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Kostenrechnung pp 203-217 | Cite as

Prozeßkostenrechnung und Bezugsgrößenwahl

  • Horst Glaser
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Zusammenfassung

Bezugsgrößen bilden ausgewählte Kosteneinflußgrößen bzw. Kostenbestimmungsfaktoren, die der Erfassung sowie Kontrolle und insb. der Zuordnung von Kosten auf Kostenträger dienen. Die Kernthese der Prozeßkostenrechnung lautet, daß zur Verrechnung indirekter Gemeinkosten sog. Kostentreiber (Cost Driver) als Bezugsgrößen zu verwenden sind. Hierbei handelt es sich um Kostenbestimmungsfaktoren, deren Werte sich nicht proportional zu den jeweiligen Produktionsmengen verhalten — bzw. genauer — deren Werte nicht in linearer Weise von den jeweiligen Produktionsmengen abhängen. Derartige Kostentreiber sind z.B. die Anzahl von Bestellungen, Anzahl von Kontrollvorgängen bzw. Kontrollstunden, Anzahl von Rüstvorgängen bzw. Rüststunden, Anzahl von (Fertigungs-)Aufträgen, Anzahl von zu verwaltenden Teilen. Die Kostentreiber werden irreführend auch als „volumenunabhängige“, d.h. von den Produktionsmengen funktional nicht abhängige Kostenbestimmungsfaktoren bezeichnet. Allerdings wird i.d.R. hinsichtlich dieser Kostenbestimmungsfaktoren von prozeßbezogenen Economies of Scale ausgegangen. Dies bedeutet die Unterstellung, daß eine λ-fache Erhöhung der Ausbringungsmenge eines Produktes nur zu einer δ-fachen (δ < λ) Erhöhung des Wertes eines Kostentreibers führt, eine Variation der Ausbringungsmenge aber eben doch den Wert eines „volumenunabhängigen“ Kostenbestimmungsfaktors beeinflußt.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1997

Authors and Affiliations

  • Horst Glaser
    • 1
  1. 1.Lehrstuhl für IndustriebetriebslehreUniversität des SaarlandesSaarbrückenDeutschland

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