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Schlussbemerkung

  • Jacek Bak
Part of the Ökonomische Analyse des Rechts book series (ÖAR)

Zusammenfassung

Nun kann nach dem in vorangegangenen Kapiteln Ausgeführten kein Zweifel daran bestehen, dass Marktkräfte und andere außerrechtliche Mechanismen einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Spannungsverhältnisse zwischen den verschiedenen „stakeholders“ bei der börsennotierten Aktiengesellschaft leisten können. Nicht weniger unzweifelhaft ist jedoch, dass die Marktkräfte diese Spannungsverhältnisse nicht völlig auflösen können. Es hatte sich an verschiedenen Stellen dieser Arbeit gezeigt, dass die Voraussetzungen, unter denen man effiziente Resultate erwarten kann, nicht immer vorliegen. Ebenso wenig ist zweifelhaft, dass das geltende zwingende Aktienrecht in dieser Hinsicht kaum Abhilfe leisten kann. Der Beitrag des Aktienrechts zur Bewältigung der Spannungsverhältnisse bei der börsennotierten Aktiengesellschaft soll damit keineswegs geschmälert werden. Er liegt jedoch nicht darin, die Marktkräfte zu substituieren, sondern darin, sie zu ergänzen. Eine rechtliche Lösung sollte deshalb so konzipiert werden, dass die mangelnde Wirksamkeit des Marktmechanismus als Voraussetzung des Eingreifens rechtlicher Regelungen berücksichtigt wird. Anders gesprochen: Nur wenn im Einzelfall rechtliche Mechanismen zur Verhinderung des Markversagens unbedingt erforderlich sind, sollen diese rechtlichen Mechanismen auch eingreifen.

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Jacek Bak

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