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Beurteilung von Alternativen der Fremdkapitalaufbringung

  • Matija Denise Mayer
Chapter
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Part of the nbf Neue Betriebswirtschaftliche Forschung book series (NBF, volume 322)

Zusammenfassung

Die voranstehende Diskussion der Finanzierungstheorie hat gezeigt, daß für die Bewältigung der Aufgaben des Finanzmanagements in einer innovativen Unternehmung, insbesondere hinsichtlich des Risikomanagements und der Finanzierungskosten, ein gewisses Maß an Fremdkapital notwendig ist1; Dies bestätigt sich nicht nur vor finanzierungstheoretischem Hintergrund, sondern auch aufgrund praxisnaher Überlegungen: Zur Wahrung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit muß auf ein gewisses Liquiditätspolster zurückgegriffen werden können, wozu beispielsweise ein verfügbarer Kontokorrentkreditrahmen von Vorteil ist. Die Frage, die sich bei der Finanzierung innovativer Unternehmungen geradezu aufdrängt, betrifft die Verfügbarkeit von Fremdkapital. Denn Finanzmittelgeber sind nur bereit, Kapital zur Verfügung zu stellen, wenn sie mit hinreichend großer Sicherheit mit der Erfüllung von Zins-und Tilgungszahlungen rechnen können. Je höher jedoch der lnnovationsgrad einer zu finanzierenden Unternehmung ist, desto höher sind die Entwicklungs-, Produktions-und Marktrisiken.2 Nach einer Diskussion, wie innovationsbedingte Risiken erfaßt und wie ihnen begegnet werden kann, steht die Verfügbarkeit der Finanzierung über Kredit-und sonstige Finanzmittelmärkte im Vordergrund. Abschließend richtet sich der Fokus auf innovative Finanzierungsmöglichkeiten beim Leasing.

