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Poppers Objektive Erkenntnis

  • Paul K. Feyerabend
Part of the Wissenschaftstheorie Wissenschaft und Philosophie book series (WWP, volume 2)

Zusammenfassung

Das Buch2 ist eine Sammlung von Aufsätzen, einige neu, einige wieder abgedruckt. Es enthält Vorschläge für drei Forschungsgebiete: Ontologie, Methodologie und Evolutionstheorie. In der Ontologie empfiehlt Popper einen pluralistischen Ansatz, in der Methodologie empfiehlt er die kritische Diskussion konkurrierender Auffassungen als ein Mittel des Erkenntnisfortschritts; in der Evolutionslehre schlägt er eine Theorie vor, die sich auf eine „darwinistische“ (261, dt. 289) Erkenntnistheorie stützt und die Erkenntnis für ein sich ständig wandelndes „exosomatisches“ (251, dt. 278) Produkt des Organismus erklärt, für eine Art Abscheidung, die durch Versuch und Irrtum ständig verändert und erweitert wird und den Organismus davor schützt, selbst verändert zu werden. Nach dieser Theorie ist die Erkenntnis weder eine besondere Form des Glaubens — sie ist zum Beispiel nicht ein wohlfundierter oder ein sehr wahrscheinlicher Glaube; sie ist nicht einmal ein falsifizierbarer und hochbewährter Glaube —, noch besteht sie aus ewigen Ideen, die wir erfassen, aber nicht verändern können. Die Erkenntnis ist ein Produkt des Menschen, er kann sie verändern, sie ist aber trotzdem objektiv und sogar autonom, das heißt, sie läßt sich nicht auf physische oder psychische Vorgänge reduzieren. Objektiv ist sie, weil sie eigenen Gesetzen folgt, die unabhängig sind von den Absichten ihrer Schöpfer; ist sie einmal vom Menschen geschaffen worden, dann richtet sie sich nicht mehr nach allen seinen Wünschen.

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Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig 1981

Authors and Affiliations

  • Paul K. Feyerabend

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