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Information und Verträge

  • Ulrich Blum
  • Leonard Dudley
  • Frank Leibbrand
  • Andreas Weiske

Zusammenfassung

Von 58 bis 51 v. Chr. führte Caesar einen Eroberungskrieg in Gallien. Liest man seinen Bericht hierzu, so fällt auf, daß vor allem römische Offiziere fielen. Berichtete Caesar dem römischen Senat fehlerhaft? Besaß Caesar überhaupt einen Anreiz, korrekt zu berichten? Besaß er einen Anreiz, tapfer zu kämpfen? Mehrere Dinge sind im Zusammenhang mit diesen Fragen bemerkenswert:
  • • In den „Commentarii de hello Gallico„ berichtet Caesar in der dritten Person und erzeugt damit die Position eines neutralen Beobachters.

  • • Sein Bericht stellt weniger einen Kommentar (commentarii) als vielmehr eine Rechtfertigung und zugleich eine Eloge dar.

  • • Der Gegner wird als fair und tapfer beschrieben — was aber auch erklärt, weshalb die eigenen Anstrengungen so groß waren.

  • • „Caesar und sein Glück“ spielen eine erhebliche Rolle — als Drohung nach Rom ebenso wie als günstiger Zustand der Natur.

  • • Im damaligen Römischen Reich erfolgte die Bezahlung der Offiziere „gegen Einzelnachweis“, die der Mannschaften hingegen pauschal.

  • • Die römische Zentralregierung war nicht in der Lage, die Effektivität ihre militärischen Führer vor Ort zu bewerten. Zudem war die konkrete Gefahrensituation nicht bekannt, so daß man sich auf die Berichte der örtlichen Befehlshaber verlassen mußte. Das Problem, hinreichend schnell in maximis itineribus 51 Truppen heranzuführen, erforderte hohe örtliche Präsenzstärken. Teile der Mannschaften wurden auch aus Hilfsvölkern rekrutiert.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005

Authors and Affiliations

  • Ulrich Blum
    • 1
  • Leonard Dudley
    • 2
  • Frank Leibbrand
    • 3
  • Andreas Weiske
    • 4
  1. 1.Instituts für Wirtschaftsforschung HalleDeutschland
  2. 2.Universität MontrealKanada
  3. 3.Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung und Wirtschaftsberatung (IAWW)Deutschland
  4. 4.Wirtschaftspolitik und WirtschaftsforschungTechnischen Universitat DresdenDeutschland

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