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Ergebnisse der nationalen Fallstudien: Einzeldarstellungen und zusammenfassender Vergleich

  • Wolfgang Gerstlberger
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Part of the Kasseler Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften book series (KWV, volume 21)

Zusammenfassung

Die relative Neuheit und große inhaltliche Offenheit von SD bedingen es, dass für die wirtschaftswissenschaftliche Messung von dreidimensional nachhaltigen Erfolgen auf regionaler Ebene bisher keine Indikatoren existieren, die in der Innovationspraxis und -forschung auf allgemeine Akzeptanz stoßen. Dieses Problem der Erfolgsmessung setzt sich im Bereich der Funktionsfahigkeit von RIS fort. Aufgrund von Unklarheiten im Bereich der Zielformulierung und -evaluierung sind Unsicherheiten hinsichtlich zu treffender Maßnahmen weit verbreitet.

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Literatur

  1. 85.
    Diese 19 Einzelindikatoren werden — in unterschiedlichen Zusammensetzungen, nie als komplette Liste — in mindestens zwei explorativen Studien über nachhaltige Unternehmens- und Regionalentwicklung genannt (vgl. Kapitel 3).Google Scholar
  2. 86.
    Die Bezeichnung Modellregion wird in EU-weiten oder nationalen öffentlichen Förderprogrammen gebraucht, um deutlich zu machen, dass überdurchschnittlich innovative Projekte — mit exemplarischer Bedeutung über die regionalen Grenzen hinaus — gefördert werden (vgl. z.B. Dürand 2000).Google Scholar
  3. 87.
    Die folgenden EU-Größenklassen sind in der internationalen RIS-Diskussion am weitesten verbreitet: Kleinstunternehmen (maximal zehn Beschäftigte); kleine und mittlere Unternehmen (maximal 250 Beschäftigte) und Großunternehmen (ab 251 Beschäftigten; vgl. EU-Kommission 2000a, S. 32; vgl. ergänzend EU-Kommission 2000 b; c; d).Google Scholar
  4. 91.
    Dieser Index enthält unter anderem die öffentlichen Ausgaben für Kinderbetreuungs-Angebote, die für einzelne Fallstudien (z.B. Silicon Valley) auch getrennt ausgewiesen werden können. Daneben gehen öffentliche Ausgaben ein, die mit den Folgen von Arbeitslosigkeit zusammenhängen.Google Scholar
  5. 92.
    Legt man die fünf EU-Klassifizierungen für die Unternehmensgröße zu Grunde, fällt auf, dass die Schwerpunkte der dänischen Betriebsstruktur in den Klassen 1 bis 3 liegen. Klasse 1 (Keine Arbeitnehmer) ist überproportional stark ausgeprägt (vgl. EC 2000b, diverse Schaubilder).Google Scholar
  6. 93.
    Der Zusammenhang zwischen national staatlichen Rahmensetzungen und ökologischen Innovationsanreizen kann anhand des Beispiels einer ökologischen orientierten Steuer aus dem Bereich der Landwirtschaft verdeutlicht werden (vgl. Anhang 5.1).Google Scholar
  7. 94.
    Regionalisierte Arbeitsmarktdaten, die als einzige hier verwendete Indikatoren von der amtlichen nationalen Statistik bereitgestellt werden, spiegeln den dargestellten gesamtdänischen Trend — mit nur geringfügigen Abweichungen — in allen Regionen des Landes wider (vgl. EC 2000a, S. 71 ff.).Google Scholar
  8. 95.
    Aufgrund der, in einigen Fällen gravierenden, Unterschiede zwischen der Indikatorenbildung und der Datenqualität in der amtlichen US-amerikanischen sowie EU- und OECD-Statistik werden an dieser Stelle keine außereuropäischen Vergleichswerte herangezogen. Abbildung 27 (vgl. Kapitel 6.3) zeigt jedoch, zumindest für die Arbeitsmarktentwicklung am Beispiel Silicon Valley, dass die wirtschaftliche dänische NIS- und RIS-Entwicklung auch in internationaler Hinsicht vergleichsweise erfolgreich ist (vgl. ergänzend Maskell et al. 1998, S. 73ff.).Google Scholar
  9. 96.
    Für die Jahre 1997 und 1998 werden keine Zahlen zur Verfügung gestellt (vgl. EC 2000b).Google Scholar
  10. 97.
    Für das Jahr 1998 werden keine Zahlen zur Verfügung gestellt (vgl. ebd.).Google Scholar
  11. 98.
    Die neuen Bundesländer sind berücksichtigt (vgl. ebd.).Google Scholar
  12. 99.
    Die dänischen Ausgaben für die öffentlichen F & E-Infrastruktur sind demgegenüber zwischen 1991 und 1996 — bei ca. 0,7% des BIP weit gehend konstant geblieben (vgl. ebd.). Im EU-Durchschnitt und in Deutschland sind sie im gleichen Zeitraum von ca. 1,0% auf ca. 0,9% leicht gefallen (vgl. ebd.).Google Scholar
  13. 100.
