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Deliberative Polling Online

  • Eva Johanna Schweitzer
Chapter

Zusammenfassung

Die Einführung und Ausbreitung neuer Medien zeitigt neben einer Veränderung bisheriger Wahrnehmungsmuster in der Gesellschaft und einer zunehmenden Individualisierung der Mediennutzung stets auch das Aufkeimen neuer Hoffnungen hinsichtlich einer Belebung der politischen Teilhabe in der Bevölkerung und einer umfassenden Demokratisierung des Staates (vgl. Schmidt 2003: 146/147). Dies wird in der Gegenwart in besonderer Weise am Beispiel des Mediums Internet (von „interconnecting networks“; Klopfenstein 2000: 5) deutlich:

Ursprünglich aus rein militärischen Erwägungen zur Sicherung eines stabilen Kommunikationsnetzwerkes bei möglichen nuklearen Angriffen zu Beginn der sechziger Jahre entwickelt (zu jenem Zeitpunkt noch unter der Bezeichnung ARPANET für „Advanced Research Projects Agency Network“; Klopfenstein 2000: 5), wurde das Internet im Laufe der siebziger Jahre zunächst von amerikanischen Forschungseinrichtungen und einzelnen Universitäten übernommen, bevor es mit der Etablierung des World Wide Web durch Tim Berners-Lee 1991 und der Einführung des Netscape-Browsers durch James Clark und Marc Andreessen 1994 im Laufe der neunziger Jahre für die breite Öffentlichkeit zugänglich wurde (vgl. Klopfenstein 2000: 9/10).71 Heute sind weltweit ca. 600 Millionen Nutzer auf über 12 Milliarden Websites online (vgl. van Eimeren/Gerhard/Frees 2003: 338). Allein in Deutschland weist die ARD/ZDF-Online-Studie für das Jahr 2003 einen Anteil von 53,5% der Internetnutzer an der Gesamtbevölkerung über 14 Jahre aus (vgl. van Eimeren/

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Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

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  • Eva Johanna Schweitzer

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