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Literatur

  1. 1.
    Schumpeter schreibt der Kreditvergabe eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung von Innovationen zu, vgl. Bass, H.-H. (1999), S. 490.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Abschnitt 2.3; in Zusammenhang mit dem Neuerungsgrad vgl. Gerke, W.; Schöner, M. A. (1988), S. 189.Google Scholar
  3. 3.
    Einen Überblick über verschiedene bankbetriebliche Risiken sowie deren Systematisierung gibt Büschgen, H. E. (1998a), S. 919 ff.Google Scholar
  4. 5.
    Vgl. hierzu beispielsweise Johanning, L. (1998); Rudolph, B. (1999); Theiler, U.-A. (2000).Google Scholar
  5. 15.
    Hierbei steht die Ermittlung des zukünftigen Cash Flows im Vordergrund, vgl. Grott, R.; Kru-schwitz, L.; Löffler, A. (2000), S. 474.Google Scholar
  6. 20.
    Vgl. Staudt, E.; Hafkesbrink, J.; Lewandowitz, T. (1996), S. 33.Google Scholar
  7. 21.
    Ausführliche Erläuterung und kritische Analyse vgl. Bruckner, B. (1997), S. 141 ff.Google Scholar
  8. 22.
    Vgl. Burger, A.; Buchhart, A. (1998), S. 409. Schäfer, H. (1998), S. 199 stellt in einer Übersicht Komponenten der herkömmlichen Form der Kreditprüfung dar.Google Scholar
  9. 24.
    Eine detaillierte Gegenüberstellung der Verfahren findet sich in Mrzyk, A. P. (1999), S. 93 ff.Google Scholar
  10. 25.
    Vgl. Stein, J. H. v.; Kirschner, M. (1993), S. 366; Bruckner, B. (1997), S. 37 ff.Google Scholar
  11. 26.
    Im Rahmen der Bilanzanalyse werden insbesondere Perioden-, Betriebs-und Soll-Ist-Vergleiche vorgenommen, vgl. Baetge, J.; Mister, H. (1998), S. 110.Google Scholar
  12. 34.
    Zur ausführlichen Analyse der Verfahren hinsichtlich ihrer Implementierbarkeit für die Bewertung junger Unternehmungen vgl. Hayn, M. (1998), S. 166 ff.Google Scholar
  13. 36.
    Zu Elementen und kritischer Würdigung der Erfahrungskurvenanalyse vgl. Kreikebaum, H. (1997), S. 98 ff.Google Scholar
  14. 38.
    Zur Konzeption vgl. Reibnitz, U. v. (1992), S. 26 ff, zu den acht Stufen des Szenario-Prozesses S. 30 ff.Google Scholar
  15. 41.
    Hayn, M. (1998), S. 361, dort auch Erläuterungen zu den Anforderungen, die an die Erstellung von Zukunftsszenarien gestellt werden sowie zum Bewertungsprozeß.Google Scholar
  16. 42.
    Zur Berechnung und Interpretation des Z-Wertes vgl. Laux, H. (1998), S. 146 ff.Google Scholar
  17. 45.
    Bei n Simulationsläufen reduziert sich der Fehler auf 1/,r; vgl. Hull, J. C. (1999), S. 410.Google Scholar
  18. 49.
    Vgl. in Zusammenhang mit der Analyse des Finanzsystems Hellwig, M. (1997), S. 228.Google Scholar
  19. 50.
    Vgl. in Zusammenhang mit neo-institutionalistischen Überlegungen Nippel, P. (1994), S. 211.Google Scholar
  20. 51.
    Vgl. hierzu ausführlich Stein, J. H. v.; Kirschner, M. (1993), S. 382 ff. sowie Perridon, L.; Steiner, M. (1997), S. 375 ff. Zu rechtlichen Aspekten bei der Stellung von Realsicherheiten vgl. Reinicke, D.; Tiedtke, K. (2000), S. 165 ff.Google Scholar
  21. 57.
    Ohne Argumentation als These in Hielscher, U.; Dorn, G.; Lampe, G. (1982), S. 12.Google Scholar
  22. 58.
    Zum Spezialisierungsgrad der Anlagen in mittelständischen Unternehmungen vgl. Kaufmann, F.; Kokalj, L. (1989), S. 6.Google Scholar
  23. 62.
    Zu Einzel-, Mantel-und Globalzession vgl. Stein, J. H. v.; Kirschner, M. (1993), S. 400 f. Zu Grundlagen und rechtlicher Ausgestaltung der Abtretung von Forderungen vgl. Hiemsch, A. (1995).Google Scholar
  24. 64.
    Vgl. Reden, E. v. (2000), S. 533.Google Scholar
  25. 66.
    Empirisch unterstützt durch Staudt, E.; Hafkesbrink, J.; Lekandowitz, T. (1996), S. 39Google Scholar
  26. 67.
    Eine umfassende Darstellung der rechtlichen Grundlagen von Personalsicherheiten findet sich bei Reinicke, D.; Tiedtke, K. (2000), S. 1 bis 164.Google Scholar
  27. 78.
    Eine Verlagerung der Prüfung und Bewertung auf Experten bietet sich gerade bei innovativen Unternehmungen an. Vgl. Reifner, U.; Evers, J. (1998), S. 21.Google Scholar
  28. 79.
    Dies betrifft nach Kuritzkes, A.; Hams, S.; Strothe, G. (2000), S. 46 insbesondere kleine und mittelgroße Unternehmungen, v.a. im Verhältnis zu den erzielbaren Margen und zum Ausfallrisiko. Vgl. Reifner, U.; Evers, J. (1998), S. 19.Google Scholar
  29. 80.
    Vgl. Timmons, J. A. (1994), S. 544.Google Scholar
  30. 81.
    Zu den Eigenschaften von Fremdkapital vgl. Abschnitt 3.1.3. Longstaff, F. A.; Schwartz, E. S. (1995), S. 789 ff. stellen fest, daß trotz selber Bonität unterschiedliche Risikozuschläge für die einzelnen Branchen existieren.Google Scholar
  31. 96.
    Auch Harhoff, D. (1998), S. 233 ff. kommt nach einer Analyse aktueller Forschungsergebnisse zu diesem Ergebnis.Google Scholar
  32. 103.
    Vgl. Jokisch, J.; Mayer, M. D. (2002), S. 2. Geiseler, C. (1999), S. 193 und 205 gelangt empirisch zu dem Ergebnis, daß 82% der Unternehmungen Kontokorrentkredite nutzen und die Kosten mit 10,5% beziffert werden können.Google Scholar
