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Verhaltenswissenschaftliche und institutionenökonomische Grundlagen des Marketing: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

  • Michaela Haase
  • Michael Kleinaltenkamp

Zusammenfassung

Institutionenökonomik und Verhaltenswissenschaft haben sich beide als Reaktion auf die bzw. aus der Kritik an der Neoklassik entwickelt. Die Kritik richtete sich dabei auf die Annahmen der Neoklassik und die daraus resultierende beschränkte Anwendbarkeit neoklassicher Modelle auf als relevant wahrgenommene Phänomene oder Probleme der Objektbereiche (Haase 2004). Die verschiedenen Anstrengungen zur Überwindung der neoklassischen Defizite führten - zunächst stark aus volkswirtschaftlicher Perspektive geprägt - zur Einführung von Transaktionskosten und Property Rights sowie dazu, dass die Entstehung und der Wandel von Organisationen sowie die Aufteilung von Aktivitäten der Koordination auf Markt oder/und Organisation und die in diesem Zusammenhang auftretenden Kooperationsprobleme intensiv untersucht wurden. Die Institutionenökonomik stellt dabei lediglich einen Teil einer weiter angelegten Institutionentheorie dar, die eine gemeinsame Basis verschiedener institutionell geprägter Wissenschaften - Ökonomik, Politikwissenschaft, Soziologie - bildet. Diese sind insofern nicht nur durch Überschneidungen in den Objektbereichen, sondern auch durch Gemeinsamkeiten in der analytischen Vorgehensweise gekennzeichnet. In diesem Grundlagenbereich ist auch die dynamische Institutionentheorie mit ihren Arbeiten zum institutioneilen Wandel und mentalen Modellen angesiedelt. Durch diese Arbeiten werden Problembereiche berührt, die über genuin ökonomische Fragen weit hinausgehen und somit Bereiche interdisziplinärer Zusammenarbeit betreffen.

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Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Michaela Haase
  • Michael Kleinaltenkamp

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