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Grundlagen zur Informationseffizienz und Informationsverarbeitung an Kapitalmärkten

  • Stephanie Elisabeth Hauser
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Zusammenfassung

Unter dem Begriff ‘Shareholder Value’ wird heutzutage der Marktwert von Anteilspapieren häufig als allgemeines Kriterium für die Bewertung von Unternehmensstrategie beziehungsweise Unternehmensentscheidungen propagiert. Steigt der Marktwert, so wird unterstellt, dass das Management die richtige Strategie entwickelt beziehungsweise die richtigen Entscheidungen gefällt hat. Hintergrund für das Vertrauen in den Shareholder Value ist der Glaube an die Effizienz, insbesondere die Informationseffizienz des Kapitalmarktes. Es stellt sich allerdings die Frage, inwieweit der Kapitalmarkt zu einer derartigen Informationseffizienz fähig ist. Im Rahmen dieses Kapitels wird der Begriff der Informationseffizienz zunächst in den größeren Zusammenhang eingeordnet und verschiedene Definitionsansätze beziehungsweise Modelle zur Informationsverarbeitung und Informationseffizienz von Kapitalmärkten vorgestellt. Im Anschluss erfolgt eine Literaturübersicht zu den wesentlichen empirischen Arbeiten zur Informationsverarbeitung und -effizienz, wobei gezielt auf Unterschiede zwischen Ergebnissen zum US-amerikanischen und deutschen Kapitalmarkt eingegangen wird.

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Literatur

  1. 1.
    Neben diesem synonymen Gebrauch der Kapitalmarkt-und Informationseffizienz besteht auch das Verständnis, die Kapitalmarkteffizienz leite sich aus der Informationseffizienz ab, siehe hierzu Achleitner (2000), S. 651.Google Scholar
  2. 3.
    Einen weiteren Ansatz zur Unterteilung der Kapitalmarkteffizienz liefert Tobin (1984), der eine Unterscheidung in “information-arbitrage efficiency” (Informationseffizienz) und “fundamental-valuation efficiency” ( Bewertungseffizienz) vornimmt. Dabei bezieht sich die Informationseffizienz auf die unverzügliche Reaktion der Kurse auf neue Informationen, die Bewertungseffizienz auf die Übereinstimmung der Kurse mit Fundamentalwerten.Google Scholar
  3. 4.
    Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Loistl (1990), S. 66–68, Güttler (2000), S. 21.Google Scholar
  4. 5.
    Zu verschiedenen Definitionsansätzen der Informationseffizienz siehe Kapitel 2.1.2.Google Scholar
  5. 7.
    Zu einer ausfiihrlichen Beschreibung der ErwartungswertNarianz-Effizienz siehe Loistl (1990), S. 64 ff.Google Scholar
  6. 8.
    Zur Herleitung der Allokationseffizienz siehe Hirshleifer (1974), S. 31 ff.Google Scholar
  7. 11.
    Vgl. Copeland/Weston (1999), S. 331, weisen dabei darauf hin, dass operationale Effizienz sehr viel weniger restriktiv ist als die Anforderungen an einen vollkommenen Kapitalmarkt. Während ein vollkommener Kapitalmarkt friktionslosen und transaktionskostenfreien Handel fordert, fordern Copland/Weston (1999) für einen operational effizienten Markt lediglich ‘faire’ Transaktionskosten und lassen Friktionen zu.Google Scholar
  8. 14.
    Zu einer Untersuchung von Qualitätsmerkmalen von Börsen (darunter auch die hier aufgeführten Rahmenbedingungen für Kapitalmärkte) siehe Lüdecke (1996).Google Scholar
  9. 17.
    Vgl. Fama, (1970), S. 383, im Original: “A market in which prices always fully reflect’ all available information is called ‘efficient’.”Google Scholar
  10. 18.
    Jensen (1978) bezieht diese Implikation direkt in seine Definition mit ein: “ A market is efficient with respect to information set if it is impossible to make economic profits by trading on the basis of information set.” Jensen (1978), S. 96.Google Scholar
  11. 22.
