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„Darf ich mich vorstellen…“ (1913 bis 1914)

  • Robert Kanigel
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Zusammenfassung

Der Brief, der in einem großen, mit indischen Briefmarken beklebten Umschlag steckte, war datiert mit „Madras, den 16. Januar 1913“ und begann

###Sehr geehrter Herr, darf ich mich Ihnen vorstellen als Angestellter der Buchhaltung in der Hafenverwaltung von Madras mit einem Jahreseinkommen von £20. Ich bin jetzt 23 Jahre alt. Ich habe keine abgeschlossene Universitätsausbildung, habe aber den üblichen Unterricht absolviert. Nachdem ich die Universität verlassen habe, habe ich mich in der mir zur Verfügung stehenden Freizeit mit Mathematik beschäftigt. Ich habe nicht den konventionellen geregelten Weg beschritten, dem man in einer Vorlesung an der Universität folgt, sondern ich gehe einen eigenen, neuen Weg. Ich habe spezielle Untersuchungen über divergente Reihen im allgemeinen angestellt, und die von mir erhaltenen Ergebnisse werden von den örtlichen Mathematikern als „aufregend“ bezeichnet.

Ein unbedeutender Angestellter in den Hinterzimmern eines 5000 Meilen entfernten Büros trachtet offenbar danach, Mitleid und Erstaunen hervorzurufen. Man bemerkt eine aufgeregte Lebendigkeit bei ihm: Ich habe nicht den konventionellen geregelten Weg beschritten. Im nächsten Abschnitt behauptete er, daß er die negativen Werte der Gammafunktion erklären könne. Im dritten diskutierte er eine Behauptung in einem mathematischen Traktat, den Hardy drei Jahre zuvor als Teil der Reihe Cambridge Tracts in Mathematics and Physics geschrieben hatte.

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Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig/Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Robert Kanigel

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