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Umsetzung der öko-effektiven Produktentwicklung

  • Michael Frei

Zusammenfassung

Das Konzept der öko-effektiven Produktentwicklung beinhaltet nicht primär eine technische Aufgabe. Vielmehr beschreibt sie eine neue Fähigkeit, die die Organisation als Ganzes betrifft. Dieses Kapitel soll deshalb aufzeigen, wie basierend auf dem Konzept die öko-effektive Produktentwicklung eingeführt und gestaltet werden kann. Basis für die Umsetzung der öko-effektiven Produktentwicklung ist der “soziotechnische Ansatz, der davon ausgeht, dass Mensch, Technik und Organisation in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit und ihrem optimalen Zusammenwirken verstanden werden müssen (MTO).” (Ulich 1997, S. 9)1. Das bedingt, dass organisational Lernen als Wechselspiel zwischen Mensch und Organisation und die dazugehörige Technik untersucht und zum Aufbau einer öko-effektiven Produktentwicklung berücksichtigt wird. Zusätzlich ist die Frage zu beantworten, wie die Arbeit gestaltet werden muss, damit umweltgerechtes Handeln des Produktentwicklers möglich wird. Basierend auf diesen Überlegungen wird ein mögliches Verfahren zur Umsetzung der öko-effektiven Produktentwicklung erarbeitet. Anhand der Fallstudie Geberit wird die Umsetzung der öko-effektiven Produktentwicklung sowie das Bestimmen der bedeutenden Umweltaspekte eines Produktsortiments in der Praxis aufgezeigt.

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Literatur

  1. 1.
    Zum MTO-Ansatz (Mensch-Technik-Organisation) schreibt Ulich weiter: “Ein soziotechnisches System, z.B. eine Fertigungsinsel, definiert sich also im wesentlichen über die von ihm zu bewältigende Aufgabe. Dabei spielt die Aufgabenteilung zwischen Mensch und Maschine eine zentrale Rolle, weil sie darüber entscheidet, ob der Mensch — pointiert formuliert — als verlängerter Arm der Maschine mit einer Restfunktion in einer Automatisierungslücke eingesetzt wird oder die Maschine als verlängerter Arm des Menschen mit Werkzeugfunktion zur Unterstützung der menschlichen Fähigkeiten und Kompetenzen (Czaja 1987). Diese entgegengesetzten Positionen bezeichnen wir als ‘technikorientiert’ bzw. ‘arbeitsorientiert’.” S. 10–11.Google Scholar
  2. 2.
    ISO verwendet den Begriff des “Beauftragten” seitens der obersten Unternehmensleitung, der für die Konformität des UMS zuständig ist und “über die Leistung des UMS zur Bewertung und als Grundlage für dessen Verbesserung an die oberste Leitung Bericht erstattet” (ISO 14001 Kap. 4.4.1). In der Praxis hat der Umweltbeauftragte hingegen häufig eine Stabsfunktion inne. In der englischsprachigen Literatur wird beispielsweise von “Eco-Champion” (Bhamra, McAloone et al. 1997) oder von “DFE-Champion” (Ehrenfeld und Lenox 1997) gesprochen.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Michael Frei

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