    Beaver (1981), S. 33, ist sich dieser Schwäche der Definition bewusst: “Needless to say, the empirical studies do not directly test the conditions outlined (…) Instead the empirical studies infer the security price behaviour that would be observed if such a condition held.”Google Scholar
  12. 23.
    Vgl Rubinstein (1975), S.815; Zu einer ausführlichen Darstellung siehe Frantzmann (1989).Google Scholar
  13. 25.
    Beaver (1981) betrachtet zwar ebenfalls einen Vergleichmarkt, jedoch keine Portfoliostrukturen.Google Scholar
  14. 26.
    Vgl. Copeland/Weston (1999), S. 332 mit Verweis auf Rubinstein (1975) und Latham (1986).Google Scholar
  15. 28.
    Im Gegensatz zu Fama (1970), der untersucht, wann Preise alle Informationen widerspiegeln (“(…) prices fully reflect information (…)”, Fama (1970), S. 384), setzt sich beispielsweise Grossman (1976) damit auseinander, wann Preise Informationen enthüllen (“(…) prices are revealing information (…)”, Grossman (1976), S. 585).Google Scholar
  16. 29.
    Zu einer Übersicht über Arbeiten ohne und mit Berücksichtigung der Informationsbeschaffung siehe Frantzmann (1989), S. 10 ff.Google Scholar
  17. 43.
    Siehe Sheffrin (1983) zu einer Auseinandersetzung mit der Theorie rationaler Erwartungen im Zusammenhang mit der Theorie der Informationseffizienz.Google Scholar
  18. 44.
    Fama fordert zunächst, dass die Preise alle Informationen vollständig widerspiegeln (im Original “fully reflect”, Fama (1970), S. 384), ergänzt diese Definition dann um die Forderung, dass die Informationen korrekt bewertet werden müssen (im Original: “(…) the market correctly uses all available information (…)” Fama (1976a), und: “The prices of securities observed at any time are based on ‘correct’ evaluation of all information available at that time.” Fama (1976b), S. 133).Google Scholar
  19. 53.
    Vgl. Fama (1970), S. 383, nach Brealey/Myers (1991), S. 295, geht diese Unterteilung zurück auf Harry Roberts, der diese Stufen in einem unveröffentlichten Arbeitspapier mit dem Namen “Statistical versus Clinical Prediction of the Stock Market” an der University of Chicago vorstellte; eine alternative Unterscheidung verschiedener Informationsstände zur Differenzierung unterschiedlicher Grade der Informationseffizienz schlagen Neumann/Klein (1982) vor: sie unterscheiden zentral veröffentlichte Informationen, dezentral veröffentlichte Informationen sowie vorübergehend monopolisierte Informationen, vgl. Neumann/Klein (1982), S. 171.Google Scholar
  20. 57.
    Zur technischen Aktienanalyse siehe Fama/Blume (1966), Stöttner (1992), Möller (1985), S. 505 f.; zu einer Übersicht empirischer Arbeiten siehe Kapitel 2.3. 1. 2.Google Scholar
  21. 62.
    Vgl. Grossman/Stiglitz (1980), S. 404; zu diesem Modell siehe auch Grossman (1978), Grossman/Stiglitz (1976), Stiglitz (1981) und Grossman (1995).Google Scholar
  22. 64.
    Im Original: “(…) market prices are revealing information (…)”, Grossman/Stiglitz (1980), S. 404.Google Scholar
  23. 76.
    Vgl. Hellwig (1982), S. 26 und Grossman/Stiglitz (1980), S. 403 ff.Google Scholar
  24. 78.
    Vgl. Fama (1976b), S. 137 sowie Fama (1991), S. 1575 f.: “The joint hypothesis problem is more serious. Thus market efficiency per se is not testable. It must be tested jointly with some model of equilibrium, an asset pricing model.”Google Scholar
  25. 79.
