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Agrammatismus im Deutschen

  • Said Sahel
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Part of the Psycholinguistische Studien book series (PLS)

Zusammenfassung

Wie bereits erwähnt (vgl. Kap. I.), läßt sich Agrammatismus vor allem durch zwei Merkmale charakterisieren: zum einen durch verkürzte Satzlänge und vereinfachte Syntax und zum anderen durch die Auslassung bzw. Substitution von freien und gebundenen grammatikalischen Morphemen. Das letztere Merkmal gilt jedoch als das Charakteristikum des Agrammatismus par excellence und ihm wird in den experimentellen Untersuchungen zum Agrammatismus das größte Interesse entgegengebracht. Einige Autoren (z.B. ELLIS & YOUNG 1991:279f.) gehen sogar weiter und definieren Agrammatismus als eine Störung, die Funktionswörter und gebundene grammatikalische Morpheme betrifft und die von anderen Störungen, die sie begleiten können, dissoziierbar ist. Vor allem in Sprachen mit ausgeprägtem Flexionssystem, wie dem Deutschen, ist die Untersuchung von Störungen der gebundenen und freien grammatikalischen Morpheme Gegenstand zahlreicher empirischer Arbeiten. Denn im Deutschen lassen sich die Auswirkungen der agrammatischen Störung auf die Produktion bzw. Rezeption von gebundenen (z.B. Flexionsendungen) und freien (z.B. Artikel und Pronomina) grammatikalischen Morphemen viel besser untersuchen als in Sprachen mit weniger reicher Flexionsmorphologie, wie etwa dem Englischen. Die Beeinträchtigung von gebundenen und freien grammatikalischen Morphemen bei deutschsprachigen Agrammatikern ist Gegenstand dieses Teils der Arbeit.

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© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

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  • Said Sahel

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