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Publizität und Marktversagen

  • Christoph Watrin
Part of the Beiträge zur betriebswirtschaftlichen Forschung book series (BBFDUV, volume 100)

Zusammenfassung

Sowohl in Deutschland als auch in den USA gibt es somit staatliche Regulierungen, die eine periodische Veröffentlichung von Jahresabschlüssen durch die Unternehmen vorschreiben.302 Im folgenden ist zu prüfen, ob solche Publizitätsverpflichtungen aus der Perspektive der Marktversagenstheorie gerechtfertigt sind. Dabei bleibt die weitergehende Frage, ob der Staat den Unternehmen die Standards, nach denen zu bilanzieren ist, zwingend vorschreiben sollte, zunächst ausgeklammert.

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Literatur

  1. 300.
    Vgl. die detaillierten Ausführungen von Kuhner (1998), S. 115 ff.Google Scholar
  2. 301.
    Vgl. Kuhner (1998), S. 118 f.; KPMG (1999), S. 210. Siehe auch Pellen (1999), S. 56 f.; Pellens/Fülbier/Gassen (1999), S. 549.Google Scholar
  3. 302.
    In Großbritannien brachte der Joint Stock Companies Act 1856 eine Freistellung von der gesetzlichen Publizität, die jedoch mit dem Companies Act 1907 wieder eingeführt wurde. Vgl. Hunger (1993), S. 25 ff. Heute wird die Einhaltung der gesetzlichen Pflichtpublizität durch zentrale Gesellschaftsregister streng überwacht. Vgl. Hunger (1993), S. 58 ff.Google Scholar
  4. 303.
    Vgl. Hex (1988), S. 191 f. Zur These von der gesellschaftlichen Nutzlosigkeit von Informationen siehe unten S. 70 ff.Google Scholar
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    Vgl. Feldhoff (1992), S. 11; Stigler (1975), S. 107; Stiglitz/Schönfelder (1989), S. 100 f. Während externe Effekte dadurch gekennzeichnet sind, daß ein Teil der Kosten oder Erträge nicht in die private Kalkulation einfließen, ist es ein Charakteristikum öffentlicher Güter, daß fast alle Erträge oder Kosten nicht privat vereinnahmt werden. Öffentliche Güter können deshalb auch als ein spezieller Fall von Externalitäten aufgefaßt werden. Vgl. Wolf (1988), S. 21 f.; Weimann (1996), S. 367.Google Scholar
  6. 305.
    Vgl. Gonedes/Dopuch (1974), S. 65; dies. (1977), S. 185. Siehe hierzu Fülbier (1998), S. 173 ff.; Feldhoff (1992), S. 103 ff. Google Scholar
  7. 308.
    Fama (1970), S. 383, formuliert: “security prices at any time ‘fully reflect” all available information“. Empirische Untersuchungen zur Informationseffizienz vermitteln kein einheitliches Bild. Vgl. Coenenberg (1997), S. 800; ders. (1974), S. 656; ders. (1993), S. 80; Coenenberg/Berndsen/Möller/Schmidt/Schönbrodt (1978), S. 498 ff.; Ba1VBrown (1968), S. 159 ff. (hierzu Lev (1989), S. 153 ff.); Fama (1970), S. 388; Harris/Lang/M(511er (1995), S. 996 ff.; Kuhner (1998), S. 79 m.w.N.; Löffler (1999), S. 134 ff., PiepedSchiereck/Weber (1993), S. 503 f.; Schiereck/Weber (1995), S. 3; R. Schmidt (1982), S. 729.Google Scholar
  8. 310.
    Vgl. R. Schmidt (1982), S. 728. Es werden drei Formen der Kapitalmarkteffizienz unterschieden. Vgl. hierzu Fama (1970), S. 383; ders. (1991), S. 1575 ff. Nach Kripke (1979), S. 85, soll nur der Aktienmarkt für die großen Werte informationseffizient sein, weil diese laufend von Analysten beurteilt werden. Demgegenüber sollen bei kleineren Werten überproportionale Gewinnchancen bestehen. Zur Bedeutung von Rechnungs-legungsinformationen vor dem Hintergrund der Kapitalmarkteffizienz vgl. auch M. Schmidt (2000), S. 24.Google Scholar
  9. 311.
    Vgl. Grossman/Stiglitz (1980), S. 404; Schredelseker (1985), S. 137; Schildbach (1986), S. 26 f. Kritisch zum Informationspradoxon: Kuhner (1998), S. 80 f.Google Scholar
  10. 313.
    Vgl. Schildbach (1986), S. 19. Informationseffizienz setzt — wie in der neoklassischen Theorie üblich - einen vollkommenen Markt voraus. Kritisch hierzu: Hayek (1952), S. 50 ff.; ders. (1976), S. 120 f.; Hill/Deeds (1996), S. 431; Kirzner (1978), S. 1 ff; Leube (1996), S. 332; Streissler (1980), S. 38 ff.; Baumol (1969), S. 130 f.; Fritsch/Wein/ Ewers (1999), S. 70 f.Google Scholar
  11. 314.
    Vgl. Hayek (1945), S. 519 ff.; ders. (1952), S. 12 ff.; ders. (1996), S. 314; Streit (1992), S. 3; Streit’Wegner (1989), S. 187; Yeager (1996), S. 232. Zur Bedeutung des Subjektivismus in der österreichischen Schule: Foss (1999), S. 465.Google Scholar
  12. 316.
    Zum Wettbewerb als Entdeckungsverfahren vgl. Hayek (1996), S. 124.Google Scholar
  13. 317.
    Eine bessere Prognose der künftigen Entwickung und eine höhere Unternehmenstransparenz hilft Investoren auch ihr Portfolio an ihre Risikopräferenzen anzupassen. Vgl. Wallace (2000), Kapitel 4, S. 4.Google Scholar
  14. 318.
    Vgl. Leftwich (1980), S. 200. Zum Prozeß der Anpassung an die neue Information vgl. Fülbier(1998), S. 202, nachdem sich der Wettbewerb zwischen den Anlegern als Entdeckungsverfahren im Sinne Hayeks (1969, S. 249 ff.) beschreiben läßt. Zur Ausnutzung speziellen Wissens als unternehmerische Handlung vgl. Kirzner (1978), S. 53.Google Scholar
  15. 322.
    Zum Zusammenhang zwischen öffentlichen Gütern und externen Effekten vgl. Fn. 304, S. 59.Google Scholar
  16. 324.
