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Wie ist Vertrauen möglich?

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Zusammenfassung

Nicht anders als in unseren obigen Überlegungen zu domestizierter Komplexität und deren Bedeutung für das Möglichsein von Gesellschaft, wird mit der diesen Hauptabschnitt einläutenden Frage wiederum apriorisch vorausgesetzt, daß Vertrauen möglich ist, und darauf fußend nach dem Wie gefragt.840 Zu deutlich ließ sich aus den bisherigen Ausführungen das gesamte Ausmaß der Unwägbarkeiten aus doppelter Kontingenz im besonderen und der Welt im Allgemeinen herausarbeiten, als daß man die Annahme vollkommener Sicherheit nicht als soziale Fiktion zu betrachten hätte,841 folglich realiter etwas benötigt, was diese Fiktion gewissermaßen funktional ersetzt,842 und in diesem Sinne eben auch Vertrauen als mittleren „[...] Zustand zwischen Wissen und Nichtwissen um den Menschen [...] [Meine Hervorhebung C. M.]“843. Es wurde weiterhin ersichtlich, daß man schnell an Grenzen des Machbaren stößt, wenn man ein Mehr an Unsicherheit im System durch ein bloßes, gleichsam ungeordnetes Mehr an Unsicherheit im Erwarten abzufangen versucht, weshalb sich Formen der „Vorwegdisposition von Erwartungen“844 auf einem Niveau emergenter Ordnung herausbilden müssen, soll Gesellschaft auch angesichts komplexerer Zusammenhänge möglich bleiben. So wird auf noch relativ anspruchsloser Ordnungsebene das Unterstellen von Verstehen und/oder Annahme dort beiseite gestellt, wo man mißtrauen kann. Alternativ vermag vielleicht der Rückgriff auf Macht die Möglichkeit der Ablehnung als vernachlässigbar zu klassifizieren helfen, weil durch Macht Freiheit eingeschränkt wird. Weiterhin ist denkbar, und daraufkommt es hier an, der Unsicherheit zum Trotz ein erwartungskonformes Handeln des anderen, indem man vertraut, einfach zu unterstellen und der eigenen Handlung zugrunde zu legen.845

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Literatur

  1. 840.
    Vgl. hierzu erneut Fn. 140, 189, sowie Endreß, M., Vertrauen und Vertrautheit, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 183 ff.Google Scholar
  2. 841.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziologie des Risikos (1991), S. 28. Allerdings stellt die dortige Bewertung des Sicherheitsbegriffs als soziale Fiktion primär auf (technologische) Risiken in der Moderne ab. Wir hingegen bewegen uns hier vornehmlich im Bereich von Unwägbarkeiten, welche „wie beim Tanz“ dem sozialen Miteinander entspringen, vgl. hierzu erneut Fn. 575. Deshalb auch der explizite Hinweis auf die doppelte Kontingenz als Unwägbarkeit im besonderen.Google Scholar
  3. 842.
    Vgl.: Hartmann, M., Einleitung, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 15Google Scholar
  4. 843.
    Simmel, G., Soziologie (1983), S. 263Google Scholar
  5. 844.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 436. Dort in Zusammenhang mit der Debatte um Normen versus kognitiver Anpassung an Unerwartetes.Google Scholar
  6. 846.
    Vgl.: Simmel, G., Soziologie (1983), S. 263Google Scholar
  7. 847.
    Vgl. hierzu auch einführend: Rotter, J. B., American Psychologist 1980, S. 1Google Scholar
  8. 848.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 181 f.Google Scholar
  9. 849.
    So bereits Arrow mit Blick auf „business transactions“. Vgl.: Arrow, K., Wo Organisation endet (1980), S. 20CrossRefGoogle Scholar
  10. 850.
    Vgl. z. B. Fukuyama, F., Konfuzius und Marktwirtschaft (1995), S. 44 ff., 185 ff., insbesondere S. 187 sowie weiterhin die von Preisendörfer skizzierte Vielfalt an Vertrauensbedarfen am Beispiel der recht trivialen Alltagshandlung einer Autofahrt. Vgl. Preisendörfer, P., ZfS 1995, S. 269 f.Google Scholar
  11. 852.
    Vgl.: Baier, A., Vertrauen und seine Grenzen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 41 f.Google Scholar
  12. 853a.
    Mahatma Gandhi begegnete im gerade unabhängig gewordenen Indien den hoch emotionalisierten, äußerst gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Hindus und Moslems mit nichts als der durch Hungerfasten indirekten Androhung einer Selbsttötung. Vgl. hierzu einführend: Rushdi, S., Gandhi heute, in: Die Zeit 1998, S. 37. Dieses ungewöhnlich „reine“ Vertrauen in die Vernunft der sich in einem blutigen Konflikt haßerfüllt Gegenüberstehenden vermag aufzufallen und hat sich entsprechend im menschheitsgeschichtlichen Bewußtsein als Vertrauen in die Gewaltlosigkeit, das nichts anderes gewesen ist, als Vertrauen in einen Wertekonsens der Beteiligten, seinen festen Platz erobern können. In eine andere Person projiziert, wäre Gandhis Handeln im übrigen in der Wirkungslosigkeit blinden Vertrauens verpufft, wodurch sich bereits hier andeutet, daß Vertrauen stets eine persönliche Leistung darstellt, und weiterhin als solches bereits den Vertrauensnehmer in der Form involviert, wie aus dem Zusammenhang von Macht und Unterwerfung bekannt, und oben im Rahmen der Kybernetik II vertieft.Google Scholar
  13. 853b.
    Vgl. hierzu einführend: Baecker, D., Die Form des Unternehmens (1993), S. 78. Allein die Erkenntnis, daß Gandhi ihrem Handeln (sein Leben an-)vertraut, mag die Massen zur Besonnenheit geführt haben. Vertrauen, wenn man es denn geben kann, vermag, wenn es denn als solches verstanden wird, seine Würdigung selbst zu erzeugen, was dieses Phänomen betreffend den Weg eines systemisch fundierten Erkenntnisstrebens vorzeichnet.Google Scholar
  14. 854.
    Vgl.: Hartmann, M., Einleitung, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 7Google Scholar
  15. 855.
    „Manche Phänomene tauchen in der Soziologie erst auf, wenn sie zu verschwinden scheinen.“; Dederichs, A. M., Vertrauen als affektive Handlungsdimension, in: Schweer, M. K. W. (Hrsg.), Vertrauen und soziales Handeln (1997), S. 62Google Scholar
  16. 856.
    Auch wenn man natürlich die selbstverstärkende Wirkung nicht übersehen darf, die aus der Auseinandersetzung mit einem nach Erkenntnisfortschritt drängenden Thema ein „Modethema“ werden läßt. Kuhn beschreibt dieses Phänomen mit dem Drang innerhalb normalwissenschaftlichen Erkenntnisstrebens durch den Begriff des „Rätsellösens“. Dieses meint das Streben innerhalb der „scientific community“nach möglichst lückenloser und möglichst eleganter Ausfüllung eines Problemfeldes, welches als solches gar nichts revolutionär Neues an Erkenntnis mehr erwarten läßt. Das Ziel ist in der Normalwissenschaft der Weg. Und dieser soll möglichst elegant sein und alle Nischen des Problemfeldes aus einem Guß erschließen können. Vgl.: Kuhn, T. S., Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen (1967), S. 58 ff., 66 f., 71, sowie Fn. 13, 15Google Scholar
  17. 857.
    Vgl. zu den Feinheiten dieser häufig zu plakativ placierten These: Häußermann, H. u. a., Dienstleistungsgesellschaften (1995), S. 21 ff., 146 ff.Google Scholar
  18. 858.
    Vgl. hierzu umfassend: Heisig, U., Vertrauensbeziehungen in der Arbeitsorganisation, in: Schweer, M. (Hrsg.), Interpersonales Vertrauen (1997), S. 121 ff., sowie: Loose, A. u. a. (Hrsg.), Vertrauen und Ökonomie in Netzwerkbeziehungen, in: Sydow, J. u. a., Management interorganisationaler Beziehungen (1994), S. 162CrossRefGoogle Scholar
  19. 859a.
    Vgl.: Giddens, A., Konsequenzen der Moderne (1996), S. 102 ff. In die systemische Abstraktheit entlassene, entbettete Sozialbeziehungen unterliegen nach Giddens regelmäßig der Rückführung in lokal raumzeitliche Gegebenheiten durch face-to-face Sozialbeziehungen zwischen „flesh-and-blood-people“. Vgl. hierzu auch Loose, A. u. a. (Hrsg.), Vertrauen und Ökonomie in Netzwerkbeziehungen, in: Sydow, J. u. a., Management interorganisationaler Beziehungen (1994), S. 182 ff., wo bezogen auf Organisationen auf die besondere Rolle solcher „boundary-spanning-roles“ hingewiesen wird. Daß die Rückbettung keinesfalls den Zustand vor der Entbettung bezeichnet, sondern etwas anderes, hat Kahle recht plastisch verdeutlichen können, wenn er z. B. den Geldausgabeautomaten einer Bank in einer solchen Schnittstellenfunktion sieht.Google Scholar
  20. 859b.
    Vgl. Kahle, E., Vertrauen als Voraussetzung für bestimmte Formen organisatorischen Wandels (1999), S. 10 f. Daß der Automat überhaupt öffentlich zugänglich existiert, ist Ausdruck des Vertrauens der Bank, daß er nicht alle zwei Tage zerstört oder beschmiert werden wird, und daß Kunden ihn benutzen, indiziert ihr Vertrauen auf ein ordnungsgemäße Abwicklung der Transaktionen durch die Bank. Gerade weil hier kein Mensch im Spiel ist, also der eher seltene Fall einer Entbettung ohne Rückbettung vorliegt, wird die Eigenständigkeit des Vertrauens in Systeme und Institutionen und auch von diesen als Merkmal deren ureigenen Reiz-Verarbeitungssystems besonders deutlich. Wir kommen in den Abschnitten 3.3.2 und 3.3.4.1 darauf zurück.Google Scholar
  21. 860.
    Vgl.: Hartmann, M., Einleitung, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 14. Dort aus globalerer Warte mit Blick auf den Übergang zur funktional differenzierten Gesellschaft und der damit einhergehenden sozialen disembeddedness in Giddensschem Sinne problematisiert.Google Scholar
  22. 861.
    Vgl. hierzu: Welter, F., A note on trust, institutions and entrepreneurial behavior (2002), S. 5 ff.Google Scholar
  23. 862.
    Höhmann u. a. skizzieren das recht prägnant am Beispiel Russlands. Vgl.: Höhmann H. H. u. a., Some notes on trust as a basic anthropological category, in: Höhmann, H. H. u. a. (Hrsg.), Entrepreneurial Strategies and Trust (2002), S. 16 ff.Google Scholar
  24. 862.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrautheit, Zuversicht, Vertrauen: Probleme und Alternativen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 143Google Scholar
  25. 864.
    Vgl.: Krampen, G., Zur handlungs-, Persönlichkeits- und entwicklungstheoretischen Einordnung des Konstrukts Vertrauen, in: Schweer, M. K. W. (Hrsg.), Vertrauen und soziales Handeln (1997), S. 16 f.Google Scholar
  26. 865.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 94Google Scholar
  27. 870.
    Vgl.: Endreß, M., Vertrauen und Vertrautheit, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 167 Fn. 9Google Scholar
  28. 872.
    **Rushdi, S., Gandhi heute, in: Die Zeit 1998, S. 37.**Vgl. Fn. 853Google Scholar
  29. 875.
    Vgl.: Kautonen, T., Trust in the Context of Business Administration (2002), S. 1Google Scholar
  30. 876.
    Vgl.: Petermann, F., Psychologie des Vertrauens (1996), S. 9, 11 ff., sowie die vermittels der Begriffe confidence und trust beispielhafte Darstellung von Mayer u. a. in: Mayer u. a., Academy of Management Review 1995, S. 713Google Scholar
  31. 877.
    Vgl. hierzu auch Barber, B., The Logic and Limits of Trust (1983), S. 7 f.Google Scholar
  32. 879.
    Vgl.: Schottlaender, R., Theorie des Vertrauens (1957), S. 21Google Scholar
  33. 880.
    Vgl. zu Folgendem: Luhmann, N., Vertrautheit, Zuversicht, Vertrauen: Probleme und Alternativen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 144 ff.Google Scholar
  34. 883.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 18 f.Google Scholar
  35. 884.
    Die fraglos-selbstverständliche Welt der Vertrautheit ist natürlich keine faktisch voll konsentierte Welt. Man kann, um auf das gleich angeführte Beispiel vorwegnehmend Bezug zu nehmen, das emotionale Reden von Alter über Heimat sentimental nennen oder kindisch, aber man ist aus seinem Selbst heraus mit Heimat vertraut. Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 19. Mit Einbezug des Symbolbegriffes werden diese Zusammenhänge gleich verdeutlicht werden können.Google Scholar
  36. 885.
    Vgl. hierzu auch die gleichartige Unterscheidung von Schottlaender, der die Vertrautheit mit Heim und Heimat als Einsamer vom Vertrauen als geselliges Wesen im Verhältnis zu den Mitmenschen abgrenzt, in: Schottlaender, R., Theorie des Vertrauens (1957), S. 13Google Scholar
  37. 886.
    Vgl. zu Folgendem: Luhmann, N., Vertrautheit, Zuversicht, Vertrauen: Probleme und Alternativen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 144 f.Google Scholar
  38. 887.
    Luhmann, N., Vertrautheit, Zuversicht, Vertrauen: Probleme und Alternativen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 145Google Scholar
  39. 888.
    Vgl. die Ausführungen zum Problem der reinen basalen Selbstreferenz in Abschnitt 2.2.4.3.2, Esposito, E., Operation/Beobachtung, in: Baraldi, C. u. a., GLU (1998), S. 125 ff. zu Leitdifferenzen und Anfangsunterscheidungen in sozialen Teilsystemen in Fn. 285 und 406 sowie ferner zur Asymmetrisierung der Kommunikation durch Handlung in Abschnitt 2.2.4.3.3.3.Google Scholar
  40. 889a.
    Luhmann entwirft an der Differenz vertraut/unvertraut sein Lebenswelt-Konzept. Lebenswelt ist danach ein Verweisungszusammenhang aller vertrauten Sinnkondensate, eine Kondensation von Vertrautheit. Auf Einzelheiten des Konzeptes braucht hier nicht näher eingegangen zu werden. Vgl. hierzu: Luhmann, N., Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie 1986, S. 181 ff. und weiterhin einführendGoogle Scholar
  41. 889b.
    Kneer, G. u. a., Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme (1993), S. 142 ff., sowieGoogle Scholar
  42. 889c.
    Nassehi, A., KZfSS 1995, S. 448 f.Google Scholar
  43. 890.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrautheit, Zuversicht, Vertrauen: Probleme und Alternativen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 145 ff.Google Scholar
  44. 891.
    Vgl. zu Einzelheiten Fn. 664Google Scholar
  45. 892.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 21Google Scholar
  46. 893.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 22Google Scholar
  47. 894.
    Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 20Google Scholar
  48. 895.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 20Google Scholar
  49. 896.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.3.2.3, insbesondere im Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 458 Bereich der Fn. 664.Google Scholar
  50. 897.
    „Meine Lebenswelt ist nicht deine Lebenswelt, weil je nach Relevanzstrukturen uns je Unterschiedliches vertraut ist.“; Kneer, G. u. a., Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme (1993), S. 143Google Scholar
  51. 898.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 20Google Scholar
  52. 899.
    Wir folgen hier nur mit recht eingeschränkter Präzision der entscheidungstheoretisch üblichen begrifflichen Abgrenzung, nach der das Risiko in Abgrenzung zur Unsicherheit eine Form der Ungewißheit bezeichnet, deren Handlungskonsequenzen mit Eintrittswahrscheinlichkeiten belegt werden können. Vgl. zu dieser terminologischen Einordnung: Kahle, E., Betriebliche Entscheidungen (1981), S. 115 ff.Google Scholar
  53. 900.
    Vgl. einführend: Luhmann, N., Vertrautheit, Zuversicht, Vertrauen: Probleme und Alternativen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 144Google Scholar
  54. 901.
    Vgl.: Kahle, E., Konkurrenz oder Kooperation, in: Fritzsche, A. u. a. (Hrsg.), Wirtschafts- und Sozialpolitik (1999), S. 54Google Scholar
  55. 902a.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrautheit, Zuversicht, Vertrauen: Probleme und Alternativen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 147;Google Scholar
  56. 902b.
    Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 20 f.Google Scholar
  57. 903.
    Vgl. hierzu Abschnitt 3.1.2.2Google Scholar
  58. 904.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziologie des Risikos (1991), S. 27 ff., sowie einführend:Google Scholar
  59. Esposito, E., Risiko/Gefahr, in: Baraldi, C. u. a., GLU (1998), S. 160 f.Google Scholar
  60. 905.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrautheit, Zuversicht, Vertrauen: Probleme und Alternativen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 148Google Scholar
  61. 906.
    Vgl. zum Zusammenhang von Formbegriff und den Bezeichnungen des jeweils Unterschiedenen als Risiko oder Gefahr: Luhmann, N., Soziologie des Risikos (1991), S. 26 ff., 33 f.Google Scholar
  62. 907a.
    Vgl. zu Folgendem: Luhmann, N., Vertrautheit, Zuversicht, Vertrauen: Probleme und Alternativen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 149Google Scholar
  63. 907b.
    Luhmann, N., Soziologie des Risikos (1991), S. 30 ff.Google Scholar
  64. 908.
    Zum Begriff der Entscheidung gleich mehr. An dieser Stelle nur soviel, daß das einer Entscheidung inhärente Risiko dem Entscheidenden grundsätzlich nicht zwingend bekannt sein oder sich gegen diesen richten muß. Vgl.: Luhmann, N., Soziologie des Risikos (1991), S. 25 Diese Eingrenzung ist jedoch eine reine Definitionssache und im Falle des Risikos zu vertrauen sicherlich enger zu sehen.Google Scholar
  65. 909a.
    Damit nehmen wir an dieser Stelle Kontingenzen aus der (risïkosoziologischen) Betrachtung, die außerhalb von Willensfreiheit entstehen. Aus dem Zutrauen, daß eine Naturkatastrophe nicht stattfinden wird, man könnte hier abgrenzend von Hoffnung sprechen, vgl. ähnlich: Ripperger, T., Ökonomik des Vertrauens (1998), S. 37 f., kann kein Vertrauen erwachsen, denn Vertrauen operiert im hier zugrunde gelegten Verständnis als funktionales Äquivalent zur Pression von Freiheit in Richtung Annahme. Natürliche Vorgänge, im Falle des Verhaltens von Tieren mag man hier streiten, verfugen über diese Freiheit nicht, so daß die Reduktionsleistung des Mechanismus Vertrauen hier ins Leere läuft. Wenn man ohne Schirm das Haus verläßt, hofft man im allgemeinen, daß es nicht regnet. Vertrauen bringt man bestenfalls dem Wetterdienst und seinen Prognosemethoden entgegen, obwohl Zweitgenannte auch nicht über die Freiheit der Ablehnung verfügen. Mit Blick auf technische Artefakte liegt der Fall also offensichtlich etwas anders, weshalb darüber noch zu reden sein wird. Vgl. zur zentralen Stellung von Freiheit für die funktionale Bedeutung von Vertrauen auch die Ausführungen von Gambetta inGoogle Scholar
  66. 909b.
