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Die treibenden Kräfte: Der Weg zum vernetzten Unternehmen

  • Werner Knetsch
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Zusammenfassung

Die Spielwaren-Firma Lewis Galoob Toys, Inc. in San Francisco ist der Modellfall eines vernetzten Unternehmens. Galoob kauft die Produktideen bei unabhängigen Erfindern ein und läßt die Entwicklungsarbeit von selbständigen Ingenieurbüros durchführen. Die eigentliche Herstellung erfolgt durch Subkontrakt-Unternehmungen in Hongkong, die ihrerseits arbeitsintensive Fertigungen nach China verlagert haben oder dort ausführen lassen. Die Endprodukte werden durch Spediteure in die USA transportiert und dort über selbständige Vertragsrepräsentanten vertrieben. Selbst Funktionen wie das Factoring und die Finanzbuchhaltung hat Galoob selbständigen Dienstleistungsunternehmen übertragen.1 Mit knapp 200 fest angestellten Mitarbeitern erzielte der „Hersteller“ aus der Vermarktung seiner Erzeugnisse 1994 einen Jahresumsatz von 178 Millionen Dollar, und während sich die Umsätze seit 1985 mehr als verdreifachten, hat sich die Zahl der Mitarbeiter im selben Zeitraum lediglich verdoppelt.

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Literaturhinweise

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    Bezeichnenderweise begann die stürmische Entwicklung des Internet erst, nachdem es von einem militärischen FuE-Netz in ein ziviles Wissenschaftsnetz umgewandelt worden war.Google Scholar
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    Rein rechnerisch würde die Überspielung einer 1,4 MB-Datei bei 9,6 kb/s rund 20 Minuten dauern. Wegen der asynchronen Übertragung in Datenpaketen sind die tatsächlichen Übermittlungszeiten jedoch mitunter erheblich größer und hängen von der Belastung der Knotenrechner ab.Google Scholar
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    Im Juli 1995 verständigten sich zehn amerikanische Hersteller, darunter Microsoft und Lotus, auf die entsprechenden Spezifikationen und etablierten damit faktisch einen Industriestandard.Google Scholar
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    Es gibt Ansätze zur synchronen Sprach-und Bildkommunikation über das Internet, teils auch schon Produkte, deren Qualität allerdings umstritten ist. Ob Übertragungskapazität und Standards des Internet ausreichen werden, die synchrone Kommunikation (z. B. Videokonferenzen) bei steigenden Teilnehmerzahlen in großem Umfang zuverlässig zu gewährleisten, ist eher fraglich. Diese Funktionalität wird eher von künftigen ATM-Breitbandnetzen übernommen werden. Bis dahin sind für Unternehmen ISDN-Leitungsverbindungen zur Sprach-und Videokommunikation die zuverlässigere Option.Google Scholar
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    Marktbeobachtern zufolge wurden 1994 weltweit bereits 10 000 Einbausätze im Wert von 30 Millionen $ verkauft; für 1995 wurde ein Marktvolumen von 120 Millionen $ erwartet.Google Scholar
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    Mit dem noch im Laufe des Jahres 1995 verabschiedeten ITU-Standard H.324 werden PC-Videokonferenzsysteme demnächst via Modem (bei 28,8 kb/s).auch über das herkömmliche analoge Telefonnetz betrieben werden können.Google Scholar
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    Von Software, für die eigene Märkte und Gesetzmäßigkeiten gelten, abgesehen.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1996

Authors and Affiliations

  • Werner Knetsch

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