    Vgl. Gonedes/Dopuch (1977), S. 195 ff.; Gonedes/Dopuch/Penman (1976), S. 99; Bromwich (1992), S. 243; Feldhoff (1992), S. 117.Google Scholar
  17. 328.
    Vgl. Feldhoff (1992), S. 92, 99, der diese Lösung jedoch nicht als wohlfahrtsoptimal ansieht, weil mit dem insider trading Verteilungswirkungen zwischen informierten und nichtinformierten Marktteilnehmern verbunden seien.Google Scholar
  18. 329.
    Vgl. Feldhoff (1992), S. 108 f.; Gonedes/Dopuch (1977), S. 240.Google Scholar
  19. 330.
    Im Kapitalmarktrecht wird heute das Verbot des insider trading als unerläßlich erachtet. Vgl. zum Insiderrecht Assmann (1994), S. 494; Caspari (1994), S. 530 ff. Eine ökonomische Begründung für das Verbot des Insider-Handels enthält Hartmann-Wendels (1991), S. 130 f. Kritisch zum Insiderhandelsverbot aus institutionenökonomischer Sicht demgegenüber Picot/Dietl (1994), S. 114 ff.Google Scholar
  20. 338.
    Vgl. May/Sundem (1976), S. 749; R. Schmidt (1982), S. 741; Wagner (1982), S. 762. Zum gesellschaftlichen Wert der Marktliquidität vgl. auch Holmström/7irole (1993), S. 681 und unter Bezug auf Finanzmarktgleichgewichtsmodelle Kuhner (1998), S. 155, S. 175 f. und S. 238.Google Scholar
  21. 339.
    Vgl. Kyle (1985), S. 1315 ff. Hierzu und zu Modellerweiterungen ausführlich Kuhner (1998), S. 157 ff.Google Scholar
  22. 342.
    Zur Unterscheidung von öffentlichen Gütern, Clubgütern und Allmende-Gütern vgl. Weimann (1996), S. 129. Zur Möglichkeit einer Selbstorganisation und — verwaltung in Allmende-Situationen vgl. Ostrom (1999), S. 54 ff.Google Scholar
  23. 343.
    Zur selben Schlußfolgerung kommt Fülbier (1998), S. 176.Google Scholar
  24. 344.
    Gerechtigkeitsaspekte werden auch immer wieder gegen eine ökonomische Analyse des Rechts ins Feld geführt. Vgl. nur Manning (1969), S. 86 ff.Google Scholar
  25. 347.
    Vgl. Rawls (1975), S. 140 ff. Ferner Acocella (1998), S. 62.Google Scholar
  26. 348.
    Vgl. Streim (1988), S. 23. Ferner Kirchner (1997), S. 274; Kuhner (1998), S. 92; Schildbach (1986), S. 92; M. Schmidt (2000), S. 39.Google Scholar
  27. 349.
    Vgl. Easterbrook/Fischel (1990), S. 184. Deshalb kann dem Aktionärsschutz auch kein Vorrang vor dem Gläubigerschutz eingeräumt werden. So aber Kubin (1998), S. 532.Google Scholar
  28. 350.
    Vgl. Lev (1988), S.4. Zur Gerechtigkeit als Chancengleichheit vgl. auch Hayek (1981 b), S. 102, Rawls (1975), S. 74 ff.Google Scholar
  29. 358.
    Vgl. Hax (1988), S. 199 ff.; Hartmann-Wendels (1986), S. 72 ff.; ders. (1991), S. 132 ff.; Wagenhofer (1990), S. 322, kommt zu ähnlichen Ergebnissen aufgrund einer spieltheoretischen Untersuchung. Zu einer transaktionskostentheoretischen Begründung vgl. Pellens/Gassen (1998), S. 637. Siehe ferner Kripke (1979), S. 118.Google Scholar
  30. 361.
    Vgl. Hax (1988), S. 197. Einen Überblick über Principal-Agent-Modelle zu einer freiwilligen Publzität gibt Kuhner (1998), S. 213 ff.Google Scholar
  31. 363.
    Vgl. Schmidt (1988), S. 253. Der Signaling-Ansatz ist von Spence (1974) entwickelt worden. Spence zeigt, daß auf dem Arbeitsmarkt die Anbieter von Arbeitsleistung Anreize haben, ihre Qualifikation offenzulegen, um sich von den schlechteren Anbietern abzuheben und entsprechend besser dotierte Verträge zu erhalten.Google Scholar
  32. 364.
    Vgl. Hartmann-Wendels (1991), S. 139; Hax (1988), S. 194 ff.; Kuhner (1998), S. 213 ff.; Stout (1988), S. 638. Zu Grenzen der Anwendbarkeit der Agency-Modelle vgl. Kuhner (1998), S. 222 ff. Zum Problem der unterschiedlichen Bekanntgabe guter und schlechter Nachrichten bei freiwilliger Publizität vgl. Kuhner, a.a.O., S. 187 ff. Dieser Aspekt hat für die periodische Publizität keine große Bedeutung, weil hier in festen Zeitabständen berichtet werden muß.Google Scholar
  33. 365.
    Zur theoretischen Ableitung einer Shareholder Value-orientierten externen Berichterstattung vgl. Küting/Hütten/Lorson (1995), S. 1805 ff.Google Scholar
  34. 366.
    Vgl. Beyer (1996), R 295 ff.; Diehl (1993), S. 173 ff.; Link (1991), S. 17 ff.; ders. (1994), S. 364 ff.; ders. (1993), S. 105 ff.; Gentz (1996), S. 109 ff.; Paul (1993), S. 133; Serfling/Großkopff/Räder (1998), S. 272 ff.; Schreib (1993), S. 163 ff.; Süchting (1986), S. 654 ff. Zur Internetpräsenz als Instrument der Investor Relations vgl. Deller/Stubenrath/Weber (1997), S. 1577 ff. Die Bedeutung des Jahresabschluß als Instrument der Investor Relations hebt Noack (1999), S. 55, hervor.Google Scholar
  35. 371.
    Vgl. Hirshleifer (1971), S. 573; Fama/Laffer (1971), S. 298; Marshall (1974), S. 373 ff. Siehe hierzu vor allem Hartmann-Wendels (1991), S. 112 ff. sowie Ewert (1989), S. 245 ff.; Fülbier (1998), S. 178; Schredelseker (1985), S. 140 f. Die hier vorgetragene einfache Formulierung des Modells bezieht sich auf die reine Tauschwirtschaft. Nach Hirshleifer (1971), S. 567, soll es aber auch in der Produktions-und Tauschwirtschaft zu einer exzessiven Informationsnachfrage durch die Anleger kommen.Google Scholar
  36. 373.