    Gambetta, D., Can We Trust Trust?, in: Gambetta, D. (Hrsg.), Trust (1988), S. 218 f. Zum Rang einer widerspruchsfreien, „naturwissenschaftlichen“Logik in der Theorie des Sozialen vgl. allgemein und eher am Rande:Google Scholar
  67. 909c.
    Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 490 f.Google Scholar
  68. 910.
    Luhmann, N., Vertrautheit, Zuversicht, Vertrauen: Probleme und Alternativen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 148Google Scholar
  69. 911.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrautheit, Zuversicht, Vertrauen: Probleme und Alternativen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 156Google Scholar
  70. 912a.
    Luhmann orientiert sich in seinem eher an risikosoziologischem als vertrauenstheoretisch ausgerichteten Erkenntnisstreben bei der Ausdifferenzierung des Risiko- und Gefahrbegriffes an einem Entscheidungsbegriff, den er von der Handlung durch den „Mehrwert“unterschieden sieht, daß die Entscheidung auf einen fremdoder selbstinduzierten Erwartungsdruck auf die Handlung selbst reagiert. Die Entscheidung ist eine Kommunikation, die sich unter dem Druck, sich festlegen zu müssen, auf etwas festlegt. Das leere Glas am Platz des Gastes bringt die Erwartung zum Ausdruck, gefüllt zu werden. Man kann dann entscheiden, ob man ihr folgt oder nicht. Ein leeres Glas hingegen einfach so zu füllen, ist erwartungsbezogen nur an die Reaktion geknüpft, daß es sich auch füllen wird. Dieser Handlung fehlt der Mehrwert der Entscheidungshandlung, weil sie als Handlung nicht unter Erwartungsdruck; stand. Vgl.:Google Scholar
  71. 912b.
    Luhmann, N., DBW 1984, S. 592 ff., 598 Luhmanns Entscheidungsbegriff ist damit extrem weit gefaßt, denn jede (kontingente) Mitteilungshandlung, die man vollziehen oder unterlassen hätte können, ist demnach an eine Entscheidungslast geknüpft gewesen, und daß sie vollzogen worden ist, zeugt von Konfrontation und Umgang mit dieser Last. Vgl. auch:Google Scholar
  72. 912c.
    Kasper, H., Neuerungen durch selbstorganisierende Prozesse, in: Staehle, W. H. u. a., Managementforschung 1 (1991), S. 18 f., 50. Auch die Handlung, ein Glas „einfach so“zu füllen, ist Resultat einer (dann selbstinduzierten) Entscheidung, sich auf das Füllen festzulegen. Wir können deshalb in der folgenden Anwendung der Luhmannschsn Vertrauensnomenklatur den Entscheidungsbegriff inhaltlich analog zum Handlungsbegriff verwenden. Eine Vertrauenshandlung in einer Vertrauenssituation ist stets eine, übrigens rein sozial zu verortende, und nicht zwingend auf eine bewußtseinsinterne Selbstfestlegung abzielende, Entscheidung für diese Handlung, aus dem Erwartungsdruck, daß irgendetwas passieren muß. Vgl.:Google Scholar
  73. 912d.
    Luhmann, N., Organisation, in: Küpper, W. u. a. (Hrsg.), Mikropolitik (1988), S. 166 „Ohne Not“, das heißt, ohne (sozialen) Anlaß, vertraut niemand. Der Luhmannsche Entscheidunsgbegriff wird in Abschnitt 4.2 noch etwas genauer betrachtet werden.Google Scholar
  74. 913a.
    An dieser Stelle wird erkennbar, weshalb Sicherheit auch logisch kein Differenzbegriff zur Unsicherheit (des Risikos) sein kann, denn auch mit der Vermeidung eines Schadensrisikos, das es um einen Nutzen willen einzugehen hieße, bleibt das Verpassen der damit verbundenen Opportunität als unsicher bestehen. Vielleicht hat man ja gar nichts verpaßt, weil das Risiko, wäre man es eingegangen, den erhofften Erfolg nicht nach sich gezogen hätte. Man wird es nie erfahren, verharrt also in Unsicherheit. Vgl.: Luhmann, N., Soziologie des Risikos (1991), S. 29 f.;Google Scholar
  75. 913b.
    Esposito, E., Risiko/Gefahr, in: Baraldi, C. u. a., GLU (1998), S. 161, sowie Fn. 1336Google Scholar
  76. 914a.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziologie des Risikos (1991), S. 25. Man kann also, am Rande bemerkt, die Form der Gefahr in die Form des Risikos führen, wenn es möglich wird, eine gefahrvolle Beziehung zu vermeiden. Vergleichbares gilt umgekehrt, wenn die Option der Entscheidbarkeit entfällt. Entsprechend oszillieren, wie gleich zu sehen sein wird, die Beziehungsmuster Vertrauen und Zuversicht. Vgl. hierzu:Google Scholar
  77. 914b.
    Luhmann, N., Vertrautheit, Zuversicht, Vertrauen: Probleme und Alternativen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 149 f.Google Scholar
  78. 915.
    Vgl. erneut Abschnitt 2.2.4.3.3.2.3Google Scholar
  79. 916.
    Vgl. hierzu auf Späteres hinführend Sydow, der mit Nachdruck darauf hinweist, daß man Quelle und Objekt des Vertrauens sauber unterscheiden muß: Sydow, J., Understanding the Constitution of Interorganizational Trust, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 41 ff.Google Scholar
  80. 917.
    Einen diesbezüglichen groben Überblick, in den er dann seine institutionenökonomischen Untersuchungen einbettet, bietet Vogt. Vgl.: Vogt, J., Vertrauen und Kontrolle in Transaktionen (1997), S. 59 ff.CrossRefGoogle Scholar
  81. 918a.
    Vgl. einführend: Preisendörfer, P., ZfS 1995, S. 264Google Scholar
  82. 918b.
    Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 45Google Scholar
  83. 919.
    Vgl.: Gambetta, D., Can We Trust Trust?, in: Gambetta, D. (Hrsg.), Trust (1988), S. 217Google Scholar
  84. 920a.
    Vgl. z. B.: Dederichs, A. M, Vertrauen als affektive Handlungsdimension, in: Schweer, M. K. W. (Hrsg.), Vertrauen und soziales Handeln (1997), S. 66;Google Scholar
  85. 920b.
    Loose, A. u. a. (Hrsg.), Vertrauen und Ökonomie in Netzwerkbeziehungen, in: Sydow, J. u. a., Management interorganisationaler Beziehungen (1994), S. 167;Google Scholar
  86. 920c.
    Petermann, F., Psychologie des Vertrauens (1996), S. 17Google Scholar
  87. 920d.
    Lane, C., Introduction, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 5Google Scholar
  88. 921.
    Vgl.: Petermann, F., Psychologie des Vertrauens (1996), S. 9 ff.Google Scholar
  89. 922.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 3 f.Google Scholar
  90. 923a.
    Vgl.: Kautonen, T., Trust in the Context of Business Administration (2002), S. 4 f.;Google Scholar
  91. 923b.
    Sjurts, I., DBW 1998, S.285Google Scholar
  92. 924a.
    Vgl.: Lindenberg, S., Journal of Management and Governance 2000, S. 28 ff.Google Scholar
  93. 924b.
    Lane, C., Introduction, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 2 ff.Google Scholar
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    Loose, A. u. a. (Hrsg.), Vertrauen und Ökonomie in Netzwerkbeziehungen, in: Sydow, J. u. a., Management interorganisationaler Beziehungen (1994), S. 164 ffGoogle Scholar
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    Kahle, E., Vertrauen als Voraussetzung für bestimmte Formen organisatorischen Wandels (1999), S. 3 ff.Google Scholar
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    Kahle, E., Vertrauen als Voraussetzung für bestimmte Formen organisatorischen Wandels (1999), S. 5 ff.Google Scholar
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    Vgl. erneut: Wiswede, G., Soziologie (1991), S. 114 f. und Abschnitt 2.1.1, sowie in bezug auf die (spieltheoretische) Auseinandersetzung mit Vertrauen: Dasgupta, P., Trust as a Commodity, in: Gambetta, D. (Hrsg.), Trust (1988), S. 56Google Scholar
  98. 926.
    Es werden hier Begriffe wie methodologischer Individualismus, Ökonomik, ökonomisches Paradigma, Rational-Choice-Ansatz und dergleichen synonym und damit hinsichtlich ihrer jeweiligen exakten Bedeutung etwas ungenau verwendet. Da dieser Abschnitt weder auf eine wissenschaftstheoretische Debatte abzielt, noch der zugrunde liegende Ansatz im Folgenden zur umfassenden Erkenntnisfindung herangezogen wird, scheint das vertretbar zu sein. Eine Einführung in die begrifflichen Zusammenhänge findet sich z. B. bei Held in: Held, M., „Die Ökonomik hat kein Menschenbild“, in: Bievert, B. u. a., Das Menschenbild der ökonomischen Theorie (1991), S. 10 ff.Google Scholar
  99. 927.
    Ob und auf welche Weise sich Vertrauen in Williamsons bipolarem Kontinuum zwischen Markt und Hierarchie verorten läßt, wird noch genauer zu durchdenken sein, wenn die Vertrauensthematik in den organisationswissenschaftlichen Kontext eingebunden wird. Vgl. zum Transaktionskostenansatz die einführenden und kritischen Erörterungen in: Sydow, J., Strategische Netzwerke (1993), S. 130 ff., sowie in bezug auf Vertrauen: Lane, C., Introduction, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 4 ff. und weiterhin allgemein: Williamson, O. E., Markets and Hierarchies (1975), S. 248 ff.Google Scholar
  100. 928.
    Vgl. z. B. Dasgupta, P., Trust as a Commodity, in: Gambetta, D. (Hrsg.), Trust (1988), S. 56 ff., sowie grundlegend zu Fragen der Kooperation: Axelrod, R., The Evolution of Cooperation (1984)Google Scholar
  101. 929.
    Vgl.: Kahle, E., Konkurrenz oder Kooperation, in: Fritzsche, A. u. a. (Hrsg.), Wirtschafts- und Sozialpolitik (1999), S. 47 ff. Allgemein kann aus spieltheoretischen Überlegungen abgeleitet werden, daß das Entstehen von Kooperation und Vertrauen vorangetrieben wird, wenn eine von Dauerhaftigkeit geprägte Sozialbeziehung besteht oder eine Defektion mit Reputationsverlust gegenüber einem Dritten einherginge im Verhältnis zu dem die Beteiligten jeweils eine vertrauensvolle Beziehung aufrechterhalten möchten. Vgl.: Lane, C., Introduction, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 5Google Scholar
  102. 930.
    Vgl. hierzu einführend: Axelrod, R., The Evolution of Cooperation (1984), S. 7 ff.Google Scholar
  103. 932.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 24 Fn. 3Google Scholar
  104. 933.
    Im Umkehrschluß kann mit Gambetta deshalb auch nicht als ausgemacht gelten, daß Kooperation dann zwingend entstehen muß, wenn eine entsprechende Strategie allen Beteiligten rational schlüssig erscheinen müßte, denn man muß erst einmal wissen, daß der andere sie auch als rational schlüssig erkennt. Vgl. hierzu auch: Binmore, K. u. a., Introduction: Game Theory: A Survey, in: Binmore, K. u. a. (Hrsg.), Economic Organizations as Games (1986), S. 24. Es gilt Gambetta als „interessanteste und beängstigenste Lehre aus der Spieltheorie“, daß Kooperation selbst dann auf vielerlei Hindernisse stößt, wenn die Motive der Menschen nicht blind egoistisch sind. Vgl. Gambetta, D., Can We Trust Trust?, in: Gambetta, D. (Hrsg.), Trust (1988), S. 216 f.Google Scholar
  105. 934.
    Vgl.: Gambetta, D., Can We Trust Trust?, in: Gambetta, D. (Hrsg.), Trust (1988), S. 216 f.Google Scholar
  106. 935.
    Vgl.: Kahle, E., Vertrauen als Voraussetzung für bestimmte Formen organisatorischen Wandels (1999), S. 3Google Scholar
  107. 936.
    Vgl.: Preisendörfer, P., ZfS 1995, S. 269Google Scholar
  108. 937.
    Natürlich heißt das nicht, daß Makrophänomene im methodologischen Individualismus keine Berücksichtigung fänden. Vgl. diesbezüglich allgemein und mit Blick auf Vertrauen die umfassenden Ausführungen von Coleman in: Coleman, J. S., Grundlagen der Sozialtheorie Bd. 1 (1991), S. 1 ff, 225 ff, insbesondere S. 241 ff. Sie finden jedoch als unmittelbares Explanans des Handelns von Akteuren regelmäßig keine explizite Berücksichtigung als Determinante eigener Art, die das Handeln dem Eigennutzstreben gleichgeordnet beeinflussen und nicht nur als eine das eigennutzorientierte Handeln restringierende Größe aus dem Datenkranz. Vgl. hierzu die Ausführungen von Dederichs in: Dederichs, A. M., Vertrauen als affektive Handlungsdimension, in: Schweer, M. K. W. (Hrsg.), Vertrauen und soziales Handeln (1997), S. 66 f., weiterhin: Lane, C., Introduction, S. 5 f.; Bachmann, R., Conclusion, S. 298 f., beide in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998) sowie das Folgende.Google Scholar
  109. 938.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 39 f.Google Scholar
  110. 939.
    Vgl: Deutsch, M., Konfliktregelung (1976), S. 156 ff.Google Scholar
  111. 940.
    Ohne jedoch aus der „undersocialized“ Prägung der Ökonomik direkt in „oversocialized“ Ansätze Parsonscher Provenienz abzugleiten und so gewissermaßen den Teufel mit Beelzebub auszutreiben. Vgl.: Granovetter, M., American Journal of Sociology (1985), S. 481,483 ff., 487 ff.Google Scholar
  112. 941.
    Vgl. hierzu einführend vor dem Hintergrund einer empirischen Annäherung an das Thema: Burchell, B. u. a., Cambridge Journal of Economies 1997, S. 218 f.Google Scholar
  113. 942.
    Vgl. in dortiger Bezugnahme auf v. Hayek: Tietzel, M., Die Rationalitätsannahme in den Wirtschaftswissenschaften, Jahrbuch für Sozialwissenschaft 1981, S. 131 ff., S. 131 Fn. 83 und die dort angegebenen Quellen.Google Scholar
  114. 943.
    Vgl.: Preisendörfer, P., ZfS 1995, S. 263, 267Google Scholar
  115. 944.
    Vgl.: Coleman, J. S., Grundlagen der Sozialtheorie Bd. 1 (1991), S. 17 ff., 38 ff.Google Scholar
  116. 944.
    Vgl. hierzu und zu Folgendem: Coleman, J. S., Grundlagen der Sozialtheorie Bd. 1 (1991), S. 123 ff., sowie die Reflexionen von Williamson in: Williamson, O. E., Journal of Law and Economics 1993, S. 463 ff.Google Scholar
  117. 946.
    Vgl. explizit: Coleman, J. S., Grundlagen der Sozialtheorie Bd. 1 (1991), S. 126Google Scholar
  118. 947.
    Vgl. hierzu auch Miller, der seinen forschungshistorischen Überblick ebenfalls an diesen Leitproblemen orientiert: Miller, M., Einleitung, in: Hradil, S., Differenz und Integration (1996), S. 238 f. Die Hintergründe dieser Problemlage wurden im Abschnitt 2 und 3.1.1 f. umfassend ausgebreitet.Google Scholar
  119. 948.
    Das Folgende orientiert sich nah an den Überlegungen von Preisendörfer in: Preisendörfer, P., ZfS 1995, S. 267 ff.Google Scholar
  120. 949.
    Vgl. einführend hierzu, unter Rekurs auf Adam Smith und mit besonderem Blick auf die Kategorie des Vertrauens: Fukuyama, F., Konfuzius und Marktwirtschaft (1995), S. 34 ff.Google Scholar
  121. 950.
    Vgl. explizit: Coleman, J. S., Angewandte Sozialforschung (1982), S. 282 f., sowie am Rande: Coleman, J. S., Grundlagen der Sozialtheorie Bd. 1 (1991), S. 126Google Scholar
  122. 951.
    Vgl. Bradach, J. L. u. a., Annual Review of Sociology 1989, S. 108Google Scholar
  123. 952.
    Vgl.: Abschnitt 3.3Google Scholar
  124. 953.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 39Google Scholar
  125. 954.
    Vgl. hierzu Bachmann, R., Conclusion, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 298 f. und ferner Luhmann, der diesbezüglich beispielhaft von Unangebrachtheit „massiven Schenkens“ spricht: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 68Google Scholar
  126. 955.
    Man kann an dieser Stelle mit Mayer u. a. kritisch darauf hinweisen, daß Spietheoretiker dazu tendieren, Kooperation und Vertrauen gleichzusetzen. Vgl.: Mayer u. a., Academy of Management Review 1995, S. 730Google Scholar
  127. 956.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.3.2.1 ff.Google Scholar
  128. 957.
    Vgl.: Dederichs, A. M., Vertrauen als affektive Handlungsdimension, in: Schweer, M. K. W. (Hrsg.), Vertrauen und soziales Handeln (1997), S. 66Google Scholar
  129. 958.
    Vgl.: Ziegler, R., Interesse, Vernunft und Moral, S. 246; Bachmann, R., Kooperation und Vertrauen in zwischenbetrieblichen Beziehungen, S. 259 f., beide in: Hradil, S., Differenz und Integration (1996), sowie Schottlaender, R., Theorie des Vertrauens (1957), S. 10 f., wo eine „bloße Glaubensgewißheit“ auf der einen Seite einer „bloßen Wissensgewißheit“ als anderes Extrem gegenübergestellt wird.Google Scholar
  130. 959.
    Vgl.: Deutsch, M., The resolution of conflict (1973), S. 144 f., 152 f. Dort findet sich diese Anforderung in der abgeschwächten Fassung eines „[…] not trivial harm in relation to the amount of benefit […]“, was sich in der deutschen Fassung etwas unglücklich übersetzt als „[…] kein gewöhnlicher Schaden […]“ wiederfindet, vgl.: Deutsch, M., Konfliktregelung (1976), S. 136, 142 f., und dort wie generell wohl den definitorischen Ausschluß eines geringfügigen Schadens umschreiben soll. In der wissenschaftlichen Debatte ist bezogen auf die formal formulierte Bedingung Deutschs regelmäßig von einem möglichen Schaden die Rede, der deutlich größer sein muß als der angestrebte Vorteil. Der Beitrag des Vertrauens liegt dann darin, dieses Mißverhältnis durch eine rein subjektive Vertrauensleistung abzufangen. Vgl. für viele: Luhmann, N., Vertrautheit, Zuversicht, Vertrauen: Probleme und Alternativen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 148, S. 148 Fn. 12 und die dort angegebenen Quellen; Petermann, F., Psychologie des Vertrauens (1996), S. 13, 15.; Loose, A. u. a. (Hrsg.), Vertrauen und Ökonomie in Netzwerkbeziehungen, in: Sydow, J. u. a., Management interorganisationaler Beziehungen (1994), S. 166 f. Coleman konfrontiert diesen Gedanken Deutschs explizit mit seinem Entwurf, Vgl.: Coleman, J. S., Grundlagen der Sozialtheorie Bd. 1 (1991), S. 126 f. Vom Ergebnis kommen Anfang u. a. in einer kritischen Würdigung zu der Einschätzung, daß es den Vertrauensbegriff schlicht „allzu stark strapaziert“, was im Tenor in der Nähe der hiesigen Argumentation liegt. Vgl. die Ausführungen in: Antfang, P. u. a., „Vertrauen“ — soziologisch betrachtet (1994), S. 2 f.Google Scholar
  131. 960.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 45Google Scholar
  132. 961.
