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Die Landgrafschaft Hessen-Homburg 1848

  • Barbara Dölemeyer

Zusammenfassung

Die Landgrafschaft Hessen-Homburg, von einer darmstädtischen Nebenlinie regiert und erst auf dem Wiener Kongreß zur vollen Souveränität gelangt1, umfaßte seit 1816 zwei Landesteile: das Amt Homburg mit circa 10000 und das neu erworbene Oberamt Meisenheim am Glan (im ehemaligen Saardepartement) mit ca. 14000 Einwohnern, letzteres von Landgraf Friedrich V. Ludwig wegen der weiten Entfernung vom „Kernland“ als „Distrikt in China“ bezeichnet. Während die Bewohner des Amtes Homburg im großen und ganzen mit der zwar patriarchalischen, aber doch milden Herrschaft der Landgrafen nicht unzufrieden waren, kamen „revolutionäre“ Anstöße eher von deren neuen Untertanen, aus dem linksrheinischen — von Homburg circa 110 km entfernten — Landesteil. Dieses Gebiet hatte in der Zeit der Zugehörigkeit zu Frankreich ein modernes Rechts- und Verwaltungssystem kennengelernt, hier galten die französischen Gesetzbücher fort, die Einwohner fühlten sich eher der benachbarten bayerischen Pfalz (Rheinbayern) verwandt. Der Regierung der kleinen, traditionalistischen Landgrafschaft gegenüber, die man zudem in erster Linie durch ihre Forderungen nach Abgaben und Militärdiensten kennenlernte, waren die Meisenheimer eher skeptisch eingestellt.2 Die politische Entwicklung der Landgrafschaft im 19.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen/Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Barbara Dölemeyer

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