    Für die Jahre 1997 und 1998 werden keine Zahlen zur Verfügung gestellt (vgl. ebd.); an dieser Stelle finden sich auch ergänzende Anmerkungen zur Zusammenstellungen der hier verwendeten Wirtschaftsindikatoren im Rahmen der amtlichen EU-Statistik.Google Scholar
  14. 101.
    Die neuen Bundesländer sind bereits berücksichtigt (vgl. ebd.).Google Scholar
  15. 102.
    Für die Jahre 1997 und 1998 werden keine Zahlen zur Verfügung gestellt (vgl. ebd.).Google Scholar
  16. 103.
    Diese Verknüpfung findet sich, in den für diese Studie zusammengefassten Fallstudien, lediglich in Leitbildern für niederländische Innovationssysteme in derart konsequenter Form (vgl. Kapitel 6.4).Google Scholar
  17. 104.
    Tätigkeitsschwerpunkt dieser regionalen öffentlich-privaten Gemeinschaftsprojekte war anfänglich die Wirtschaftsförderung im engeren Sinne. Innerhalb weniger Jahre kamen der Technologie- und Wissenstransfer sowie die Förderung der Verkehrs- und Qualifizierungsinfrastruktur als Felder der institutionalisierten öffentlich-privaten Zusammenarbeit hinzu (vgl. Maskell 1998, S. 180ff).Google Scholar
  18. 105.
    Vgl. zur Abgrenzung des RIS Silicon Valley Anhang 5.2.Google Scholar
  19. 106.
    Die wenigen neueren empirische Studien bzw. Erhebungen lokaler Forschungsinstitute bieten mittlerweile auch einiges quantitatives Datenmaterial, das hier — aufgrund der vergleichsweise geringen Berücksichtigung in der internationalen wissenschaftlichen und politisch-praktischen RIS-Diskussion — in komprimierter Form dargestellt wird (vgl. Bean/Denner 1998, ABAG 2000 für den Überblick und weiterführende Hinweise). In den qualitativen Experteninterviews (vor allem in den Interviews A 1 und A 2) sind die hier zusammengefassten Entwicklungen teilweise mit sehr drastischen Details (z.B. starke Gesundheitsbelastungen, auch bei hochqualifizierten Beschäftigten, durch die äußerst flexible Produktionsweise) illustriert worden.Google Scholar
  20. 108.
    Das BIP des Staates Kalifornien wurde in den 1990er Jahren lediglich von einigen wenigen Nationalstaaten übertroffen (vgl. Benner/Dean 1998, S. 10).Google Scholar
  21. 109.
    Dies gilt mit der Einschränkung, dass im Jahr 2001 ca. 55% der in Silicon Valley erzielten Einkommen nicht für eine vierköpfige Familien ausreichten (vgl. Bean/Denner 1998, S. 34f.).Google Scholar
  22. 112.
    Die Ausgangswerte lagen 1991 zwischen 15% (Alameda County) und 18% (Santa Clara County; vgl. State of California 2001, S. 1).Google Scholar
  23. 114.
    Die amtlichen Statistikstellen in der „Bay Area“kommen bei ihrer gemeinsamen Bevölkerungsprojektion für Silicon Valley bis zum Jahr 2010 zu dem Ergebnis, dass dann ca. 43% der Einwohner weiß, ca. 27% mittel- und lateinamerikanischer Abstammung („Latino“), ca. 26% asiatischer Abstammung („asian“) und ca. 4% schwarz sein werden (vgl. ABAG 2000, S. 21.).Google Scholar
  24. 117.
    Die durchschnittliche Miethöhe in dem „Haupt-county“Santa Clara ist zwischen 1994 und 2000 von ca. 900$ auf ca. 1.400$ pro Wohnung gestiegen. Die inflationsbereinigten Durchschnittseinkommen für ca. 75% der Beschäftigten im gleichen Zeitraum stagnierten demgegenüber. Lediglich für die ca. 10% der Beschäftigten der höchsten Einkommensklasse werden für die zweite Hälfte der 1990er Jahre inflationsbereinigt Einkommenszuwächse genannt (vgl. ABAG 2000, S. 7f.).Google Scholar
  25. 123.
    Diese Orientierungen geben auch Raum für zeitweises unternehmerisches Scheitern. Ein großer Teil der erfolgreichen Existenzgründer in Silicon Valley in den 1990er Jahren benötigte mehrere „Anläufe“, um eine Geschäftsidee längerfristig umsetzen zu können (Interview A 7, Saxenian 1994). Sowohl die juristischen (vereinfachte Konkursverfahren) als auch die finanziellen („Risiko-kapital“stellt keinen Engpass für Existenzgründer dar) Rahmenbedingungen erleichtern den unternehmerischen Neuanfang nach dem Scheitern einer Geschäftsidee (Interview A 7).Google Scholar
  26. 126.
    Diese hochflexible Produktions- und Beschäftigungsorganisation trägt neben dem Problem der administrativen Zuordnung von Silicon Valley dazu bei, dass eine einigermaßen exakte Quantifizierung der harten regionalen F & E-Infrastruktur im Rahmen der amtlichen Statistik nicht vorliegt (vgl. Lüthje 2001).Google Scholar
  27. 128.
    Diese Kennzahl bezieht sich auf das Jahr 1997 (vgl. MANMF 2001, S. 1 Off., auch für die ergänzenden Angaben in Anhang 5.3).Google Scholar
  28. 130.
