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Teilzeit und Formen der Arbeitszeitflexibilisierung

  • Friedrich Knorr
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Zusammenfassung

Auf internationaler Ebene wurde das Thema Normalarbeitszeit und Teilzeit auf der International Labour Conference 1994 behandelt. Diese Konferenz verabschiedete die maßgebliche Konvention Nr. 175. Konvention Nr. 175 definiert den Begriff Teilzeit-Arbeitnehmer dergestalt, dass es sich um einen Arbeitnehmer handelt mit weniger Arbeitszeit als bei einem vergleichbaren Arbeitnehmer. Der Begriff vergleichbarer Arbeitnehmer (Comparable worker) wurde gewählt, da in unterschiedlichen Branchen unterschiedliche Normalarbeitszeiten gelten. Ähnlich definiert die Europäische Union den Unterschied zwischen Vollzeit und Teilzeit Mit dieser Definition beginnen jedoch die definitorischen Schwierigkeiten auf EU-Ebene, da Teilzeit durch jeweiliges Recht der einzelnen Mitgliedsländer unterschiedlich definiert wird. In einer Studie der OECD belegen die Autoren die unterschiedlichen Definitionen von Teilzeit und Vollzeit, deren definitorische Grenzen zwischen 30 und 35 Stunden variieren können. Betrachtet man den allgemeinen Trend in den einzelnen Ländern hinsichtlich der Steigerung des Teilzeitanteils am allgemeinen Arbeitsmarkt, lassen sich bei fast allen Mitgliedsländern mehr oder weniger deutliche Trends bei der Zunahme von Teilzeitarbeit feststellen. Auf EU-Ebene unterzeichneten 1997 die Sozialpartner der Europäischen Union ETUC (European Trade Union Confederation), Unice (Union of Industrial and Employers’ Confederation of Europe) und CEEP (European Centre of Enterprises with Public Participation) ein Rahmenabkommen, das die Basis für einen Anhang des Sozial-Protokolls des Maastrichter Abkommens bildet (siehe Anhang). Das Resultat des Europäischen Dialogs wurde in der Richtlinie 97/81 EC festgehalten, die für die EU-Mitgliedsstaaten soll bis zum Januar 2000 in nationales Recht umgesetzt werden und für die Gleichbehandlung der Teilzeitarbeitnehmer sorgen solP. Dieses Recht gilt auch für den öffentlichen Dienst.

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© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 2000

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  • Friedrich Knorr

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