    Vgl. hierzu wiederum Preisendörfer, P., ZfS 1995, S. 268 f.Google Scholar
  133. 962.
    Vgl. Fn. 853Google Scholar
  134. 963.
    Vgl. erneut Abschnitt 2.2.4.3.3.3, insbesondere im Bereich der Fn. 715Google Scholar
  135. 964.
    Vgl. hierzu die ebenfalls in explizitem Rekurs auf den Ansatz Colemans vorgenommenen Ausführungen von Ziegler, in: Ziegler, R., Interesse, Vernunft und Moral, in: Hradil, S., Differenz und Integration (1996), S. 245 ff. und weiterhin allgemein zum Zusammenhang von Vertrauen und doppelter Kontingenz die prägnante Darstellung von Loose u. a. in: Loose, A. u. a. (Hrsg.), Vertrauen und Ökonomie in Netzwerkbeziehungen, in: Sydow, J. u. a., Management interorganisationaler Beziehungen (1994), S. 163 f.Google Scholar
  136. 965.
    Man erkennt in dieser Unterscheidung schemenhaft die von Zucker erarbeitete Dreiteilung der Modi zur Vertrauenserzeugung. Vgl.: Zucker, L. G., Research in Organizational Behavior 1986, S. 53, 59 ff.Google Scholar
  137. 966.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 31 f.Google Scholar
  138. 967.
    Lane, C., Introduction, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 6Google Scholar
  139. 968.
    Vgl. zu Folgendem ähnlich: Bachmann, R., Conclusion, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 301 ff.Google Scholar
  140. 969.
    Vgl. Lane, C., Introduction, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 7 f. und weiterhin: Hartmann, M., Einleitung, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 26 ff.Google Scholar
  141. 970.
    „[…] ‘calculating’ social actors tend to consider their ‘resources’ before they make their decisions.“; Bachmann, R., Conclusion, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 300Google Scholar
  142. 971.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 25Google Scholar
  143. 972.
    Vgl.: Endreß, M., Vertrauen und Vertrautheit, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 183 f.Google Scholar
  144. 973.
    Williamson, O. E., Journal of Law and Economics 1993, S. 463. Vgl. hierzu weiterhin dessen Schlußfolgerungen auf S. 485Google Scholar
  145. 974.
    Vgl. hierzu und zu Folgendem: Lane, C., Introduction, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 6 f.; Williamson, O. E., Journal of Law and Economies 1993, S. 483 ff. und einführend ferner: Sjurts, I., DBW 1998, S. 285Google Scholar
  146. 975.
    Vgl. hierzu z. B.: Sydow, J., Strategische Netzwerke (1993), S. 131Google Scholar
  147. 976.
    Vgl.: Preisendörfer, P., ZfS 1995, S. 269 Fn. 15Google Scholar
  148. 977.
    Vgl.: Böhme, G., Trau, schau, wem!, Die Zeit 1998, S. 45Google Scholar
  149. 978.
    Was (nur) dann in die Nähe des tugendhaften Vertrauens gerückt werden kann, wenn man solcherlei Vertrauen als ethisches Gebot begreift und nicht funktionalistisch als die Ermöglichung durch sich selbst. Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 86 und ferner: Schottlaender, R., Theorie des Vertrauens (1957), S. 7, sowie die moralphilosophischen Ausführungen von Baier in: Baier, A., Vertrauen und seine Grenzen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 38 ff.Google Scholar
  150. 979.
    „Although it is widely and increasingly recognised as having great significance in economic transactions, trust is amost always treated in an ad hoc manner — as a bolt-on addition to orthodox analysis. [Meine Unterstreichung C. M.]“; Ingham, G., Cambridge Journal of Economics 1996, S. 250. Vgl. hierzu weiterhin: Albach, H., ZgS 1980, S. 2Google Scholar
  151. 980.
    Vgl.: Lane, C., Introduction, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 5Google Scholar
  152. 981a.
    Loose u. a. weisen auf Versuche hin, die Annahmen der Ökonomik, und hier insbesondere das Postulat opportunistischen Handelns so zu modifizieren, daß dem Phänomen Vertrauen Rechnung getragen werden kann. Vgl.: Loose, A. u. a. (Hrsg.), Vertrauen und Ökonomie in Netzwerkbeziehungen, in: Sydow, J. u. a., Management interorganisationaler Beziehungen (1994), S. 166. In diesem Zusammenhang ist sicherlich auf Bradach u. a. zu verweisen, die den Transaktionskostenansatz die Opportunismusannahme relativierend um genuin soziale Kategorien wie Wert- und Normstrukturen und längerfristige Sozialbeziehungen erweitern.Google Scholar
  153. 981b.
    Vgl. Bradach, J. L. u. a., Annual Review of Sociology 1989, S. 104 ff. Fischer entwickelt in Anlehnung daran aus Williamsons dichotomer Skala zwischen Markt und Hierarchie ein ideal- und realtypisches trichotomes Modell, das um die Position des Netzwerkes und den Koordinationsmechanismus Vertrauen erweitert ist.Google Scholar
  154. 981c.
    Vgl.: Fischer, S., Virtuelle Unternehmen zwischen den Kulturen (2001), S. 117 ff.Google Scholar
  155. 982.
    Vgl.: Sabel, C. F., Constitutional Ordering in Historical Context, in: Scharpf, F. W. (Hrsg.), Games in hierarchies and networks (1993), zit. in: Loose, A. u. a. (Hrsg.), Vertrauen und Ökonomie in Netzwerkbeziehungen, in: Sydow, J. u. a., Management interorganisationaler Beziehungen (1994), S. 166, und weiterhin S. 167 f.Google Scholar
  156. 983.
    Vgl. ähnlich: Endreß, M, Vertrauen und Vertrautheit, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 161 f.Google Scholar
  157. 984.
    Vgl.: Gambetta, D., Can We Trust Trust?, in: Gambetta, D. (Hrsg.), Trust (1988), S. 222. Es wird an dieser Stelle zunächst nur implizit mitgeführt, daß diese Vertrautheit natürlich auch kollektiven Akteuren zueigen sein muß, soll ein solcher vertrauen können. Die entsprechenden Zusammenhänge werden in Abschnitt 3.3.4.1 noch detaillierter ausgeführt werden.Google Scholar
  158. 985.
    Vgl. erneut: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 4Google Scholar
  159. 986.
    Vgl. erneut: Granovetter, M., American Journal of Sociology (1985), S. 483,487Google Scholar
  160. 987.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.2Google Scholar
  161. 988.
    Vgl.: Lane, C., Introduction, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 8 f.Google Scholar
  162. 989.
    Vgl.: Bachmann, R., Conclusion, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 300, 308. Bachmann allerdings sieht dort in einer Amalgamierung verschiedener Vertrauensquellen primär das Problem einer analytischen Vernebelung. Hier jedoch soll mit dem Begriff betont werden, daß mit einer Aneinanderreihung der verschiedenen Kategorien die Arbeit noch nicht getan ist. Vielmehr ist deren funktionale Verwobenheit modelltheoretisch nachzuvollziehen. Man läuft sonst Gefahr, um eine bedeutende Erkenntnis Sydows erneut zu betonen, Quellen und Objekte des Vertrauens zu vermengen.Google Scholar
  163. 990.
    Diesbezüglich Pioniercharaker ist zumindest noch Deutsch und Erikson zuzubilligen, vgl. übersichtshalber Loose, A. u. a. (Hrsg.), Vertrauen und Ökonomie in Netzwerkbeziehungen, in: Sydow, J. u. a., Management interorganisationaler Beziehungen (1994), S. 166 f. und die dort angegebenen Quellen, sowie für neuere Arbeiten den Sammelband von Schweer; Schweer, M. K. W. (Hrsg.), Vertrauen und soziales Handeln (1997) und schließlich die Arbeit von Petermann: Petermann, F., Psychologie des Vertrauens (1996).Google Scholar
  164. 991.
    Rotter, J. B., American Psychologist 1980, S. 6Google Scholar
  165. 993.
    Vgl: Rotter, J. B., American Psychologist 1980, S. 3Google Scholar
  166. 994.
    Vgl.: Rotter, J. B., American Psychologist 1980, S. 2Google Scholar
  167. 995.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.3.2.3Google Scholar
  168. 996.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.2Google Scholar
  169. 997.
    Vgl. zur für psychische und soziale Systeme gleichermaßen gültigen Lernbedingung der Generalisierung erneut: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 447 ff.Google Scholar
  170. 998.
    Die Fähigkeit ist lernend erworben und hilft, einschätzen zu können, wann man vertrauen kann und wann nicht. Sie ist deshalb mehr, als eine bloße Bereitschaft zu vertrauen.Google Scholar
  171. 999.
    Vgl.: Rotter, J. B., American Psychologist 1980, S. 4 ff.Google Scholar
  172. 1000.
    Vgl. hierzu insbesondere: Rotter, J., Psychologie heute (1981), S. 3 ff.Google Scholar
  173. 1001.
    Luhmann spricht in ähnlichem Zusammenhang recht treffend von einem „diffusen Gesamtvertrauen“, das sich aus verschiedensten Quellen speisen und in Summe zu Vertrauenshandlungen führen kann. Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 58Google Scholar
  174. 1002.
    Vgl. hierzu Zucker, L. G., Research in Organizational Behavior 1986, S. 60 ff. Die dortigen Ausführungen werden hier recht gestrafft skizziert.Google Scholar
  175. 1003a.
    Vgl. hierzu auch Sydow in bezug auf Zucker in: Sydow, J., Understanding the Constitution of Interorganizational Trust, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 42,Google Scholar
  176. 1003b.
    Sydow, J., Understanding the Constitution of Interorganizational Trust, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998) 44Google Scholar
  177. 1004.
    Vgl.: Loose, A. u. a. (Hrsg.), Vertrauen und Ökonomie in Netzwerkbeziehungen, in: Sydow, J. u. a., Management interorganisationaler Beziehungen (1994), S. 180Google Scholar
  178. 1005.
    Vgl.: Bachmann, R., Conclusion, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 308Google Scholar
  179. 1006.
    Vgl. zu Folgendem: Loose, A. u. a. (Hrsg.), Vertrauen und Ökonomie in Netzwerkbeziehungen, in: Sydow, J. u. a., Management interorganisationaler Beziehungen (1994), S. 170 ff.Google Scholar
  180. 1007.
    Vgl. Abschnitt 2.1.3Google Scholar
  181. 1009.
    Loose, A. u. a. (Hrsg.), Vertrauen und Ökonomie in Netzwerkbeziehungen, in: Sydow, J. u. a., Management interorganisationaler Beziehungen (1994), S. 173Google Scholar
  182. 1010a.
    Insbesondere in den jüngeren Schriften, welche das Phänomen der sozialen Entbettung, z. B. durch Differenzierung der Gesellschaft in funktional spezialisierte Systeme, problematisieren, kehrt Giddens den Fundamentalcharakter von Vertrauen für das Funktionieren von Gesellschaft hervor. Vgl.: Giddens, A., Konsequenzen der Moderne (1996), S. 33 ff., inGoogle Scholar
  183. 1010b.
    Vgl.: Giddens, A., Konsequenzen der Moderne (1996), **102 ff.Google Scholar
  184. 1010c.
    Verbindung mit Loose, A. u. a. (Hrsg.), Vertrauen und Ökonomie in Netzwerkbeziehungen, in: Sydow, J. u. a., Management interorganisationaler Beziehungen (1994), S. 169 f.Google Scholar
  185. 1011a.
    Vgl. hierzu: Loose, A. u. a. (Hrsg.), Vertrauen und Ökonomie in Netzwerkbeziehungen, in: Sydow, J. u. a., Management interorganisationaler Beziehungen (1994), S. 173 ff. in Verbindung mit der Illustration in:Google Scholar
  186. 1011b.
    Sydow, J., Understanding the Constitution of Interorganizational Trust, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 40 Fig. 1.2Google Scholar
  187. 1012.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 42Google Scholar
  188. 1013.
    Ähnlich wie wir in Abschnitt 2.2.4.3.3.2.1 führen Loose u. a. als diesbezüglich zweites Diskussionsmoment die Frage des Verstehens von Vertrauen an sich ein, und knüpfen dieses Problem an die hier gemäß Fn. 1008 nicht explizierten Querverbindungen zwischen den Dimensionen der Dualität. Wird Vertrauen in der Kommunikation nicht verstanden, kann es auch nicht, wie eben unterstellt, Fazilitäten der Domination aktualisieren und verändern. Wir haben diese Zusammenhänge in den Abschnitten 2.2.4.3.3.1 und 2.2.4.3.3.2.1 beleuchtet.Google Scholar
  189. 1014.
    Loose u. a. führen weiterhin aus, daß vertrauensvoller Umgang zu einer Norm an sich emergieren kann. Man erwartet danach, z. B. in einem Kibbuz, vgl. Abschnitt 2.2.4.3.3.2.1, vertrauensvollen Umgang untereinander und sanktioniert den, der sich nicht daran hält. Diese Ansicht erscheint problematisch, denn sie schränkt Schottlaenders zwei Freiheiten des Vertrauengebens und -nehmens ein und ersetzt sie durch Pression. Derartiges Vertrauen wäre nur noch dem Namen nach eines, denn mit Luhmann will Vertrauen geschenkt und (frei) angenommen sein, man kann es nicht normativ verlangen oder gar erzwingen, vgl. Fn. 570. Daß im Grundgesetz die geheime Stimmabgabe ihrer Gültigkeit zwingend vorausgesetzt wird, verweist exemplarisch auf die Probleme, welche erwachsen können, wenn sich in einem Kollektiv die Regel durchsetzt, vertrauen zu müssen.Google Scholar
  190. 1015.
    Vgl. z. B. Lüge, H. G., Zum Koordinationsproblem, in: Grunwald, W. u. a., Kooperation und Konkurrenz in Organisationen (1981), S. 226Google Scholar
  191. 1016.
    Vgl. hierzu die grundlegenden exchangetheoretischen Ausführungen von Blau, in: Blau, P. M, Exchange and Power in Social Life (1964), S. 91 ff., 315Google Scholar
  192. 1017.
    Vgl.: Grunwald. W., io Management Zeitschrift 1995, S. 74 ff.Google Scholar
  193. 1018.
    Vgl.: Hartmann, M., Einleitung, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 12Google Scholar
  194. 1019.
    Vgl. zu Giddens’ Schema dieser Reproduktionskreisläufe in der Dualität auch: Giddens, A., Die Konstitution der Gesellschaft (1995), S. 245 ff.Google Scholar
  195. 1020a.
    Vgl. zu diesem Terminus auch: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 447,  Fn. 140Google Scholar
  196. 1020b.
    Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), **S. 447Google Scholar
  197. 1022.
    Vgl.: Mayer u. a., Academy of Management Review 1995, S. 728Google Scholar
  198. 1023.
    Ein Beispiel Böhmes verdeutlicht das recht plastisch, wenn er feststellt, daß das auf Risikotechnologien gerichtete Vertrauen eher schwindet, je intensiver sich um besondere Sicherheitsvorkehrungen bemüht wird. Vgl: Böhme, G., Trau, schau, wem!, Die Zeit 1998, S. 45. Das Vertrauen der Menschen könnte sich durchaus und berechtigterweise auf diese Vorkehrungen beziehen, und dennoch erwächst es subjektiv nicht, wenn man nur hinreichend technologieskeptisch, also gewissermaßen ungeübt im Vertrauen bezüglich Risikotechnologie ist.Google Scholar
  199. 1024.
    Vgl. erneut: Kahle, E., Konkurrenz oder Kooperation, in: Fritzsche, A. u. a. (Hrsg.), Wirtschafts- und Sozialpolitik (1999), S. 54 f., sowie Abschnitt 3.1.1Google Scholar
  200. 1025.
    Vgl: Barnes, L. B., Harvard Business Review 1981, S. 110. Dort ist die Rede von „tenacious roots of trust and mistrust“.Google Scholar
  201. 1027.
    Selbst wenn man jemand völlig unbekanntem, mit dem einen keine gemeinsame Vergangenheit verbindet, vertraut, weil er z. B. mit Zucker über ähnliche Eigenschaften verfügt, liegen die Quellen in der Vergangenheit, denn der Unbekannte ist dem Vertrauenden deshalb nicht fremd, weil jener über vertraute Eigenschaften als Quellen des Vertrauens verfügt, und deren Herkunft führt, wie in Abschnitt 3.1.1 gezeigt werden konnte, in die (System-)vergangenheit. Vergleichbares gilt für das Vertrauen auf Basis apersonaler Institutionen. Dieses vermag bereits recht deutlich vor Augen zu führen, daß Vertrauensgewährung stets eine subjektive Leistung ist.Google Scholar
  202. 1028.
    Vgl. zur Problematik dieses Verhältnisses im einzelnen: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 8, sowie die Ausführungen zur Zeitdimension des Sinns in Abschnitt 2.2.4.3.1.Google Scholar
  203. 1029.
    Erneut muß darauf hingewiesen werden, daß der Vertrauenserweis gegenüber Personen durchaus auch das externe Risiko beeinflussen kann. Luhmann spricht wohl auch deshalb von einer Teilverlagerung der Problematik. Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 27 f., 33Google Scholar
  204. 1030.
    Vgl. erneut Abschnitt 2.2.4.3.1, insbesondere im Bereich der Fn. 461Google Scholar
  205. 1031.
    Vgl. erneut Abschnitt 2.2.4.3.2, insbesondere im Bereich der Fn. 516Google Scholar
  206. 1032.
    „Seit Hegel kann man im Grunde aber wissen, daß man mit einer Logik, die widerspruchsfreie Gegenstände postulieren muß, Soziales aus der Umwelt der Wissenschaft ausschließt.“; Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 490. Vgl. hierzu am Rande auch die sein „Naturrecht und allgemeines Staatsrecht“einführenden Worte von Thomas Hobbes in: Hobbes, T., Naturrecht und allgemeines Staatsrecht in den Anfangsgründen (1926), S. 33Google Scholar
  207. 1033.
    Die Unterscheidung von Widerspruchslagen und Widersprüchen findet sich bei Kasper. Vgl.: Kasper, H., Neuerungen durch selbstorganisierende Prozesse, in: Staehle, W. H. u. a., Managementforschung 1 (1991), S. 42. Der Begriff fällt bei Luhmann nur am Rande. Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 530Google Scholar
  208. 1034.
    Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 87Google Scholar
  209. 1035.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 87Google Scholar
  210. 1036.