    Vgl. Fama/Laffer (1971), S. 298. Auch die Investitionen in öffentliche Informationen kann das gesamtwirtschaftliche Optimum übersteigen, wenn Investoren glauben, daß die Informationen ihre Spekulationsstrategie bestätigen werden. Vgl. Hirshleifer (1971), S. 573. Ausführlich zu den Wohlfahrtswirkungen öffentlicher Informationen HartmannWendels (1991), S. 67 ff. Kompetitive Kapitalmarktgleichgewichtsmodelle zeigen, daß ein Paretooptimum erreicht werden kann, wenn gestörte (noisy) Informationssignale vom Unternehmen in dem Umfang publiziert werden, daß private Anreize zur Informationssuche gerade unterdrückt werden. Vgl. Kuhner (1998), S. 145 ff.Google Scholar
  37. 374.
    Vgl. unten S. 238 und Hartmann-Wendels (1991), S. 138.; Franke/Hax (1999), S. 406 f.; Pellens/Gassen (1998), S. 636. Damit wird aber noch nicht gesagt, daß diese markt-lichen Kontrollen zur Managementdisziplinierung ausreichend sind. Siehe hierzu S. 87.Google Scholar
  38. 376.
    Vgl. Hartmann-Wendels (1991), S. 138. Mit Einschränkungen: Lintner (1969), S. 163; Williamson (1969), S. 334.Google Scholar
  39. 377.
    Vgl. Franke/Hax (1999), S. 406 f.; Friend (1969), S. 190; Meltzer (1969), S. 219; Wagner (1982), S. 764.Google Scholar
  40. 379.
    Nach Hirshleifer (1971), S. 567, soll der Umverteilungseffekt von Rechnungslegungsinformationen immer bedeutender sein als der Allokationseffekt.Google Scholar
  41. 381.
    Vgl. Feldhoff (1992), S. 111; Kuhner (1998), S. 175; Lev (1988), S. 11; R. Schmidt (1982), S. 743.Google Scholar
  42. 382.
    So Hartmann-Wendels (1991), S. 138 f. Zu diesem Ergebnis kommt auch Kuhner (1998), S. 243, nach einer gründlichen Analyse formaler Ansätze zur Unternehmenspublizität.Google Scholar
  43. 385.
    Vgl. Gordon (1989), S. 1573; Walz (1993), S. 96. Spindler (1998), S. 63, spricht in diesem Zusammenhang von der hybriden Rechtsstellung des Aktionärs.Google Scholar
  44. 387.
    Nach Kim (1993), S. 754, werden bei einer freiwilligen Publizität die Interessen unternehmensnaher, gut informierter Kreise stärker berücksichtigt. Die schlechter informierten Marktteilnehmer würden deswegen auf politischem Wege eine Mindestpublizität durchsetzen. Siehe hierzu Kuhner (1998), S. 145 f.Google Scholar
  45. 389.
    Kuhner (1998), S. 162, verweist zudem auf die Möglichkeit der Unternehmensleitung Informationsrenten durch Insiderhandel zu maximieren.Google Scholar
  46. 390.
    Zur Frage, ob es sich um einen Vermögensverlust oder sunk costs handelt vgl. Gordon (1989), S. 1573; Romano (1989), S. 1606 f.Google Scholar
  47. 392.
    Vgl. Franke/Hax (1999), S. 69 f.; Hartmann-Wendels (1991), S. 342 ff.Google Scholar
  48. 393.
    Reputationseffekte machen nach Wenger/Knoll (1999a), S. 440 f., Regulierungen überflüssig, es sei denn, daß ein endliches Spiel vorliegt. Informationsansprüche werden aber gerade dann bedeutsam, wenn eine Unternehmensinsolvenz droht, also ein Spielaustritt des Schuldners wahrscheinlich ist und damit Endspieleffekte (hierzu unten S. 198) auftreten.Google Scholar
  49. 394.
    Vgl. Fritsch/Wein/Ewers (1999), S. 331; Spremann (1988), S. 619. Zur Bedeutung von Reptuationseffekten bei der Realisierung von Kooperationsgewinnen vgl. auch das anschauliche Beispiel von Homan/Suchanek (2000), S. 176 ff., zum Fernhandel im Mittelalter.Google Scholar
  50. 396.
    Darstellungen der Principal-Agent-Theorie finden sich beispielsweise bei Pratt/Zeckhauser, (1985), S.1 ff.; Elschen (1991b), S. 209 ff.; ders. (1991a), S.1002 ff.; Franke/Hax (1999), S.410 ff.; Gedenk (1998), S. 23 ff.; Hartmann-Wendels (1992), Sp. 72 ff.; ders. (1989), S. 714 f.; HerzigiWatrin (1995), S. 788; Laux/Liermann (1999), S. 511 ff.; Schneider (1987), S.26; Spremann (1986), S. 341 ff.; Picot (1991), S. 150 ff. Weizsäcker (1999), S. 25, bezeichnet die Principal-Agent-Beziehung als „delegiertes Handeln“. Zu einem Vergleich zwischen Principal-Agent-Theorie und Transaktionskostentheorie vgl. Williamson (1996), S. 171 ff. Zur Agency-Theorie und Managementvergütung vgl. auch GraßhofflSchalbach (1999), S. 438 ff.; Winter (1997), S. 616 ff.; Wagenhofer (1996), S. 156 ff.Google Scholar
  51. 397.
    Vgl. Hartmann-Wendels (1991), S. 147 f.; Kuhner (1998), S. 214; Franke (1993), Sp. 39 ff. Zu den verschiedenen Formen von Informationsasymmetrien vgl. Arrow (1985), S. 40; Alchian/Woodward (1988), S. 67 f.; Diet! (1993), S. 141; Eisenhardt (1989), S. 61; Fritsch/Wein/Ewers (1999), S. 277; Hartmann-Wendels (1992a), S. 413; Spremann, (1990), S.568 und 578 f.; dens. (1988), S. 619.Google Scholar
  52. 402.
