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Empirische Untersuchungen zu Signalwirkungen der Dividendenpolitik

  • Hans-Heinrich Ellermann
Chapter
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Part of the Geld — Banken — Börsen book series (GBB)

Zusammenfassung

Ein gezielter Einsatz der Dividendenpolitik, um ein positives Signal405 zu senden, wird in aller Regel zu einer Dividendenerhöhung führen. Zwar kann man genaugenommen nur in dem Fall von einem aktiven Signaling der Manager sprechen, aber auch Dividendensenkungen können Signale sein, auch wenn sie wegen der negativen Interpretation durch den Kapitalmarkt nicht als ein vom Management gewolltes Signal betrachtet werden können.

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Literatur

  1. 405.
    Die Möglichkeit zum Signalisieren entsteht immer dann, wenn der Verkäufer einer Sache mehr über deren Qualität weiß als der Käufer. Der Käufer bietet für die Sache nur den Preis, den er für die durchschnittliche Qualität für angemessen hält. Weiß der Verkäufer, daß sein Produkt am oberen Ende des Qualitätsspektrums liegt, hat er einen Anreiz, den Markt darüber zu informieren, um sich vom Durchschnitt abzuheben. Er erzielt einen höheren Preis, wenn er eine Möglichkeit findet, seine bessere Qualität zu signalisieren, und der Markt das Signal erkennt und es als verläßlich ansieht. Der Durchschnittspreis der anderen im Pool verbleibenden Anbieter sinkt. Dadurch entsteht der gleiche Anreiz für den Anbieter mit der jetzt höchsten Qualität. Das geht so lange, bis alle ihre wahre Qualität signalisiert haben und die Preise Gleichgewichtspreise sind. Miller (1987), S. 39. Eine grundlegende Arbeit zum Thema Signaling ist von Spence (1973).Google Scholar
  2. 406.
    Miller (1987), S. 40.Google Scholar
  3. 407.
    Zu den einzelnen Modellen siehe Kapitel II im Teil 1.Google Scholar
  4. 408.
    Miller (1987), S. 45.Google Scholar
  5. 409.
    Allen und Michaely (1995), S. 823 f. Die gleichen Anforderungen finden sich bei Marseguerra (1998), S. 13 f. und Lease et al. (2000), S. 109.Google Scholar
  6. 411.
    Für einen zusammenfassenden Überblick über die statistischen Ergebnisse der einzelnen Untersuchungen siehe die Tabellen bei Heiden (2001), S. 75–412 Zwischen den beiden Faktoren besteht ein enger Zusammenhang. Generell wird eine Dividendenänderung um so überraschender sein, je höher sie ausfällt.Google Scholar
  7. 415.
    Zu den Kursreaktionen bei Dividendensenkungen und –ausfällen bei Banken siehe Bessler und Nohel (1996) sowie Bessler und Nohel (2000).Google Scholar
  8. 417.
    Die US-Firmen haben früher regelmäßig Bonusdividenden gezahlt und Veränderungen der Ausschüttungssumme durch eine Veränderung dieser Dividenden vorgenommen. Durch die fortlaufende Zahlung einer Bonusdividende ähnelte diese immer mehr einer regulären Dividendenzahlung. Das dürfte ein Grund dafür gewesen sein, daß die Unternehmen heute eine solche Ausschüttungspolitik nicht mehr betreiben und Bonusdividenden nur noch als einmalige größere Sonderausschüttungen vorkommen. DeAngelo, DeAngelo, Skinner (2000), S. 311.Google Scholar
  9. 418.
    Das muß aber nicht bedeuten, daß die Dividendenänderung in vollem Umfang unerwartet ist. So kann eine Dividendensenkung durchaus bereits erwartet worden sein.Google Scholar
  10. 420.
    Benartzi, Michaely und Thaler (1997), S. 1009.Google Scholar
  11. 421.
    Caroll und Sears zeigen hingegen in ihrer Untersuchung, daß nach Dividendenankündigungen beobachtete Änderungen im Beta der Unternehmen nicht automatisch auf diese Information zurückzuführen sind. Caroll und Sears (1994), S. 371.Google Scholar
  12. 422.
    Deshalb kann Raman nicht uneingeschränkt zugestimmt werden, wenn er behauptet: „Thus, it is the dividend surprise that conveys information to financial markets.“Raman (1998), S. 80. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, wie die Dividende sich im Vergleich zur vorangegangenen Dividendenzahlung entwickelt hat.Google Scholar
  13. 423.
    Zum Zusammenhang zwischen der Dividendenpolitik und dem Lebenszyklus eines Unternehmens siehe Damodaran (2000), S. 664.Google Scholar
  14. 424.
    Tobin Q ist definiert als das Verhältnis von Marktwert des Unternehmens zu seinem Wiederbeschaffungswert. Denis, Denis und Sarin (1994), S. 570. Tobin Q<1 bedeutet demnach, daß das Unternehmen keine positiven Investitionsmöglichkeiten hat und überinvestiert ist.Google Scholar
  15. 425.
    In Ausnahmefällen kann es aber auch anders sein. Ghosh und Woolridge (1988), S. 292, zeigen, daß Dividendensenkungen unter gewissen Umständen auch positive Informationen signalisieren können, die zu einem Kursanstieg führen. Notwendig dafür sind zusätzliche Informationen, die für die Zukunft erfolgreiches Wachstum verheißen.Google Scholar
  16. 426.
    Olson und McCann (1994) testen den Zusammenhang zwischen Dividenden und Gewinnen. Ihr Modell zur Vorhersage von Gewinnen erzielt eine bessere Aussagekraft, wenn Dividendendaten einbezogen werden. Das ist konsistent mit der Signaling-Theorie. Aber umgekehrt tragen Gewinninformationen dazu bei, bessere Dividendenschätzungen zu erstellen. Das spricht für die Theorie einer Orientierung der Dividenden an den erzielten Gewinnen.Google Scholar
  17. 427.
    Siehe dazu im einzelnen die Ausfuhrungen bei Heiden (2001), S. 72 f.Google Scholar
  18. 428.
    Von dieser Einstellung kann man seit der Untersuchung von Lintner (1956) ausgehen. Siehe u.a. DeAngelo und DeAngelo (1990), S. 1430.Google Scholar
  19. 429.
    „…firms that increase dividends are less likely than nonchanging firms to experience a drop in future earnings. Thus their increase in current earnings can be said to be somewhat permanent.“Benartzi, Michaely und Thaler (1997), S. 1007.Google Scholar
  20. 430.
    Benartzi, Michaely und Thaler (1997) bestreiten allerdings diesen Zusammenhang.Google Scholar
  21. 431.
    Siehe z.B. Ofer und Siegel (1987).Google Scholar
  22. 432.
    Michaely, Thaler und Womack (1995), S. 605.Google Scholar
  23. 433.
    Für einen Vergleich der Corporate Governance in Japan mit den USA siehe Prowse (1995).Google Scholar
  24. 435.
    Conroy und Eades (1996), S. 5.Google Scholar
  25. 436.
    Conroy und Eades (1996), S. 3.Google Scholar
  26. 437.
    Heiden (2001), S. 255, Tabelle 94.Google Scholar
  27. 438.
    Heiden (2001), S. 208, Tabelle 49.Google Scholar
  28. 439.
    Heiden (2001), S. 214 f, Tabellen 54 und 55.Google Scholar

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Hans-Heinrich Ellermann

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