    Man beachte, daß es hier um die Typik der Erwartungsstile geht, nicht um ihre Verortung im Psychischen oder Sozialen. Kognitive Erwartungsbildung ist keineswegs gleichzusetzen mit psychischem Prozessieren. Sie kann auch im Sozialen angesiedelt sein. Vgl. zur Unterscheidung normativ an der Differenz konform/abweichend und kognitiv an der Differenz lernen/nicht lernen orientierter Stile der Erwartungsbildung erneut: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 436 ff., sowie die Ausführungen in Abschnitt 2.2.4.3.4.3.Google Scholar
  211. 1037.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 87 f. Der „Lerneffekt“liegt dann in einer „Anpassung der Erwartung an die Enttäuschungslage“, und die diesem Lernen innewohnende Effizienz liegt nun darin, daß die Reaktion — wer einmal lügt, dem glaubt man nicht — nicht auf die höchst heterogenen Inhalte der Enttäuschung schauen muß, sondern diese Inhalte auf den gemeinsamen Nenner des Vertrauensbruchs als solchem zusammengezogen sind. Vgl. hierzu: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 397. Entsprechend seismographisch reagiert Vertrauen denn auch auf die Resultate seiner bereits symbolischen Kontrolle. Jeder Politiker weiß das und fürchtet darum so sehr das Öffentlich-Werden finanzieller Unregelmäßigkeiten auch noch so marginalen Ausmaßes. Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 30 f.Google Scholar
  212. 1038.
    Vgl. Fn. 1014 und ferner Fn. 570Google Scholar
  213. 1039.
    Vgl. einführend hierzu: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 494 f., sowie das Folgende.Google Scholar
  214. 1040.
    Vgl. den Quellennachweis in: Barnes, L. B., Harvard Business Review 1981, S. 113, Fn. 6: Quine, W. V., The Ways of Paradox, Cambridge 1976, S. iGoogle Scholar
  215. 1041.
    Barnes, L. B., Harvard Business Review 1981, S. 113Google Scholar
  216. 1042.
    Vgl.: Baecker, D., Die Form des Unternehmens (1993), S. 187Google Scholar
  217. 1043.
    Vgl.: Mayer u. a., Academy of Management Review 1995, S. 725Google Scholar
  218. 1044.
    Vgl. den Quellennachweis in: Endreß, M., Vertrauen und Vertrautheit, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 183 Fn. 44: Plessner, H, Grenzen der Gemeinschaft, S. 55; derselbe, Macht und menschliche Natur, S. 192, beide in: derselbe, Gesammelte Schriften V, hrsg. von Dux, G. u. a., Frankfurt am Main 1981; derselbe, Die Stufen des Organischen und der Mensch, 3. Aufl., Berlin 1975, S. 344Google Scholar
  219. 1045.
    Es wurde ganz zu Beginn die soziale Beliebigkeit herausgearbeitet, welche doppelte Kontingenz begleitet. Es ist dieses Differenzlose des Irgendetwas, was Alter und Ego voneinander nur verstehen, und was die strukturelle Unbestimmtheit doppelt kontingenter Situationen hervorruft. Diese Unbestimmtheit findet sich bei Endreß als Erfahrung der Negation bezeichnet und als solche in Anlehnung an Plessner als Stehen im Nirgendwo“, konstitutive Ortlosigkeit oder eben auch „realisierter Widersinn“beschrieben, und dies korrespondiert nach ihm mit der (realisierten) Unbestimmtheit des Vertrauens. Vgl.: Endreß, M., Vertrauen und Vertrautheit, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 184 f., dort auch die angeführten Phrasen, sowie Abschnitt 2.2.2.Google Scholar
  220. 1046.
    Vgl. Abschnitt 3Google Scholar
  221. 1047.
    Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 494Google Scholar
  222. 1048.
    Vgl. zu Folgendem: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 493 ff.Google Scholar
  223. 1049.
    Vgl. Fn. 683 im Abschnitt 2.2.4.3.3.2.3Google Scholar
  224. 1050.
    Vgl. Abschnitt 3.3.4 Das hier zum Funktionieren des Vertrauens Ausgeführte ist gewissermaßen eine Dame ohne Unterleib, eben ein „Hochbau“ohne Substanz. Ist erst einmal gewährleistet, daß das systemische Operieren den Widerspruch zu vertrauen als solchen handhaben kann, kann man sich der Frage widmen, in welchen Fällen er das tun können sollte.Google Scholar
  225. 1051.
    Vgl. Abschnitt 3.2.1Google Scholar
  226. 1052.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 495 f.Google Scholar
  227. 1053.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 181Google Scholar
  228. 1054.
    Vgl. hierzu und zu Folgendem: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 491 ff.Google Scholar
  229. 1055.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.3.3Google Scholar
  230. 1056.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 493Google Scholar
  231. 1057.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.2, insbesondere im Bereich der Fn. 504Google Scholar
  232. 1058.
    Ganz im Gegensatz zu einem Konflikt, der, bereits in Bezugnahme auf soziale Systeme, zu verstehen ist als kommunikative Ablehnung eines Kommunikationsvorschlages, die dann zum Gegenstand der weiteren Kommunikation wird. Man spricht über den Widerspruch, indem man ihn als Einheit von anderem unterscheidet, und begründet ein darauf spezialisiertes autopoietisches System der Kommunikationen. Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 529 ff. und einführend Krause, D., Luhmann-Lexikon (1996), S. 121Google Scholar
  233. 1059.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 507 ff.Google Scholar
  234. 1060.
    Denn er folgt dem Muster der „fatalen Form der Selbstreferenz“, zu der weiter oben etwas gesagt worden ist. Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.2, insbesondere im Bereich der Fn. 510Google Scholar
  235. 1061.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 508 f.Google Scholar
  236. 1062.
    Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 491Google Scholar
  237. 1063.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 506Google Scholar
  238. 1064.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 528Google Scholar
  239. 1065.
    Interessant ist diesbezüglich Luhmanns Verweis auf die Regeln der Fürstenberatung und Konversation im (absolutistisch geprägten) 16. und 17. Jahrhundert. Die Logik des Widerspruchs in diesen Regularien ist stark geprägt durch das Thema, offenes Widersprechen zu vermeiden. Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 500. Das Alarmsignal des Widerspruchs führt hier nicht geradewegs zu den Waffen des Konfliktes. Betretenes Schweigen anstelle der üblichen euphorischen Zustimmung als Reaktion auf einen königlichen Selektionsvorschlag ist in dieser Semantik Alarmsignal genug.Google Scholar
  240. 1066.
    Vgl.: Endreß, M, Vertrauen und Vertrautheit, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 184Google Scholar
  241. 1067.
    Vgl. hierzu und zu Folgendem: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 508Google Scholar
  242. 1068.
    Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 508Google Scholar
  243. 1069.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 541 ff.Google Scholar
  244. 1070.
    , S. 371 ff,Google Scholar
  245. 1070a.
    S. 496 f.,Google Scholar
  246. 1070b.
    S. 371 Fn. 42Google Scholar
  247. 1071.
    Im folgenden Abschnitt werden mit dann einiger Tragweite für das hier Erörterte weitere hinzukommen.Google Scholar
  248. 1072.
    Vgl. zu Folgendem: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 497 ff.Google Scholar
  249. 1073.
    Vgl. die Einführungen in die Abschnitte 2.2.4.3.3 und 2.2.4.3.3.1.Google Scholar
  250. 1074.
    Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 498Google Scholar
  251. 1075.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 530 f.Google Scholar
  252. 1076.
    „Das System reagiert nicht auf die eine oder andere Möglichkeit, die sich wechselseitig ausschließen, sondern auf das Ausschließungsverhältnis selbst.“; Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 502Google Scholar
  253. 1077.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 509Google Scholar
  254. 1078.
    Vgl. hierzu und zu Folgendem: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 504 ff.,Google Scholar
  255. 1078a.
  256. 1078b.
  257. 1079.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 507Google Scholar
  258. 1080.
    Vgl.: Krause, D., Luhmann-Lexikon (1996), S. 121Google Scholar
  259. 1081.
    Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 509Google Scholar
  260. 1082.
    Vgl. hierzu: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 529 ff.Google Scholar
  261. 1083.
    Zumindest nicht in seinem Hauptwerk „Soziale Systeme“, wie bereits die Bezeichnung „Widerspruch und Konflikt“des dort einschlägigen Kapitels anzudeuten vermag. Nach meiner Kenntnis wurde auch an anderer Stelle das Theoriegebäude in dieser Richtung nicht weiter ausgebaut.Google Scholar
  262. 1084.
    Vgl. hierzu und zu Folgendem: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 542Google Scholar
  263. 1084a.
    509 ff., sowie die bereits auf Vertrauen und seine Reflexivität abzielenden Erörterungen in Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 72 f.Google Scholar
  264. 1085.
    Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 506Google Scholar
  265. 1086.
    Man erkennt hier schemenhaft die Wurzel des Dilemmas, das die Entstehung von Recht vom ethischen Ziel der Gerechtigkeit unterscheidet. So kam beispielsweise das Recht des Code Civil mit Gewalt unter die Menschen.Google Scholar
  266. 1087.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 550Google Scholar
  267. 1088.
    Vgl. explizit: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 549Google Scholar
  268. 1089.
    Vgl: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 498 f.Google Scholar
  269. 1090.
    Vgl. hierzu auch die Ausführungen in Fn. 440.Google Scholar
  270. 1091.
    Man könnte hier fragen, warum er denn nicht in den Diskurs münden kann, wie sonst auch im Falle von Mißverständnissen. Die Frage kann an dieser Stelle aufkommen, weil die konflikttheoretischen Grundlagen hier nicht abschließend erörtert worden sind. Der kommunikative Rekurs auf einen Widerspruch erzeugt ein hochspezialisiertes und selbstverstärkendes autopoietisches System des Konfliktes. Der Konflikt wird zum primären Gegenstand der Kommunikation, eben weil Widersprüche dafür sorgen, daß sich Kommunikation auf sie bezieht. Das heißt nicht, daß sich in Konflikten nicht auch Mißverständnisse auflösen lassen, allein, es fällt, wie jeder weiß, erheblich schwerer. Vgl. hierzu neben den oben genannten Stellen auch die Ausführungen von Corsi, in: Corsi, G., Konflikt, in: Baraldi, C. u. a., GLU (1998), S. 97 ff., sowie Fn. 1058 und 1348Google Scholar
  271. 1092.
    Und sei es, daß man nach einer groben Peinlichkeit zu sich selber spricht, bzw. bei sich denkt: „Das hast du ja mal wieder toll hingekriegt!“Die Intention ist eindeutig: Selbstkritik.Google Scholar
  272. 1093.
    Vgl. die Zusammenhänge im Kontext der ersten Wiedergabe im Bereich der Fn. 1074Google Scholar
  273. 1094.
    Es ist, auch für das Folgende, recht wichtig zu bedenken, daß Formen des Widerspruchs keinesfalls beliebig schematisierbar sind. Es müssen weitere Konstitutionsleistungen hinzukommen. So wird Raum dadurch als Ort einer konkreten Widerspruchslogik konstituiert, daß nicht zwei Dinge zur gleichen Zeit am gleichen Ort sein können. Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 525. Man kann also nicht aus jedem Sinn und Gegensinn eine solche schematisierbare Form des Widerspruchs entwickeln, wie es für Vertrauen hier gelang.Google Scholar
  274. 1095.
    Man erkennt hier recht deutlich des Vertrauens problematisches Verhältnis zur Zeit, das ja schon zur Systematisierung von Vertrauensobjekt, -Subjekt und -quelle beitrug: Die Zeit ist insofern vertrauensbezogener Quell des Widerspruchs, als daß Zukünftiges (Vertrauenswürdigung/Vertrauensmißbrauch) auf die Gegenwart (Vertrauen/Nicht Vertrauen) zurückgerechnet, dort bedacht wird und im Vertrauensfalle die Differenz in der Zukunft der Gegenwart als (widersprüchliche) Einheit zugemutet wird. Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 527Google Scholar
  275. 1096.
    Vgl. hierzu: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 519 f.Google Scholar
  276. 1097.
    Im Gegensatz zum Vertrauensbruch muß man hier allerdings von einem sicheren Eintreten ausgehen. Dieses die Vergleichbarkeit einschränkende Detail ist zwar zu bemerken, für das Folgende jedoch ohne zentrale Bedeutung.Google Scholar
  277. 1098.
    In Analogie zu dem in Fn. 1094 Ausgeführten, erkennt man hier in den produktionstheoretischen Grundlagen und (Natur-)Gesetzmäßigkeiten schemenhaft die „weiteren Konstitutionsleistungen“, welche aus bloßen Widerspruchslagen eine Widerspruchslogik konstituieren. Vgl. hierzu einführend: Reese, J., Produktion, in: Corsten, H. u. a. (Hrsg.), Betriebswirtschaftslehre (1994), S. 766 ff. Vertrauensbezogen wird diese Konstitutionsleistung, z. B. mit der Untergrenze des Vertrauensrisikos von Deutsch zur Relativierung von Colemans Wette, vgl. Abschnitt 3.2.1, definitorisch erbracht.Google Scholar
  278. 1099.
    Von der grundsätzlich denkbaren Möglichkeit eines für den Seligierenden kostenfreien Konsums soll hier einmal abgesehen werden. In der Tat bedeutete der Ver- oder Gebrauch von Gütern auf Kosten anderer oder auch der von freien Gütern, daß die hier geschilderten Widerspruchslagen sich nicht zum Widerspruch verdichteten. Es muß an dieser Stelle unvertieft bleiben, inwieweit man aus dem Fehlen der Alarmfunktion aufgrund der Absenz derartig alarmierender Widersprüche auf Phänomene wie z. B. Subventionsgewöhnung schließen kann. Die Zusammenhänge muten schlüssig und fast tautologisch an: Wer nicht mit Kosten rechnen muß, rechnet nicht mit Kosten.Google Scholar
  279. 1100.
    Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 519 f.Google Scholar
  280. 1101.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 506 f.Google Scholar
  281. 1102.
    Luhmann behandelt diese Frage aufbauend auf seine Kostenanalogie unter Betrachtung des Phänomens der Konkurrenz, was hier nicht weiter betrachtet wird. Vgl. hierzu: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 520 ff.Google Scholar
  282. 1103.
    „Die eigentliche Funktion von Recht besteht darin, daß es die Erwartungen von Akteuren in bestimmter Weise strukturiert, längst bevor mit seiner Hilfe Sanktionen mobilisiert werden.“; Bachmann, R., Kooperation und Vertrauen in zwischenbetrieblichen Beziehungen, in: Hradil, S., Differenz und Integration (1996), S. 258Google Scholar
  283. 1104.
    Vgl. zu den Bemühungen, vertrauendes Handeln nicht funktional, sondern ethisch zu verankern: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 1, 86, 94 f.Google Scholar
  284. 1105.
    „Dem Chaos kann man nicht vertrauen. Wenn nichts miteinander verbunden ist oder alles mit allem, gibt es keine Möglichkeiten der Generalisierung.“; Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 40Google Scholar
  285. 1106.
    Wenn Ego als „ich“vertraut, tut er das immer auch als ein von Alter abhängiges du. Vgl. Abschnitt 3.1 insbesondere im Bereich der Fn. 873Google Scholar
  286. 1107.
    Die Differenz Verstehen/Nicht-Verstehen tritt an dieser Stelle ein wenig in den Hintergrund. Diese Zusammenhänge werden in Abschnitt 3.3.3 aufgegriffen.Google Scholar
  287. 1108.
    Es soll noch einmal daraufhingewiesen werden, daß die Erwartung der Annahme oder Ablehnung sich an dieser Stelle mangels Substanz noch auf ein „Rechnen mit“beschränkt.Google Scholar
  288. 1109.
    Ähnliches gilt z. B. auch für eine Handlung, die rechtens zu sein scheint, und dies doch erst ist, wenn sie eventuellen Widerspruch und (rechtlichen) Konflikt ausgehalten hat.Google Scholar
  289. 1110.
    Gegebenenfalls auch sehr viel später. Es ist ja gerade ein bedeutendes eufunktionales Merkmal des Vertrauens, daß es auch funktionieren kann, wenn das Damoklesschwert seines Mißbrauchs auch über längere Zeit über ihm verbleibt. Erzwänge sein Funktionieren eine sofortige Reaktion in Form einer Annahme und damit die Offenbarung, daß es nicht abgelehnt wird, wäre es zwar ein Leichtes zu vertrauen, dies jedoch nicht besonders nutzbringend. Damit wird deutlich, daß es für diesen Mechanismus zwingend notwendig ist, die Entscheidung über Annahme oder Ablehnung bereits mit der Entscheidung für oder gegen Vertrauen vorwegzunehmen, denn außerhalb dieser Selektionsleistung „darf“sie nicht fallen, zumindest nicht sofort, weil es sich sonst nicht mehr um Vertrauen handelte. Getroffen werden können muß sie jedoch, denn sonst wäre Vertrauen kein, bzw. kein wirkungsvolles Medium im Umgang mit der Unwahrscheinlichkeit der Annahme von Selektionsvorschlägen im Sinne der Ausführungen in Abschnitt 2.2.4.3.3.2.3.Google Scholar
  290. 1111.
    Es ergibt sich ex post natürlich ein Einfluß auf die Erfahrungswerte, also, wie gleich vertieft dargestellt wird, auf die „prudentia des Vertrauens“. Vgl.: Abschnitt 3.3.1.4Google Scholar
  291. 1112.
    Vgl. Abschnitt 3.4.1Google Scholar
  292. 1113.
    Man kann das Folgende jedoch auch ohne größere Verschiebungen der Ergebnisse z. B. anhand der Medien Geld, Recht, vgl. Fn. 1109, oder auch Liebe durchspielen, also mit allem, was Pression ins Spiel bringt. Allein im Fall von Liebe mag auffallen, daß eine Art Selbstpression den liebenden Alter zur Annahme bewegt, aber auch das ist natürlich wieder eine — zumindest etwas — vereinfachte Zurechnung auf eine Person.Google Scholar
  293. 1114.
    Vgl. erneut: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 119 ff.Google Scholar
  294. 1115.
    Vgl. erneut: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 436 ff.Google Scholar
  295. 1116.
    Vertrauen ist nicht einfach „da“wie ein Zustand, sondern es liegt immer im Auge des Betrachters. Vgl. ähnlich: Lagerspetz, O., Vertrauen als geistiges Phänomen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 111Google Scholar
  296. 1117.
    Vgl. hierzu erneut Fn. 1070, sowie Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 88 ff.Google Scholar
  297. 1118.
    Vgl. hierzu auch: Königswieser, R., Gelassenheit, in: Königswieser, R. u. a. (Hrsg.), Das systemischevolutionäre Management (1992), S. 256Google Scholar
  298. 1119.
    Vgl. in Verbindung mit dem Folgenden: Varela, F. J., Ethisches Können (1994), S. 11Google Scholar
  299. 1120.
    Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 76Google Scholar
  300. 1121.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 76 und weiterhin, wenn auch eher am Rande: Maul, C., ZfB 1993, S. 736Google Scholar
  301. 1122.
    Die für das Folgende wichtige Konzentration der prudentia auf die Zeitlichkeit wird am präzisesten, jedoch sprachlich unhandlich, durch die Übersetzung „Vorherwissen“verkörpert. Der Begriff Klugheit zielt auf diese Zeitlichkeit ab. In der kommenden Argumentation wird regelmäßig und etwas ungenau auf den Begriff der Weisheit (sapientia) zurückgegriffen, der eher auf Erfahrung als auf Vorherwissen abzielt, also nicht weniger zeitlich, aber deutlicher an der Vergangenheit orientiert ist. Dadurch ist der Sachverhalt, daß Schematisiertes aus der Vergangenheit Orientierung für schematisch Gleiches in Gegenwart und Zukunft bereithält, besser vermittelbar. Wer vertraut, tut das, wenn er auf prudentia zurückgreift, aus Erfahrung, vgl.: Böhme, G., Trau, schau, wem!, Die Zeit 1998, S. 45, und weniger aus einem Vorherwissen, welchem durch die Freiheit des anderen und durch dessen Nicht-Trivialität bekanntlich enge Grenzen gesetzt sind.Google Scholar
  302. 1123.