    Fama (1991) geht bei Wertpapieren von NYSE, AMEX und NASDAQ von einer durchschnittlichen Rendite von etwa 0,04% pro Tag aus, vgl. Fama (1991), S. 1601.Google Scholar
  26. 81.
    Famas (1970) Überblickartikel “Efficient Capital Marktets: A Review of Theory and Empirical Work” gilt als Wegbereiter dieses Forschungsbereichs; zu einer Zusammenstellung der empirischen Arbeiten zur Informationseffizienz siehe auch Fama (1991), Lo (1997), beziehungsweise für den deutschen Kapitalmarkt May (1991), Coenenberg/MÖller/Schmidt (1993).Google Scholar
  27. 93.
    Vgl. Kendall (1953), S. 100, Kendall kommt zu dem Ergebnis: “The pattern in price series was much less systematic than generally believed” (Kendell (1953), S. 99) und “The data behave almost like wandering series” (Kendall (1953), S. 100 ).Google Scholar
  28. 94.
    Siehe zum Beispiel Kendall (1953), Moore (1964), Alexander (1961), Granger/Morgenstern (1963), Godfrey/Granger/Morgenstern (1964), Samuelson (1965).Google Scholar
  29. 103.
    mpirischen Untersuchungen für den deutschen Kapitalmarkt siehe auch Hamann (1993), S. 23 ff.Google Scholar
  30. 107.
    Zu den Grundannahmen der technischen Aktienanalyse siehe Hanel (1991), S. 4.Google Scholar
  31. 109.
    Zu einem Überblick über weitere Arbeiten zum deutschen Kapitalmarkt siehe auch Möller (1985).Google Scholar
  32. 110.
    Für “Gewinner-Aktien” gilt das Umgekehrte, das heißt bisherige Gewinner entwickeln sich unterproportional zum Marktdurchschnitt; siehe hierzu auch Ferri/Min (1996).Google Scholar
  33. 112.
    Zu weiteren Arbeiten zum Winner-Loser-Effekt siehe Chan (1988), Ball/Kothari (1989), Lehmann (1990) und Lo/MacKinley (1990), die Arbeiten kommen zu ähnlichen Ergebnissen, was die Interpretation dieser Ergebnisse angeht, herrscht jedoch Uneinigkeit, ohne dass sich eine Ansicht durchsetzt. Neben der Untemehmensgröße werden unter anderem Veränderungen des Risikos und damit des Betas für den Effekt verantwortlich gemacht.Google Scholar
  34. 116.
    Vgl. Fama/French (1989), S. 42 f., Fama/French (1989) argumentieren, dass in Zeiten hohen Einkommens eine überhöhte Nachfrage nach Anlagemöglichkeiten die Renditen sinken lässt. Somit seien langfristige Renditeschwankungen auf Schwankungen der allgemeinen ökonomischen Situation zurückzuführen.Google Scholar
  35. 117.
    Zu dem Buchwert-Marktwert-Effekt siehe Rosenberg/Reidl/Lanstein (1985) beziehungsweise Wallmeier (2000) für den deutschen Markt. Zu dem in der Literatur mit ‘Firm-Size-Effekt’ bezeichneten Phänomen siehe beispielsweise Banz (1981), Huberman/Kandel (1987), Loughran (1997), Lyon/Barber/Tsai (1999), Shumway/Warther (1999) beziehungsweise Beiker (1993) und Stehle (1997) für den deutschen Markt.Google Scholar
  36. 118.
    Zur Thematik der Kalenderzeiteffekte siehe Frantzmann (1989) für den deutschen Markt mit einer Übersicht; zu weiteren Einflussvariablen siehe beispielsweise Keim/Stambaugh (1986), Hamann (1993), S. 31 ff., Fama (1991), Haugen (1996).Google Scholar
  37. 119.
    Vgl. Frantzmann (1989), S. 76 ff. für den deutschen Markt, Hawawini (1984), French (1980), S. 146, Zu Überrenditeeffekten siehe auch Bruns (1994), Schnittke (1989), Galant (1995); zu einer Übersicht von Arbeiten mit Daten des deutschen Kapitalmarkts siehe Möller (1985), Hampel (1986); zu weiteren Kapitalmärkten siehe Long/Payne/Feng (1999), Ojah/Karemera (1999).Google Scholar
  38. 120.
