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Inhalt, Aufgaben, Ziele und Organisation einer integrierten Materialwirtschaft

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Zusammenfassung

Im Sprachgebrauch der Industriebuchhaltung ist „Material“ (von lat. materia = Urstoff, Grundstoff) der noch nicht veredelte, bearbeitete oder verarbeitete Einsatzstoff einer Abrechnungseinheit. Demzufolge erscheinen als „Material“-bestände (Klasse 3) oder später als Materialkosten (Klasse 4):
  • Rohstoffe: Vormaterial und Halbzeuge, die unmittelbar in die Erzeugnisse eingehen und in der Kalkulation diesen direkt zugeordnet werden

  • Hilfsstoffe: Werkstoffe, die zwar unmittelbar in die Erzeugnisse eingehen, in der Kalkulation aber wegen des zu hohen Aufwands nicht direkt den Erzeugnissen zugerechnet werden, zum Beispiel Leim in der Möbelherstellung

  • Betriebsstoffe: Stoffe, die an den Erzeugnissen nicht nachweisbar sind und zur Aufrechterhaltung des Betriebsprozesses dienen, wie Energiestoffe, Schmiermittel und Verbrauchswerkzeuge

  • Kaufteile: fremdbezogene Fertigstoffe für den fabrikatorischen Einsatz, nach Zeichnungsvorgaben hergestellte oder handelsübliche Einbauteile, Normen oder Spezialteile; ebenso Verpackungsmaterial, soweit nicht selbst erstellt

  • Handelswaren: fremdbezogene Waren zur Ergänzung der eigenerstellten Fertigprodukte, die ohne Be- oder Verarbeitung weiterverkauft werden.

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Anmerkungen zu Kapitel 3

  1. 1.
    Als Abfälle bezeichnet man in der Fachliteratur zunehmend schädliche Rückstände oder bewegliche Sachen, derer sich der Besitzer entledigen will (vgl. auch Strebel, H., Umwelt und Betriebswirtschaft, a.a.O., S. 17 ff. sowie AbfG § l/I).Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Busch, H., Materialmanagement, a.a.O., S. 247 ff.Google Scholar
  3. Wassermann, O., Ein Logistik-System für die Produktionsunternehmen, in: Fortschr. Betriebsführung und Industrial Engineering, Produktivität und Logistik-Systeme, Heft 1, 1985, S. 9.Google Scholar
  4. 3.
    Vgl. Nösekabel, E., Bestände im Zielkonflikt — Strategien zur Bestandssenkung, in: Fortschr. Betriebsführung und Industrial Engineering, Heft 6, 1983, S. 372.Google Scholar
  5. 4.
    Die angeführten Materialgemeinkostenarten bezeichnet man auch als „Bestandskosten“, die in der Industrie mit rund 15–20 Prozent des durchschnittlichen Bestandswertes angesetzt werden. Dieser Prozentsatz wird z. B. in manche Losgrößenrechnungen übernommen.Google Scholar
  6. 5.
    Vgl. z.B. o. V., Special: Ökologie, Die Außenwelt als Innenwelt, in: Management-Wissen, Dez. 1985, S. 70 ff.Google Scholar
  7. o. V., Signale aus der Industrie, in: Wirtschaftswoche Nr. 45, 11/85 S. 52 ff.Google Scholar
  8. 6.
    Etwa im historischen Rückgriff auf den Schmalenbachschen Begriff der Gemeinwirtschaftlichkeit.Google Scholar
  9. 7.
    Busch, H., a.a.O., S. 218.Google Scholar
  10. 8.
    Vgl. Kowarik, R., Organisation der Materialwirtschaft, hg. v. BME Frankfurt/M. 1983.Google Scholar
  11. 9.
    Vgl. Grochla, E., Unternehmensorganisation, 9. Aufl., Hamburg 1983, S. 211.Google Scholar
  12. 10.
    Vgl. Busch, H., a.a.O., S. 179.Google Scholar
  13. 11.
    Vgl. DGB, Leitsätze des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Umweltschutz, Düsseldorf 1972 sowie DGB, Umweltschutz und qualitatives Wachstum, Düsseldorf 1985.Google Scholar
  14. 12.
    Vgl. Strebel, H., a.a.O., S. 46 ff.Google Scholar
  15. 13.
    Vgl. Binswanger, H. C., Frisch, H., Nutzinger, H. G., u.a., S. 324 ff.Google Scholar
  16. 14.
    Z.B. die Firmen Winter (Hamburg) und Bischoff & Klein (Lengerich).Google Scholar
  17. 15.
    Vgl. BP Enquete über die Arbeit deutscher Umweltschutzbeauftragter, in: HdU Bd. 4 (Zusammenfassende Analyse der Ergebnisse), III 1. 1, 19.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1998

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