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Umweltbezogene externe und interne Anforderungen

  • Michael Frei

Zusammenfassung

Für die öko-effektive Produktentwicklung müssen sämtliche umweltbezogenen Anforderungen berücksichtigt werden. Diese Anforderungen kommen entweder von ausserhalb des Unternehmens, nämlich seiner Stakeholder, oder vom Unternehmen selbst, die sich beispielsweise in einer Umweltstrategie niederschlagen. Bei den Stakeholder-Anforderungen sind insbesondere Gesetze, die Gesellschaft, der Markt und Kunden zu berücksichtigen. Zur Bestimmung der Umweltstrategie des Unternehmens ist es zentral, welche umweltbezogenen Anforderungen seitens der Stakeholder des Unternehmen berücksichtigt werden. Dies kann sich beispielsweise darin äussern, dass die Umwelt als Kostenfaktor, als Marktchance, als Kundenanforderung, als Produktionsfaktor oder als gesetzliche Vorschrift wahrgenommen wird. Je nach Strategie sehen somit umweltbezogene Anforderungen an ein neues Produkt anders aus.

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Literatur

  1. 2.
    Beispielsweise ergab eine GfK-Marktforschung der G & I Nürnberg, dass in Deutschland 1982 16% und 1988 bereits 57% der Bevölkerung Umweltschutz als “Sorge der Nation” bezeichneten (zitiert in Steger 1993, S. 71). Eine europäische Untersuchung Mitte der 80er Jahre ergab, dass Umweltschutz als dringendes und sofort zu lösendes Problem von 80% der Deutschen, 77% der Dänen und durchschnittlich von 72% der EU-Bürger eingeschätzt wurde. (EG-Kommission 1986).Google Scholar
  2. 3.
    Die SINUS Forschungsgesellschaft unterscheidet 6 Kaufentscheidungs- und Verhaltenstypen (in Klammern jeweils der Anteil an der deutschen Gesellschaft): “Die engagierten Umweltbewussten” (16%), “die umweltsensiblen Zukunftsoptimisten” (15%), “der verunsicherte Verbraucher” (13%), “die Verdrossenen” (15%), “die Überforderten” (15%), “die Verteidiger der Wachstumsgesellschaft” (10%) und “die Fatalisten” (16%). (Schmidt 1988).Google Scholar
  3. 1.
    Es gibt diverse Studien zum Stellenwert des Umweltschutzes im Zielsystem des Unternehmens. Beispielsweise Töpfer (1985), Meffert und Kirchgeorg (1993), Steger (1993), S. 194 und 199. Dabei steht jeweis an erster Stelle die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit und an zweiter der langfristige Gewinn. Umwelt nimmt eine untergeordnete Stellung ein (vgl. Meffert und Kirchgeorg, 1989: 8. Rang von 12). Das Problem dieser Untersuchungen besteht jedoch darin, dass sie Umwelt als isolierte Ziele berücksichtigen. Falls Umwelt als integrierter Bestandteil des Zielsystems verstanden wird, kann nicht mehr ohne weiteres zwischen beispielsweise einem Gewinn- und Umweltziel unterschieden werden.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Michael Frei

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