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Probleme der Mikrophysik

  • Paul K. Feyerabend
Part of the Wissenschaftstheorie Wissenschaft und Philosophie book series (WWP, volume 2)

Zusammenfassung

Als der Formalismus der elementaren Quantentheorie konzipiert wurde, war es unklar, wie er sich mit der Erfahrung in Verbindung bringen ließ und welche anschauliche Vorstellung man mit seiner Anwendung verknüpfen sollte. „Der mathematische Apparat der … Theorie“, schreibt Heisenberg über dieses Stadium1, „lag … Mitte 1926 in seinen wichtigsten Teilen fertig vor, doch die physikalische Bedeutung war noch äußerst unklar.“ Es gab eine Reihe verschiedener Deutungen, deren jede sich aber im Laufe der Zeit als unbefriedigend erwies. Nur die Vorstellungen von Niels Bohr und seinen Mitarbeitern, die etwas später systematischer dargestellt wurden und dann den Namen „Kopenhagener Deutung“2 erhielten, schienen die meisten der Probleme zu lösen, an denen ihre Konkurrenten gescheitert waren. Diese Deutung wurde schließlich von der großen Mehrheit der Physiker angenommen, darunter auch einigen derer, die vorher philosophische Einwände gegen sie erhoben hatten3. Etwa von 19304 (oder eher von etwa 19355) bis 1950 war die Kopenhagener Deutung die Mikrophilosophie, und die Einwände einiger weniger Gegner, vor allem von Einstein und Schrödinger6, wurden immer weniger ernst genommen.

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Literatur

  1. 54.
    Vgl. D. Böhm, “Quantum Theory in Terms of Hidden Variables”, Phys. Rev. 85 (1951), S. 166 ff.Google Scholar
  2. 90.
    H. Butterfield, The Origins of Modern Science, London, 1957, S. 80. Dieses Buch enthält eine sehr wertvolle Darstellung der Rolle der experimentellen Methode im 17. Jahrhundert.Google Scholar
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    D. Böhm, Causality and Chance in Modern Physics, London, 1957.Google Scholar
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    Vgl. D. Böhm, Causality and Chance in Modern Physics, London, 1957, Kap. 4.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig 1981

Authors and Affiliations

  • Paul K. Feyerabend

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