    Quelle: Eigene Darstellung, zu weiteren Literaturhinweisen siehe auch Wallmeier (2000), Frantzmann (1989); ( Arbeiten zum deutschen Kapitalmarkt sind schräggedruckt).Google Scholar
  39. 123.
    Ereignisstudien gelten als die wirkungsvollste Untersuchungsmethode für die Überprüfung der halbstrengen Informationseffizienz. “Event studies are the cleanest evidence we have on efficiency”, Fama (1991), S. 1602; “Event studies provide a direct test of market efficiency”, Brown/Warner (1980), S. 205.Google Scholar
  40. 124.
    Vgl. Fama (1991), S. 1607: “The cleanest evidence on market efficiency comes from event studies, especially event studies on daily returns.”Google Scholar
  41. 125.
    Vgl. Fama (1991), S. 1601; zu einer gegenteiligen Aussage kommen May/Schweder-Weber (1990), S. 88, mit ihrer Auswertung von verschiedenen Ereignisstudien.Google Scholar
  42. 127.
    Zu einer umfassenden Übersicht bisher entstandener Ereignisstudien unterschiedlichsten Inhaltes mit der Zielsetzung der Überprüfung der Informationseffizienz und/oder der Untersuchung auf Informationsgehalt/der Informationsverarbeitung siehe Roder (1999).Google Scholar
  43. 128.
    Einteilung der Ereignisstudien nach dem von ihnen untersuchten Inhalt stellt lediglich eine Möglichkeit der Strukturierung dieses weiten Forschungsfeldes dar. Weitere Strukturierungsmöglichkeiten sind die Art des Forschungsziels oder die Art der verwendeten Methodik.Google Scholar
  44. 130.
    Quelle: Eigene Darstellung auf Grundlage von May (1991), Röder (1999), Oerke (1999).Google Scholar
  45. 131.
    Die im folgenden aufgeführten Arbeiten zu den einzelnen Ereignisarten sollen lediglich Beispiele aufzeigen. Zu einer umfassenden Zusammenstellung der bisherigen Ereignisstudien auf dem amerikanischen und deutschen Markt siehe Röder (1999).Google Scholar
  46. 132.
    Siehe beispielsweise Beaver (1968), Jones/Renldeman/Latané (1984) zu einer umfassenden Übersicht der zu Gewinnmeldungen entstandenen Arbeiten siehe Roder (1999), S. 70 ff.Google Scholar
  47. 133.
    Zur Verteilung der Bekanntgabezeitpunkte siehe Paten/Wolfson (1982).Google Scholar
  48. 135.
    Defeos (1986) Untersuchung von 400 Unternehmen im Zeitraum von 1978–1980 ergibt einen schneller anfangenden aber länger andauernden Preisanpassungsprozess für größere Unternehmen und bei der Bekanntgabe von Jahresgewinnen.Google Scholar
  49. 136.
    Woodruf/Senchack (1988) zeigen, dass zwischen 40–80% der Informationsverarbeitung in den ersten 10 Transaktionen stattfindet. In allen untersuchten Kategorien waren nach 3 Stunden bereits über 60% der Informationen verarbeitet. Die Reaktion auf positive Nachrichten ist dabei schneller als auf negative.Google Scholar
  50. 139.
    Modigliani/Miller (1958) zeigen die Irrelevanz der Kapitalstruktur und somit die Irrelevanz der Höhe der Ausschüttung eines Unternehmens in einer Welt ohne Steuern und Transaktionskosten.Google Scholar
  51. 140.
    Zur Signalwirkung der Ankündigung einer Dividendenausschüttung siehe beispielsweise Bhattacharya (1979) und Miller/Rock (1985).Google Scholar
  52. 141.