    Vgl. hierzu Lutter (1997), S. 1 ff.; Fuchs (1997), S. 661 ff.; Knoll (1998b), S. 413 ff.; ders. (1998a), S. 133 ff.; Herzig (1999), S. 1 ff.; Maurer (1998), S. 507 ff.; Haubrich (1994), S. 258 ff.; Peltzer (1996), S. 307 ff.; Portner (1997), S. 786 ff. Zu den verschiedenen Formen von Aktienoptionen vgl. Rudolph/Schafer (2000), S. 43 ff. sowie in bezug auf die US-GAAP: Kunzi/Hasbargen/Kahre (2000), S. 286 f. Zur Bedeutung anreizkompatibler Managervergütungen aus Sicht der Anleger vgl. Vesell (1999), S. 80 f. 403 Vgl. Winter (1998), S. 1138. Kritisch zur Managementvergütung durch Aktienoptionen: Bernhardt/Witt (1997), S. 90 ff.; Frey (2000), S. 70 f.; Mundheim (1993), S. 563; Schwetzler (1999), S. 346; Wenger/Knoll (1997), S. 581 ff. Zum Einfluß der Managementvergütung auf die Bilanzpolitik vgl. Holthausen (1981), S. 73 ff.Google Scholar
  53. 404.
    Vgl. Fülbier (1998), S. 188. Kritisch zur Reduktion von Agency-Kosten durch Aktienoptionen: Braid (1995), S. 834. Nach Yermack (1997), S. 449 ff., werden Aktienoptionen vielfach kurz vor der Bekanntgabe von Nachrichten gewährt, die sich positiv auf den Aktienkurs auswirken. Dies läßt den Schluß zu, daß amerikanische Manager durch richtiges Timing von Aktienoptionen profitieren können ohne ihr Verhalten ausschließlich am Aktionärsinteresse auszurichten. Zu Publizitätsanreizen aufgrund des Skeptizismus der Anleger gegenüber nicht-veröffentlichenden Unternehmen vgl. Kuhner (1998), S. 182 ff.Google Scholar
  54. 406.
    Im Aktienrecht gilt das Prinzip der formellen Satzungsstrenge, d.h. die Satzung darf von den Vorschriften des Aktiengesetzes nur abweichen, wenn dies ausdrücklich erlaubt ist. Vgl. K. Schmidt (1997), S. 778.Google Scholar
  55. 407.
    Als privatrechtliche Schutzmöglichkeit steht den Aktionären die Satzung, den Gläubigern der Vertrag zur Verfügung. Vgl. zum Rechtscharakter der Satzung K. Schmidt (1997), S. 81. Die privatrechtliche Schutzmöglichkeit über Satzungsbestimmungen wird von Kubin (1998), S. 532, übersehen, der die Notwendigkeit eines Vorranges des Anleger-vor dem Gläubigerschutz mit dem fehlenden Vertrag zwischen Aktionär und Aktiengesellschaft begründen will. Die Argumentation von Kubin vernachlässigt darüber hinaus, daß Aktionäre freiwillig der Unternehmenskoalition beitreten und deswegen nicht a priori schutzwürdig sind. Vgl. oben S. 66.Google Scholar
  56. 408.
    Vgl. Gordon (1989), S. 1573. Nach geltendem deutschen Recht muß die Satzung nur eine Bestimmung über die Form der Bekanntmachungen der Gesellschaft, nicht jedoch eine hier diskutierte Pflicht des Vorstandes zur Veröffentlichung eines Jahresabschlusses enthalten. Vgl. § 23 Abs.4 AktG. Picot/Dietl (1994), S. 134 verweisen auf die Notwendigkeit einer Sanktion von Satzungsverstößen, die erforderlich ist, um Satzungsbestimmungen zu glaubhaften Signalen an den Kapitalmarkt werden zu lassen.Google Scholar
  57. 409.
    Vgl. Spindler (1998), S. 63. Zur Theorie des unvollständigen Vertrages vgl. Richter/Furubotn (1999), S. 36 ff. lrlenbusch/Schade (1999), S. 730 ff., untersuchen die Bedeutung von Reputation und Reziprozität im Rahmen unvollständiger Verträge.Google Scholar
  58. 413.
    In den USA setzen Unternehmensleitungen von ihnen gewünschte Hauptversammlungsbeschlüsse teilweise durch, in dem sie den Aktionären eine Kompensation anbieten, die als sweetener, add-on oder chicken bezeichnet werden. Vgl. Gordon (1989), S. 1577 ff. Ob solche Abstimmungskoppelungen nach deutschem Recht zulässig sind, ist fraglich. In jedem Fall könnten sie durch den Gesetzgeber de lege ferenda unterbunden werden, so daß sie nicht zur Rechtfertigung einer Regulierung zum Schutz vor opportunistischen Satzungsänderungen - im Kontext des deutschen Rechts - taugen. Zum Machtmißbrauch bei Hauptversammlungsbeschlüssen siehe auch K. Schmidt (1997), S. 868.Google Scholar
  59. 414.
    Vgl. Drukarczyk (1993), S. 629 f.; Picot/Michaelis (1984), S. 259; Bolton/Thadden (1998), S. 177 ff. Kuhner (1998), S. 260 ff., erörtert, ob das Trittbrettfahrerproblem durch eine Tolerierung von Informations-und Kontrollrenten gelöst werden kann. Künftig könnten virtuelle Hauptversammlungen im Internet die Kosten einer Teilnahme der Aktionäre erheblich senken und dadurch das Problem der rationalen Apathie reduzieren. Vgl. zum Internet als Medium der Aktionärsbeteiligung Spindler (2000), S. 440 ff.; Spindler/Hüther(2000), S. 329 ff.Google Scholar
  60. 415.
    Vgl. Baums/v. Randow (1995), S. 147; Bebchuk (1992), S. 1471.Google Scholar
  61. 416.
    Zu den juristischen Fragen der Bildung einer Aktionärsopposition in den USA vgl. Eisenberg (1989), S. 1478 f.Google Scholar
  62. 417.
    Vgl. Flassak (1995), S. 121; Picot/Dietl (1994), S. 125. Eine Verschärfung des Trittbrettfahrerproblems wird durch Regulierungen bewirkt, die den strategischen Investor, der Kontrollaktivitäten wahrnimmt, zur Bekanntgabe seiner Absichten zwingen. Vgl. Kuhner (1998), S. 255.Google Scholar
  63. 418.
    Vgl. Baums/v. Randow (1995), S. 147; Gordon (1989), S. 1575.Google Scholar
  64. 419.
    Gordon begründet dies damit, daß die Anteilseigner ein Handeln des Managements in ihrem Interesse unterstellen. Vgl. Gordon (1989), S. 1576.Google Scholar
  65. 421.
    Vgl. Romano (1989), S. 1611. Ferner EasterbrookiFischel (1990), S. 209.Google Scholar
  66. 422.