    Porter/van der Linde (1995a; b) zeigen die Wechselbeziehungen und die grundsätzliche Vereinbarkeit von ein- und dreidimensional wettbewerbsorientierten Unternehmens- bzw. Branchenstrategien am Beispiel der niederländischen Schnittblumen-Industrie. Insbesondere durch Innovationen im Bereich der Düngemittel und -verfahren konnten in den 1980er Jahren sowohl die Produktionskosten als auch der Ressourcenverbrauch und die Schadstoff-Emissionen verringert werden.Google Scholar
  29. 131.
    Diese Maßnahmen betreffen in der Tendenz alle Branchen und wurden im Agrar-Sektor, aufgrund seiner herausragenden volkswirtschaftlichen Bedeutung, besonders konsequent umgesetzt (vgl. MANMF 2001, S. 10ff).Google Scholar
  30. 132.
    Die Grundzüge dieses wettbewerbsorientierten Leitbildes sind in einigen Dokumenten der Reichsregierung zusammengefasst, die federführend im Ministerium für wirtschaftliche Angelegenheiten („Ministerie van economische Zaken“) erarbeitet wurden (vgl. MANMF 1995, Ministry of Economic Affairs 1996).Google Scholar
  31. 133.
    Die Einwohnerzahl der gesamten Randstad, die lediglich ca. ein Viertel der Fläche der Niederlande ausmacht, betrug im Jahr 2001 ca. sieben Millionen (vgl. MANMF 2001, S. 1; Anhang 5.3).Google Scholar
  32. 135.
    Für die Region Randstad liegen keine vergleichbaren, regionalisierten wirtschaftlichen Strukturdaten vor, da sie unterschiedlich große Teile verschiedener Provinzen umfasst. Regionalisierte Strukturdaten werden lediglich für einzelne Provinzen und Kommunen bereit gestellt (vgl. ergänzend Anhang 5.3).Google Scholar
  33. 136.
    Für die Jahre 1997 und 1998 werden keine Zahlen zur Verfügung gestellt (vgl. ebd., diverse Schaubilder).Google Scholar
  34. 137.
    Aufgrund des hohen Anteils von Forschungsinstituten in Form öffentlich-privater Gesellschaften und des, verglichen z.B. mit Deutschland, geringen Anteils rein privater Forschungsabteilungen von Unter-nehmen kann hier nicht eindeutig zwischen der öffentlichen und privaten Entwicklung unterschieden werden (Interview B 6, 7). Die öffentlichen sowie privaten F & E-Ausgaben sind zwischen 1991 und 1996 in der gleichen Weise stabil wie der Anteil der F & E-Beschäftigten (vgl. EC 2000b, diverse Seiten).Google Scholar
  35. 138.
    Die neuen Bundesländer sind bereits berücksichtigt (vgl. ebd.).Google Scholar
  36. 140.
    Für das Jahr 1998 werden keine Zahlen zur Verfügung gestellt (vgl. ebd.).Google Scholar
  37. 143.
    Zwei VolksDarteien arbeiteten mit (vgl. Institut für sozial-ökologische Forschung 1993, S. 12).Google Scholar
  38. 146.
    Wesentliche Kooperationspartner der Regionalmanager sind Vertreter von Kammern und Wirtschaftsverbänden, Entscheidungsträger der Provinzverwaltungen sowie das Führungspersonal von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und einzelnen privaten Unternehmen (vgl. Boekholt/van der Weele 1998, S. 65, Interview B 7).Google Scholar
  39. 151.
    Diese starke Kompromissorientierung ist auch für niederländische „eco-industrial parks“, Gewerbeparks mit einem hohen Industrieanteil und speziellen Zielen im Umweltschutzbereich (z.B. Flächensanierung, Recycling, Entwicklung regenerativer Energiesysteme), festgestellt worden. Als Wirkungen und Folgen werden erhebliche Defizite bei der Umsetzung der dezidiert dreidimensional wettbewerbsorientierten Konzeptionen beschrieben (z.B. in den Bereichen Verkehrserschließung sowie Raum- und Bebauungsplanung; vgl. Lambert/Boons 2002, S. 480ff.).Google Scholar
  40. 152.
    Diese Studien sind überwiegend entweder auf ein- oder dreidimensionale Wettbewerbsorientierung fokusiert. Untersuchungen, in denen beide Paradigmenpole verbunden werden, stellen bisher die Ausnahme dar (vgl. Gerstlberger u.a. 2000, S. 55ff. zu Ansätzen für Ausgleichsmöglichkeiten).Google Scholar
  41. 160.
    Dies zeigen z.B. auch repräsentative Unternehmensbefragungen aus unterschiedlichen oberösterreichischen Bezirken, die zwischen 1998 und 2001 durchgeführt wurden (vgl. Pro Regio 1998).Google Scholar
  42. 162.
    Für die Jahre 1997 und 1998 werden keine Zahlen zur Verfügung gestellt (vgl. EC 2000b).Google Scholar
  43. 163.
    Für das Jahr 1998 werden keine Zahlen zur Verfügung gestellt (vgl. ebd.). 164 Die neuen Bundesländer sind berücksichtigt (vgl. ebd.).Google Scholar
  44. 165.
