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Rationalitätsprobleme der Personalwirtschaftslehre: Funktionale und institutionelle Perspektiven

  • Jürgen Grieger
Part of the nbf neue betriebswirtschaftliche forschung book series (NBF, volume 326)

Zusammenfassung

In diesem Kapitel werden theoretische Ergänzungen und Erweiterungen entwickelt, die der Beurteilung der ökonomischen Orientierung der Personalwirtschaftslehre dienen. Zu diesem Zweck werden drei die personalwirtschaftliche Rationalitätsproblematik betreffende Grundsatzfragen diskutiert Die erste Grundsatzfrage bezieht sich auf das Verhältnis von Legitimation und Rationalität. Ihre Erörterung knüpft an Personalentscheidungen an, deren Legitimation sich an sozialtechnologischer Machbarkeit orientiert. Dies bedeutet Orientierung an Zweck- Mittel-Rationalität, impliziert die Setzung von Zwecken und drückt sich in Verfahren und Verfahrensregeln sowie in ‘Denkinstrumenten’ und Begründungen der Zweckerreichung durch Mittelentscheidungen aus. Mit Blick auf‘ausgeblendete’ Rationalitäten und deren Wirkungen stellt sich jedoch die Frage, ob an ökonomischer Zweck-Mittel-Rationalität orientierte Erklärungen eine hinreichende Basis der Legitimation personalwirtschaftlicher Entscheidungen bilden können. Deren kritische Reflexion zeigt, dass Überlegungen zum Verhältnis von Legitimation und Rationalität stärker das Spannungsfeld unterschiedlicher Rationalitäten ausleuchten müssten, um einem idealisierten Verständnis von Rationalität vorzubeugen (Kap. 4.1). Die zweite Grundsatzfrage betrifft einen unter Erfolgsgesichtspunkten notwendigen Rekurs auf das zentrale Problem der Personalwirtschaft, das in funktionaler Perspektive die Transformation von Arbeitsvermögen in Arbeit betrifft. Hiermit ist sozusagen der Anspruch verbunden, die traditionelle Produktivitätsorientierung der Personalwirtschaftslehre zu erfassen — allerdings in einer kritischen, subjektive Rationalitäten sowie Macht- und Herrschaftsphänomene einschließenden Betrachtung.

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© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

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  • Jürgen Grieger

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