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Zusammenfassung der Ergebnisse und Anwendungsempfehlungen

  • Andreas Unterreitmeier

Zusammenfassung

In der vorliegenden Arbeit wurde aufgezeigt, dass trotz der anhaltend hohen Misserfolgsquoten von Unternehmenszusammenschlüssen, die zu einem bedeutenden Teil auf die Unverträglichkeit der Unternehmenskulturen zurückgeführt werden, bislang kein geeignetes Instrument existiert, um die Kulturen von Unternehmen bei Fusionen und Akquisitionen zu analysieren. Dabei geht es nicht um eine Bewertung der Kulturen, sondern um die Erfassung kultureller Unterschiede, die sich möglicherweise während der Integration in Problemen wie z.B. Motivationsverlusten oder erhöhter Fluktuation manifestieren, und dadurch das Scheitern einer Fusion begünstigen können. Es wird vermutet, dass bei einer rechtzeitigen Wahrnehmung der Unterschiede geeignete Maßnahmen kommunikativer, Unternehmens- und personalpolitischer Art ergriffen werden können, um die Reibungspunkte beim Zusammentreffen der Kulturen während der Integrationsphase zu verringern. Unter sonst gleichen Rahmenbedingungen erhöht sich damit die Wahrscheinlichkeit eines Erfolges der Transaktion. Zur Überprüfung dieser Hypothesen, die nicht Gegenstand der vorliegenden Arbeit sind, muss jedoch weitere Forschungsarbeit geleistet werden.

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Notes

  1. 171.
    Bei großen Unternehmen, deren verschiedene Unternehmensbereiche sich über mehrere Orte oder Länder erstrecken, kann möglicherweise nicht von „einer“ Kultur gesprochen werden. Vielmehr können dort verschiedene lokale „Sub-Kulturen“ vorhanden sein, die getrennt voneinander erfasst werden müssen.Google Scholar
  2. 172.
    Die kleinst-und größtmöglichen Faktorwerte lassen sich errechnen, indem in Formel 5.1 als Ausprägung aimn jeweils die durch die Skalierung im Fragebogen vorgegebene numerisch kleinste Antwortkategorie (im vorliegenden Fall die Zahl Eins) bzw. der größte Skalenwert (Sieben) eingesetzt und damit Faktorwerte berechnet werden.Google Scholar
  3. 173.
    Die Darstellungen der übrigen Dimensionen und Faktoren sind im Anhang auf Seite 219ff. abgebildet.Google Scholar
  4. 174.
    Dieser Zusammenhang ist nicht bei allen Faktoren erkennbar: So ist beispielsweise bei den Faktoren „Kollegialität“, „Karriereorientierung“ und „Kommunale Integration“ kein Zusammenhang zwischen normierten Varianzen und Faktorwerten erkennbar (vgl. Seite 219ff.).Google Scholar
  5. 175.
    Eine Validierung des Messinstruments an zufällig ausgewählten mittelständischen und Großunternehmen in Gesamtdeutschland zeigt kaum Abweichungen von der in der vorliegenden Arbeit ermittelten Faktorstruktur. Unterschiede machen sich fast ausschließlich in der Höhe der Faktorladungen, nicht jedoch in der Zuordnung der Indikatoren zu den Faktoren oder der Anpassungsgüte des Modells insgesamt bemerkbar (vgl. Unterreitmeier/Schwinghammer 2004).Google Scholar

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Andreas Unterreitmeier

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