    Für die Jahre 1997 und 1998 werden keine Zahlen zur Verfügung gestellt (vgl. ebd.).Google Scholar
  45. 166.
    Das Gleichbleiben des privaten F & E-Personal-Anteils entspricht der durchschnittlichen EU-Entwicklung. Im Bereich der in dieser Studie zusammengefassten Fallstudien kann lediglich für Dänemark ein Anstieg des F & E-Personals festgestellt werden (vgl. EC 2000b).Google Scholar
  46. 167.
    Die „harmonisierte“Arbeitslosenquote, die von Statistik Austria entsprechend den Vorgaben von EUROSTAT angegeben wird (vgl. 2001, S. 491), stellt einen Mittelwert zwischen verschiedenen Messzeitpunkten und einzelnen Arbeitsämtern dar. Teilnehmer an Qualifizierungsmaßnahmen, die von der Arbeitsmarktverwaltung (Arbeitsmarktservice, AMS) finanziert werden, sind unberücksichtigt.Google Scholar
  47. 168.
    Dieses Konzept zeigt exemplarisch der so genannte „Steinbacher Weg“(vgl. Anhang 5.4).Google Scholar
  48. 171.
    Gelegentlich, z.B. im Fall des Steinbacher Wegs, wurde die RIS-Umorientierung in Richtung dreidimensionale Wettbewerbsorientierung durch strukturelle wirtschaftliche Einbrüche (Betriebsschließungen) ausgelöst (vgl. Pro Regio 1998, S. 5ff.).Google Scholar
  49. 174.
    Die spezifischen innovationsbezogenen Unterstützungsbedürfnisse von Kleinbetrieben werden im Bezirk Steyr/Kirchdorf intensiver thematisiert als in Oberösterreich und noch verstärkt Österreich insgesamt (vgl. Kaufmann/Tödtling 2000; 2002).Google Scholar
  50. 176.
    Ziel dieser öffentlich-privaten Initiative ist es, in den Gemeinden eine lokale Versorgungsinfrastruktur (Einzelhandel, Post/Sparkasse, Dienstleistungen, Gesundheitswesen etc.) aufrechtzuerhalten bzw. auszubauen.Google Scholar
  51. 179.
    Die Zahl dieser Regionalmanager konnte seit Beginn der Leitbildentwicklung von zwei auf fünf gesteigert werden. Sie sind durch eine Mischfinanzierung aus einer regionalen „Gemeindeumlage“und zum Großteil aus projektbezogenen öffentlichen Fördermitteln besoldet. Ihre Handlungsfelder bilden seit 2001: Landwirtschaft, Gewerbe und Handel, Kultur und Tourismus, Arbeit und Soziales, Gesundheit, Jugend und Familie (Interview C 3; vgl. ergänzend Liedtke 2001b).Google Scholar
  52. 182.
    Diese Institution entspricht einem Landesarbeitsamt in Deutschland. Aufgrund der relativ niedrigen regionalen Arbeitslosigkeit (ca. 3,4% in Steyr/Kirchdorf im Jahr 2000) und einem seit Mitte der 1990er Jahre wachsendem Facharbeitermangel verschieben sich die Aufgaben des AMS derzeit. „Möglichst auf die Betriebe zugeschnittene Qualifizierung und Gesundheitsförderung werden immer wichtiger für den AMS“(Interview C 3; vgl. Liedtke 2001a).Google Scholar
  53. 183.
    Hauptkomponenten der Forschungs- und Qualifizierungsinfrastruktur sind bisher ein Technikum, mehrere technische Fachhochschulen sowie in ersten Ansätzen ein „Wissenschaftspark für ein u-niversitätsnahes Netzwerk“(Palme 1994, S. 124).Google Scholar
  54. 187.
    Beispielsweise im AMS-Bezirk Kirchdorf sind im Jahr 2000 bereits auch im Bereich der gering qualifizierten Arbeitskräfte deutliche Engpässe aufgetreten (vgl. Liedtke 2001a).Google Scholar
  55. 188.
    Mit ca. 8.100.000 Einwohnern (im Jahr 2000) ist der Nationalstaat deutlich kleiner als z.B. große deutsche Bundesländer wie Bayern oder Nordrhein-Westfalen (vgl. Statistik Austria 2001, S. 487).Google Scholar
  56. 189.
    Das des Öfteren in den Experteninterviews erwähnte Motto der WK Kirchdorf „so viel Regionali-sierung wie möglich, soviel Globalisierung wie nötig“fasst diese Versuche zusammen (Liedtke 2001a).Google Scholar
  57. 190.
    In Deutschland wurde erst im Jahr 2000, im Rahmen der Vorbereitung auf die UN-Nachhaltigkeitskonferenz (2002), mit der Erstellung einer mittelfristigen „Nationalen Nachhaltig-keitsstrategie“begonnen. Diese soll die bestehenden Ansätze verschiedener Bundesministerien und Bundesländer verbinden (Interview C 1; vgl BMBF 1997 als wichtige Vorarbeit und Deutsche Bundesregierung 2002 als Abschlussbericht). Auch dieses zentrale Dokument zeigt, obwohl es zahlreiche einzelne Kennzahlen für die nationale Ebene enhält, das Defizit in der amtlichen Statistik an regionalisierten und international bzw. zumindest EU-weit vergleichbaren Daten in Zusammenhang mit RIS und SD.Google Scholar
  58. 191.
