterentwicklungswünsche nicht sprechen zu können. Die Tendenz, alle diese schwerwiegenden Probleme irgendwie zu neutralisieren und zu verdrängen, führt oft dazu, daß wir, die Betreuer, uns ‚nur mehr oberflächliche Gedanken‘ in bezug auf Schmerzkontrolle, Mobilität und möglichen Arbeitseinsatz machen. „Lebensqualität“ hat verschiedenartige Bedeutungen für verschiedenartige Menschen und beinhaltet immer Bedürfnisse für die Aufrechterhaltung von Beziehungen, von Selbstwert und von Zielen, von ‚Sinn‘ und ‚Stil‘ des Lebens, selbstverständlich in Verbindung mit und unter der Voraussetzung von einem relativ niedrigen Schmerzniveau und von tolerablen Lebensumständen.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Claus Bahne Bahnson

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