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Wirtschaftswissenschaftliches Verständnis von Innovationen

  • Matija Denise Mayer
Chapter
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Part of the nbf Neue Betriebswirtschaftliche Forschung book series (NBF, volume 322)

Zusammenfassung

Nachdem bereits mögliche Quellen der Unsicherheit in innovativen Unternehmungen benannt wurden, gilt es im folgenden, spezifische Eigenschaften von Innovationen zu identifizieren. Denn innovative Unternehmungen lassen sich nicht anhand von Größen- oder Altersdimensionen von nicht-innovativen unterscheiden.1 Zuvor steht eine Untersuchung der Faktoren an, die das Hervorbringen von Innovationen begünstigen.2

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. Abschnitt 1.2. Im Rahmen der Untersuchung von Unternehmensneugründungen grenzen Szyperski, N.; Nathusius, K. (1977), S. 5 ihren Untersuchungsgegenstand anhand der Altersdimension ab, während sie Mittelstandsfragen entsprechend der Größendimension als solche von der Betrachtung ausschließen. Daß eine Trennung nicht sinnvoll ist, begründet Weigand, C. (1998), S. 60 mit Bezug auf die Neo-Schumpeter-Hypothesen: „Die Komplementarität von großen und kleinen Unternehmen [...] erscheint als grundlegende Determinante des strukturellen Wandels und der gesamtwirtschaftlichen Anpassungs- und Leistungsfähigkeit.“Google Scholar
  2. 2.
    Molyneux, P.; Shamroukh, N. (1999), S. 128 ff. geben einen Überblick über Modellentwicklungen zum technologischen Wandel in der industrieökonomischen Literatur.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Ramsler, M. (1993), S. 433 sowie die Diskussion im Rahmen der Einordnung in Wissenschaftsprogramme Abschnitt 1. 5. 1.Google Scholar
  4. 4.
    Silber unterscheidet jedoch zwischen internen und externen Zwängen zu Innovation, wobei zu den unternehmungsinternen Zwängen Vorgaben wie Rentabilitäts-und Liquiditätsziele zählen. Externe Zwänge beginnen bereits mit staatlichen Regulierungen. Seine Auffassung steht daher nicht im Widerspruch zu der hier verfolgten Abhandlung. Vgl. Silber, W. L. (1983), S. 89.Google Scholar
  5. 6.
    Vgl. Stadler, M. (1999); Brockhoff, K. (1969), S. 7 ff. Utterback, J. M. (1971), S. 124 ff. gelangt in einer empirischen Untersuchung zu der Erkenntnis, daß in den meisten Fällen Veränderungen im Nachfrageverhalten den entscheidenden Impuls zur Generierung innovativer Produkte bzw. Dienstleistungen gaben. Veränderungen im technologischen Bereich helfen dabei überwiegend, die geplanten Innovationen zu realisieren, bilden selbst jedoch selten den innovationsauslösenden Faktor.Google Scholar
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    Bemühungen um Globalisierung sind nicht neu. Bea führt exemplarisch u.a. die mittelalterliche Hanse an. Vgl. Bea, F. X. (1997), S. 419.Google Scholar
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    Vgl. Green, S. G. (1995), S. 223 ff. Zur Problematik interkultureller Kompetenz vgl. Geier, B. (2000).Google Scholar
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    Das Eigenkapital-Hilfeprogramm der Deutschen Ausgleichsbank bspw. dient dem Nachteilsausgleich, d.h. die schlechteren Startchancen von qualifizierten Jungunternehmern aufgrund zu geringen Eigenkapitals sollen ausgeglichen werden. Vgl. Klandt, H.; Kirchhoff-Kestel, S:; Struck, J. (1998), S. 4.Google Scholar
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    Vgl. Lüthje, B. (2001), S. 79 ff. Die Erhebung innovativer Unternehmung im Rahmen der empirischen Studie in Kapitel 4 darf sich aus diesem Grunde auf die Innovationsregion Süd-OstNiedersachsen begrenzen.Google Scholar
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    Krämer, H.-P. (1998), S. 222 kommt im Vergleich der jeweiligen Gründerkultur in Deutschland und den USA zu diesem Ergebnis.Google Scholar
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    Einen Überblick über mögliche staatliche Innovationsförderung geben Hielscher, U.; Dorn, G.; Lampe, G. (1982), S. 46 ff., wobei im Rahmen der vorliegenden Untersuchung eine einseitige Förderung abgelehnt wird.Google Scholar
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    Hax, K. (1969), S. 18. Zum Begriff der Unternehmungsführung sowie zur Unternehmungspolitik und damit dem Unternehmer ansich als Quelle der Unsicherheit vgl. Abschnitt 5.2. 3. 1.Google Scholar
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    Allen vier Innovationstypen schließen sich insbesondere Schneider, D. (1995), S. 41 und Kaminski, R. (1988), S. 34 an, wobei letzterer zwischen Absatzmarkt-und Bezugsquelleninnovation unterscheidet und damit auf fünf Fälle, wie einst Schumpeter, kommt. Porter hingegen stellt Produkt-und Verfahrensinnovationen den Marketinginnovationen gegenüber; vgl. Porter, M. E. (1997), S 233.Google Scholar