    Der Unterschied in der Sozialität wird durch den Terminus des animal sociale betont. Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 76, 119, 424 f.Google Scholar
  303. 1124a.
    Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 425 Das Zitat wird hier angeführt, um die im Schema der prudential verkörperten Zusammenhänge von Vergangenheit und Zukunft sowie Erfahrung und Erwartung zu verdeutlichen. Ob nun nur der Mensch Sachverhalte in der Zeitdimension zuordnen kann oder nicht doch auch ein entsprechend konditioniertes Tier, soll hier einmal unbeantwortet gelassen werden, zumal dem hiesigen theoretischen Referenzrahmen die Kategorie des Subjektes und die damit verbundene „humanistische Engführung“, vgl.:Google Scholar
  304. 1124b.
    Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 119, ohnehin fremd ist.Google Scholar
  305. 1125.
    Vgl. Fn. 1025Google Scholar
  306. 1126.
    Vgl. zur Bedeutung der Systemgeschichte für die Vertrauensbildung: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 84Google Scholar
  307. 1127.
    Vgl.: Varela, F. J., Ethisches Können (1994), S. 40Google Scholar
  308. 1128.
    Vgl.: Zucker, L. G., Research in Organizational Behavior 1986, S. 59Google Scholar
  309. 1129.
    Vgl. ähnlich: Gambetta, D., Can We Trust Trust?, in: Gambetta, D. (Hrsg.), Trust (1988), S. 230Google Scholar
  310. 1130.
    Luhmann illustriert diese Form der diskontinuierlichen Wirkung verläßlich vorhandener Möglichkeiten am Beispiel der Rechtsordnung. Dadurch, daß diese hohe Berechenbarkeit, also Ordnung, garantiert, ohne daß man voraussehen kann, wann und wo sie zum Einsatz kommt, ist die Rechtsordnung als latenter, auf Auslösung wartender Kausalbeitrag begreifbar. Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 478. Man kann diesen Gedanken analog auf die prudentia des Vertrauens anwenden.Google Scholar
  311. 1131.
    Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 270, dort in Zusammenhang mit den funktionalen Spezifika interner Systemdifferenzierung und der Evolution von „Sondereinrichtungen“geäußert, was auf den hiesigen Kontext übertragbar ist. Man ist schnell mit Erklärungen bei der Hand, warum man jemandem vertraut. Ein Verweis auf die in reziprokem Miteinander erfahrene Integrität des Gegenüber reicht bereits aus. Nicht ganz so offenkundig hingegen stehen die Dinge, wenn man weiterfragt, warum man jemandem (dann) vertraut. Man kommt wohl häufig über die in grober Anlehnung an Böhme formulierte Antwort nicht hinaus: „Weil das so üblich (also Übung!) ist.“, und man das Auge beim Sehen nicht mitbeobachtet. Vgl. auch: Böhme, G., Trau, schau, wem!, Die Zeit 1998, S. 45 In Fn. 1503 werden wir auf diese Zusammenhänge im Zuge einer vertieften Auseinandersetzung mit dem Entscheidungsbegriff noch einmal zurückkommen.Google Scholar
  312. 1132.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 82 f.Google Scholar
  313. 1133.
    Vgl. erneut: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 72 ff.Google Scholar
  314. 1134.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 83Google Scholar
  315. 1135.
    Vgl: Varela, F. J., Ethisches Können (1994), insbesondere S. 9 ff., 16 f., 23 ff., 32 ff., 36 ff., 46, 79 Varela plädiert in seinen Überlegungen zur Betrachtung ethischen Verhaltens, die wir hier nur anreißen können, für „[…] die Wiederbelebung der Weisheit, verstanden als nicht-intentionales Handeln. [Meine Hervorhebung C. M.]“; Varela, F. J., Ethisches Können (1994), S. 79. Deshalb die Rede vom richtigen Urteilen bzw. richtigen Leben. Wir würden hier stattdessen jeweils eher von Zweckmäßigkeit sprechen. Unbesehen der Differenz, daß dort ethisches Handeln zur Debatte steht und hier vertrauende Kommunikation funktional beleuchtet wird: Varelas Überlegungen und sein Plädoyer vermögen den analytischen Nutzen noch einmal deutlich hervorzuheben, über den Weisheitsbegriff Substanz und Hochbau stärker auseinanderzuziehen, um so analytisch erkennbar zu machen, daß es zweierlei Maß erfordert, zum einen „Sachverhalte im Lichte von Vergangenheit und Zukunft“zu betrachten, und zum zweiten „Sachverhalte im Lichte von Vergangenheit und Zukunft“.Google Scholar
  316. 1136.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.3.2.3Google Scholar
  317. 1137.
    „Experiences play an important role in the creation of both personal and system trust. Experience is a triggering factor for the [...] reproduction cycles, which lead to trust becoming stronger or weaker or even vanishing completely.“; Höhmann H. H. u. a., Some notes on trust as a basic anthropological category, in: Höhmann, H. H. u. a. (Hrsg.), Entrepreneurial Strategies and Trust (2002), S. 16Google Scholar
  318. 1138.
    Vgl. erneut: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 105 f.Google Scholar
  319. 1139.
    Vgl. erneut Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 436 f., sowie Abschnitt 2.2.4.3.4.3Google Scholar
  320. 1140.
    Vgl. zur Vermengung beider Erwartungsstile in der alltagsweltlichen Interaktion: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 438Google Scholar
  321. 1141.
    U. a. Rotter weist darauf hin, daß ein gelegentlicher „Reinfall“ regelmäßig noch nicht dazu führt, einen Hightruster zu einem Strategiewechsel in Richtung auf eine grundsätzlich mißtrauische Einstellung zu bewegen, was man spieltheoretisch über das Verfahrensmuster eines „Wie du mir, so ich dir“, vgl. Abschnitt 3.2, ja auch als durchaus angebracht nachvollziehen kann. Selbst in der konkreten Vertrauensbeziehung kann im Enttäuschungsfalle das Einräumen einer zweiten Chance durch High-truster beobachtet werden. Vgl.: Rotter, J. B., American Psychologist 1980, S. 1. Das von Luhmann der Alltagswelt attestierte Ineinandergreifen normativer und kognitiver Erwartungsstile, vgl. Fn. 1140, wird hier besonders deutlich: Man verharrt in der vertrauenden Erwartung, hat diese aber gleichzeitig in eine ultimative „Erwartung der letzten Chance“ verändert, also doch etwas dazugelerntGoogle Scholar
  322. 1142.
    Vgl.: Deutsch, M, Konfliktregelung (1976), S. 157Google Scholar
  323. 1143.
    Lane, C., Introduction, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 10Google Scholar
  324. 1144.
    Lane, C., Introduction, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 10Google Scholar
  325. 1145.
    Vgl. die Abschnitte 2.2.4.3.3.3,2.2.4.3.4.2Google Scholar
  326. 1146.
    Vgl. Fn. 859Google Scholar
  327. 1147.
    Vgl. ähnlich: Sydow, J., Understanding the Constitution of Interorganizational Trust, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 46Google Scholar
  328. 1148.
    Vgl.: Preisendörfer, P., ZfS 1995, S. 264Google Scholar
  329. 1149.
    Vgl: Josephs, I. E., Vertrauen zwischen Eltern und ihren Kindern aus der Perspektive der Bindungstheorie, in: Schweer, M. K. W. (Hrsg.), Vertrauen und soziales Handeln (1997), S. 136 f.Google Scholar
  330. 1150.
    Vgl. erneut Fn. 859. „Mit Einschränkung“ deshalb, weil sicherlich ein Manager aus Fleisch und Blut die Aufstellung veranlaßt haben wird, also der Vertrauensentstehung wiederum ein gewisses Maß an Rückbettung zugrunde liegt. Man kann hier jedoch einmal die Webersche Idealtypik als gar nicht so abwegige Annahme zugrunde legen, daß es ohne Bedeutung ist, welche Persönlichkeit in der Bank die Entscheidung herbeigeführt hat. Ein jeder Manager hätte demnach in dieser Situation für die Aufstellung votiert, und ein jeder nähme von dieser Option Abstand, wenn sich die Schadenfälle häuften. Vgl. auch: Luhmann, N., Fragen an Niklas Luhmann (Interview), in: Königswieser, R. u. a. (Hrsg.), Das systemisch-evolutionäre Management (1992), S. 101 f. Die entsprechende prudentia des Vertrauens ist also eine kognitive Leistung allein der Bank als sozialem System.Google Scholar
  331. 1152.
    Vgl. Fn. 1141Google Scholar
  332. 1153.
    Vgl. hierzu erneut Abschnitt 2.2.4.3.1 insbesondere im Bereich der Fn. 470. In den dortigen Ausführungen wurde auch erstmalig der Verdacht geäußert, daß vertrauensrelevante Faktoren zu einer für ein semantisches Sinnschema konstitutiven „situativen Invarianz“ finden können. Dieser Verdacht wird jetzt unterfüttert, wenn die dort thematisierte Differenz der Struktur(in)varianz, also das mittlerweile identifizierte Nebeneinander von Kognitivem und Normativem, auf Vertrauen bezogen wird.Google Scholar
  333. 1154.
    Vgl.: Ring, P. S., Process Facilitating Reliance on Trust in Inter-Organizational Networks, in: Ebers, M., The Formation of Inter-Organizational Networks (1997), S. 118 ff.Google Scholar
  334. 1155.
    Vgl.: Loose, A. u. a. (Hrsg.), Vertrauen und Ökonomie in Netzwerkbeziehungen, in: Sydow, J. u. a., Management interorganisationaler Beziehungen (1994), S. 188Google Scholar
  335. 1156.
    Vgl. z. B.: Hartmann, M., Einleitung, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 27;Google Scholar
  336. 1156a.
    Bradach, J. L. u. a., Annual Review of Sociology 1989, S. 110;Google Scholar
  337. 1156b.
    Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 87Google Scholar
  338. 1158.
    Vgl. ähnlich: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 89Google Scholar
  339. 1159.
    Vgl.: Ripperger, T., Ökonomik des Vertrauens (1998), S. 38Google Scholar
  340. 1160.
    Ring, P. S., Process Facilitating Reliance on Trust in Inter-Organizational Networks, in: Ebers, M., The Formation of Inter-Organizational Networks (1997), S. 122 f. In eine vergleichare Richtung geht die Forderung von Mayer u. a.: „The question’ Do you trust them?’ must be qualified: ’trust them to do what?’“; Mayer u. a., Academy of Management Review 1995, S. 729Google Scholar
  341. 1161.
    Vgl. hierzu auch die zusammenfassenden Ausführungen von Ripperger in: Ripperger, T., Ökonomik des Vertrauens (1998), S. 38 ffGoogle Scholar
  342. 1161a.
    und die dort angeführte Literatur, sowie weiterhin: Mayer u. a., Academy of Management Review 1995, S. 716;Google Scholar
  343. 1161b.
    Sydow, J., Understanding the Constitution of Interorganizational Trust, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 44;Google Scholar
  344. 1161c.
    Baier, A., Vertrauen und seine Grenzen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 50 ff.Google Scholar
  345. 1161d.
    und ferner: Bittl, A., Vertrauen durch kommunikationsintendiertes Handeln (1997), S. 163 f.,CrossRefGoogle Scholar
  346. 1161e.
    sowie Zündorf, L., Macht, Einfluß, Vertrauen und Verständigung, in: Seltz, R. (Hrsg.), Organisation als soziales System (1986), S. 49Google Scholar
  347. 1162.
    Vgl.: Götsch, K., Riskantes Vertrauen (1994), S. 23Google Scholar
  348. 1163.
    Vgl.: Parsons, T., Research with Human Subjects and the “ Professional Complex“, in: Freund, P. A. (Hrsg.), Experimentation with Human Subjects (1969), S. 128Google Scholar
  349. 1164.
    Vgl.: Böhme, G., Trau, schau, wem!, Die Zeit 1998, S. 45Google Scholar
  350. 1165.
    Vgl.: Ripperger, T., Ökonomik des Vertrauens (1998), S. 39Google Scholar
  351. 1166.
    Vgl. Fn. 1107Google Scholar
  352. 1167.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.1, 2.2.4.3.3.2 Nicht noch einmal aufgegriffen wird an dieser Stelle die Problematik, daß in der Kommunikation auch das Vertrauen selbst kommuniziert und verstanden werden muß. Die Ausführungen in den Abschnitten 2.2.4.3.3.1 und 2.2.4.3.3.2.1 haben das Thema bereits umfassend behandelt.Google Scholar
  353. 1168.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.3.2.3Google Scholar
  354. 1169.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.1, insbesondere im Bereich der Fn. 468Google Scholar
  355. 1170.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.3.2.1Google Scholar
  356. 1171.
    Vgl. zum Begriff des Themas in Ergänzung zu Fn. 588: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 114, 213 ff., 267 ff.Google Scholar
  357. 1172.
    Vgl.: Lane, C., Introduction, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 16 in Bezugnahme auf Luhmann.Google Scholar
  358. 1173.
    Bereits Weber hat sich dieser Zusammenhänge in ähnlicher Weise angenommen und in Bezugnahme darauf die begriffliche Differenzierung des Verständnis- versus des Einverständnishandelns hervorgebracht. Vgl.: Wagner, G., ZfS 1994, S. 147, 152,Google Scholar
  359. 1173a.
    sowie Schmidt, G., Einverständnishandeln, in: Seltz, R. (Hrsg.), Organisation als soziales System (1986), S. 59 ff.Google Scholar
  360. 1174.
    Vgl. hierzu auch: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 52Google Scholar
  361. 1175.
    Vgl. erneut Fn. 577Google Scholar
  362. 1176.
    Vgl. hierzu erneut Abschnitt 2.2.4.3.3.2Google Scholar
  363. 1178.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 205Google Scholar
  364. 1179.
    Es hat in der Tat den Anschein, daß die durch diese beiden Differenzen konkretisierbaren Objekte des Vertrauens die Eigenschaften von Letzteinheiten annehmen, es also insgesamt nur zwei verschiedene gibt. So ist Vertrauen in Kompetenz letztlich fiktives Verstehen auf bereits aggregiertem Niveau. Schon wenn Alter irgendetwas sagt, von dem Ego nur Wortfetzen aufschnappt, unterstellt dieser dem Gesagten regelmäßig zunächst einmal eine gewisse Sinnhaftigkeit, versteht also fiktiv zumindest das, und er vertraut mithin in die „Kompetenz zur Sinnbildung“ des anderen. Auch Integrität ist bereits eine generalisierte Form, in der das benevolente Annehmen der an Verwundbarkeit geknüpften Offerte des anderen zum Standard eines stabilen Verhaltensmusters geworden ist. Wenn z. B. Mishra nach Sichtung des Schrifttums mit openness, concern, competence und reliability gleich vier Bezugspunkte vertrauender Erwartungen zugrunde legt, scheinen gemäß der hiesigen Argumentation die ersten beiden auf die Differenz von Annahme und Ablehnung, also auf das Vertrauen in das Wollen zurückführbar zu sein, die beiden anderen hingegen den Problemkreis des fiktiven (sonst gehörte openness in diese Kategorie) Verstehens zu berühren. Ähnliches könnte auf Shaws Dreiteilung in Results (Verstehen), Integrity und Concern (Annehmen) zutreffen. Die Aussage muß hier Hypothese bleiben. Insbesondere wäre noch genauer zu betrachten, inwieweit sich in Mishras und Shaws Kategorisierungen Objekte und Quellen des Vertrauens vermengen. Vgl. hierzu auch: Mishra, A. K., Organizational Responses to Crisis, in: Kramer, R. M. u. a. (Hrsg.), Trust in Organizations (1996), S. 264 ff.;Google Scholar
  365. 1179a.
    Shaw, R. B., Trust in the Balance (1997), S. 29 ff., 39 ff.Google Scholar
  366. 1180.
    Vgl.: Ripperger, T., Ökonomik des Vertrauens (1998), S. 40Google Scholar
  367. 1181.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 181Google Scholar
  368. 1182.
    Vgl. Fn. 468Google Scholar
  369. 1183.
    Vgl. Fn. 909Google Scholar
  370. 1184.
    Vgl. zu Folgendem: Wagner, G., ZfS 1994, S. 151 ff.Google Scholar
  371. 1185.
    Wagner, G., ZfS 1994, S. 152 f.Google Scholar
  372. 1187.
    Vgl. zu diesem Beispiel auch die detaillierteren Ausführungen Wagners in: Wagner, G., ZfS 1994, S. 155Google Scholar
  373. 1188.
    Vgl. hierzu insbesondere die Ausführungen von Sydow in: Sydow, J., Understanding the Constitution of Interorganizational Trust, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 44 f.Google Scholar
  374. 1188a.
    und ferner: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 42 ff., 50 ff.Google Scholar
  375. 1189.
    Vgl.: Bachmann, R., Conclusion, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 308;Google Scholar
  376. 1189a.
    Preisendörfer, P., ZfS 1995, S. 270 Fn. 17Google Scholar
  377. 1190.
    Vgl. hierzu auch: Dederichs, A. M, Vertrauen als affektive Handlungsdimension, in: Schweer, M. K. W. (Hrsg.), Vertrauen und soziales Handeln (1997), S. 64 f.Google Scholar
  378. 1191.
    Vgl. erneut Fn. 989Google Scholar
  379. 1192.
    Vgl.: Bachmann, R., Conclusion, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 308 f., 310Google Scholar
  380. 1193.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.3.2.3, insbesondere im Bereich der Fn. 673Google Scholar
  381. 1194.
    Vgl. hierzu erneut die Ausführungen in Abschnitt 2.2.4.3.3.2.3, insbesondere im Bereich der Fn. 680 Speziell Gambetta weist jedoch deutlich darauf hin, daß die Verfügbarkeit über einen vertrauensbezogenen modus operandi der Ausgangspunkt und die notwendige Bedingung zum Ausbau der vertrauensbezogenen Leistungsfähigkeit ist und bleibt. Auch wenn brauchbare Resultate erst durch Zuführung von Substanz zu erwarten sind, wird der Startpunkt in eine Vertrauensbeziehung durch das Vertrauen in das Vertrauen, also über Reflexivität und symbolische Generalisierung gesetzt. Vgl.: Gambetta, D., Can We Trust Trust?, in: Gambetta, D. (Hrsg.), Trust (1988), S. 234Google Scholar
  382. 1195.
    Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 425. Vgl. hierzu erneut die Ausführungen im Bereich der Fn. 1124Google Scholar
  383. 1196.
    Vgl. Abschnitt 3.3.1.1, insbesondere im Bereich der Fn. 1050Google Scholar
  384. 1197.
    Vgl. Abschnitt 3.1.2.2Google Scholar
  385. 1198.
    Ähnlich gelagert, wenn auch innerhalb einer grundsätzlich anderen begrifflichen Architektur, ist am Rande der Zutrauensbegriff in der empirischen Untersuchung von Apelt: „Das Zutrauen schreibt die Erfahrungen aus der Vergangenheit in die Zukunft fort.“; Apelt, M, Vertrauen in der zwischenbetrieblichen Kooperation (1999), S. 5. Auch bei Giddens findet sich ein dem Hiesigen verwandtes Zutrauensverständnis vage angedeutet. Vgl.: Giddens, A., Konsequenzen der Moderne (1996), S. 49CrossRefGoogle Scholar
  386. 1199.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.4.3Google Scholar
  387. 1200.