    Zur Informationswirkung von Dividendenankündigungen siehe beispielsweise Pettit (1972), Charest (1978); zu einer umfassenden Übersicht über die zu Dividendenankündigungen entstandenen Arbeiten siehe Roder (1999), S. 91 ff.Google Scholar
  53. 142.
    Zu Arbeiten zur Diskussion der Informationseffizienz auf Basis von Untersuchungen des PostAnnouncement-Effekts bei Gewinnbekanntgaben siehe Ball/Brown (1968), Bemard/Thomas (1990); zu Untersuchungen der Informationseffizienz auf Basis von Dividendenankündigungen siehe beispielsweise Charest (1978), der signifikante abnormale Renditen nach Dividendenankündigungen feststellt und diese als Ineffizienz interpretiert.Google Scholar
  54. 144.
    Zu einer Übersicht der Arbeiten zu Ereignisstudien beziehungsweise der halbstrengen Informationseffizienzhypothese für den amerikanischen Markt siehe auch Fama (1991), für den amerikanischen und deutschen Markt siehe Röder (1999).Google Scholar
  55. 148.
    Quelle: Eigene Darstellung auf Grundlage von Röder (1999), May (1991), Oerke (1999) und eigener Recherchen; (Arbeiten zum deutschen Kapitalmarkt sind schräg gedruckt).Google Scholar
  56. 149.
    Vgl. Coenenberg/Henes (1995), S. 992; zu einer umfassenden Übersicht über Ereignisstudien zu Jahresberichten siehe Miller (1995).Google Scholar
  57. 151.
    Siehe dazu Ross (1977), der ein Modell formuliert, in dem das Management durch die Wahl der Finanzierungsform die zukünftigen Erträge signalisiert.Google Scholar
  58. 152.
    Siehe Myers/Majluf (1984) und Jensen/Meckling (1976) zur theoretischen Herleitung einer negativen Kursreaktion.Google Scholar
  59. 153.
    Brakmann (1993) und Padberg (1996) beobachten positive Ankündigungseffekte.Google Scholar
  60. 154.
    Siehe Spiess/Affleck-Graves (1995) oder Loughran/Ritter (1995).Google Scholar
  61. 155.
    Quelle: Eigene Darstellung auf Grundlage von ROder (1999), Möller (1985), May (1991), Oerke (1999) und eigener Recherchen; (Arbeiten zum deutschen Kapitalmarkt sind schräg gedruckt).Google Scholar
  62. 157.
    Zur Bekanntgabe von Standortschließungen im Zusammenhang mit strategischen Begründungen siehe Kalra/Henderson/Walker (1994), zum Einfluss des Veröffentlichszeitpunkts bei Standortschließungen siehe Clinebell/Clinebell (1994).Google Scholar
  63. 160.
    Zu Kursreaktionen der Zielgesellschaften siehe beispielsweise Asquith (1983), S. 81 bzw. Gerke/Garz/Oerke (1995) für den deutschen Markt.Google Scholar
  64. 161.
    Vgl. Allen/Sirmans (1987), S. 175; siehe auch Asquith (1983), Franks/Harris/Titman (1991); Ergebnisse früher Arbeiten, die im Durchschnitt negative Kursreaktionen aufweisen, erklären Franks/Harris/Titman (1991) mit methodischen Fehlspezifikationen.Google Scholar
  65. 162.
    Siehe Bühner (1990), S. 295 ff., mit einer Übersicht über die wichtigsten Motive zur Durchführung von Unternehmenszusammenschlüssen.Google Scholar
  66. 164.
    Siehe Roll (1986) mit einer eingehenden Untersuchung der ‘Hubris Hypothesis’ von Unternehmensübernahmen.Google Scholar
  67. 167.
    Gerke/GarzlOerke (1995) zeigen, dass konglomerate Übernahmeabsichten deutlich negativ beurteilt werden und begründen diesen Effekt damit, dass Manager, die eine derartige Diversifikationsstrategie verfolgen, die Probleme bei der Integration branchenfremder Unternehmen unterschätzen (Hybris-Hypothese).Google Scholar
  68. 168.
