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Vorgehen bei der empirischen Untersuchung

  • Wolfgang Gerstlberger
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Part of the Kasseler Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften book series (KWV, volume 21)

Zusammenfassung

Die zentralen RIS-Beurteilungskriterien aus der bisherigen internationalen, vor allem EU-weiten SD-Diskussion, die bereits in Kapitel 3 zusammengefasst wurden, sind für die empirische Erhebung in den Fallstudien weiter zu ordnen und zu konkretisieren. Als Basis dafür sind in Abbildung 16/17 als erster Schritt der Konkretisierung für die empirischen Fallstudien diejenigen Einzelindikatoren zugeordnet, die grundsätzlich für die Fallstudien infrage kommen (vgl. UN 1996, EUROSTAT 1997, Gee/Moll 1998, OECD 1999, Görlach u.a. 2002, Spangenberg/Hinterberger 2002 zur widersprüchlichen Indikatorendiskussion50). In einem zweiten Schritt (Abbildung 19) erfolgt im Anschluss an die Diskussion der grundsätzlich infrage kommenden Kriterien die endgültige Auswahl der Einzelindikatoren, die für diese Studie geeignet und empirisch erhebbar sind.

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Literatur

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    Der aktuelle Stand ist unter http://www.nachhaltigkeit.at/aktuelles/indexM.html (Europäische Indikatoren für eine Nachhaltige Entwicklung) dokumentiert.
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    Ein wichtiger Anstoß dafür auf EU-Ebene war die Charta der Europäischen Städte und Gemeinden auf dem Weg zur Zukunftsbeständigkeit (Charta von Aalborg). Diese wurde am 27. Mai 1994 verabschiedet (vgl. http://www.iclei.org/europe/ac-germ.htm).
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    Bezeichnungen wie „Municon Valley“ (München) oder „Silicon Alps“ (Steiermark) zeigen die Orientierung an dem prominenten Vorbild Silicon Valley bis hinein in die Namensgebung (Castells/Hall 1994).Google Scholar
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    Bezüglich regionaler Erfolgsgeschichten außerhalb der EU oder Nordamerika liegen innovations-orientierte Regionalstudien bisher nicht in einer Form vor, die sinnvolle Vergleiche mit deutschsprachigen oder europäischen Untersuchungen ermöglichen würde. Bezogen auf Japan, Südkorea und Taiwan sind einige vergleichende empirische Hinweise in Castells/Hall (1994, S. 39ff.) und Chung (2002) dokumentiert. Auch der regionalen Entwicklungsstrategie Singapurs wird in der angelsächsischen und deutschsprachigen wirtschafts- bzw. sozialwissenschafllichen Forschung vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt. Hinsichtlich dieses Themas sind inter-regionale Vergleichsmöglichkeiten noch wenig entwickelt (vgl. Geiger/Kieserling 2001).Google Scholar
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    Eine kritische Haltung gegenüber den Erfolgsaussichten von Wissenschaftsstädten, sowohl in ökonomischer als auch in ökologischer und sozialer Hinsicht, begründet für den deutschsprachigen Raum vor allem Majer (1997, S. 169ff.).Google Scholar
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    Der Thematik des Innovationsklimas kommt innerhalb des Ansatzes der innovativen Milieus eine theoretische Schlüsselbedeutung für die regionale Innovationsförderung und -politik zu (vgl. Aydalot 1986, Camagni 1995). Die empirische Problematik besteht darin, dass die Wirkungen eines regionalen Innovationsklimas auf das Innovationsverhalten einzelner Unternehmen bisher nicht mithülfe quantitativer Indikatoren eindeutig nachgewiesen werden konnten. Qualitativ orientierte regionalökonomische Studien enthalten eine Reihe empirischer Hinweise auf diesen Zusammenhang (vgl. Acs 2000 als Überblick).Google Scholar
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    Eine neuere regionalökonomische Studie, die die Prognos-AG 1999 und 2000 im Auftrag der „Wirtschaftswoche“ durchführte (vgl. Durand 2000), bestätigt die Angaben des BMBF und der EU-Kommission in quantitativer Hinsicht — beschränkt auf die harte F & E-Infrastruktur. Hinter süddeutschen Regionen (in Bayern, Baden-Württemberg und dem Rhein-Main-Raum) finden sich vor allem Agglomerationen aus dem Gebiet Niedersachsen/Bremen im vorderen Drittel der „Rangliste der deutschen F & E-Regionen“ (Dürand 2000; vgl. auch EU-Kommission 1999).Google Scholar
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    Die Klassifizierung bestimmter Regionen als Erfolgsgeschichten ist nicht immer eindeutig nachvollziehbar, da gelegentlich einzelne Aspekte besonders betont werden (z.B. Schleswig-Holsteins, als Erfolgsgeschichte für die nachhaltige Regionalentwicklung trotz eindimensional ökonomischer Defizite).Google Scholar
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    Die „Wissenschaftsstadt Ulm“ stellt den Versuch eines Mittelwegs zwischen ökonomisch-technischer und sozial-kultureller Innovationsförderung dar. Diese räumlich konzentrierte Kooperation zwischen Universitäten, privaten und öffentlichen Forschungseinrichtungen sowie größeren Unternehmen und Stadtverwaltung versucht den Wissenstransfer und Innovationen systemisch zu fördern (vgl. Majer 1997). Die Datenlage bezüglich der lokalen Beurteilungskriterien sowie RIS-Erfolgsfaktoren ist jedoch zu spezifisch, um eine eigenständige Fallstudie zu rechtfertigen.Google Scholar
  12. 65.
    In der bereits genannten Prognos-Studie für die „Wirtschaftswoche“ fuhren diese regionalökonomischen Bedingungen dazu, dass Nordhessen Platz 91 (von 97 möglichen) auf der „Rangliste der deutschen F & E-Regionen“ belegt (Dürand 2000, S. 38). Hinsichtlich der Regionalentwicklung in der EU spiegelt sich diese Klassifizierung darin wider, dass ein Großteil der Wirtschaftsregion Kassel in den 1980er- und 1990er-Jahren als Ziel-2-Gebiet (EU-Region mit wirtschaftlichen Entwicklungsrückständen) gefördert wurde. Der Landkreis Kassel, für sich betrachtet, ist überwiegend durch schwache Verdichtungsansätze gekennzeichnet (vgl. Gerstlberger 1999, S. 77ff., Kapitel 6.6.5).Google Scholar

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Gerstlberger

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