    Zumindest, solange kommuniziert wird.Google Scholar
  388. 1201.
    Vgl.: Lepsius, M. R., Vertrauen zu Institutionen, in: Hradil, S., Differenz und Integration (1996), S. 289Google Scholar
  389. 1202.
    Vgl. hierzu auch die Ausführungen von Lepsius, der in Lepsius, M. R., Vertrauen zu Institutionen, in: Hradil, S., Differenz und Integration (1996), S. 288 f. dieses Ineinandergreifen recht plastisch am Beispiel des Führerstaates illustriert.Google Scholar
  390. 1203.
    Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 86Google Scholar
  391. 1204.
    Vgl. hierzu: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 76Google Scholar
  392. 1205.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.2 insbesondere im Bereich der Fn. 529Google Scholar
  393. 1206.
    Man verwendet in diesem Zusammenhang auch regelmäßig und durchaus treffend den Begriff des Selbstvertrauens. Im Rahmen dieser Ausführungen wird auf diesen Terminus jedoch nicht zurückgegriffen, um unnötige Verwirrung zu vermeiden. Es geht an dieser Stelle nämlich um die Fähigkeit, das Maß an Selbstreflexion im Handeln schlechthin in einem angemessenem Rahmen zu halten. Die Autogenese von Vertrauen nach den Regeln der prudentia, welche der Begriff Selbst-Vertrauen auch bezeichnen könnte, ist an dieser Stelle nicht gemeint. Dieses Selbst-Vertrauen ist der Hochbau, nicht seine Substanz, um die es hier geht.Google Scholar
  394. 1207.
    Vgl. allgemein: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 86, S. 86 Fn. 1 in Verbindung mit S. 26 und in anwendungsnäherer Bezugnahme darauf: Nieder, P., Erfolg durch Vertrauen (1997), S. 26 f. Vgl. weiterhin aus eher psychologischer Perspektive: Krampen, G., Zur handlungs-, Persönlichkeits- und entwicklungstheoretischen Einordnung des Konstrukts Vertrauen, in: Schweer, M. K. W. (Hrsg.), Vertrauen und soziales Handeln (1997), S. 42 f., 47 f., sowie mit einführendem Blick auf das Folgende: Schottlaender, R., Theorie des Vertrauens (1957), S. 20, 23 ff.Google Scholar
  395. 1208.
    Vgl.: Höhmann H. H. u. a., Some notes on trust as a basic anthropological category, in: Höhmann, H. H. u. a. (Hrsg.), Entrepreneurial Strategies and Trust (2002), S. 14Google Scholar
  396. 1209.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.3.3Google Scholar
  397. 1210.
    Man kann hier natürlich auch postulieren, daß eine zu ausgeprägte Selbstsicherheit in eine stabile Disposition der Vertrauensverweigerung mündet, wie benevolent die Umwelt auch immer erlebt wird. Allerdings geht es hier um Selbstsicherheit in der Reflexion des Handelns, und Nicht-Vertrauen ist noch kein Handeln, sondern zunächst einmal der Wiederauftritt unfaßbarer Komplexität. Man muß dann in die Feststellung umformulieren, daß man standhaft z. B. in seinem Mißtrauen ist und kommt so in ein gänzlich verschiedenes Themenfeld. Vgl. hierzu Abschnitt 3.4.2Google Scholar
  398. 1211.
    Vgl.Fn. 1206Google Scholar
  399. 1212.
    Als Regelfall, zu welchem er erst durch natürlich auch denkbare Ausnahmen wird. Vgl.: Josephs, I. E., Vertrauen zwischen Eltern und ihren Kindern aus der Perspektive der Bindungstheorie, in: Schweer, M. K. W. (Hrsg.), Vertrauen und soziales Handeln (1997), S. 136Google Scholar
  400. 1213.
    Vgl. einführend z. B.: Schottlaender, R., Theorie des Vertrauens (1957), S. 20;Google Scholar
  401. 1213a.
    Böhme, G., Trau, schau, wem!, Die Zeit 1998, S. 45;Google Scholar
  402. 1213b.
    Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 29 f.;Google Scholar
  403. 1213c.
    Giddens, A., Konsequenzen der Moderne (1996), S. 117 ff.;Google Scholar
  404. 1213d.
    Fürstenau, P., Warum braucht der Organisationsberater eine mit der systemischen kompatible ichpsychologisch-psychoanalytische Orientierung?, in: Wimmer, R. (Hrsg.), Organisationsberatung (1992), S. 48 ff. Umfassend hierzu und die sozialen Implikationen betonend: Baier, A., Vertrauen und seine Grenzen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 55 ff.Google Scholar
  405. 1214.
    Vgl.: Abschnitt 3.3.2Google Scholar
  406. 1215.
    Vgl.: Josephs, I. E., Vertrauen zwischen Eltern und ihren Kindern aus der Perspektive der Bindungstheorie, in: Schweer, M. K. W. (Hrsg.), Vertrauen und soziales Handeln (1997), S. 136 f.Google Scholar
  407. 1216.
    Vgl.: Petermann, F., Psychologie des Vertrauens (1996), S. 51; weiterhin einführend: Runkel, G., Die Entwicklung zur Selbstreferenz (1994), S. 12Google Scholar
  408. 1217.
    Beispiel aus einem Interview mit einem Vierjährigen: „Wenn ich dem mein Spielzeug gebe, dann macht der das nicht kaputt… Der ist nicht stark genug dazu.“; Petermann, F., Psychologie des Vertrauens (1996), S. 51Google Scholar
  409. 1218.
    Beispiel aus einem Interview mit einem Studenten: „Vertrauen bedeutet, daß man wachsen muß, um seinen Freund wachsen zu lassen. Je mehr man festhält, desto weniger hat man. Du mußt Zutrauen zu Dir selbst besitzen, dann wirst Du auch Vertrauen in einer Beziehung haben.“; Petermann, F., Psychologie des Vertrauens (1996), S. 51Google Scholar
  410. 1219.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.4.3Google Scholar
  411. 1220.
    Man erkennt hier problemlos die Zuckersche Systematisierung der Vertrauensquellen wieder. In diesem Abschnitt wird das analysiert werden, was sich dort als prozeß- und eigenschaftsbasiertes Vertrauen diskutiert fand. Der nächste Abschnitt widmet sich dann dem institutionenbasierten Vertrauen. Vgl. erneut: Zucker, L. G., Research in Organizational Behavior 1986, S. 60 ff, sowie Abschnitt 3.2.2, insbesondere im Bereich der Fn. 1002Google Scholar
  412. 1221.
    Vgl. z. B.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 46, S. 46 Fn. 14; Kahle, E., Vertrauen als Voraussetzung für bestimmte Formen organisatorischen Wandels (1999), S. 10; Bouncken, R., Vertrauen — Kundenbindung — Erfolg, in: Brunn, M. (Hrsg.), Kundenbeziehungen im Dienstleistungsbereich (2000), S. 13, 19; Burchell, B. u. a., Cambridge Journal of Economies 1997, S. 224, 232; Bittl, A., Vertrauen durch kommunikationsintendiertes Handeln (1997), S. 142 ff.Google Scholar
  413. 1222.
    Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 68Google Scholar
  414. 1223.
    Aristoteles, Eudemische Ethik VII,2,1237b12, in: Grumbach, E. (Hrsg.), Aristoteles: Werke (1962), S. 70. Vgl. hierzu auch: Miller, M, Einleitung, in: Hradil, S., Differenz und Integration (1996), S. 238Google Scholar
  415. 1224.
    Vgl. erneut Abschnitt 2.2.2Google Scholar
  416. 1225.
    Auch einer Persönlichkeit mit zutrauenswürdigen Zügen sollte man eher zurückhaltend gegenüberstehen, wenn die Form ihrer Person den Role-Set trägt, den ihr z. B. die Zugehörigkeit zum gegnerischen Lager auferlegt. Mit Blick auf dieses Ineinandergreifen von Rolle und Persönlichkeit greift Luhmann recht treffend zum Stilbegriff: „Wer persönliches Vertrauen erwirbt, tauscht dem Partner gleichsam Standarderwartungen ab gegen solche, deren Erfüllung nur er als diese individuelle Persönlichkeit mit dem ihm eigenen Stil gewährleisten kann.“; Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 68. In der Inversion dieser Aussage erkennt man am Rande bereits die Umrisse des institutionellen Zutrauens.Google Scholar
  417. 1226.
    Vgl. Fn. 161Google Scholar
  418. 1227.
    Die, um das noch einmal zu betonen, nicht der Vertrauensnehmer sein muß, aber sein kann. Zutrauen in eine Person ist ein berechenbarer Faktor, der, mit anderem amalgamiert, Vertrauen in welches Objekt dann auch immer erzeugen kann. Insofern erübrigt sich auch der Verweis auf „Dritte“als reputationserzeugende Referenz, wenn man eine Person, an die ein Vertrauensobjekt, z. B. eine bestimmte Fertigkeit geknüpft ist, noch nicht hinreichend kennt. Ist das Vertrauensobjekt an die Form der Person geknüpft, die gleichzeitig Quelle der vertrauenden Erwartung ist, liegt gewissermaßen der Sonderfall vor, daß sich Reputation und Vertrauensobjekt in der gleichen Form der Person verorten. Vgl. hierzu erneut Abschnitt 3.3.3 insbesondere im Bereich der Fn. 1188.Google Scholar
  419. 1228.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 68Google Scholar
  420. 1229.
    Vgl.: Luhmann, N, Vertrauen (1989), S. 40 f.Google Scholar
  421. 1230.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 43Google Scholar
  422. 1231.
    Vgl. zur Attribution von Glaubwürdigkeit zu Personen, deren Handlungen im Zeitablauf und in unterschiedlichen Situationen konsistent sind, auch: Lindskold, S., Die Entwicklung von Vertrauen, in: Grunwald, W. u. a., Kooperation und Konkurrenz in Organisationen (1981), S. 244 ff.Google Scholar
  423. 1232.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 68. Verweise auf empirische Erkenntnisse hierzu in: Petermann, F., Psychologie des Vertrauens (1996), S. 61Google Scholar
  424. 1233.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 44Google Scholar
  425. 1234.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 30Google Scholar
  426. 1235.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.1, insbesondere im Bereich der Fn. 432Google Scholar
  427. 1236.
    Vgl. hierzu: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 69Google Scholar
  428. 1237.
    Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 69Google Scholar
  429. 1238.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 43Google Scholar
  430. 1239.
    Bachmann, R., Kooperation und Vertrauen in zwischenbetrieblichen Beziehungen, in: Hradil, S., Differenz und Integration (1996), S. 262 f.Google Scholar
  431. 1240.
    Vgl. hierzu auch einführend: Bouncken, R., Vertrauen — Kundenbindung — Erfolg, in: Bruhn, M. (Hrsg.), Kundenbeziehungen im Dienstleistungsbereich (2000), S. 7, sowie Abschnitt 3.2.2Google Scholar
  432. 1241.
    Vgl.: Bachmann, R., Conclusion, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 306Google Scholar
  433. 1242.
    Vgl. Fn. 873Google Scholar
  434. 1243.
    An dieser Stelle wird man übrigens einen Ansatzpunkt vermuten dürfen, das in der Forschung regelmäßig unterschätzte Phänomen der bindenden Wirkung des Vertrauen-Schenkens auf den Vertrauensnehmer zu verankern. Wird die Welt des Vertrauenden für den Vertrauensnehmer durch Gleichartigkeit, und hier insbesondere in den Werthaltungen, leichter erschließbar, welche bereits aus der erwiesenen Vertrauensleistung heraus nicht unwahrscheinlich ist, versteht der Vertrauensnehmer den Wert der vertrauenden Handlung für die Sozialbeziehung eher. Er kann dann besser nachvollziehen, was den anderen umtreibt und zu vertrauen veranlaßt, und daraus wiederum kann man ableiten, daß er diese Leistung eher zu würdigen weiß, als jemand, der auf weniger Gemeinsames zurückgreifen kann. Das höhere Maß an Wertschätzung mündet dann in die bindende Wirkung einer Selbstverpflichtung, Vertrauen zu würdigen und im Bedarfsfalle selbst zurückzuerweisen. Man fühlt gewissermaßen mit dem anderen, wollte selbst an dessen Stelle ja auch nicht um sein Vertrauen betrogen werden, und weiß, daß man mit dem Vertrauensbruch etwas zu verlieren hat. Vgl. hierzu: Heisig, U., Vertrauensbeziehungen in der Arbeitsorganisation, in: Schweer, M. (Hrsg.), Interpersonales Vertrauen (1997), S. 131 f.Google Scholar
  435. 1244.
    Vgl. z. B. die Ausführungen von Bierhoff u. a. in: Bierhoff, H. W. u. a., Wer vertraut wem?, in: Schweer, M. K. W. (Hrsg.), Vertrauen und soziales Handeln (1997), S. 99, ff.Google Scholar
  436. 1244a.
    Bierhoff, H. W. u. a., Wer vertraut wem?, in: Schweer, M. K. W. (Hrsg.), Vertrauen und soziales Handeln (1997), S. 102ffGoogle Scholar
  437. 1245.
    Vgl. hierzu erneut das Beispiel des „Räubernestes“in Abschnitt 3.2.2: Unter Räubern kann man weitere Bemühungen der Vertrauensbildung auf dem Wege kommunikativen Prozessierens sogleich einstellen, wenn Ego feststellt, daß Alter auch ein Räuber ist. Auch das ist ein Fortschritt in dem Bestreben, Vertrauen nur in gerechtfertigten Fällen zu leisten, also dem Hochbau Substanz zu liefern.Google Scholar
  438. 1246.
    Vgl.: Lane, C., Introduction, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 9Google Scholar
  439. 1247.
    Weber, M., Die protestantischen Sekten und der Geist des Kapitalismus, in: Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie Bd. I (1972), S. 209Google Scholar
  440. 1248.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 179 als am Rande eine der seltenen Stellen, in denen der Institutionenbegriff Erwähnung in den neueren Arbeiten Luhmanns findet. Vgl. Fn. 807. Wir können die zitierte Passage im übrigen als erstes Indiz verstehen, den Institutionenbegriff zur Diskussion und Erklärung einer spezifischen Form von Vertrauensquellen heranziehen zu können. Dazu gleich mehr.Google Scholar
  441. 1249.
    Vgl.: Baier, A., Vertrauen und seine Grenzen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 41Google Scholar
  442. 1250.
    Vgl. ähnlich: Hartmann, M, Einleitung, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 32Google Scholar
  443. 1251.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.3.2.3Google Scholar
  444. 1252.
    Vgl.: Lepsius, M. R., Vertrauen zu Institutionen, in: Hradil, S., Differenz und Integration (1996), S. 285Google Scholar
  445. 1253.
    Wenn in den folgenden Ausführungen der Institutionenbegriff verwendet wird, soll stets implizit die Möglichkeit mitgeführt werden, daß sich nicht auf ein solches Wert- und Normenkonglomerat bezogen wird, sondern auch auf eine Einzelnorm oder einen zentralen Wert, auch wenn eine solche Konstellation realiter eher die Ausnahme darstellen dürfte.Google Scholar
  446. 1254.
    Vgl. in diesem Zusammenhang auch die Ausführungen von Uebel zu den Usancen der Kapitalbeschaffung in der islamischen Welt. Durch das strenge Zinsnahmeverbot des Koran erfolgt die Kapitalbereitstellung eines „Gläubigers“ fast immer durch die risikoreichere Eigenkapitalbereitstellung. Formale Absprachen sind dabei anrüchig (denn sie lassen die eigentliche Ziel der entgeltlichen Zurverfügungstellung von Kaufkraft zu deutlich durchscheinen), und entsprechend hoch ist die Relevanz von Vertrauen in dieser Art von Transaktionen. So beruht der Verkauf der Anteilsscheine vielfach auf einem islamischen Ehrenkodex, also nach grundsätzlich gleichem Muster, wie auch von Weber beschrieben. Ein Muslim haut den anderen nicht übers Ohr, und auf dieser Gewißheit fußt die Transaktion. Vgl.: Uebel, C., Geldanlage streng nach dem Koran, Die Zeit 2002, S. 33Google Scholar
  447. 1255.
    Das ändert natürlich nichts an der für soziale Systeme existenznotwendigen Bedingung, an mindestens zwei psychische Systeme operativ gekoppelt sein zu müssen. Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.4.1Google Scholar
  448. 1256.
    Vgl. z. B.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 61; Zucker, L. G., Research in Organizational Behavior 1986, S. 63. Zusammenfassend hierzu: Lane, C., Introduction, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 12 f.; Burchell, B. u. a., Cambridge Journal of Economies 1997, S. 220 f.Google Scholar
  449. 1257.
    Vgl.: Lane, C., Introduction, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), S. 12; Bachmann, R., Conclusion, S. 314, beide in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998)Google Scholar
  450. 1258.
    Vgl: Lepsius, M. R., Vertrauen zu Institutionen, in: Hradil, S., Differenz und Integration (1996), S. 286 ff., sowie weiterhin die Ausführungen von Kahle in: Kahle, E., Vertrauen als Voraussetzung für bestimmte Formen organisatorischen Wandels (1999), S. 9Google Scholar
  451. 1259.
    Vgl. hierzu und zu Folgendem: Lane, C., Introduction, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), S. 15 ff.; Bachmann, R., Conclusion, S. 308 ff., beide in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998)Google Scholar
  452. 1260.
    Vgl. hierzu und zu Folgendem: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 50 ff.Google Scholar
  453. 1261.
    Vgl. z. B. Barber, B., The Logic and Limits of Trust (1983), S. 18Google Scholar
  454. 1262.
    Programmiert durch Beschwörungsriten, Heilige Schriften, päpstliche Bullen, Dogmen und dergleichen mehr. Vgl.: Krause, D., Luhmann-Lexikon (1996), S. 129Google Scholar
  455. 1263.
    Vgl. hierzu erneut die umfassende Übersicht von Krause in: Krause, D., Luhmann-Lexikon (1996), S. 129 f.Google Scholar
  456. 1264.
    Zur abschließenden Verdeutlichung: Man könnte ja auch in die Liebe vertrauen, weil eine bestimmte religiöse Strömung diese über alles stellt. Religiöse Wert- und Normsetzung, z. B. der Imperativ des Hinhaltens der anderen Wange, wäre dann die Quelle des Vertrauens in die Liebe als dessen Objekt. Quelle und Objekt des Vertrauens fallen hier auseinander.Google Scholar
  457. 1265.
    Vgl. die Abschnitte 2.2.4.3.3.2.3 und 2.2.4.3.4.3Google Scholar
  458. 1266.
    Vgl. Fn. 735, 807Google Scholar
  459. 1267.
    Vgl. hierzu auch noch einmal den Ausblick in Abschnitt 2.3 im Bereich der Fn. 818Google Scholar
  460. 1268.
    Vgl. erneut: Lane, C., Introduction, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), S. 15 ff.; Bachmann, R., Conclusion, S. 308 ff., beide in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998) und weiterhin: Höhmann H. H. u. a., Some notes on trust as a basic anthropological category, in: Höhmann, H. H. u. a. (Hrsg.), Entrepreneurial Strategies and Trust (2002), S. 13 f.Google Scholar
  461. 1269.
    Vgl. Abschnitt 3.3.3Google Scholar
  462. 1270.