    Vergleichswerte werden nur für die Jahre 1996 bzw. 1997 angegeben, da die Unterschiede zu Beginn der Untersuchungsperiode (Ende der 1980er Jahre) sehr viel geringer waren.Google Scholar
  59. 192.
    Dieser anhand der Abbildung 50 auch als quantitativ plausibel erscheinende Zusammenhang lässt sich bisher nur bedingt durch statistische Korrelationen zwischen einzelnen F & E-Aufwendungen und -Erträgen belegen. Die dafür notwendigen Einzelindikatoren werden bisher nicht flächendeckend für das gesamte deutsche NIS oder verschiedene RIS erhoben (vgl. Kapitel 4; 6.1).Google Scholar
  60. 193.
    Beispielsweise bewegten sich die regionalen Arbeitslosenquoten (im Jahresdurchschnitt 2000) zwischen ca. 4,0% in einigen südbayerischen und baden-württembergischen Arbeitsamtsbezirken sowie durchschnittlich ca. 14% im Ruhrgebiet (vgl. IW 2001, S. 7ff.).Google Scholar
  61. 194.
    Insbesondere für Berlin ist ausgehend von der lokalen Agenda 21 ein akteursübergreifendes Nach-haltigkeits-Aktionsprogramm erarbeitet worden (vgl. Göll 1998). Dieses soll den einzelnen Ressorts des Senats als Richtschnur dienen. Einige Flächenländer, z.B. Baden-Württemberg, haben mittlerweile mit der Erstellung von Umwelt Plänen für die Bundeslandebene begonnen. Der Prozess der Leitbildentwicklung dauerte im Erhebungsjahr 2001 noch an.Google Scholar
  62. 197.
    Andere süddeutsche Regionen — zuvorderst der Großraum München — weisen für das Erhebungsjahr (2001) Wirtschaftsdaten auf, die teilweise positiver als diejenigen für den Ballungsraum Stuttgart ausgeprägt sind (vgl. Dürand 2000, S. 38). Diese Erfolgsgeschichten sind bisher jedoch jünger bzw. kürzer als die baden-württembergische (vgl. Heidenreich/Krauss 1998, S. 218ff).Google Scholar
  63. 198.
    Das international vergleichsweise hohe Preis- und Lohnniveau konnte durch flexible und quali-tätsorientierte Produktionsmodelle bereits vor der Etablierung neuer Produktionskonzepte in den 1980er Jahren häufig kompensiert werden (vgl. Heidenreich/Krauss 1998, S. 215f.).Google Scholar
  64. 199.
    Beispielsweise fungiert der Tarifbezirk „Nordwürttemberg-Nordbaden“seit den 1960er Jahren traditionell als bundesweiter Pilotbezirk für Tarifabschlüsse der Industriegewerkschaft Metall. Hier ist der verbandliche Organisationsgrad im Verhältnis zu den deutschen Arbeitgebern und Arbeitnehmern insgesamt überdurchschnittlich hoch (vgl. Heidenreich/Krauss 1998, S. 235f).Google Scholar
  65. 200.
    Soziale Ziele der Regionalentwicklung sollen im Rahmen der Leitprojekte nicht direkt, sondern mittelbar durch — auch qualitativ — verbesserte Beschäftigungsmöglichkeiten und den Ausbau der öffentlichen Infrastruktur erzielt werden (vgl. Rosenberger-Balz 1994 als Beispiel).Google Scholar
  66. 201.
    Ein Großteil der Förderung erfolgt mittelbar über die integrierten Hochschulen und Forschungsinstitute. Für die beteiligten privaten Unternehmen sollen dadurch Forschungsanreize entstehen (vgl. Majer 1997).Google Scholar
  67. 202.
    Erfolgsbeispiele in ökonomischer und ökologischer Hinsicht sind Fortschritte bei der Entwicklung ressourcenschonenderer Antriebssysteme in der Automobil industrie oder der besseren Wiederverwendbarkeit einzelner Komponenten im Bereich des Maschinenbaus.Google Scholar
  68. 203.
    Die „Nachhaltigkeitsstatistik“ist mittlerweile auf Landesebene relativ gut ausgebaut (vgl. Ko-schatzky 1997b, Renn u.a. 2000a; b, Leon/Renn 2001). Kleinräumliche dreidimensional wettbe-werbsorientierte Analysen für einzelne Teilregionen werden erst nach und nach erstellt.Google Scholar
  69. 205.
    In acht Fällen beginnt die Zeitreihe nicht bei 1980. In einem Fall (Flächennutzungsformen) wird die Entwicklung ab 1900 betrachtet. In zwei Fällen (Lärmbelästigung, effektiver Lebensraum von Tieren und Pflanzen) wird ein bundesweiter bzw. lokaler Wert verwendet, da auf der Ebene Land Baden-Württemberg keine Daten verfügbar sind (vgl. Renn u.a. 2000a, S. 24ff).Google Scholar
  70. 206.