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    Vgl. Wippler, A. (1998), S. 14. Nach Schneider, J. (1989), S. 7 sind technische Innovationen Ergebnis aus Forschung und Entwicklung, nicht-technische Innovationen betreffen den kaufmännischen Bereich. Die Einordnung von Dienstleistungsinnovationen, insbesondere Finanzinnovationen, die in engem Zusammenhang mit technischen Innovationen stehen, bleibt unklar. Das von Managern signalisierte Verständnis von Innovation kommt im Rahmen der Auslobung des Innovationspreises Deutschland durch die Wirtschaftswoche im Januar 1998 zum Ausdruck. Dabei kommen insbesondere folgende beobachtbare Größen zum Tragen: Herstellung von High-Tech-Produkten verglichen mit gesamter Industrieproduktion, Zahl der Weltmarktpatente, Weltmarktanteil am Handel mit forschungsintensiven Gütern, Ausgaben für Forschung u. Entwicklung. Vgl. Dürand, D. (1998), S. 50.Google Scholar
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    Vgl. Glaum, M. (1991), S. 94 sowie die dort angegebene Literatur.Google Scholar
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    Hauschildt, J. (1997), S. 4 ff. untergliedert eine Vielzahl an Verständnissen von Neuartigkeit nach Tatsache und Ausmaß, Wahrnehmung, Erstmaligkeit, Kombination von Zweck und Mitteln, Verwertungsbezug, Prozeßaspekt und Extension.Google Scholar
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    Zum Dienstleistungsbegriff vgl. Güthoff, J. (1995), S. 4, zum Verständnis der Funktion von Kreditinstituten vgl. Süchting, J. (1992), S. 3 f. Zur Argumentation hinsichtlich Produkte und Dienstleistungen als Gegenstand von Innovationen siehe oben stehenden Abschnitt 2.2. 1.Google Scholar
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    Ausführlich vgl. Hauschildt, J. (1997), S. 19 ff. Bürget, H. D.; Haller, C.; Binder, M. (1996), S. 14 hingegen beschreiben Innovation als Ergebnis industrieller Forschung und Entwicklung, wobei diese auf Markteinführung zielt.Google Scholar
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    Vgl. Jokisch, J. (1998), S. 334. Glaum, M. (1991), S. 96 weist auf die individuellen Wahrnehmungen und Empfindungen hin, die zeitliche Dimension kann nur subjektiv sein.Google Scholar
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    Kotler, P.; Bliemel, F. (1995), S. 550 f. benennen fünf Phasen, die die Adoption von (seitens der Verbraucher als neu empfundenen) Produkten und/bzw. Dienstleistungen umfaßt: Wahrnehmung, Interesse, Bewertung, Probieren, Adoption.Google Scholar
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    Vgl. Jensen, M. C.; Meckling, W. H. (1976), S. 310; Fritz, W.; Förster, F.; Wiedemann, K: P. (1987), S. 4 u. 36 ff.; Überblick in der Finanzwirtschaft: Arnold, W. (1989), S. 69 ff.; Schmidt, R.-B. (1993), S. 4801 f.Google Scholar
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    Home, J. v. (1985), S. 622 bezeichnet Innovationen als Reaktionen auf Veränderungen. Dabei läßt er jedoch deren treibende Kräfte (.Basisinnovationen“) unberücksichtigt.Google Scholar
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    Vgl. Schneider, D. (1995), S. 41. Hauschildt, J. (1995), S. 18 benennt mit Promotoren ( Technical and Business Innovators ), Informationen und Orientierung an Marktpartnern die drei wesentlichen Erfolgsfaktoren von Innovation.Google Scholar
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    Zur Komplexität und Dependenz des Beziehungsnetzwerks zwischen Invention, Diffusion und Innovation vgl. Heertje, A. (1989), S. 3.Google Scholar
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    Vgl. Farris, G. F. (1999), S. 305. In Zusammenhang mit Kondratieff-Zyklen kommen Basisinnovationen eine Schlüsselrolle zu, die nicht nur Auslöser, sondern auch Träger der langfristigen wirtschaftlichen Entwicklungen sind; vgl. hierzu Nefiodow, L. A. (1997), S. 256 ff. Als sechster Kondratieff-Zyklus werden Gesundheit und Umwelt angeführt, vgl. S. 283 ff.Google Scholar
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    Vgl. Deutsches Patentgesetz in der Fassung vom 16.12.1980, zuletzt geändert am 22.12.1999 sowie Schefczyk, M. (2000), S. 197.Google Scholar
  29. 64.
    Zur Subjektivität der Wahscheinlichkeitsverteilung vgl. Abschnitt3.2.1.2. sfi Reiß, M. (1998), S. 12 bezeichnet letztere als Neuen Mittelstand, d.h. als “gemeinsames Ergebnis aktueller Managementtrends wie zum Beispiel Oursourcing, Virtualisierung, Ausgliederung, Entrepreneuring, Segmentierung, Subcontracting, Freelancing, Franchising, Venture-Organisation, Spinn-offs, Holding-Strukturen und Netzwerkorganisationen”.Google Scholar

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Matija Denise Mayer

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