    Zur ökonomischen Effizienz von Stimmrechtsvollmachten vgl. Fama/Jensen (1983), S. 313 f. Zu einem Vergleich der Rolle der Banken im deutschen und amerikanischen Corporate Governance System vgl. Kaiser (1994), S. 198 ff.Google Scholar
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    Vgl. die empirische Untersuchung von Baums/Fraune (1995), S. 103. Zur Problematik der Bankenmacht vgl. Adams (1997), S. 22 ff.; dors. (1996), S. 1590 ff.; K. Schmidt (1997), S. 863. In den USA werden Stimmrechtsvollmachten dem Management (proxy vote) oder dem Broker eingeräumt. Vgl. Eisenberg (1989), S. 1474.Google Scholar
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    Vgl. Baums/v. Randow (1995), S. 145. Zu Interessenkonflikten amerikanischer institutioneller Investoren bei der Unternehmenskontrolle vgl. Black (1990), S. 595 ff.Google Scholar
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    Zu Fällen der Kollusion von Unternehmenskoalitionären vgl. oben S. 73.Google Scholar
  70. 426.
    Eisenberg berichtet für die USA, daß einige Unternehmensleitungen mit dem Abzug eines Verwaltungsauftrages für einen unternehmenseigenen Pensionsfonds drohen, wenn Banken gegen Vorschläge des Vorstandes in der Hauptversammlung stimmen. Vgl. Eisenberg (1989), S. 1476. Romano (1990), S. 237, stellt einen Zusammenhang zwischen Anteilskonzentration und opportunistischen Satzungsänderungen her. Siehe auch Gordon (1989), S. 1580.Google Scholar
  71. 428.
    Zur juristischen Zulässigkeit einer nachträglichen Einführung eines Höchststimmrechts vgl. K. Schmidt (1997), S. 857.Google Scholar
  72. 431.
    Vgl. Adams (1990), S. 76. Zu empirischen Belegen, daß Banken unter Berücksichtigung ihrer eigenen Interessen abstimmen und ihre eigenen Ziele durchsetzen, vgl. auch Wenger (1992), S. 83 ff.Google Scholar
  73. 432.
    Die Berücksichtigung von institutionellen Anlegern in der Corporate Governance Diskussion fordert vor allem Rodinger (1995), S. 109. Siehe auch Brancato (1991), S. 4; dies. (1997), S. 5 ff.; Drucker (1991), S. 106 ff.; Lintner (1969), S. 166; Millstein (1991), S. 70; U. Schneider (1990), S. 317 f.; Walker (1991), S. 34 ff.; Useem (1996), S. 15 ff.Google Scholar
  74. 433.
    Vgl. U. Schneider (1990), S. 318 ff.; Hansen (1995), R 419. Ende 1997 betrug das Anlagekapital der US-amerikanischen Pensionsfonds 950 Mrd. US$. Seit 1990 hat sich das Pensionsfondvermögen damit mehr als verdreifacht. Vgl. o.V. (1998b), S. 24. Die fortdauernden Hausse an den internationalen Aktienmärkten wird zum Teil auf die Geldanlagen der Babyboomer-Generation zurückgeführt, die allein 1997 amerikanischen Pensionsfonds mehr als 200 Mrd. US$ an frischen Mitteln zufließen ließen. Vgl. o.V. (1998c), S. 19. Zum Wachstum der institutionellen Investoren vgl. auch G1aum/MandIer (1996), S. 45. Auch in Lateinamerika verzeichnen Pensionsfonds ein kräftiges Wachstum. Vgl. o.V. (1998d), S. 17.Google Scholar
  75. 434.
    Vgl. Roe (1993), S. 85 ff. Bei der Chase Manhattan Bank beträgt der Aktienbesitz institutioneller Anleger sogar 75 v.Hd. des Kapitals. Vgl. Rodinger (1995), S. 112. Auch bei den großen deutschen Aktiengesellschaften halten institutionelle Investoren häufig nahezu die Hälfte der Anteile. Vgl. U. Schneider (1990), S. 319.Google Scholar
  76. 435.
    Vgl. Buxbaum (1993), S. 3 ff.; Davies (1993), S. 257 ff.; Gilson/Kraakman (1993), S. 225 ff.; Hadden (1993), S. 94; U. Schneider (1990), S. 323; Wingerson/Dom (1993), S. 201 ff.; Shishido (1993), S. 665ff.Google Scholar
  77. 436.
    Vgl. Brancato (1991), S. 5; Kräkel (1999), S. 293 f.; Wingerson/Dorn (1993), S. 203; Rodinger (1995), S. 112. Siehe auch Drucker (1991), S. 108.Google Scholar
  78. 439.
    So haben die institutionellen Investoren in den USA das Council of Institutional Investors und das Institutional Shareholders Committee gegründet. Beide spielten bei der Enstehung der Shareholder Rights Bewegung in den 80er Jahren eine bedeutende Rolle. Vgl. Romano (1993), S. 100; U. Schneider(1990), S. 323.Google Scholar
  79. 440.
    Die privaten und betrieblichen Pensionsfonds unterliegen dem Employee Retirement Income Security Act von 1974 (ERISA). Eine Stellungnahme des für das ERISA-Gesetz zuständigen U.S. Department of Labor von 1988 hat den Pensionsfonds die Beachtung treuhänderischer Pflichten bei der Vermögenverwaltung auferlegt. Nach der exclusive benefit rule müssen Pensionsfonds ihre Treuhandtätigkeit ausschließlich im Interesse der Anteilsinhaber ausüben. Vgl. Romano (1993a), S. 148 f.; Brancato (1991), S. 10.Google Scholar
  80. 441.
    Der Pensionsfonds der öffentlichen Bediensteten Kaliforniens verwaltet $ 335 Mrd. und ist damit der größte US-Pensionsfonds. Vgl. o. V. (1998a), S. 20; Romano (1993a), S. 124Google Scholar
  81. 442.
    Um einen Verstoß gegen Regeln des Insiderhandels und gegen die Treuhandpflichten zu vermeiden, lehnen die Pensionsfonds die Wahrnehmung von Mandaten im board in der Regel ab. Vgl. Hadden (1993), S. 94. Sie kommentieren jedoch Vorschläge des Management öffentlich und stellen Kataloge auf, welche Managementmaßnahmen, etwa zur Abwehr feindlicher Übernahmen, grundsätzlich abgelehnt werden. Vgl. Davies (1993), S. 274 f.; U. Schneider (1990), S. 323. Zu juristischen Schwierigkeiten und ökonomischen Hindernissen einer effizienten Unternehmenskontrolle duch Pensionsfonds und andere institutionelle Investoren vgl. Black (1990), S. 595 ff.; ders. (1997), S. 161.Google Scholar
  82. 444.
