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Die Unternehmenskultur

  • Andreas Unterreitmeier

Zusammenfassung

Unternehmenskultur24 ist ein vielschichtiges, komplexes und schwer fassbares Phänomen. Aufgrund der Vielfalt der theoretischen Ansätze gibt es kein einheitliches Konzept von Unternehmenskultur. Unternehmenskultur ist ein Teilbereich von Kultur, weshalb in diesem Kapitel zunächst Merkmale einer Kultur beschrieben werden. Daraufhin wird die Übertragung des Kulturbegriffs auf die Wirtschaftswissenschaften untersucht. Anschließend wird die der vorliegenden Arbeit zugrunde gelegte Begriffsdefinition nach Schein (1985) näher erläutert. Weiterhin werden die Funktionen und Wirkungen der Unternehmenskultur erklärt. Das Kapitel schließt mit einer Abgrenzung des Begriffs „Unternehmenskultur“ von verwandten Begriffen.

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Notes

  1. 24.
    Synonym für Unternehmenskultur werden die Begriffe „Firmenkultur“, „Organisationskultur“, „Corporate Culture“ und „Geist“ oder „Stil des Hauses“ verwendet (vgl. Berkel/Herzog 1997, S. 10). Zu einer Abgrenzung gegenüber artverwandten Begriffen vgl. Abschnitt 2.5 (Seite 46ff.).Google Scholar
  2. 25.
    Dass bereits innerhalb eines Landes kulturelle Differenzen existieren können, zeigen die Probleme nach der deutschen Wiedervereinigung: Innerhalb kurzer Zeit mussten ostdeutsche Bürger ihre Werte und Normen den westlichen anpassen, was einem Kulturwandel gleichkommt (vgl. Fank 1997, S. 247).Google Scholar
  3. 26.
    Je ausdifferenzierter eine Organisationsstruktur ist, umso eher bilden sich Subkulturen mit eigenen Werten und Normen in den verschiedenen Teilbereichen, die unter Umständen eine einheitliche Unternehmenskultur verhindern (vgl. Gussmann/Breit 1997, S. 130).Google Scholar
  4. 27.
    Die Historische Schule ist eine Sammelbezeichnung für die Vertreter einer im 19. Jahrhundert entstandenen und bis ins 20. Jahrhundert bestehenden Forschungsrichtung in der Volkswirtschaftslehre. Hauptvertreter sind List, Röscher, Schmoller, Sombart, Spiethoff und Weber. Die Grundthese besagt, dass alle wirtschaftlichen Erscheinungen räum-und zeitabhängig sind und daher keine allgemeingültigen, abstrakten Theorien aufgestellt werden können (vgl. Gabler Wirtschafts Lexikon 2000, S. 1450).Google Scholar
  5. 28.
    Als Wirtschaftsgeschichte kennzeichnet Brusatti (1979, S. 219) „eine Geschichte einzelner volkswirtschaftlicher oder anderer größerer Einheiten.“Google Scholar
  6. 29.
    Taylorismus bezeichnet eine Denkweise, die geprägt ist vom rationellen Einsatz von Menschen und Maschinen im Produktionsprozess mit dem Ziel der Maximalleistung (Scientific Management von Taylor 1911). Die wesentlichen Prinzipien des Scientific Management sind u.a. Trennung von Planung und Ausführung der Arbeit, starke Arbeitsteilung und eine festgelegte, täglich zu erbringende Arbeitsleistung (vgl. Vahs 2001, S. 26).Google Scholar
  7. 30.
    Nicklisch (1932, S. 296) definiert Betriebsgemeinschaft wie folgt: „Das Wort … bedeutet, daß Menschen, einheitlich verbunden, das Leben des Betriebes leisten und daß der Mensch auf diese Weise aus dem Betriebsmechanismus einen Organismus macht.“Google Scholar
  8. 31.
    Handy identifiziert vier Kulturtypen: Power Culture, Role Culture, Task Culture und Person Culture (vgl. Handy 1993, S. 183ff.).Google Scholar
  9. 32.
    Synonym wird interpretative Sichtweise verwendet (vgl. z.B. Greipel 1988, S. 99).Google Scholar
  10. 33.
    Synonym wird objektivistische Kulturperspektive verwendet (vgl. z.B. Schwarz 1989, S. 35).Google Scholar
  11. 34.
    Dieser Ansatz ist in der Literatur auch als integrative Kulturperspektive vorzufinden (vgl. z.B. Schwarz 1989, S. 38f.).Google Scholar
  12. 35.
    Die Artefakte als Teil der Unternehmenskultur sind von den Artefakten in der empirischen Sozialforschung abzugrenzen. Unter letzteren werden künstliche Ergebnisse empirischer Erhebungen verstanden, die z.B. aufgrund suggestiver Fragestellung oder mangelnder Erfahrung der Probanden zustande kommen (vgl. Atteslander 2000, S. 128f.).Google Scholar
  13. 36.
    Zu diesen Verfahren der qualitativen Erfassung von Grundannahmen vgl. auch Seite 53.Google Scholar
  14. 37.
    Schein (1985, S. 18) gibt folgendes Beispiel für Grundannahmen: In einem kapitalistischen Land würde ein Unternehmen seine Produkte nicht mit Verlust verkaufen. Diese Annahme bezieht sich auf alle Länder, in denen ein kapitalistisches System vorherrscht. Daher wird vermutet, dass innerhalb eines Landes oder einer kulturellen Prägung derartige Grundannahmen weitgehend identisch sind.Google Scholar
  15. 38.
    Als Beispiele für deutsche Unternehmen mit diesen Eigenschaften werden im Jahr 1987 u.a. Audi, BASF, BMW, Daimler, Deutsche Bank, Dräger, Heidelberger Druck, Nixdorf, Otto, Siemens und Trumpf genannt (vgl. Bruer 1987, S. 55).Google Scholar
  16. 39.
    Vgl. z.B. Ouchi (1981); Deal/Kennedy (1982, S. 15ff.); Sathe (1983, S. 9ff.); Pümpin et al. (1985, S. 16ff.); Dill(1987, S. 140ff.).Google Scholar
  17. 40.
    Hierunter fallen z.B. Führung und Kollegenbeziehungen (vgl. von Rosenstiel 2000, S. 343).Google Scholar

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Andreas Unterreitmeier

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