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  • Michael Mönninger

Zusammenfassung

Wer zum ersten mal die Nibelungendichtung Richard Wagners auch nur bruchstückweise gelesen oder gehört hat, der fühlte gewiß etwas vom Rauschen ungeheurer Waldbäume, etwas wie morgenthauige kühle Waldesluft. Der Hintergrund, vor dem sich das erschütternde Drama entwickelt und vollendet, ist der Wald. Diesen Waldhintergrund den Figuren unterzumalen, das war von vorne herein dem Maler vorbehalten. Wer schon vor Jahren, ehe noch die Baireuther [sic!] Aufführung in Angriff genommen war, im Ernst daran gedacht hätte, denjenigen auszuwählen, dessen Hand es unternehmen dürfte, zu einem solchen Werk den Hintergrund zu malen, der hätte unzweifelhaft, wenn er den ganzen Kreis deutscher Künstler in Gedanken durchgegangen, nur auf zwei Namen ohne allen Bedenkens verfallen können: Preller oder Hoffmann. Hoffmann hat noch das voraus, daß er bereits auf der Bühne im größten Style sich auszubreiten Gelegenheit gefunden und seine Kunst in ausgezeichnetem Maße bewährt hat.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Manuskript von Camillo Sitte. Auf dem Deckblatt befindet sich ein handschriftlicher Eintrag: »Aus‚Hoffmann’s Scenerien zum Nibelungenring‘, Manuscript an Wasmuth f. ges. Schr.« Undat., Inv. Nr. 146. Über Sitte und Hoffmann vgl. S. 52 ffGoogle Scholar
  2. 2.
    Diese Textstelle findet sich bei Richard Wagner, Oper und Drama, in: Gesammelte Schriften und Dichtungen. Leipzig 1898. (3. Aufl.) Bd. 4, S. 273 ffGoogle Scholar
  3. 3.
    Original im Richard-Wagner-Nationalarchiv in Bayreuth. Signatur NA IV A 24–9. Über Sitte und Wagner vgl. S. 81 ffGoogle Scholar
  4. 4.
    Über diese Theaterpläne ist im Nachlaß nichts aufzufinden. Es existiert lediglich eine zehn Jahre später erschienene Druckschrift von Camillo Sitte: »Ueber Akustik in Theatern und Concertsälen«. Mitteilungen des technischen Clubs in Salzburg, 1883. Inv.-Nr. 197. Sie enthält die gleiche These der Analogisierung von Hören und Sehen, allerdings ohne eine sinnesphysiologisch-evolutionistische Herleitung.Google Scholar
  5. 5.
    »Halbbrüchig« meint, daß im Brieforiginal die folgenden Ausführungen nur auf halber Zeilenbreite geschrieben sind.Google Scholar
  6. 6.
    Hier rekurriert Sitte auf naturwissenschaftliche Theoriebildungen, wie sie beispielsweise Ernst Haeckel vorgenommen hatte, vgl. S. 122 ff.Google Scholar
  7. 7.
    Von dieser Stelle an ist das Briefmanuskript wieder auf voller Zeilenbreite geschrieben.Google Scholar
  8. 8.
    Von dieser Stelle an ist das Briefmanuskript wieder »halbbrüchig« auf halber Zeilenbreite geschrieben.Google Scholar
  9. 9.
    Von hier an wieder ganze Zeilenbreite.Google Scholar
  10. 10.
    Über Wagners Reaktion auf diesen Brief vgl. S. 82 ffGoogle Scholar
  11. 11.
    Neues Wiener Tagblatt, 5./6.5. 1903, Inv.-Nr. 179. Über Sitte, das Kunstgewerbe und die Sezession vgl. S. 149 ffGoogle Scholar
  12. 12.
    Die Auslassungen betreffen rein architekturbezogene Detailschilderungen Sittes zu den Entwürfen für das neue Museum an der Karlskirche, die hier nicht von Bedeutung sind.Google Scholar
  13. 13.
    Inv.-Nr. 175. Ferdinand von Feldegg (1855–1936) war Schüler von Theophil Hansen und Professor für Architektur und Kunstgewerbe an der Wiener Staatsgewerbeschule, die Sitte von 1883 bis zu seinem Tode leitete. Über Sittes Universalkunstgeschichte vgl. S. 171 ffGoogle Scholar
  14. 14.
    Undatierte Druckschrift ohne Angabe des Veröffentlichungsortes. Inv.-Nr. 212gGoogle Scholar
  15. 15.
    Dieses sic! befindet sich in Sittes Text.Google Scholar
  16. 16.
    Manuskript eines Artikels für das Neue Wiener Tagblatt, 15.2. 1892, Inv.-Nr. 226Google Scholar
  17. 17.
    Neues Wiener Tagblatt, 3.9. 1893, Inv.-Nr. 230Google Scholar
  18. 18.
    Der Städtebau, Jg. 1, Berlin 1904. Heft 1, S. 5–8; Heft 2, S. 17–19; Heft 3, S. 35–39Google Scholar

Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig/Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Michael Mönninger

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