    Vgl. im einzelnen Salzberger (1999), S. 90 f. Der Glass-Stegall-Act, der viele Jahrzehnte die Beteiligungen von Banken an Nichtbankunternehmen einschränkte, ist 1999 aufgehoben worden. Vgl. o.V. (1999a), S. 17.Google Scholar
  83. 452.
    Vor dem Hintergrund des amerikanischen Rechts macht Gordon (1989), S. 1582 ff., zahlreiche Bedenken geltend, die nach deutschem Recht aber nicht zutreffen.Google Scholar
  84. 455.
    Vgl. Breid (1995), S. 827, Laux (1996), S. 210 f. Von den marktlichen Kontrollin-strumenten verspricht sich Hartmann-Wendels (1991), S. 352 ff., eine Motivation des Agenten zur wahrheitsgemäßen Rechnungslegung. Dies soll ein Bilanzrecht mit zahlreichen Wahlrechten ermöglichen, welches primär an Informationen über künftige Entwicklungen ausgerichtet ist.Google Scholar
  85. 456.
    Zu einer empirischen Untersuchung des market for corporate control vgl. Jensen/Ruback (1983), S. 5 ff. Feindliche Unternehmensübernahmen erfolgen in der Regel in Form eines tender offers bei dem der Bieter den Aktionären ein direktes Übernahmeangebot unterbreitet. Vgl. Drukarczyk (1993), S. 637.Google Scholar
  86. 457.
    Vgl. Lipton/Panner (1993), S. 115. Zur historischen Entwicklung des M&A-Marktes in den USA vgl. Kuhner (2000), S. 334 f.Google Scholar
  87. 458.
    Vgl. Adams (1990), S. 65; Krahnen (1993), S. 799; Wolfson (1984), S. 46 f.; Fama/Jensen (1983), S. 313; Manne (1981), S. 690 ff.; Perridon/Steiner (1999), S. 519. Die Notwendigkeit unfreundlicher Übernahmen führen Morck/ShleiferNishny (1989), S. 852, auf das Versagen des board of directors und der Vergütungsstrukturen als Instrumente der Managementkontrolle zurück. Zu einem Vergleich des market for corporate control in Deutschland, Japan und den USA vgl. Waldenberger (2000), S. 100 ff.Google Scholar
  88. 459.
    Vgl. Flassak (1995), S. 137. Im Grundsatz hat der Aktionär die Wahl zwischen der Kontrolle durch „voice“ (Widerspruch) oder „exit’ (Abwanderung). Vgl. Kuhner (1998), S. 128.Google Scholar
  89. 460.
    Vgl. Baumol (1969), S. 135 f.; Richter/Furubotn (1999), S. 382 und S. 374 m.w.N.Google Scholar
  90. 462.
    Vgl. Fama (1980), S. 291; Flassak (1995), S. 159; Röhrich (1994), S. 81.Google Scholar
  91. 453.
    Im US-Corporate Governance System kann das board über das proxy-Verfahren die Stimmrechte in der Hauptversammlung ausüben und so einer Kapitalmarktkontrolle entgehen. Vgl. Stulz (1988), S. 25 ff.Google Scholar
  92. 484.
    Dies impliziert, daß nur bei einem starken Abweichen des Managements von den Interessen der Anteilseigner die Gefahr einer feindlichen Unternehmensübernahme entsteht. Vgl. Bebchuk (1992), S. 1462 f.; Eisenberg (1989), S. 1498 f. Der potentielle Gewinn des raiders wird auch durch hohe Transaktionskosten einer Unternehmensübernahme eingeschränkt. Vgl. Flassak (1995), S. 175 f.Google Scholar
  93. 465.
    Vgl. Röhrich (1994), S. 88. Kritisch hierzu Stout (1988), S. 686 ff.; Flassak (1995), S.Google Scholar
  94. 472.
    ff. Da der Aktienkurs von vielen Einflüssen und nicht nur von der Leistung des Managements abhängt, rückt man aufgrund negativer Erfahrungen in der anglo-amerikanischen Unternehmenspraxis dort inzwischen auch wieder von ausschließlich an den Aktienkurs der Gesellschaft anknüpfenden Optionsprogrammen ab. Vgl. Stout (1988), S. 679 ff.; Winter (1998), S. 1129; Baums (1997), S. 13.Google Scholar
  95. 488.
    Vgl. Flassak (1995), S. 175 ff.; Röhrich (1994), S. 89.Google Scholar
  96. 467.
    Zu Erklärungsansätzen für Unternehmensübernahmen vgl. Kuhner (2000), S. 336 ff. Ferner Röhrich (1994), S. 87; Flassak (1995), S. 170 ff.Google Scholar
  97. 466.
    Vgl. Kuhner (2000), S. 335; Paefgen (1991), S. 43 ff.; Romano (1990), S.235.Google Scholar
  98. 470.
    Vgl. Adams (1994), S. 148 ff.; ders., (1990), S. 63 ff.; Baums (1993a), S. 154 ff. Zur EG-Übernahmerichtlinie vgl. Drukarczyk (1993), S. 646 ff.Google Scholar
  99. 471.
    Vgl. Adams (1994), S. 149 ff. Die empirische Untersuchung von Schreyögg/Papenheim-Tockhorn (1995), S. 205 ff., bestätigt, daß Auf sichtsratsmandate gezielt zum Aufbau zwischenbetrieblicher Kooperationen verwendet werden. Zur Einschränkung des market for corporate control durch die Mitbestimmung vgl. Wikkenkamp (1983), S. 166.Google Scholar
  100. 472.
    Vgl. Breid (1995), S. 828, Kräkel (1999), S. 305. Zu den Verteidigungstaktiken des amerikanischen Managements und ihrer Anwendbarkeit in Deutschland vgl. Petzer (1986), S. 4 ff.; ders. (1988), S. 13 ff.Google Scholar
  101. 475.
    Zur Diskussion in der Literatur über eine Stärkung des market for corporate control vgl. Easterbrook/Fischel (1981), S. 1164; Drukarczyk (1993), S. 639 ff.; Adams (1994), S. 153 ff.Google Scholar
  102. 478.
    Vgl. Eisenberg (1989), S. 1498; Bebchuk (1992), S. 1462. Zu den ökonomischen Effekten des Marktes für Unternehmenskontrolle vgl. Paefgen (1991), S. 57 ff.Google Scholar
  103. 477.
    Vgl. Fama/Jensen (1983), S. 313; Eisenberg (1989), S. 1500; R. Schmidt (1982), S. 742.Google Scholar
  104. 478.