    Vgl. Abschnitt 3.3.3, insbesondere im Bereich der Fn. 1191Google Scholar
  463. 1271.
    Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 63. Aufgrund der vorangegangenen Ausführungen kann der Begriff des Systemvertrauens mit dem hier zur Debatte stehenden Zutrauen in Institutionen gleichgesetzt werden.Google Scholar
  464. 1272.
    Vgl.: Baier, A., Vertrauen und seine Grenzen, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 81Google Scholar
  465. 1273.
    Vgl.: Simmel, G., Soziologie (1983), S. 256 ff., insbesondere S. 263 ff. in Verbindung mit Preisendörfer, P., ZfS 1995, S. 270 f. Fn. 17. Ähnlich argumentiert z. B. auch Deutsch. Vgl.: Deutsch, ML, Konfliktregelung (1976), S. 57 f.Google Scholar
  466. 1274.
    Vgl.: Lane, C., Introduction, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 15Google Scholar
  467. 1275.
    Man kann diesbezüglich unter anderem Lokalisations- und Urbanisationseffekte unterscheiden. Insbesondere aufgrund letzterer können die Mobilisierungseffekte auf den Faktor Arbeit nicht ausschließlich auf verarmte Arbeitermassen beschränkt gesehen werden. Auch bildete sich die kleinbürgerliche Kernfamilie oberhalb der sogenannten „Kragenlinie“ als massenhaftes Phänomen heraus, und vor allem auf dieses bezogen ist das Folgende einschlägig. Vgl. auch Fn. 1277 und zu den verschiedenen Facetten wirtschaftlicher Agglomerationseffekte z. B.: Maier, G. u. a., Regionalentwicklung und Regionalpolitik (1996), S. 108 ff.Google Scholar
  468. 1276.
    Vgl. zu Folgendem: Geißler, R., Die Sozialstruktur Deutschlands (1992), S. 23 f., 30, 33 ff.CrossRefGoogle Scholar
  469. 1276a.
    Vgl. zu Folgendem: Geißler, R., Die Sozialstruktur Deutschlands (1992), S. 30.CrossRefGoogle Scholar
  470. 1276b.
    Vgl. zu Folgendem: Geißler, R., Die Sozialstruktur Deutschlands (1992), S. 33 ff.CrossRefGoogle Scholar
  471. 1277.
    Den seinerzeit unzweifelhaft vorhandenen Mobilitätsdruck aufgrund blanker wirtschaftlicher Not stellen wir hier in den Hintergrund, weil es allein um die illustrative Darstellung der funktionalen Zusammenhänge geht. Mit Geißler muß sicherlich festgehalten werden, daß die kompensatorische Rolle der Bismarckschen Sozialversicherung in bezug auf die enormen Unsicherheitsmomente in jener Zeit der Umwälzungen eine eher untergeordnete Bedeutung zukam, vgl.: Geißler, R., Die Sozialstruktur Deutschlands (1992), S. 30, aber die Kompensation des Personalen durch das Institutionelle hat unzweifelhaft funktioniert, und daraufkommt es hier an.CrossRefGoogle Scholar
  472. 1278.
    Man erkennt hier nochmals deutlich das Ineinanderfließen der verschiedenen Formen des Zutrauens in eine dann amalgamierte Form des Vertrauens, was die Zugrundelegung der Formen des institutionellen und personellen Vertrauens als Differenz erneut in ein problematisches Licht taucht. Der eine zahlt vertrauensvoll in die Versicherung, weil es den Kaiser gibt, oder auch mit ehrfurchtsvollem Blick auf Bismarck. Der andere sieht allein teutonisch-sekundärtugendhafte Werte und Normen, und ein dritter hält sich an beides.Google Scholar
  473. 1279.
    Vgl. Abschnitt 3.3.2Google Scholar
  474. 1280.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 63Google Scholar
  475. 1281.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 65Google Scholar
  476. 1282.
    Vgl. erneut: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 63 f.Google Scholar
  477. 1283.
    Nicht anders zu bewerten ist das Recht zum Widerspruch bezüglich eines jeden Verwaltungsaktes der Sozialversicherung, und Webers Handlungsreisenden mögen religionsgemeinschaftsbezogene Mechanismen wie restriktive Ausschließungspraktiken nach dem Muster der Heiligen Inquisition dahingehend beruhigen, daß die durch ihn unbewertbaren und unbeeinflußbaren dortigen Verhältnisse auch morgen noch so sind wie jetzt.Google Scholar
  478. 1284.
    Vgl.: Lane, C., Introduction, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 16Google Scholar
  479. 1285.
    Vgl.: Bachmann, R., Conclusion, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 301Google Scholar
  480. 1286.
    Vgl. erneut: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 86Google Scholar
  481. 1287.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 81Google Scholar
  482. 1288.
    Vgl. hierzu erneut Abschnitt 2.2.4.3.3.1Google Scholar
  483. 1289.
    Vgl. Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 38, sowie Abschnitt 3.4.2Google Scholar
  484. 1290.
    Böhme, G., Trau, schau, wem!, Die Zeit 1998, S. 45Google Scholar
  485. 1291.
    Vgl. hierzu erneut Abschnitt 2.2.4.3.3.2.1, insbesondere im Bereich der Fn. 612Google Scholar
  486. 1292.
    In den diesbezüglichen Ausführungen des Abschnittes 2.2.4.3.3.2.1 haben wir noch mit dem Begriff des Vertrauenskapitals gearbeitet, dessen zu bezeichnende Inhalte wir mittlerweile in die Aspekte der prudential und des Zutrauens ausdifferenzieren konnten. Vertrauenskapital bezeichnet gewissermaßen die daraus amalgamierte Kategorie. Durch ein derart zugrunde gelegtes Verständnis wird der Begriff recht unpräzise, was als Begründung für seine sparsame Verwendung in diesen Ausführungen verstanden werden kann. Außerdem mag der Kapitalbegriff eine Nähe zu den Gesetzmäßigkeiten der Ökonomie suggerieren, die sich zwar hin und wieder recht gut zur Illustration verschiedener Aspekte des Vertrauensphänomens verwenden lassen mögen, man erkauft das jedoch mit der Gefahr einer konnotativen Annäherung an die Gedankenwelt der Ökonomik. Deren Nutzen wird hier auch keineswegs bestritten, vgl. Abschnitt 3.2.1, allerdings ist die theoretische Ausrichtung dieser Ausführungen eine dezidiert andere, was sich auch in einer entsprechenden Differenz in der Terminologie niederschlagen sollte.Google Scholar
  487. 1293.
    Die Zusammenhänge des Mißverstehens von Vertrauen gelten am Rande ähnlich, aber eben doch anders für ein Mißverstehen durch den Vertrauensgeber in Form der Fehlinterpretation (irgend)einer Handlung als Vertrauensenttäuschung. Löst sich in den feindlichen Linien, welchen sich der Parlamentär nähert, aus Versehen ein Schuß, wird dieser das als Vertrauensenttäuschung und im Zweifel auch gleich als Vertrauensbruch mißverstehen, weil man auf dem Wege der Kommunikation die Dinge kaum wieder zurechtrücken können wird. Da hier der Vertrauensgeber jedoch bereits ein „Zeichen erster Ordnung“ als Mitteilungshandlung mißverstanden hat, also dem Vertrauensnehmer eine Informationsselektion unterstellt, die gar nicht vorliegt, so wie der prähistorische Ego den dunklen Wolken eine götterseitige Kommunikation von Zorn, können wir diesen Fall auf die allgemeine Problematik des Verstehens von Zeichen zurückfuhren, und diesbezüglich auf Abschnitt 2.2.4.3.3.2.1, insbesondere im Bereich der Fn. 612 verweisen. Das Problem des (Miß-)verstehens von Semantiken über „Zeichen zweiter Ordnung“ interessiert in diesem Fall noch gar nicht. Serviert hingegen der Barkeeper wortlos das Getränk, teilt er die Selektion „Du brauchst jetzt nicht zu bezahlen.“ mit. Es herrscht darüber Einigkeit, daß kommuniziert wird, auch wenn der Gast „Du brauchst überhaupt nicht zu bezahlen.“ versteht und deshalb in der Kommunikaton kein Zeichen (zweiter Ordnung) für die Semantik des Vertrauens erkennen kann, und dieses speziellere Problemfeld ist hier von Interesse.Google Scholar
  488. Bleibt anzumerken, daß der Vertrauensgeber auch eine Handlung als Vertrauensenttäuschung auffassen kann und dann dessen “Mißverstehen zweiter Ordnung“ über die Semantik vorliegt, wie oben unter genau anderen Vorzeichen dargestellt. In den feindlichen Linien schwingt jemand die Waffe, um den Parlamentär zu begrüßen, dieser fühlt sich angegriffen und sieht sein Vertrauen enttäuscht. Nach gleichem Muster wie oben wird Kommunikation im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Dinge richten müssen, weshalb die Zusammenhänge hier nicht weiter ausgeführt werden. Da Kommunikation eine differenzlose Kategorie ist, die sich erst in der Mitteilungshandlung asymmetrisiert, kann man sich darauf beschränken, Phänomene des Verstehens, die erst in der Asymmetrisierung „doppelt“ und gewissermaßen spiegelverkehrt auftreten, Stichwort: Macht und Unterwerfung, an einer Seite zu erklären, denn eigentlich mißversteht sich nur die Kommunikation selbst über ihre Semantik des Vertrauens.Google Scholar
  489. 1294.
    Vgl. hierzu: Kahle, E., Kognitionswissenschaftliche Grundlagen von Selbstorganisation (1995), S. 14 ff.Google Scholar
  490. 1295.
    „The mafioso himself [als Person in dieser Organisation] has an interest in regulated injections of distrust into the market to increase the demand for the product he sells — that is, protection.“; Gambetta, D., Mafia: the price of distrust, in: Gambetta, D. (Hrsg.), Trust (1988), S. 173. Vgl. hierzu auch S. 158 dieser Quelle.Google Scholar
  491. 1296.
    Auf dieser Ebene findet sich auch das vielzitierte Auseinanderfallen von Recht und Gerechtigkeit. Der Richter spricht unabhängiges Recht, und er sieht als Richter deshalb gar nicht, daß der Kläger oder der (sich selbst gestellt habende) Angeklagte sich dessen Gewalt vertrauensvoll ausliefert, indem er daran den Anspruch knüpft, subjektive Gerechtigkeit zu erfahren. Kommt es dann im Urteil anders, ist das eine Vertrauensenttäuschung wie von Bärbel Bohley geäußert, vgl. Fn. 1258. Man kann das Rechtssystem aber darum sowenig wie die Leitlinien der Exekutive ändern, und man darf das auch gar nicht, will man dessen Unabhängigkeit gewahrt wissen. Deshalb weichen Recht und Gerechtigkeit aus guten Gründen regelmäßig voneinander ab, und das Zutrauen in die Institution des Rechtes speist sich allein aus der „zufällig“erlebten Dekkung beider Kategorien, ohne daß es dem Rechtssystem um ein Wollen der Vertrauensannahme überhaupt gehen darf. Man würdigt mit seinem erworbenen Zutrauen in den vermeintlich vom Rechtssystem verfolgten Wert der Gerechtigkeit etwas, was zufällig der Normverfolgung entspricht. Daß das Vertrauen in die Gerechtigkeit des Rechts aufgrund des Zutrauens in den dort vermuteten Wert der Gerechtigkeit regelmäßig (nicht: massenhaft) enttäuscht wird, ist ein Zeichen für das Funktionieren dieses Systems und ein solches Vertrauen ein eher schlechter Ratgeber, wenn es um die Frage geht, vor Gericht zu ziehen oder nicht. Man ist besser beraten, auf die Rechtmäßigkeit des gesprochenen Rechtes zu vertrauen. Kommt es hier zu Vertrauensenttäuschungen, z. B. weil eine empfundene Gerechtigkeitslücke nicht über Rechtswege auf ihre Rechtmäßigkeit untersucht werden kann, dem Rechtssystem also das Wollen dazu fehlt, ist das dann in der Tat ein Alarmsignal. Vgl. hierzu die eindrückliche Schilderung von Lepsius in: Lepsius, M. R., Vertrauen zu Institutionen, in: Hradil, S., Differenz und Integration (1996), S. 283 ff., sowie Fn. 1086Google Scholar
  492. 1297.
    Exkulpation versuche beziehen sich denn auch regelmäßig auf einen Defekt im Wissen als auf einen im Wollen. Vgl.: Ziegler, R, Interesse, Vernunft und Moral, in: Hradil, S., Differenz und Integration (1996), S. 251Google Scholar
  493. 1299.
    Diese Stelle scheint geeignet, auf ein zentrales Credo im Luhmannschen Gedankengebäude noch einmal deutlich hinzuweisen, wonach die Autopoiesis der Kommunikation, einmal in Gang gekommen, extrem stabil ist. Die Kommunikation hält reichlich Möglichkeiten bereit, um weiter kommunzieren zu können, auch wenn es einmal kritisch wird. Von zentraler Bedeutung ist hierbei, und das bereitet Kommendes vor, daß sie „sowohl den Jakurs als auch den Neinkurs wählen kann“: Sollten nämlich alle Stricke reißen, kann man sich immer noch mißtrauen und auf Basis dieses Minimums kommunizieren. Die Autopoiesis „[…] ist nicht leicht zu gefährden. Autopoietische Systeme sind extrem stabil. Dadurch, daß sie sowohl den Jakurs als auch den Neinkurs wählen können, sind sie noch stabiler. Variabel ist die Komplexität des Systems, die Größe des Systems, die Zahl der möglichen Sätze, die man sprechen kann, der Bereich dessen, was zumutbar ist. Ein System kann schrumpfen oder expandieren im Bereich dessen, was unter der Bedingung von Autopoiesis kommuniziert werden kann. Aber die Erhaltung der Autopoiesis selbst […] ist normalerweise kein so großes Problem. Die eigentliche Frage ist: Wie groß ist das Kommunikationsvolumen, die Komplexität der Kommunikation?“; Luhmann, N., Fragen an Niklas Luhmann (Interview), in: Königswieser, R. u. a. (Hrsg.), Das systemisch-evolutionäre Management (1992), S. 106Google Scholar
  494. 1300.
    Nicht: Zu vergessen! Alles Gesagte schwingt im basso continuo der Selbstreferenz mit; gewissermaßen wie in einem großen Aktenarchiv. Die Autopoiesis der Kommunikation kann sich auf ihrer Wanderung zwischen den Horizonten allenfalls von Bestimmtem entfernen. Wenig teilt im übrigen die Information „Ich verzeihe Dir!“und ein entsprechendes Zu-den-Akten-Legen eindeutiger mit, als die Phrase „Vergessen wir’s!“Vertrauensenttäuschungen mögen schnell vergeben werden, selten jedoch sind sie vergessen, sondern leben fort als,,[…]historisch sich summierende[…] Enttäuschungen.“; Böhme, G., Trau, schau, wem!, Die Zeit 1998, S.45Google Scholar
  495. 1301.
    Der GRIT-Ansatz (graduated and reciprocated initiatives in tension reduction) wurde im Kalten Krieg entwickelt, um in der Mißtrauensatmosphäre zwischen den Supermächten zumindest so etwas wie Zutrauen dahingehend zu schaffen, daß man grundsätzlich kooperationswillig ist. Vgl. zu Folgendem: Lindskold, S., Die Entwicklung von Vertrauen, in: Grunwald, W. u. a., Kooperation und Konkurrenz in Organisationen (1981), S. 241 ff., 261 ff. Eine Randbemerkung hierzu: Auf den Seiten 247 ff. wird unter Punkt 6 ein interessanter Aspekt die Inkommunikatibilität von Vertrauen betreffend angesprochen.Google Scholar
  496. 1302.
    Jedoch liegt den Maßnahmen des GRIT-Konzeptes eine weniger restriktive Reziprozitätsannahme als den klassischen spieltheoretischen Ansätzen zugrunde. Im Einklang damit haben ja auch wir weiter oben festgestellt, daß die Dinge gerade dann besonders interessant werden, wenn man die Bedeutung der Reziprozität in der Vertrauensbeziehung in den Hintergrund rückt. Vgl. hierzu: Lindskold, S., Die Entwicklung von Vertrauen, in: Grunwald, W. u. a., Kooperation und Konkurrenz in Organisationen (1981), S. 259 ff., sowie Abschnitt 3.2.2Google Scholar
  497. 1303.
    Wiese weist darauf hin, daß der Erfolg einer Strategie mit grundsätzlicher Kooperationsbereitschaft von den in ihrer spieltheoretischen Modellierung gewählten Auszahlungen abhängt. Es kann gelegentlich durchaus sinnvoll sein, sofort zu defektieren. Vgl.: Wiese, H., KZfSS 1994, S. 75 f. Dies nur als Hinweis, um zu vermeiden, daß um die Strategie des grundsätzlichen Kooperierens herum gewissermaßen eine doktrinäre Aura absoluter Unumstößlichkeit entsteht. Es gibt funktionale Äquivalente.Google Scholar
  498. 1306.
    Vgl.: Lindskold, S., Die Entwicklung von Vertrauen, in: Grunwald, W. u. a., Kooperation und Konkurrenz in Organisationen (1981), S. 270Google Scholar
  499. 1307.
    In begrifflicher Anlehnung an das in der volkswirtschaftlichen Wachstumstheorie von Harrod und Domar postulierte Gleichgewichtsverhalten des knife-edge-growth, wonach eine einmalige Abweichung vom gleichgewichtigen Wachstumspfad in einen von der Findung eines neuen Ruhepunktes wegführenden Selbstverstärkungsprozeß mündet. Vgl. hierzu einführend: Kromphardt, J. u. a., Wachstumstheorie, in: Verlag Dr. Th. Gabler (Hrsg.), Gabler Wirtschaftslexikon (1997), S. 4263, 4266 f.Google Scholar
  500. 1308.
    Vgl. z. B.: Sydow, J., Understanding the Constitution of Interorganizational Trust, in: Lane, C. u. a. (Hrsg.), Trust Within and Between Organizations (1998), S. 38Google Scholar
  501. 1309.
    Vgl. erneut: Fn. 1299Google Scholar
  502. 1310.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 85, 78 ff.Google Scholar
  503. 1311.
    Der Strategiebegriff wird hier mit Luhmann bezüglich denkbarer exakter Inhalte etwas leger gehandhabt. Es reicht, ihn hier im Sinne eines bestimmten, wiederholbaren Handlungsmusters ganz grob in der inhaltlichen Nähe zu dem zu begreifen, was der Begriff Semantik bezeichnet. Nicht weit entfernt von diesem Verständnis wird er später mit Mintzberg auf ein Verständnis als „Muster in einem Strom von Handlungen“hin präzisiert werden. Vgl. Fn. 2321Google Scholar
  504. 1312.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 180 f.Google Scholar
  505. 1313.
    Vgl. hierzu und zu Folgendem: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 78Google Scholar
  506. 1315.
    Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 78Google Scholar
  507. 1316.
    Vgl.: Lindenberg, S., Journal of Management and Governance 2000, S. 12Google Scholar
  508. 1317.
    Eine recht plastische Vorstellung von diesem Nichts der „Formlosigkeit“, aus dem sich die Formen des Vertrauens und des Mißtrauens in gleicher Weise herausheben, vermittelt Luhmann in seinen Ausführungen zur Form „Person“: „Durch ‘Markierung’ wird das für die weitere Kommunikation hervorgehoben und bereitgestellt, was interessant […] ist — eben die Person. Anderes bleibt auf der unmarkierten Seite, weil man nicht erwartet, daß dies zum Gegenstand von Kommunikation wird. Daher ist das, was zur Unperson gehört, ebenso unbestimmt wie die Unmasche beim Stricken oder das Unloch beim Billard.“; Luhmann, N., Soziale Welt 1991, S. 170 f.Google Scholar
  509. 1318.