    Gerke/Garz/Oerke (1995), S. 818 kommen bei einer Untersuchung von Unternehmensübernahmen deutscher Unternehmen für den Zeitraum 1987–1992 zu dem Ergebnis, dass im Gegensatz Auslandsinvestitionen positive Kurseffekte nach sich ziehen. Während Inlandsinvestitionen innerhalb der alten Bundesländer keine signifikanten Kursreaktionen hervorrufen, konnten für Inlandsinvestitionen in den neuen Bundesländern wie auch bei Auslandsinvestitionen positive Reaktionen festgestellt werden; zum Vergleich von In-und Auslandsinvestitionen in Europa siehe Goergen/Renneboog (2002).Google Scholar
  69. 169.
    Quelle: Eigene Darstellung auf Basis von Räder (1999), Oerke (1999), May (1991) und eigener Recherchen; (Arbeiten zum deutschen Kapitalmarkt sind schräg gedruckt).Google Scholar
  70. 171.
    Zu verschiedenen Einflussfaktoren siehe Bonnier/Bruner (1989) und Davidson/Worrell/Cheng (1990).Google Scholar
  71. 172.
    Siehe Johnson/Magee/Narajan/Newman (1985), Worrell/Davidson/Chandy/Garrison (1986), Worrell/Davidson (1989).Google Scholar
  72. 173.
    Zur Kursreaktion nach einem Sterbefall im Management und den die Richtung und das Ausmaß beeinflussenden Faktoren siehe Johnson/Magee/Narajan/Newman (1985).Google Scholar
  73. 174.
    Zu einer theoretischen Betrachtung der Auswirkung von Insiderhandel auf die Informationsverarbeitung und Informationseffizienz des Kapitalmarkts sieh Weber (1994).Google Scholar
  74. 175.
    Zu dem in der Literatur auch mit Indexeffekt bezeichneten Phänomen siehe auch Gerke/Arneth/Fleischer (1999), Herrmann (1997).Google Scholar
  75. 177.
    Zum Einsatz von Ereignisstudien bei juristischen und politischen Fragen siehe Bhagat/Romano (2001), Ryngaert/Netter (1990); zu volkswirtschaftlichen Fragestellungen siehe beispielsweise Santomero (1991); zu weiteren unternehmensunabhängigen Ereignisstudien im Überblick siehe May (1991), S. 319.Google Scholar
  76. 180.
    Schon Jaffe (1974) kommt zu dem Ergebnis, dass Insider über Informationen verfügen, die nicht in den Wertpapierpreisen enthalten sind, siehe auch Seyhun (1986).Google Scholar
  77. 181.
    In diesem Zusammenhang wird der Begriff “Insiderhandel” für den legalen Handel von Wertpapieren durch Unternehmensinsider gebraucht. In den USA müssen derartige Transaktionen im vorneherein, in Deutschland jedoch erst im nachhinein veröffentlicht werden. Diese Begriffsdefinition unterscheidet sich von der im deutschen Sprachgebrauch üblichen Verwendung des Begriffs “Insiderhandel” für den rechtswidrigen Handel von Wertpapieren durch Unternehmensinsider auf Basis von nur ihnen zugänglichen Informationen.Google Scholar
  78. 182.
    Jaffe (1974) verwendet das CAPM als Bewertungsmodell; Seyhun (1986) zeigt, dass Anteilskäufe bei kleinen Unternehmen häufiger auftreten und führt die von Jaffe beobachteten Überrenditen von Outsidern auf den Small-Firm Effekt (Banz (1981)) zurück; darüber hinaus zeigt Seyhun (1999), dass die relative Frequenz von Insidertransaktionen neben der Unternehmensgröße von einer Reihe weiterer Einflussfaktoren abhängig ist, so dass die Bewertung auf Basis des CAPM die Aussagekraft der Resultate einschränkt.Google Scholar
  79. 184.