    Durch fallende Kurse werden zunächst einmal die Aktionäre sanktioniert. Da uninformierte Anleger ineffizientes Managementverhalten erst realisieren, wenn der Mißmanagementabschlag bereits in den Kursen enthalten ist, können sie ihre ökonomische Position durch den Aktienverkauf nicht verbessern. Eine Disziplinierungskraft entfaltet der Kapitalmarkt erst, wenn das Management auf die Neuemission von Aktien angewiesen ist. Vgl. Flassak(1995), S. 138ff.Google Scholar
  105. 479.
    Vgl. Eisenberg (1989), S. 1461; Beyer (1996), R 300; Wickenkamp (1983), S. 159 ff.Google Scholar
  106. 488.
    Vgl. Stout (1988), S. 648. Zu ähnlichen deutschen Untersuchungen vgl. Wagner (1982), S. 764.Google Scholar
  107. 491.
    Wolfson (1984), S. 50. Vgl. auch Bebchuk (1992), S. 1463; Furubotn/Pejovich (1973), S. 1150 und die empirischen Daten von Nickell (1995), S. 52.Google Scholar
  108. 495.
    § 84 Abs.1 S.1 AktG. Zu den Schwierigkeiten der Ablösung des Vorstandes vor dem Hintergrund der deutschen Unternehmensverfassung vgl. Picot/Michaelis (1984), S. 261.Google Scholar
  109. 498.
    Formale Modelle der freiwilligen Unternehmenspublizität setzen zum Teil voraus, daß das Management die Maximierung der Marktkapitalisierung des Unternehmens bzw. die Minimierung seiner Eigenkapitalkosten beabsichtigt. Vgl. Kuhner (1998), S. 174 und S. 184 ff.Google Scholar
  110. 500.
    Beachte in diesem Zusammenhang, daß vor Schaffung der SEC in den USA zwar die überwiegende Mehrheit (94 v.H.), aber durchaus nicht alle börsennotierten Unternehmen freiwillig geprüfte Jahresabschlüsse veröffentlicht haben. Vgl. Wallace (2000), Kapitel 2, S. 1.Google Scholar
  111. 503.
    Zum Inkrafttreten den Bilanzrichtliniengesetz vgl. Baetge (1996), S. 29 f.Google Scholar
  112. 510.
    Vgl. Richtlinie des Rates v. 8.11.1990, Abl. EG Nr. L 317 v. 16.11.1990, S. 60.Google Scholar
  113. 511.
    Zur Entstehungsgeschichte des KapCoRiLiG vgl. BT-Drucks. 458/99, S. 20.Google Scholar
  114. 512.
    Vgl. die Begründung des Entwurfs eines KapCoRiLiG, BT-Drucks. 458/99, S. 33.Google Scholar
  115. 513.
    Kritisch hierzu Marx/Scharenberg (1999), S. 1138; Streim (1992), S. 450 ff.Google Scholar
  116. 516.
    Zum Rechtsverhältnis zwischen Emittent, indenture trustee und Obligationären vgl. Luttermann (1998), S. 282 ff.Google Scholar
  117. 517.
    Berichte über die üblichen Vertragsbestimmungen finden sich in juristischen Vertragshandbüchern und den Publikationen von Rating-Agenturen. Vgl. Kalay (1982), S. 213; Leftwich (1983), S. 25; Smith/Warner (1979), S. 123; In der amerikanischen Literatur wird der Begriff „Commentaries“ verwendet. Darunter versteht man „a reference manual designed to provide advice for lawyers who negotiate restrictive covenants in lending agreements” (Leftwich, a.a.O., S. 29). Commentaries sind also juristische Vertragshandbücher.Google Scholar
  118. 518.
    Vgl. Press’Weintrop (1990), S. 67. Zu einem Überblick über übliche Vertragsinhalte vgl. im deutschen Schrifttum Hartmann-Wendels/Pfingsten/Weber (2000), S. 200 ff.Google Scholar
  119. 519.
    Vgl. auch Luttermann (1998), S. 319; Thießen (1996), S. 20; Bauer(1995), S. 312 ff.Google Scholar
  120. 520.
    Vgl. Smith/Warner (1979), S. 124 ff.; Alberth (1997), S. 745. Zum Einfluß von covenants auf die Bilanzpolitik vgl. Holthausen (1981), S. 73 ff. Zur Bedeutung der Anderung von Bilanzierungsregeln für covenants vgl. Leftwich (1981), S. 3 ff. Zu den Folgen von covenants in Unternehmenskrisen, Insolvenzen und Anleihekündigungen vgl. Manewitz (1991), S. 501 ff.; Vlahakis (1991), S. 470 ff.; Vu (1986), S. 264.Google Scholar
  121. 525.
    Vgl. Bebchuk (1992), S. 1489 f.; Richter/Furubotn (1999), S. 157 f. Zur Theorie unvollständiger Verträge vgl. Schweizer (1999), S. 20 ff. Ähnlich in Bezug auf Einlagen bei Banken: Hartmann-Wendels/Pfingsten/Weber (2000), S. 327. In der Agency-Theorie werden anders als hier vollständige Verträge unterstellt. Deshalb wird ein ausschließlich vertraglicher Gläubigerschutz für möglich erachtet. Vgl. z. B. Leuz (1996), S. 90 f.Google Scholar
  122. 529.
    Ablehnend Streim (1992), S. 451, mit der Begründung, daß Geschäftspartner, die eine vertragliche Offenlegungsverpflichtung nicht durchsetzen könnten, in einem wirtschaftlichen Abhängigkeitsverhältnisses zu ihrem Vertragspartner stehen und deshalb nicht schützbar sind.Google Scholar
  123. 532.
    So auch Bebchuk (1992), S. 1489 f.; Alberth (1997), S. 749 f.; Pannen (2000), S. 124 f. Regulierungen aus Gründen des Gläubigerschutzes können also nicht mit dem einfachen Hinweis auf die Möglichkeit eines vertraglichen Schutzes abgelehnt werden. So aber Schaffer (2000), S. 125.Google Scholar
  124. 535.
    Nach Spindler (1998), S. 64, ist zwischen dem Schutz der Investoren bei der Anlageentscheidung und dem ex-post-Anlegerschutz zu unterscheiden. Wird eine staatliche Intervention mit der Theorie des opportunistischen ex-post-Verhaltens begründet wie hier, so rechtfertigt dies nach Spindler nur gesetzliche Regelungen des ex-post-Anlegerschutzes. Demnach kann die hier vorgetragene Argumentation eine Regulierung der laufenden Publizität, nicht jedoch der Erstemissionspublizität begründen.Google Scholar
  125. 536.