    Obwohl die relative Bedeutung der einzelnen Indikatoren für eine Gesamteinschätzung nicht gewichtet werden kann, verweisen sechs rote, sieben gelbe und lediglich eine grüne Ampel darauf, dass in wesentlichen Wirtschafts- und Politikbereichen die adäquaten „Weichenstellungen“in Richtung dreidimensionale Nachhaltigkeit noch ausstehen (vgl. Renn u.a. 2000a, S. 24ff.).Google Scholar
  71. 207.
    Diese spezifischen Rahmenbedingungen zeichnen sich durch eine Mischung aus gesetzlichen Vorgaben (Grenzwerte, Ausbildungsanforderungen) sowie Anreizen (öffentliche Förderprogramme und Subventionen) aus (vgl. Blättel-Mink/Dresel 1997, S. 245ff.).Google Scholar
  72. 208.
    Ein derartiger Rückstand wird vermehrt seit Mitte der 1990er Jahre besonders für die Wirtschaftszweige bzw. Kompetenzfelder Informations- und Kommunikationstechnologie, neue Werkstoffe, Biotechnologie, Umwelt- und Energietechnik sowie unternehmensbezogene Dienstleistungen festgestellt (vgl. Heidenreich/Krauss 1998, S. 222).Google Scholar
  73. 212.
    Der Vorteil der bisherigen Konzeption des Umweltplans Baden-Württemberg ist darin zu sehen, dass trotz des anderslautenden Namens ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltig-keitsdimensionen einbezogen werden (vgl. Leon/Renn 2001).Google Scholar
  74. 216.
    Dem entspricht, dass die amtliche Statistik in Bremen keine Indikatoren bzw. Kennzahlen ausweist, die eine systematische Einschätzung der Wirkungen von vereinzelt vorhandenen dreidimensional wettbewerbsorientierten RIS-Maßnahmen ermöglichen würde (vgl. Statistisches Landesamt Bremen 2001).Google Scholar
  75. 217.
    Im Bereich der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung verfügt Bremen über eine gut ausgebaute harte und weiche Infrastruktur in den Feldern Meeres-, bzw. Küsten-, Polar- und Weltraumforschung. Diese hier weit gefassten Forschungsfelder, die überwiegend durch Bundesinstitutionen (Ministerien, DFG) finanziert werden, beinhalten vielfältige dreidimensional wettbewerbsorientierte Fragestellungen (z.B. Küsten- und Artenschutz, Klimaveränderungen etc.). Eine systemische Verknüpfung dieser Aktivitäten mit den anwendungsorientierten RIS-Institutionen konnte bisher nicht realisiert werden (vgl. Gutowski 1999, S. 28).Google Scholar
  76. 222.
    Als wichtigster fachübergreifender Beitrag der Universitäten zur Stärkung des RIS Bremen in der „globalen Standortkonkurrenz“(Interview D 5) gilt die verstärkte Internationalisierung der Lehre. Das komplett englischsprachige Lehrangebot der Rice-University und verschiedene Masterstudiengänge der Universität Bremen (mit zunehmenden englischsprachigen Lehranteilen) sind bisher die wesentlichen Indikatoren für die Realisierung dieser Forderung (vgl. Gutowski 1999, S. 31).Google Scholar
  77. 228.
    Der Wettbewerb und die darauf folgenden regionalen Entwicklungsmaßnahmen wurden durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohungswesen (BMVBW) koordiniert (vgl. IÖR 2002, dort finden sich auch Hinweise auf das Finanzvolumen der Förderung und die Auswahlkriterien der „Modellregionen“).Google Scholar
  78. 234.
    Die regionalökonomischen Auswirkungen des Tourismus waren in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre noch relativ gering. Die angestrebte Erhöhung der Aufenthaltsdauer von Touristen (von einzelnen Wochenenden auf Zeiträume von ein bis zwei Wochen) konnte lediglich schrittweise erreicht werden (vgl. Meyer-Engelke u.a. 1998, S. 323ff.).Google Scholar
  79. 238.
    Ergänzend ist hinzuzufügen, dass in Schorfheide-Chorin Kosten für die Sanierung vormals militärisch genutzter Flächen aufgewendet werden mussten (vgl. Rommel 1999, S. 378).Google Scholar
  80. 242.
    Güterverkehrszentren der Deutschen Bahn (GVZ) sind Schnittstellen zwischen verschiedenen Verkehrswegen (Straße/Schiene/Wasser). In regionalökonomischer Hinsicht sind mit ihnen Hoffnungen auf den Ausbau von Logistik-Clustern verbunden (vgl. Klindt 1996, Sack 2001).Google Scholar
  81. 243.
    Die Bereiche „Handel und Verkehr“und „private Haushalte und Organisationen ohne Erwerbszweck“sind ausgeschlossen. Dies entspricht dem methodischen Vorgehen in europäischen Vergleichsstudien (vgl. Braczyk et al. 1998, S. 441ff.).Google Scholar
  82. 244.
    Die Formulierung dieser Kompetenzfelder — Kernpunkte für ein explizites Wirtschaftsleitbild der Region Kassel als Basis für das Regionalmanagement — ist zentrales Ergebnis der Empirica-Potential-Studie, die von Stadt und Landkreis Kassel in Auftrag gegeben wurde (vgl. Holst/Schnur 1997).Google Scholar
  83. 248.
