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Einleitung Alter und Altern — Alternssoziologie als Spezielle Soziologie mit Blick in den Rückspiegel zur Allgemeinen Soziologie

  • Klaus R. Schroeter
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Part of the Sozialwissenschaftliche Gerontologie book series (SG0X)

Zusammenfassung

Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Soziologie langsam zu einer institutionalisierten Wissenschaft heranreifte, wurde das Thema Alter allenfalls am Rande thematisiert. So sieht z.B. Max Weber (1985, S. 3) in der „Absterbeordnung“ und dem „organische(n) Kreislauf des Lebens überhaupt: von der Hilflosigkeit des Kindes bis zu der des Greises“ eine „erstklassige soziologische Tragweite“ und erkennt in seinen Ausfuhrungen zur Honoratiorenherrschaft durchaus die „Depossedierung des Alters“ durch die „»ökonomischen« Honoratioren“ (Weber 1985, S. 547). Und auch Tönnies schenkt dem Alter seine Aufmerksamkeit, wenn er die Gemeinschaft auf einer durch die „Würde des Alters“ und der „Weisheit“ legitimierten patriarchalen Herrschaftsordnung beruhend sieht, über die der „Greis (…) als ruhiger Beobachter“ waltet (Tönnies 1979, S. 11 f., 15). Später spricht er dann die veränderte Stellung des Alters in der Gesellschaft an und weist daraufhin, dass

„der müßige Rentner, der ohne jede Gefahr für sein Kapital (…) dies Kapital nicht verzehrt, sondern erhält, und dazu ein üppiges Einkommen als Gläubiger des Staates bezieht, (…) wohl als ein Bild der Glückseligkeit erscheinen (muss), (…) er genießt »alles Mögliche«, er hält alle Schmerzen, wenigstens soweit sie durch diese Sphäre bedingt sind, zumal also die der Mühe und Arbeit, von sich fern.“ (Tönnies 1982, S. 83)

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© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

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  • Klaus R. Schroeter

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