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Shareholder-Ansatz der Personalwirtschaftslehre: Die kapitalgeleitete Unternehmenskonzeption als Basis ökonomischer Orientierung

  • Jürgen Grieger
Part of the nbf neue betriebswirtschaftliche forschung book series (NBF, volume 326)

Zusammenfassung

Der Shareholder-Ansatz der Personalwirtschaftslehre ist durch Interessenmonismus bestimmt. Seine theoretische Prägung erhält er in erster Linie durch die Mikroökonomik. Interessenmonismus drückt sich in finanzwirtschaftlich formulierten Shareholder Value-Konzepten aus, die auf die Steigerung des Residualeinkommens der Eigentümer von Unternehmungen zielen. Als Norm der finanzwirtschaftlichen Unternehmensführung und Methode der wertorientierten Planung bewertet der Shareholder Value alternative Investitionsprogramme und impliziert die Konzentration auf das Kerngeschöft sowie die systematische Restrukturierung des Unternehmens mit dem Ziel der Maximierung der Wertbeiträge der Unternehmensteile. Die Unternehmung wird verstanden als ein Geflecht von Verträgen; ihr Ziel ist die Maximierung des Marktwertes der residualen Ansprüche. Die Zusammenführung von Wert- und Personalmanagement erfolgt durch Fokussierung auf die Beiträge der Personalwirtschaft zu den wirtschaftlichen Untemehmenszielen bei nachrangiger Betrachtung aller übrigen Ansprüche (Kap. 7.1). Zu den Grundlagen des Shareholder-Ansatzes der Personalwirtschaftslehre gehören finanzwirtschaftliche Kalküle, mit denen durch die analytische Gleichstellung von Kapital und Humankapital der Wertbeitrag des Personals abgebildet wird. Zu den Grundprinzipien personalwirtschaftlicher Gestaltung gehören einerseits die Herstellung von Anreizkompatibilität des Instrumentariums und andererseits die Erzeugung von ‘Fit’ zwischen Personalstrategie und Unternehmensstrategie sowie die Konfiguration und Ausrichtung personalwirtschaftlicher Systeme auf den Unternehmenserfolg. Die interessenmonistische Ausrichtung der Personalwirtschaft auf den Shareholder Value bedingt die finanzwirtschaftliche Funktionalität des Instrumentariums.

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© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

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  • Jürgen Grieger

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