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Zusammenfassung

Die untersuchten Rechnungslegungssysteme weisen grundsätzlich starke Parallelen hinsichtlich der Ansatzvorschriften für den originären Goodwill auf. So nimmt das im deutschen Handels- und Steuerrecht verankerte Aktivierungsverbot des originären Goodwills i. e. S. keineswegs eine Ausnahmestellung ein, die auf eine Dominanz des Vorsichtsprinzips im Rahmen der Gewinnermittlung nach HGB zurückgeführt werden könnte. Vielmehr ist diese Regel mit der internationalen Sichtweise kongruent, da sowohl die UK-GAAP als auch die IAS ähnliche Vor-schriften enthalten, obwohl beiden Rechnungslegungssystemen eine stärkere Bedeutung der Informationsfunktion zukommt. In Deutschland und Großbritannien war die sofortige Aufwandsverrechnung des originären Goodwills sogar bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts gängige Bilanzierungspraxis und kann damit als einer der ältesten Bilanzierungsgrundsätze dieser Länder bezeichnet werden. Bei beabsichtigter Objektivierung wird dabei eine fehlerhafte Vermögensund Erfolgsermittlung billigend in Kauf genommen.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2002

Authors and Affiliations

  • Ingo M. Schmidt
    • 1
  1. 1.BayreuthDeutschland

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