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Antwort an Kritiker

Bemerkungen zu Smart, Sellars und Putnam
  • Paul K. Feyerabend
Part of the Wissenschaftstheorie Wissenschaft und Philosophie book series (WWP, volume 2)

Zusammenfassung

In den Aufsätzen, die Smart, Putnam und Sellars diskutieren und kritisieren, stellte ich mir die Aufgabe, ein abstraktes Modell für die Erkenntnisgewinnung vorzulegen1, seine Konsequenzen zu entwickeln und diese mit dem historischen Phänomen Wissenschaft zu vergleichen. Man kann erwarten, daß ein Vergleich historischer Erscheinungen mit erkenntnistheoretischen Auffassungen oder Modellen zü neuen historischen Daten führt wie auch zu neuen Ideen über die tatsächliche Struktur der Wissenschaft (oder des Gesetzes, oder der Philosophie, oder des Alltagsdenkens). Doch man sollte auch im Auge behalten, daß diese Struktur die Modelle nicht beeinflussen darf. Modelle geben an, wie man vorgehen muß, wenn man ein bestimmtes Ziel erreichen will. Sie sind eine Grundlage für die Kritik wie auch die Reform des Bestehenden. Eine Theorie der Erkenntnis, die so auf Kritik und Reform ausgerichtet ist, unterscheidet sich erheblich von einer analytischen Theorie, die im Konflikt zwischen Wirklichkeit und Idee die letztere als ein bloßes Phantasiegebilde ansieht, als eine Flucht vor der Wirklichkeit, als ein Luftschloß2, das zur Bedeutungslosigkeit herabsinkt, wenn es mit den harten Tatsachen des (wissenschaftlichen, juristischen, Alltags-)Lebens zusammenstößt3.

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Literatur

  1. 16.
    B. Hoffmann, The Strange of the Quantum (New York, 1959 ), S. 58.Google Scholar
  2. 50.
    N. R. Hanson, Patterns of Discovery (Cambridge, 1958 ), S. 17.Google Scholar

Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig 1981

Authors and Affiliations

  • Paul K. Feyerabend

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