    Vertrauen und Mißtrauen werden hier als funktionsäquivalent diskutiert. Woran liegt es dann eigentlich, daß man geneigt ist, bedauernd von einem Zerfall des Vertrauens und befriedigt von einem Überwinden des Mißtrauens zu sprechen? Vertrauen als überwunden anzusehen und den Zerfall von Mißtrauen zu bedauern scheint befremdlich. Dies weist, auch wenn die im Folgenden gegeneinander abzugrenzenden funktionalen Spezifika derartiges sprachliches Differenzieren teilweise rechtfertigen werden, auf eine implizite emotionale Wertung beider Mechanismen hin. Unreflektiert kann diese in etwas münden, was man in Anlehnung an Kern als „Vertrauensromantik“bezeichnen könnte und was einen erfolgreichen gestalterischen Umgang mit Vertrauen möglicherweise zu erschweren vermag. Umso wichtiger ist hier das Durchhalten einer consequent äquivalenzfunktionalistischen Perspektive. Vgl. hierzu einführend auch: Kern, H., Vertrauensverlust und blindes Vertrauen, in: Hradil, S., Differenz und Integration (1996), S. 272 f., 279 ff.Google Scholar
  510. 1319.
    Hartmann zitiert zur Illustration dieses Zusammenhanges die Shell-Jugendstudie 2000 wie folgt: „In den neuen Bundesländern haben sie [die nichtstaatlichen Organisationen] [Anmerkung von Hartmann C. M.] erdrutschartig an Vertrauen verloren. Die Jugendlichen lassen sie links liegen, weil sie meinen, sie hätten nichts mit ihrem gegenwärtigen und zukünftigen Leben zu tun.“; Deutsche Shell (Hrsg.); Jugend 2000 Band 1 (2000), S. 16, zit. in: Hartmann, M., Einleitung, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 33 Fn. 42. Konsequenz ist hier dann im Zweifel das Aufhören von Kommunikation aus Gründen einer empfundenen Unwahrscheinlichkeit ihres Erfolges.Google Scholar
  511. 1320.
    Vgl: Kahle, E., Konkurrenz oder Kooperation, in: Fritzsche, A. u. a. (Hrsg.), Wirtschafts- und Sozialpolitik (1999), S. 52. Kahle weist dort dem Annahmemechanismus des Vertrauens eine zentrale funktionale Bedeutung in Sozialsystemen zu, welche nach Merkmalen eines Netzwerkes aufgestellt sind. Wir kommen auf diesen Gedanken in Abschnitt 5.2.5.1 zurück. Vgl. hierzu auch erneut Fn. 543.Google Scholar
  512. 1321.
    Vgl.: Gambetta, D., Can We Trust Trust?, in: Gambetta, D. (Hrsg.), Trust (1988), S. 234Google Scholar
  513. 1322.
    Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 79Google Scholar
  514. 1323.
    Vgl. ähnlich: Gambetta, D., Can We Trust Trust?, in: Gambetta, D. (Hrsg.), Trust (1988), S. 233 f.Google Scholar
  515. 1324.
    Was natürlich nicht ausschließt, mit dieser, vielleicht um einen drohenden Unterton angereicherten Mitteilungshandlung anderes, z. B. die Information „Sei mir bloß treu!“mitteilen zu können. Die Kommunikation basierte diesenfalls auf einer Melange aus Macht und Vertrauen.Google Scholar
  516. 1325.
    Genaugenommen „versucht“natürlich die Kommunikation dieses, aber der Aspekt der Entsubjektivierung in der Theorie autopoietischer sozialer Systeme erscheint hinreichend expliziert und vermittelt, vgl. Abschnitt 2.2.4.3.3 und Fn. 1293, so daß man hier auf Kosten der Akkuratesse einmal etwas plastischer formulieren dürfen wird.Google Scholar
  517. 1326.
    Auch hier sei ein kleine Ungenauigkeit erlaubt. Genau wie es im Falle des Vertrauens wäre, vgl. Abschnitt 3.3.3, ist das Objekt des Mißtrauens Desdemonas freies Wollen. Man kann also auch Mißtrauen zwar auf Personen und Systeme beziehen, jedoch genau wie oben diese Differenz nicht sauber durchhalten. Wer weiß schon, was Desdemona zur Untreue bewegt: Die Liebe zu jemand anderem oder vielleicht doch eher ständige und allseitige Drangsalierungen, gespeist aus latentem Rassismus in der venezianischen Gesellschaft?Google Scholar
  518. 1327.
    Die besondere Brisanz von Fällen wie Eifersucht wird von diesem dabei gewissermaßen als „üblicher Spezialfall“der positiven Erwartung nachteiligen Handelns erkannt. Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 79. Mißtrauen kann sich schließlich auch durch eine negative Erwartung vorteilhaften Handelns äußern, z. B. wenn Ego fest davon ausgeht, daß Alter wieder einmal Egos Geburtstag vergessen wird. Ego wird sich in diesem Fall erst dann auf Geschenke freuen, wenn er sich hinreichende Sicherheit erarbeitet hat, daß es dieses Mal tatsächlich einmal anders kommen wird, als all die Jahre davor. In beiden Fällen jedoch agiert Ego unter der zugespitzen Prämisse einer negativen, weil für ihn schadhaften Resonanz auf sein Sein und Tun, weshalb man diese Spielarten zusammengefaßt betrachten kann.Google Scholar
  519. 1328.
    Vgl. hierzu auch Petermanns auf Rotter bezogene Skizzierung bereits angeklungener psychologischer Hintergründe in: Petermann, F., Psychologie des Vertrauens (1996), S. 55Google Scholar
  520. 1329.
    Man kann hier noch kürzer springen und sagen, daß Mißtrauen bereits mit der Kommunikation „Ich traue Dir nicht! Du wirst mich während meiner Abwesenheit betrügen.“erzielt hätte, daß Kommunikation kommuniziert. Das wäre dann allerdings eher ein herausgeschobenes Ende der kommunikativen Intimbeziehung, welche dann abbricht oder auf Macht oder Recht oder Geld umschaltet. Tut sich nämlich weder informationsnoch vertrauensbezogen etwas, scheitert die Beziehung hier an ihrem Mißtrauen. Warum sollte Othello die Beziehung auch als Intimbeziehung aufrechterhalten? Mißtrauen als Handlungsgrundlage braucht zwingend Informationen, denn sie kann nichts überziehen.Google Scholar
  521. 1330.
    Vgl. die Abschnitte 2.2.1 ff.Google Scholar
  522. 1331.
    Natürlich (gerade) nicht wahrnehmungsbezogen oder gar faktisch. Für ein Zurückweichen vor Komplexität und Kontingenzen gilt nicht weniger, als für einen intelligent gestalteten Umgang damit, daß jene dadurch nicht „aus der Welt“geschaffen werden. Vgl: Abschnitt 2.2.1Google Scholar
  523. 1332.
    Vgl. hierzu am Rande auch: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 87. Dort wird dem Hiesigen entsprechend von einer Verarbeitung der Differenz von Annahme und Ablehnung im Widerspruch des Vertrauens gesprochen.Google Scholar
  524. 1333.
    Die Handhabung der Differenz des Verstehens/Nicht-Verstehens ist im Mißtrauen möglich. Da Mißtrauen anders als Vertrauen kein „fiktives Verstehen“kennen kann, sondern alles informationsbezogen unterfuttert, ist vielmehr zu überlegen, ob in dieser Differenz die funktionale Stärke der Strategie des Mißtrauens liegen könnte.Google Scholar
  525. 1334.
    Ohne daß dieser Gedanke hier vertieft werden kann, erkennt man in dem, was auch dem Mißtrauischen zu handeln erlaubt, die Merkmale von totalitären Strukturen und Führerstaaten. „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“, hieß es denn auch bei Lenin. Vgl. hierzu z. B. Krystek, U. u. a., Planung und Vertrauen (1993), S. 2Google Scholar
  526. 1335.
    Vgl. hierzu: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 82 f., sowie zur self-fulfilling-prophecy allgemein weiterhin Watzlawick, der betont, daß die angenommene Fraglosigkeit des Eintretens einer Vorhersage, Prognose oder dergleichen zu jenen Gegenmaßnahmen veranlaßt, welche dann den Eintritt der Vorhersage erzeugen. Vgl.: Watzlawick, P., Verschreiben statt Verstehen als Technik von Problemlösungen, in: Gumbrecht, H. U. u. a. (Hrsg.), Materialität der Kommunikation (1988), S. 880 f. Man kann in der apriorischen Unterstellung einer Schädigung, dem Zuspitzen ins Negative durch den Mißtrauischen, ebendiese Fraglosigkeit wiedererkennen.Google Scholar
  527. 1336.
    Das Phänomen erinnert an die in Überlegungen zur fraktalen Geometrie gewonnene Erkenntnis, daß z. B. die Frage „Wie lang ist die Küste Englands?“nicht abschließend beantwortet werden kann, weil mit zunehmend detaillierterer Messung die Küstenlinie sich als immer filigraner und „verschlängelter“herausstellt: „Die Länge einer Küstenlinie erweist sich als ein undefinierbarer Begriff, der einem durch die Finger gleitet, wenn man ihn fassen will. Alle Meßmethoden fuhren letztlich zu dem Schluß, daß die Länge einer typischen Küstenlinie sehr groß und so schlecht bestimmt ist, daß sie am besten als unendlich angesehen wird.“; Mandelbrot, B. B., Die fraktale Geometrie der Natur (1987), S. 37 ff. In einen vergleichbaren Strudel begibt sich auch der Mißtrauische, der durch Informationen zu absoluter Sicherheit gelangen will. Erneut also erweist sich die Kategorie der Sicherheit als „Leerbegriff“und fiktives Konstrukt. Vgl. hierzu auch erneut Abschnitt 3 und 3.1.2, sowie Fn. 913Google Scholar
  528. 1337.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 79Google Scholar
  529. 1338.
    Vgl. wiederum Fn. 1299Google Scholar
  530. 1339.
    Oder, wie oben dargestellt, auch ganz zusammenbricht. Jedenfalls verstärkt Vertrauen sich nicht bis in pathologische Dimensionen hinein endlos selbst.Google Scholar
  531. 1340.
    Vgl.: Shaw, R. B., Trust in the Balance (1997), S. 28Google Scholar
  532. 1341.
    Vgl.: Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 180Google Scholar
  533. 1342.
    Vgl. zu Spencer Browns Konzepten der Konfirmation und Kondensation erneut den Abschnitt 2.2.4.3.1.Google Scholar
  534. 1343.
    Um Mißverständnissen vorzubeugen: Die Semantik des Mißtrauens kann sich nur nicht prozessualselbstreferentiell in Anwendung auf sich selbst verstärken. Der Weg der Kondensation und Konfirmation, also gewissermaßen das bloße Aufsummieren angewandten Mißtrauens im Zuge der Kommunikation ist, schon wegen dessen self-fulfilling prophecy, natürlich möglich und formt so bekanntlich nicht wenige Personen und Persönlichkeiten. Mißtrauen verstärkt und generalisiert sich in Anwendung auf seine Objekte, deshalb kann man auch mißtrauen, weil andere mißtrauen, aber es verstärkt sich nicht in Anwendung auf sich selbst.Google Scholar
  535. 1344.
    Vgl. erneut: Gambetta, D., Can We Trust Trust?, in: Gambetta, D. (Hrsg.), Trust (1988), S. 233. Am Rande bemerkt gilt das für Vertrauen nicht weniger.Google Scholar
  536. 1345.
    Vgl. zu den Einzelheiten z. B. Kromrey, H., Empirische Sozialforschung (1994), S. 33 ff.CrossRefGoogle Scholar
  537. 1346.
    Im übrigen zerstört es das, worüber es Gewißheit erlangen will. Wohl wenig gefährdet eine Liebe mehr, als Nachspionieren: „Gerade die Liebe ist nur ein Gast. Sie kommt nur, wenn sie nicht muß. Man kann ihren Besuch nicht fordern, nicht erzwingen, nicht erhalten. Liebe ist ein Kind der Freiheit. Alle Absicherungsversuche, Verträge, Verpflichtungen sind Liebestöter. [Meine Hervorhebung C. M.]“; Königswieser, R., Gelassenheit, in: Königswieser, R. u. a. (Hrsg.), Das systemisch-evolutionäre Management (1992), S. 257Google Scholar
  538. 1347.
    Funktional gesehen! Nicht unbedingt aus Perspektive ethischer Prinzipien, wie denen des Friedens und der Harmonie zwischen den Menschen.Google Scholar
  539. 1348.
    Konfliktsysteme gelten als parasitär, weil sie die Ressourcen des Systems, aus dem sie sich entwickeln, absorbieren. Dies deshalb, weil Konflikte auf das „Nein!“eines kommunizierten Widerspruchs reagieren, indem sie in einem widerspruchsbedingt unbestimmtem Moment auf das Nein als solches reagieren, ohne daß, wie oben dargelegt, vgl.: Abschnitt 3.3.1.1 f., das Ereignis genutzt wird, die Erwartungsstrukturen des „Wirtssystems“zu hinterfragen. Dies wiederum, weil der Widerspruch entgegen Fn. 1068 eben nicht mehr genug Form hat, um die Anschlußfähigkeit sinnhaftem Prozessierens noch zu garantieren. Es bleibt dann nur das Nein, und das führt die doppelte Kontingenz dann in die Form einer doppelten Negation: „Ich tue nicht, was du willst, wenn du nicht tust, was ich will“, also mit Luhmann gewissermaßen in das Muster eines „Mir nützt, was dir schadet.“, und das klingt schon sehr nach Rosenkrieg. Vgl. hierzu: Fn. 1058 und 1091; Luhmann, N., Soziale Systeme (1984), S. 531 ff.; Corsi, G., Konflikt, in: Baraldi, C. u. a., GLU (1998), S. 97 ff.Google Scholar
  540. 1349.
    Vgl. hierzu auch: Hartmann, M., Einleitung, in: Hartmann, M. u. a. (Hrsg.), Vertrauen (2001), S. 33Google Scholar
  541. 1350.
    Hobbes, T., Naturrecht und allgemeines Staatsrecht in den Anfangsgründen (1926), S. 70Google Scholar
  542. 1351.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 80Google Scholar
  543. 1352.
    Um Mißverständnissen vorzubeugen: Es geht hier um das symbolisch generalisierte Medium der Wahrheit, das Alter und Ego in der Kommunikation dem gegenseitigen Erleben symbolisch unterstellen, so wie der Mächtige und der Unterworfene das Medium der Macht. Wahrheit schematisiert das Wissenschaftssystem. Hier unterstellt man, programmiert durch Methoden und Theorie, einander Wahrheit und nimmt darum Kommunikation an. „Und so, wie die Luft sich als akustisches Medium nur eignet, wenn sie selbst keine Geräusche macht bzw. sich als Form nur eignet, wenn sie Geräusche macht, und dann zum Beispiel Wind heißt, so ist auch die Wahrheit nur ein Medium, wenn sie unbemerkt bleibt und nicht selbst störende Geräusche macht — etwa in der Form als religiös offenbarte Wahrheit.“; Luhmann, N., Die Wissenschaft der Gesellschaft (1990), S. 185 f. Man kann hier verdeutlichend und in Anlehnung an ein Beispiel Weicks auch anmerken, wie ungeeignet das (Verstehens-)Medium der Pantomime zur Darstellung der Form „Pantomime“ist, weil sie als Medium hier nicht unbemerkt bleiben kann. Vgl.: Weick, K. E., Der Prozeß des Organisierens (1995), S. 212 In bezug auf obiges Beispiel ist also nicht etwa gemeint, durch Bankkarte oder ähnliches zu beweisen, daß es wahr ist, daß man kontoberechtigt ist. Vielmehr nimmt man unter diesem Leitcode wie immer (Miß-)verstandenes als wahr an. Dieses illustriert die Ungeeignetheit des Mediums in diesem Fall. Vgl. hierzu einführend: Krause, D., Luhmann-Lexikon (1996), S. 37 f., 180. In Abschnitt 3.4.2 werden zum Medium der Wahrheit noch einige Worte fallen.Google Scholar
  544. 1353.
    Es wäre hier an Bestechung zu denken.Google Scholar
  545. 1354.
    Die Mechanismen stehen natürlich ethisch gleichberechtigt nebeneinander. Allein ihre jeweilige funktionale Eignung ist Maßstab einer Differenzierung. Vgl. erneut: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 94 ff. und ferner: Schottlaender, R., Theorie des Vertrauens (1957), S. 7Google Scholar
  546. 1355.
    Das muß jedoch nicht immer so sein. In abgelegenen dörflichen Gemeinschaften mag es nichts Absurderes geben, als sich zu mißtrauen. Mißtrauen ist kein status naturalis wie die Gleichgültigkeit, sondern eine semantische Ordnungsleistung, die erst einmal geschaffen werden muß.Google Scholar
  547. 1356.
    Vgl. erneut Fn. 664Google Scholar
  548. 1357.
    Vgl. Abschnitt 2.2.4.3.3.2.3 und ferner Fn. 1352Google Scholar
  549. 1358.
    Vgl. hierzu z. B: Bahr, P., Grundzüge des bürgerlichen Rechts (1995), S. 16, 20Google Scholar
  550. 1359.
    Vgl. hierzu z. B: Bahr, P., Grundzüge des bürgerlichen Rechts (1995), S. 135 f.Google Scholar
  551. 1360.
    Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 102Google Scholar
  552. 1361.
    Vgl: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 99, 102Google Scholar
  553. 1362.
    Vgl: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 104Google Scholar
  554. 1363.
    Vgl.: Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 104Google Scholar
  555. 1364.
    „Einheit der Annahme“muß in diesem Bild natürlich aus dem Sozialen auf die Differenz des Wettgegenstandes übertragen werden. Es wird dann aus der Differenz gewinnen/verlieren die Einheit des Gewinnens.Google Scholar
  556. 1365.
    Vgl. Abschnitt 3.1.1 f.Google Scholar
  557. 1366.
    Vgl. Abschnitt 3.1.2.1 f.Google Scholar
  558. 1367.
    Vgl. Abschnitt 2.2Google Scholar
  559. 1368.
    Vgl. Abschnitt 3.2Google Scholar
  560. 1369.
    Vgl. Abschnitt 3.3.1Google Scholar
  561. 1370.
    Vgl. Abschnitt 3.3.2Google Scholar
  562. 1371.
    Vgl. Abschnitt 3.3.3Google Scholar
  563. 1372.
    Vgl. Abschnitt 3.3.4Google Scholar
  564. 1373.
    Vgl. Abschnitt 3.4.1Google Scholar
  565. 1374.
    Vgl. Abschnitt 3.4.2Google Scholar
  566. 1375.
    Was nicht bedeutet, daß der Vertrauende nicht auch aus dieser Strategie selbst heraus auf Informationssuche gehen kann. Wir haben das oben anhand der Differenz von prediction und calculation analysiert. Vgl. Abschnitt 3.2.1Google Scholar
  567. 1376.
    Luhmann, N., Vertrauen (1989), S. 68Google Scholar

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© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005

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