    Zu einer property rights-theoretischen Analyse von Rechnungslegungsinformationen vgl. Kuhner (1998), S. 42 ff.Google Scholar
  126. 538.
    Vgl. Huile (1993), S. 390. Zur Offenlegungsquote in füheren Jahren vgl. Baetge/Apelt (1992), S. 402.Google Scholar
  127. 539.
    Vgl. A. Achleitner (1995), S. 397. Diese Entwicklung offenbart nach Achleitner (1995), S. 398, und Zimmerer(1992), S. 452, einen Autoritätsverlust von Gesetzen, der mit der wachsenden Gesetzesflut einhergeht. Niehus (1992), S. 450, und Achleitner (1995), S. 399, verweisen in diesem Zusammenhang auf die Erkenntnis Platons, daß nur solche Gesetze wirklich gute Gesetze sind, die ohne Androhung von Strafen, also freiwillig, von den Bürgern beachtet werden.Google Scholar
  128. 541.
    Die Schwierigkeiten einer gerichtlichen Durchsetzung vertraglicher Ansprüche führen generell zur Notwendigkeit ein hold up durch ein anreizkompatibles Vertragsdesign zu erschweren. Vgl. Williamson (1983), S. 519.Google Scholar
  129. 542.
    Zur Forderung nach einer der SEC vergleichbaren Behörde in Deutschland vgl. Hütten/Brakensiek (2000), S. 872; Bäckern (2000), S. 1190 f.Google Scholar
  130. 543.
    Vgl. Kuhner (1998), S. 304, der zivilrechtlich einklagbare Informationsrechte als unverwässerte property rights an Unternehmensinformationen bezeichnet.Google Scholar
  131. 544.
    Vgl. Demsetz (1969a), S. 1; ders. (1969b), S. 3. Dennoch wird das Modell der vollkommenen Konkurrenz gemeinhin als Maßstab für die Analyse von Marktversagen beibehalten, weil es bisher nicht gelungen ist, eine mikroökonomische Theorie zu entwickeln, die leistungsfähiger ist als das Modell der vollständigen Konkurrenz. Vgl. Samuelson/Nordhaus (1998), S. 65; Fritsch/Wein/Ewers (1999), S. 349 f. und S. 68 f.Google Scholar
  132. 545.
    Vgl. Fritsch/Wein/Ewers (1999), S. 87; Ekkenga (1998), S. 65 ff.Google Scholar
  133. 547.
    Vgl. Benston (1969), S. 26; Leftwich (1980), S. 196 ff.; Kripke (1979), S. 108 ff.; Kuhner (1998), S. 195 ff.; Hartmann-Wendels (1991), S. 24 ff.; Meltzer (1969), S. 221. Ein Wohlfahrtsoptimum ist erreicht, wenn die Grenzkosten der Summe der individuellen Grenznutzen der Publizität entsprechen. Vgl. Benston (1969), S. 24. Diese auf Samuelson (1954), S. 387 ff., zurückgehende Formulierung wird von Leftwich (1980), S. 198, kritisiert. Die Kosten, die dem Staat und den Unternehmen durch eine Regulierung entstehen, werden mitunter übersehen. Siehe z. B. Buschmeyer (1993), S. 157; M. Schmidt (2000), S. 41 ff.Google Scholar
  134. 548.
    Vgl. BlundelURobinson (1999), S. 16 f. Adverse Effekte von Regulierungen auf Wettbewerb und Entwicklung werden von BlundelURobinson als indirect costs bezeichnet. Sie können nicht geschätzt werden.Google Scholar
  135. 549.
    Vgl. Blundell/Robinson (1999), S. 17. Zu den Kosten, welche allein die Regulierung von Banken in Deutschland verursacht, vgl. Hartmann-Wendels/Pfingsten/Weber (2000), S. 340.Google Scholar
  136. 550.
    Vgl. Leftwich (1980), S. 196. Im Ergebnis ist ein Kostenvergleich zwischen marktlicher und staatlicher Lösung nicht durchführbar. Vgl. Hartmann-Wendels (1991), S. 28.Google Scholar
  137. 556.
    Vgl. oben S. 49 ff. Zu formalen Ansätzen eine optimalen Publizitätsniveaus vgl. Kuhner (1998), S. 136 ff.Google Scholar
  138. 558.
    Vgl. Fritsch/Wein/Ewers (1999), S. 86 ff. und unten S. 106.Google Scholar
  139. 559.
    Vgl. zu einer Kritik von Regulierungen aus dieser Sicht BlundelURobinson (1999), S. 18 ff.Google Scholar
  140. 560.
    Vgl. G. Becker(1989), S. 15 f.; Clarke (1989), S. 1718 ff.; Acocella (1998), S. 203 ff. Im deutschen Schrifttum wird die positive Regulierungstheorie von Ordelheide (1998), S. 1 ff., dargestellt. Siehe auch Pellens/Bonse (1999), S. 874.Google Scholar
  141. 562.
    Vgl. G. Becker(1989), S. 17 f. Kripke (1979), S. 32 ff., sieht die SEC als ein Instrument der Wettbewerbsbeschränkung zugunsten von Brokern und Wirtschaftsprüfern.Google Scholar
  142. 553.
    Vgl. Weizsäcker (1982), S. 334. Siehe auch den Apell von Ortmann/Zimmer (1998), S. 750 ff., die Einflußnahme der Unternehmen auf Regulierungen zum Gegenstand des strategischen Managements zu machen.Google Scholar
  143. 565.
    Zum Staatsversagen bei der Normierung von Bilanzregeln und der Regulierung der Rechnungslegung vgl. Streim (1992), S. 447 f. und Leftwich (1980), S. 195Google Scholar
  144. 566.
    Vgl. Watts/Zimmermann (1978), S. 112 ff.; dies. (1990), S. 131 ff. Einen Oberblick über die empirischen Arbeiten geben Coenenberg/Haller (1993), S. 576 ff. Zur Kritik an dem Ansatz vgl. Ballwieser (1993), S. 128.Google Scholar
  145. 567.
    Vgl. Watts/Zimmermann (1978), S. 113. Siehe hierzu auch Schildbach (1999), S. 425.Google Scholar
  146. 568.
    Vgl. Watts/Zimmermann (1978), S. 118; Streim (1992), S. 446; Wangemann (1996), S. 523. Zur Rolle der Hochschullehrer bei der Verabschiedung des Bilanzrichtlinien-Gesetz vgl. Chmielewicz (1988), S. 53 ff. Hierzu R. Schmidt (1996), S. 253 f.Google Scholar

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 2001

Authors and Affiliations

  • Christoph Watrin

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