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Kapitel: Regelungsschärfe bei Rückstellungen: GoB, IAS/IFRS und US-GAAP im Vergleich

  • Andreas Rüdinger
Part of the Rechnungswesen und Unternehmensüberwachung book series (REU)

Zusammenfassung

Gemäß § 246 Abs. 1 HGB hat der Jahresabschluss sämtliche Schulden zu enthalten. Rückstellungen sind hierbei gemäß § 266 Abs. 3 HGB neben den Verbindlichkeiten als Untergruppe der Schulden gesondert auszuweisen. Zwar existiert im deutschen Handelsbilanzrecht weder für Schulden noch für Rückstellungen eine Legaldefinition. Doch konkretisieren § 249 Abs. 1 und Abs. 2 HGB den Rückstellungsansatz in Form eines abschließenden Rückstellungskatalogs. Demnach besteht für Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten (Verbindlichkeitsrückstellungen), für Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (Drohverlustrückstellungen) sowie für bestimmte Instandhaltungs- und Abraumbeseitigungsrückstellungen als Aufwandsrückstellungen eine Passivierungspflicht, während für die in § 249 Abs. 1 Satz 3 und Abs. 2 HGB bezeichneten weiteren Aufwandsrückstellungen dem Kaufmann ein Pasivierungswahlrecht eingeräumt wird. Eine vergleichbare formelle Unterscheidung in ansatzpflichtige und ansatzfähige Rückstellungen kennen weder die IAS noch die US-GAAP; sie sehen beide eine generelle Passivierungspflicht für Rückstellungen vor.283

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© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Andreas Rüdinger

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