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Zusammenfassende Diskussion der Ergebnisse

  • Said Sahel
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Part of the Psycholinguistische Studien book series (PLS)

Zusammenfassung

Die Ausgangshypothese der vorliegenden Arbeit war, daß aufgrund der unterschiedlichen Morphologie des Deutschen und marokkanischen Arabisch (MA) das Erscheinungsbild des Agrammatismus in diesen beiden Sprachen im Bereich der Produktion flektierter Wortformen unterschiedlich sein sollte. Im Deutschen sollten sich fehlerhafte Wortformen sowohl aus der Auslassung als auch aus der Substitution von Flexionsmorphemen ergeben. Dagegen sollte sich das Fehlermuster im MA, wo im Unterschied zum Deutschen nicht der Stamm bzw. die Grundform, sondern eine (meist) aus drei Konsonanten bestehende Wurzel die Basis für Flexionsprozesse bildet, ausschließlich als Substitution von Flexionsmorphemen zeigen. Denn die Auslassung von Flexionsmorphemen würde im MA dazu führen, daß nur eine unartikulierbare Kette von Konsonanten übrigbliebe. Für das Deutsche stützte sich die Datenanalyse auf in der Literatur veröffentlichte Spontansprachkorpora von drei deutschsprachigen Agrammatikern sowie auf bisherige Ergebnisse experimenteller Untersuchungen, die für die hier interessierende Fragestellung der Auslassung und Substitution von gebundenen grammatikalischen Morphemen aufbereitet wurden. Die Datenbasis für die Untersuchung des Agrammatismus im MA bildeten Spontanproduktionsdaten und elizitierte Daten von insgesamt drei marokkanischen Agrammatikern. Die Daten wurden während eines dreimonatigen Aufenthalts in Marokko von mir erhoben.

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© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

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  • Said Sahel

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