    Neuere regionalökonomische Studien über die Rhein-Main-Agglomeration sprechen dafür, dass das dortige Wachstum des Dienstleistungssektors in den 1990er Jahren sowohl komplexere als auch auf einfachere Dienstleistungen betrifft (vgl. Esser/Da Via 1998 als Überblick).Google Scholar
  84. 249.
    Würde man den Anteil der neuen Bundesländer herausrechnen, ergäben sich sehr ähnliche Werte für die Wirtschaftsregion Kassel und Westdeutschland (vgl. Statistisches Bundesamt, diverse Jahre und Seiten).Google Scholar
  85. 251.
    Da sich das Berechnungsverfahren von EUROSTAT leicht von demjenigen des statistischen Landesamtes Hessen bzw. der regionalen Arbeitsmarktverwaltung unterscheidet und unterschiedliche Bezugsjahre zur Verfügung stehen, können derartige Differenzen nicht genauer angegeben werden (vgl. EC 2000b).Google Scholar
  86. 252.
    Die Einschätzung „davon (hoch- und mittel)innovativ“ist das Ergebnis einer zusammenfassenden Indexbildung. Vier Fragen zum derzeitigen und zukünftigen Innovationsverhalten (Produkt- und Prozess- bzw. Organisationsinnovationen in den letzten zwei Jahren und zukünftig geplant) sind die Basis der Indexbildung. Ein Unternehmen, das alle vier Fragen positiv beantwortete, wird als „hochinnovativ“eingeschätzt. Ein oder zwei positive Antworten fuhren zu der Einschätzung „mittelinnovativ“(vgl. Blume u.a. 2001, S. 24ff; 88). In Abbildung 60 sind jeweils die hoch- und mittelinnovativen Anteile zusammengefasst.Google Scholar
  87. 253.
    Die Angaben beruhen auf 314 verwertbaren Fragebögen (ca. 12,6% von 2493 nordhessischen Unternehmen aller Größenklassen). Die Befragung wird für den industriellen Sektor, drei ausgewählte Wirtschaftszweige des Dienstleistungssektors und das produzierende Handwerk insgesamt als repräsentativ eingeschätzt (vgl. für Details Blume u.a. 2001, S. 18ff).Google Scholar
  88. 254.
    In der Studie wird Nordhessen als Untersuchungsregion zu Grunde gelegt, dass zusätzlich zu Stadt und Landkreis Kassel noch einige weitere Landkreise des Regierungspräsidiums Kassel umfasst. Die Unternehmenslandschaften der Wirtschaftsregion Kassel und von Nordhessen gelten als ähnlich (vgl. Blume u.a. 2001, S. 25f).Google Scholar
  89. 258.
    Ähnliche Einschätzungen liegen für die nationale Ebene vor (vgl. Hübner/Nill 2001).Google Scholar
  90. 264.
    Die organisatorischen Details sowie der Fragebogen der Erhebung und der Bezug zum ESF-Projekt „Nachhaltige Innovative Unternehmens und Regionalentwicklung“sind in Anhang 2 und 3 zusammengefasst (vgl. dazu ausführlich Hübner/Gerstlberger/Mathieu 2001).Google Scholar
  91. 268.
    Die Bedeutung einer strategischen Karriereplanung für die Ableitung spezieller Weiter-bildungsbedarfe und die Bereitschaft zur Erhöhung von Weiterbildungsbudgets wurden jeweils getrennt für die drei Zielgruppen Hochschulabsolventen, Techniker und Führungskräfte abgefragt. Eine Unterscheidung dieser drei Zielgruppen ergab sich aus den Förderrichtlinien für das Projekt „NIUR“(vgl. Hübner/Gerstlberger/Mathieu 2001, S. 11ff). Sie ist insofern mit den Ausgangsbedingungen für die RIS-Fallstudie Wirtschaftsregion Kassel in dieser Studie kompatibel, als Defizite bei komplexeren hochwertigen Dienstleistungen und Formen des Wissenstransfers insgesamt als regionale Strukturschwächen gelten.Google Scholar
  92. 275.
    Vgl. dazu ausführlich Hübner/Gerstlberger/Mathieu 2001.Google Scholar
  93. 276.
    Knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen halten Nachfrageanalysen zur Bestimmung des zukünftigen betrieblichen Weiterbildungsbedarfes zumindest teilweise für wichtig (sehr wichtig: 19%; wichtig: 16%; teils/teils: 29%; vgl. Hübner/Gerstlberger/Mathieu 2001, S. 23).Google Scholar
  94. 279.
    Die Nutzung (nicht-)regionaler Weiterbildungsansgebote durch die Unternehmen in den letzten fünf Jahren folgt etwas abgeschwächt einem vergleichbaren Muster wie die Bewertung (vgl. Hüb-ner/Gerstlberger/Mathieu 2001, S. 40).Google Scholar
  95. 281.
    Die Ergebnisse der Unternehmensbefragung bestätigen dies insofern mittelbar, als die offene Frage nach Wünschen für die Wirtschaftsregion Kassel kaum beantwortet wurde (vgl. Anhang 5.8).Google Scholar
  96. 282.