    Womack (1996) untersucht 150.000 Empfehlungen der Jahre 1989–1991.Google Scholar
  80. 185.
    Betrachtet wird der Zeitraum Januar 1990- Januar 1991; Röckemann (1994) stellt bei der Auswertung verschiedener Börsendienste zwar Überrenditen fest, die jedoch unter Berücksichtigung von Transaktionskosten verschwinden.Google Scholar
  81. 186.
    Vgl. Fama (1991), S. 1605 ff.; siehe auch Holden/Subrahmanyam (1992).Google Scholar
  82. 187.
    Siehe beispielsweise Jensen (1968, 1969) aber auch neuere Arbeiten wie Heri/Nolè (2000), die zu dem Ergebnis kommen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein professioneller Portfoliomanager an den Erfolg der Vorjahresperiode anknüpfen kann, in etwa so groß ist, wie die eines Spielers, im Münzwerfen eine Siegesserie fortzusetzen.Google Scholar
  83. 188.
    Eine Kompensation der Informationskosten ist nach dem Modell von Grossman/Stiglitz (1980) zu erwarten, da ansonsten kein Anreiz zur Informationsbeschaffung besteht, siehe dazu Kapitel 2.2.2.Google Scholar
  84. 191.
    Zur Diskussion der Methoden der Unternehmensbewertung siehe auch Chung/Charoenwong (1991), Durand (1992), Fama/French (1998), Graham/Dodd/Cottle (1992), S. 123 ff.; speziell zur Bewertung von Wachstumsunternehmen siehe Lockhart et al. (2001b), Mackintosh (1995), Peters (1991), Siegel (1995).Google Scholar
  85. 193.
    Zu einer ausführlichen Beschreibung der Discounted Cash Flow Methode siehe Copeland/Koller/Murrin (2000), S62 ff, Brealey/Myers (1991), S. 63 ff., Jakob/Klein (1996), S. 83 ff.Google Scholar
  86. 194.
    Zu einer Gegenüberstellung der einzelnen Methoden siehe Drukarcyk (1999a, 1999b, 1999c, 1999d), Betsch/Groh/Lohmann (1998), S. 211 ff., Hachmeister (1996), S. 62 ff., Küting/Eidel (1999).Google Scholar
  87. 199.
    Als Gewinn wird zumeist nicht die durch das aus dem Rechnungswesen entnommene Ergebnis verwendet, sondern das DVFA/SG-Ergebnis, eine von der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Anlagenberatung (DVFA) in Zusammenarbeit mit der Schmalenbach-Gesellschaft ( SG) erarbeitete Ertragszahl, welche die nachhaltige Ertragskraft eines Unternehmens unbeeinflusst von Sonderfaktoren und bilanzrechtlichen Spielräumen darstellt, vgl. Lizon/Schatzschneider (1996), S. 212.Google Scholar
  88. 200.
    Vgl. Schieber (1998), S. 37 f.; zu verschiedenen vergleichsorientierten Bewertungsverfahren siehe Barthel (1996) und Buchner/Englert (1994).Google Scholar
  89. 201.
    Zur Verwendung des Kurs-Gewinn-Verhältnisses auf Wachstumsmärkten siehe auch Leung/ Clarke (1996).Google Scholar
  90. 202.
    Vgl. Schäfer/Schässburger (2001), S. 85; HommelNollrath/Wieland (2000), S. 6.Google Scholar
  91. 203.
    Zu einer Untersuchung der empirischen Eignung von Betawerten zur Risikoerfassung wachstumsstarker innovativer Unternehmen siehe Schäfer/Schässburger (2001), S. 87 ff.Google Scholar
  92. 206.
    Zu einer ausführlichen Darstellung der theoretischen Grundlagen sowie der Anwendung des Realoptionsansatzes vgl. HommeliMüller (1999), Hommel/Pritsch (1999a), Hommel/Pritsch (1999b), HommeWollrath/Wieland (2000), Hommel (2001), Levinsohn (2001).Google Scholar

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Stephanie Elisabeth Hauser

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