  33. 122.
    85% der Verträge in den USA, vgl. Kaplan, S. N.; Starnberg, P. (2000), S. 50 bzw. 10% in Deutschland, vgl. Bascha, A.; Walz, U. (2001), S. 13.Google Scholar
  34. 126.
    Außerhalb von Aktiengesellschaften spielen nur Genußscheine und die Form der stillen Gesellschafter eine Rolle, die Untersuchungsgegenstand in Abschnitt 6.5 sind; vgl. Kallrath, J. (1994), S. 17 ff.Google Scholar
  35. 128.
    In Ergänzung zu den Ausführungen in Abschnitt 5.3 sei erwähnt, daß somit weiterhin ca. 50% aller Emissionen am Neuen Markt Venture Capital Backed sind.Google Scholar
  36. 131.
    Dabei handelt es sich um Festbetragskredite mit vorgegebenen Laufzeiten, vgl. Ross, S. A.; Westerfield, R. W.; Jeffrey, J. (1996), S. 839 ff.Google Scholar
  37. 132.
    Ein Basispunkt entspricht 0,01% p.a., vgl. Funke, N. (2000), S. 56.Google Scholar
  38. 139.
    Diese Meinung wurde auch von Seiten der Deutschen Bundesbank nach dem Scheitern einiger früher Begebungen deutlich zum Ausdruck gebracht; vgl. Kniese, W. (1996), S. 25.Google Scholar
  39. 140.
    Feuchtmüller, W. (1987), S. 12 weist in Zusammenhang mit dem Trend zur Securitization allgemein auf das Problem der Fristeninkongruenz hin.Google Scholar
  40. 141.
    Zum Begriff der Securitization in Zusammenhang mit innovationsauslösenden Faktoren vgl. Abschnitt 2.1.2.Google Scholar
  41. 142.
    Vgl. Müller-Trimbusch, J. (1999), S. 259.Google Scholar
  42. 144.
    Vgl. Mattes, H. (1995), S. 1703; Dombret, A. R. (1988), S. 21.Google Scholar
  43. 145.
    Vgl. Bernet, B. (1999), S. 396 f.Google Scholar
  44. 146.
    Vgl. Amtz, T.; Schultz, F. (1998), S. 694.Google Scholar
  45. 147.
    Vgl. Dombret, A. R. (1988), S. 21.Google Scholar
  46. 148.
    Vgl. Abschnitt 6.1 und 6.2.Google Scholar
  47. 149.
    Vgl. o.V./ Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen (1997).Google Scholar
  48. 150.
    Vgl. Ohl, H.-P. (1994), S. 37 f. sowie die dort angegebene Literatur.Google Scholar
  49. 151.
    Vgl. Fischer, L. H. (1999), S. 177.Google Scholar
  50. 157.
    Vgl. Bär, H. P. (1998), S. 385, Abb. 8/5.Google Scholar
  51. 158.
    Vgl. Bär, H. P. (1998), S. 169 und Paul, S. (1994), S. 192.Google Scholar
  52. 159.
    Rating-Agenturen haben zur Bewertung von Asset Backed Securities spezielle Bewertungsverfahren entwickelt, vgl. Kniese, W. (1996), S. 29.Google Scholar
  53. 160.
    Zu den allgemeinen Anforderungen vgl. Bär, H. P. (1998), S. 169, Paul, S. (1994), S. 192 sowie Ohl, H.-P. (1994), S. 138.Google Scholar
  54. 171.
    Vgl. Schäfer, H. (1998), S. 256 ff.Google Scholar
  55. 172.
    Notwendig für die steuerliche Anerkennung des Bilanzansatzes beim Leasinggeber, vgl. Schulz, H.-G. (1998), S. 536.Google Scholar
  56. 176.
    Bei Vollamortisation decken während dieser Zeit die Leasingraten sämtliche Anschaffungs-bzw. Herstell-, Finanzierungs-und sonstige Nebenkosten. Einen Überblick über die Vertragsformen gibt Kroll, M. (1997), S. 33 ff. und S. 55 ff.Google Scholar
  57. 179.
    Vgl. Jokisch, J.; Mayer, M. D. (2002), S. 11 f.Google Scholar
  58. 193.
    Vgl. Beckmann, H.; Kugel, W. (1998), S. 145.Google Scholar
  59. 194.
    Vgl. Lerner, J. (2000), S. 323.Google Scholar
  60. 195.
    Vgl. Kleiman, R. T. (2000).Google Scholar
  61. 203.
    Vgl. Schäfer, H. (1998), S. 164.Google Scholar
  62. 204.
    Vgl. Störrle, W. (1971), S. 385.Google Scholar
  63. 205.
    Vgl. Perridon, L.; Steiner, M. (1997), S. 411.Google Scholar
  64. 207.
    Vgl. Gerke, W.; Schöner, M. A. (1988), S. 196 f. und S. 204; Kallrath, J. (1994), S. 30 ff.; RidNiebler, E.-M. (1989), S. 81 sowie die jeweils dort angegebene Literatur.Google Scholar
  65. 208.
    Vgl. Rudolph, B. (2000), S. 306. In anderen Rechtsformen — außer der Aktiengesellschaft — hat Genußrechtskapital bislang keine Rolle gespielt, vgl. Kallrath, J. (1994), S. 17 f.Google Scholar
  66. 209.
    Vgl. D’Souza, P. (2001), S. 23 ff.Google Scholar
  67. 210.
    Vgl. Schäfer, H. (1998), S. 165.Google Scholar
  68. Vgl. Lehmann, S. (1999).Google Scholar
  69. 212.
    Vgl. Pleister, C. (2000), S. 514; Dom, H. (1997), S. 56 f.; Timmons, J. A. (1994), S. 493 f.Google Scholar
  70. 213.
    Vgl. hierzu eine empirische Unterteilung von Genußscheinen etablierter Aktiengesellschaften in vier grundlegende Vertragstypen in Schäfer, H. (1998), S. 166.Google Scholar
  71. 215.
    Vgl. Steinbach, M. (1999), S. 259 f.Google Scholar
  72. 216.
    Vgl. Rid-Niebler, E.-M. (1989), S. 151 f. Dort wird als Untergrenze 30 Mio. DM Umsatz, 15 Mio. DM Bilanzsumme, 4 Mio. DM Eigenkapital und 0,4 Mio. DM Jahresüberschuß nach Steuern genannt.Google Scholar
  73. Vgl. Dittrich, K. (2000), S. 178.Google Scholar

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Matija Denise Mayer

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