    Derzeit geben beispielsweise für die Zielgruppe der Hochschulabsolventen lediglich 32% der befragten Unternehmen an, dass deren betriebsbezogene Weiterbildung überwiegend mit formalem Abschluss stattfindet (Techniker: 23%; Führungskräfte: 38%). Zukünftig, d.h. in fünf Jahren ausgehend von 2000 als Befragungsjahr, soll laut 67% der Unternehmen diesbezüglich ein formaler Abschluss Standard sein (Techniker: 68%; Führungskräfte: 61%; vgl. Hübner/Gerstlber-ger/Mathieu 2001,S. 42).Google Scholar
  97. 284.
    Als wichtige ergänzende Quelle für den Bereich der beruflichen Qualifizierung ist der aktuelle „Integrierte Gesamtbericht zur Weiterbildungssituation in Deutschland“zu nennen (vgl. BMBF 2000b; vgl. ergänzend für die europäische und internationale Perspektive BMBF 2000d).Google Scholar
  98. 286.
    Die vorliegende Studie versteht sich aus betriebswirtschaftlicher Sicht als ein theoretischer und empirischer Grundlagenbeitrag zu diesem neuen Themenfeld. In volkswirtschaftlicher Hinsicht liegen durch spezifische regionalökonomische Studien vielfältige potenzielle Datenmaterialien für national-regionale Sekundäranalysen vor. Die prinzipielle Problematik ist, dass aufgrund der ü-berwiegenden Betrachtung von Einzelregionen und variierenden Methodiken allgemeine Ableitungen nur mit großer Vorsicht möglich sind (vgl. Cooke 1998, Braczyk/Heidenreich 1998).Google Scholar
  99. 288.
    Da mit dem Vorliegen der ersten öffentlichen Forschungsberichte nicht vor dem Jahr 2003 zu rechnen ist, stützen sich die Aussagen in diesem Kapitel auf die zu Grunde gelegten Hintergrundpapiere des BMBF und erste Projektbeschreibungen (vgl. Hemmeiskamp 2001, GSF 2001a; b; c).Google Scholar
  100. 289.
    Die von den innovationsbezogenen Themenschwerpunkten her ähnlich gelagerten BMBF-geförderten Wettbewerbe BioRegio und InnoRegio (speziell für die neuen Bundesländer) sind eher wettbewerbsorientiert (vgl. Baitsch 2001, BMBF 2000c). Das Förderprogramm „Lernende Regionen — Förderung von Netzwerken“ist, mit Beschränkung auf den Qualifizierungsbereich, eher nachhaltig ausgerichtet. Im Gegensatz zum RIW-Schwerpunkt fehlen die dezidierte SD-Orientierung und die direkte Beteiligung von Forschungseinrichtungen (vgl. BMBF 2000e).Google Scholar
  101. 290.
    Gutowski (1999, S. 4ff.) liefert eine knappe Zusammenfassung der wichtigsten eher volkswirtschaftlichen Studien, die in dieses Gesamtbild mit eingeflossen sind.Google Scholar
  102. 291.
    Auch Schnittstellen zwischen mehreren KMU und Großunternehmen, z.B. F & E-Plattformen die gemeinsam von produzierenden Großbetrieben und ihren Zulieferern betrieben werden, lassen sich teilweise einer spezifischen KMU-Förderung zurechnen (vgl. Schönfeld/Stöbe 1995, Wegge 1996, Kowol/Krohn 1997).Google Scholar
  103. 293.
    Diese Charakterisierung der RIS-Funktionsfähigkeit wurde ursprünglich von Ash/Thrift (1994, S. 1ff.) eingeführt. Sie umfasst in dieser Studie die Bedeutung von Diskursforen und Promotorenaktivitäten in ihrer Summe. „EF“steht für Erfolgsfaktor, „EH“für Entwicklungshemmnis. Die qualitative Skala entspricht derjenigen für Abbildung 68/1.Google Scholar
  104. 294.
    Zu dieser Einschätzung kommen auch Studien, die die Situation der neuen Bundesländer ausklammern und sich auf die alten Bundesländer beschränken (vgl. BMBF 1999a, Hübner/Nill 2001).Google Scholar
  105. 295.
    Eine ausgeprägte regionale bzw. nationale Konsenskultur erscheint, nach bisherigen Regionalstudien, als langfristiges Ergebnis bewährter institutioneller Regelungen (vgl. Braczyk et al. 1998).Google Scholar
  106. 298.
    Cappellin/Nijkamp 1990 argumentieren hinsichtlich der räumlichen RIS-Dimension ähnlich.Google Scholar
  107. 299.
    Im zusammenfassenden Endbericht „Zur technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands“(BMBF 1999a, S. 31) heißt es: „Mischfinanzierungen fuhren aber auch zur gegenseitigen Blockade von Bund und Ländern. Insbesondere kommt es zu Unklarheiten in der Prioritätensetzung. Angesichts knapper Kassen ist es aber besonders wichtig, Nachrangigkeiten zu definieren, um für die prioritären Vorhaben Mittel freizusetzen.“Google Scholar

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Gerstlberger

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