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Untersuchungsplan

  • Christoph Watrin
Part of the Beiträge zur betriebswirtschaftlichen Forschung book series (BBFDUV, volume 100)

Zusammenfassung

Im zweiten Teil der Arbeit wird der Versuch unternommen, die Bedeutung der Rechnungslegung aus der Sicht der Marktversagenstheorie zu beschreiben. Die Überlegungen gehen vom Gefangenendilemma aus, welches von Kuhner in die deutsche Bilanzdiskussion eingeführt wurde.47 Das Gefangenendilemma ist geeignet, die Schwierigkeiten einer vertraglichen Einigung zwischen bilanzierenden Unternehmen und Jahresabschlußadressaten zu beschreiben. Grundsätzlich können Management, Anteilseigner und Anspruchsgruppen durch Kooperation im Unternehmen gemeinsam Wohlfahrtsgewinne erzielen. Allerdings ist es für die Beteiligten häufig individuell rational, Verträge nicht einzuhalten und sich Sondervorteile zu verschaffen. Handeln alle Unternehmenskoalitionäre so, dann erzeugen sie eine Situation, in der es allen schlechter geht. Ein Kooperationsversagen kann vor allem innerhalb zweier Bereiche auftreten, die für Publikumsaktiengesellschaften bedeutsam sind, nämlich dem Interessengegensatz zwischen Management und Anteilseignern einerseits und dem Interessengegensatz zwischen Anteilseignern und Anspruchsgruppen (stakeholder) andererseits. Daneben gibt es auch Interessenegensätze innerhalb der genannten Gruppen. Jahresabschlußinformationen und Begrenzungen der Ausschüttungen spielen bei der Bewältigung der genannten Konflikte und der Absicherung der Kooperationsvorteile, die sich mit der Institution Unternehmen verbinden, eine bedeutende Rolle.

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Literatur

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Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 2001

Authors and Affiliations

  • Christoph Watrin

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