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Untersuchungsmethodik

  • Stephanie Elisabeth Hauser
Chapter
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Zusammenfassung

‘Ereignisstudien stellen einen direkten Test der Informationseffizienz dar’1 und setzten sich nicht nur zur Überprüfung der halbstrengen Informationseffizienzhypothese, sondern auch zur Untersuchung der Informationsverarbeitung allgemein durch, nicht zuletzt deshalb, weil sie am wenigsten von dem Joint-Hypothesis Problem betroffen sind.2 Wie schon in Kapitel 2.3.2 gezeigt, haben jedoch nicht alle Ereignisstudien eine Untersuchung der Informationsverarbeitung zum Untersuchungsgegenstand, sondern verfolgen verschiedene Ziele. Folgende Zielsetzungen von Ereignisstudien lassen sich beobachten:3
  • Untersuchung des Informationsgehalts/der Informationsverarbeitung von Ereignissen

  • Überprüfung der halbstrengen Informationseffizienzhypothese

  • Evaluation von Modellen der Erwartungsbildung

  • Untersuchung metrischer Erklärungsansätze zu Marktreaktionen

Bei einem Test auf Informationsgehalt/-verarbeitung interessiert das Ausmaß beziehungsweise die Höhe sowie die Geschwindigkeit der innerhalb eines Anpassungszeitraumes gemessenen außerordentlichen Kursreaktion. Dabei gibt es verschiedene Vorgehensweisen, die das Vorhandensein und/oder die Richtung und gegebenenfalls die Stärke der Reaktion betrachten. Es wird dabei untersucht, inwieweit und auf welche Weise es bei den Marktteilnehmern zu einer Revidierung ihrer Erwartungshaltung bezüglich der zukünftigen Renditen kommt.4

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Literatur

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Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Stephanie Elisabeth Hauser

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