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Kooperationskonflikte

  • Christoph Watrin
Part of the Beiträge zur betriebswirtschaftlichen Forschung book series (BBFDUV, volume 100)

Zusammenfassung

Die beschriebenen Kooperationsgewinne dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, daß es in Unternehmen zu Konflikten zwischen den verschiedenen Vertragspartnern kommen kann. Diese treten bei Publikumsaktiengesellschaften in besonderem Maße zu Tage und begründen die Notwendigkeit einer — freiwilligen oder staatlich angeordneten — Rechnungslegung.

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Literatur

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    Im Gefangenendilemma handeln die Spieler im Sinne Machiavellis (1532/1986, S. 137), d.h. streng opportunistisch: „Ein kluger Herrscher kann und darf daher sein Wort nicht halten, wenn ihm dies zum Nachteil gereicht und wenn die Gründe fortgefallen sind, die ihn veranlaßt hatten, sein Versprechen zu geben.“Google Scholar
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    Zur Herleitung der Zielsetzungen der Unternehmenskoalitionäre aus dem REMM-Model (REMM= resourceful, evaluating, maximizing man) vgl. Wickenkamp (1983), S. 18.Google Scholar
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    Die Notwendigkeit einer Berücksichtigung unfreiwilliger Gläubiger betont auch T. Siegel (1997), S. 123. Beachte, daß nach deutschem Recht gesetzliche und vertragliche Ansprüche nebeneinander bestehen können. Vgl. Medicus (1996), Rz. 7 ff.Google Scholar
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    Vgl. Baetge (1996), S. 94, der als Hauptzwecke von Buchführung und Jahresabschluß den relativen Adressatenschutz durch Interessenausgleich bezeichnet, der durch die Rechnungslegungsziele Dokumentation, Rechenschaft und Kapitalerhaltung erreicht werden soll.Google Scholar
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    Vgl. z.B. Alchian/Woodward (1987), S. 122 ff.; Zu einer institutionenökonomischen Betrachtung dieser Konflikte vgl. auch Kirchner (1997), S. 278.Google Scholar
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    In der Institutionenökonomie wird in der Regel — ohne Berücksichtigung weiterer institutioneller Details - einfach von Managern gesprochen. Dem wird hier gefolgt, soweit dadurch keine Unklarheiten oder unzulässige Vergröberungen entstehen.Google Scholar
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    Zum Problem des koordinierten Verhaltens großer Gruppen Olson (1971), S. 55 f.Google Scholar
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    Vgl. Berle/Means (1937/1968), S. 18 ff. Roe (1993), S. 55 weist daraufhin, daß nicht die im Eigeninteresse handelnden Manager, sondern falsche Institutionen das Problem sind.Google Scholar
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    Vgl. Franke/Hax (1999), S. 447; Hartmann-Wendels (1992a), S. 414 f.Google Scholar
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    Vgl. Henrichs (1999), S. 13. Zur Beurteilung der Einschränkung expliziter Wahlrechte vgl. Schildbach (1994), S. 703.Google Scholar
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    Vgl. Hennrichs (1999), S. 35. Das besonders umstrittene Wahlrecht nach § 253 Abs.4 HGB ist für Kapitalgesellschaften allerdings unzulässig, § 279 Abs.1 Satz 1 HGB. Bilanzierungswahlrechte werden häufig zur Gewinnglättung genutzt. Vgl. Coenenberg (1985), S. 115.Google Scholar
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    Fama (1980), S. 291. Guserl (1998), S. 1047, unterscheidet zwischen dem Investor-Eigentümer, der eine Ressource, nämlich Geld, maximiert und dem Unternehmer-(Manager-)Eigentümer, dessen Aufgabe die Kombination mehrerer Ressourcen ist und der an der Leistungsfähigkeit des Unternehmens interessiert ist. Im Gegensatz zum Investor-Eigentümer investiere der Unternehmer-Eigentümer nicht auf Zeit, sondern auf Dauer.Google Scholar
  30. 1181.
    Vgl. Hartmann-Wendels (1992a), S. 412 ff. und Wiedemann (1980), S. 573 ff., der vom Gläubigerschutz durch Publizität spricht.Google Scholar
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    Vgl. Bitz/Hemmerde/Rausch (1986), S. 150 ff.; Alvarez/Wotschofsky (2000), S. 92.Google Scholar
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    Vgl. Modigliani/Miller (1958), S. 261 ff. Zu den Prämissen des Modells vgl. Drukarczyk (1993), S. 131 f.; Franke/Hax (1999), S. 153; Adams (1991), S. 29.Google Scholar
