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Die Standardisierung des Evaluationskonzepts

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Part of the Sozialwissenschaft book series (SozWi)

Zusammenfassung

Auch wenn der Europäische Gerichtshof die Nichtigkeitsklage im Micheli-Fall, wie oben gezeigt zurückgewiesen hat, so wurde hier doch ein eklatanter Mangel der ex ante Evaluation deutlich. Die allgemeinen Bestimmungen des bisher einschlägigen Blue Book waren unzureichend und hatten zu geringe Bindungswirkung, sie bedurften einer Ausformung. Es hatte sich ein Bild in der Öffentlichkeit, vor allem im Fachpublikum, manifestiert, welches dem Vertrauen in das Programm-Management in diesem Punkt alles andere als zuträglich war: das Bild eines uneinheitlichen Vergabeverfahrens, welches dem Gebot der Gleichbehandlung und der Verfahrensobjektivität bei weitem nicht gerecht wurde. Der Fall vor dem Europäischen Gerichtshof hatte zwar nur eine Spielweise zu Tage gefördert und kann nicht als repräsentativ angesehen werden, aber er belegte doch, wohin zu kurz greifende Grundregeln führen können: die Spielart, eine erste Evaluationsstufe, die ausschließlich die wissenschaftliche und technische Qualität zum Gegenstand der Bewertung hat, mit Ausschlusscharakter zu etablieren, führte nicht unbedingt zu nachvollziehbaren, fairen Evaluierungsergebnissen. Die Teilnehmer nach der ersten Runde aufgrund eines Kriteriums scheitern zu lassen, ohne die weiteren Kriterien in Betracht zu ziehen, hätte einer besonderen Klassifizierung im Kriteriensystem bedurft — das wissenschaftlich-technische Qualitätskriterium ist nach weitverbreiteter Meinung das wichtigste, aber im europäischen Kriteriensystem seit jeher eines neben anderen, die auch ein beträchtliches Gewicht haben.

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© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005

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