  33. 185.
    Die Eigentümer würden dann nur noch die Organisation des Unternehmensvertragsgeflechts übernehmen und hätten keinerlei Finanzierungsfunktion. Vgl. Adams (1991), S. 27.Google Scholar
  34. 186.
    Vgl. C. Smith/Warner(1979), S. 120; Ewert (1986), S. 76.Google Scholar
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    Vgl. Franke/Hax (1999), S. 469 ff.; Vormbaum (1995), S. 61.Google Scholar
  36. 188.
    Agency-Kosten setzen sich aus den Selbstbindungs-oder Signalisierungskosten (bonding expenditures) des Agenten, den Überwachungskosten (monitoring costs) des Prinzipals und dem verbleibenden Wohlfahrtsverlust (Residualverlust) zusammen. Vgl. Jensen/Meckling, (1976), S.308; Easterbrook/Fischel (1990), S. 190; Franke/Hax (1999), S.416 f., Kuhner (1998), S. 76; Neus (1989b), S.472 ff.Google Scholar
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    Vgl. Ewert (1986), S. 81; Jensen/Meckling (1976), S. 342; Franke/Hax (1999), S. 425 ff.; Hartmann-Wendels (1992a), S. 414 f.; Wolfson (1984), S. 55.Google Scholar
  39. 193.
    Vgl. Alchian/Woodward (1988), S. 67 f.; Dietl (1993), S. 141 Fritsch/Wein/Ewers (1999), S. 277; Hartmann-Wendels (1992a), S. 418.Google Scholar
  40. 196.
    Vgl. Buschmeyer (1993), S. 179; Hartmann-Wendels (1992), S. 421. Die Verbindung von Ausschüttungsrestriktion und Informationen betont auch Hartmann-Wendels (1991), S. 13. Zu einer Zusammenstellung gläubigerschützender Publizitätsinhalte vgl. Buschmeyer, a.a.O., S. 183 ff.Google Scholar
  41. 197.
    Vgl. Leffson (1988), S. 61 ff. Zu einer ökonomischen Untersuchung der Abschlußprüfung vgl. Ewert (1999), S. 37 ff.Google Scholar
  42. 201.
    Vgl. Hartmann-Wendels (1992a), S. 420; Schildbach (1986), S. 62 ff.; R. Posner (1975/76), S. 508; Ewert (1986), S. 14 ff.; Spremann (1989), S. 742 ff. Google Scholar
  43. 204.
    Vgl. das Beispiel von R. Posner (1975/76), S. 502. Dies gilt auch bei der Bestellung von Sicherheiten, denn Grundlage der Kreditvergabe ist der Going Concern-Wert des Vermögensgegenstandes. Vgl. Myers (1977), S. 156.Google Scholar
  44. 207.
    Vgl. Eucken (1990), S. 279 ff. Siehe hierzu auch Lehmann (1986), S. 357. Drastisch formuliert Wüst das Problem der beschränkten Haftung: „Besonders anrüchig wird die Sache, wenn sich ein derart gescheiteter Unternehmer am Swimmingpool seiner Privatvilla über die erlittenen Verluste hinwegtröstet oder wenn er eine Woche später das Spiel aufs neue beginnt, mit dem gesetzlichen Mindesteinsatz ein neues Unternehmen gründet.“ Wüst (1989), S. 819.Google Scholar
  45. 211.
    Vgl. Adams (1991), S. 47 f.; Bauer (1995), S. 100; Epstein (1995), S. 270; Lehmann (1986), S. 353. Die Kapitalsammelfunktion von Aktiengesellschaften wird dadurch erleichtert, daß die Börsennotierung der Anteile eine Umwandlung kurzfristigen Kapitals in langfristiges erlaubt. Kapital, welches der Anleger nicht auf lange Frist hergeben kann oder will, kann aufgrund der Möglichkeit, die Anteile jederzeit über die Börse zu verkaufen, dennoch für langfristige Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Vgl. Schmalenbach (1950), S. 13; Rieger(1928), S. 145 f.Google Scholar
  46. 213.
    Der aus einer Personengesellschaft ausscheidende Gesellschafter nimmt demgegenüber an dem Gewinn und Verlust teil, welcher sich aus den zur Zeit seines Ausscheidens schwebenden Geschäften ergibt. Vgl. § 740 Abs.1 BGB und § 26 Abs.1 HGB. Hierzu K. Schmidt (1997), S. 1479.Google Scholar
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    Vgl. Adams (1991), S. 50; Easterbrook/Fischel (1985), S. 94; dies. (1991), S. 43; Glaum/Mandler (1996), S. 45; Hax/Franke (1994), S. 309 ff.; Jensen/Meckling (1976), S. 331.Google Scholar
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    Vgl. Easterbrook/Fischel (1985), S. 92; dies. (1991), S. 42.Google Scholar
  49. 218.
    Vgl. Adams (1991), S. 50; Easterbrook/Fischel (1985), S. 95.Google Scholar
  50. 220.
    Vgl. Adams (1991), S. 49; Kübler(1989), S. 166; Schmalenbach (1950), S. 13.Google Scholar
  51. 221.
    Vgl. Adams (1991), S. 50; Easterbrook/Fischel (1991), S. 42; Lehmann (1986), S. 355.Google Scholar
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    Vgl. Adams (1991), S. 49; Bauer (1995), S. 101 m.w.N.; Easterbrook/Fischel (1985), S. 94; Lehmann (1986), S. 349.Google Scholar

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Authors and Affiliations

  • Christoph Watrin

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