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Der Stand der sozialwissenschaftlichen Forschung zum betrieblichen Innovationshandeln

  • Klaus Feseker
Part of the Sozialwissenschaft book series (SozWi)

Zusammenfassung

Die so genannte „Wende zur Politik“ in der industrie- und arbeitssoziologischen Betrachtung betrieblicher Innovationsprozesse markiert den Ausgangspunkt für den theoretischen Bezugsrahmen dieser Arbeit. Erklärungsansätze wie das Konzept der innerbetrieblichen Handlungskonstellationen (Weltz, Lullies 1983, 1984) oder mikropolitische Ansätze (Küpper, Ortmann 1988; Crozier, Friedberg 1979 bzw. 1993) begründen ein prozessuales und damit politisches Verständnis des betrieblichen Wandels, indem sie die Bedeutung von innerbetrieblichen Macht- und Interessenauseinandersetzungen herausarbeiten (2.2.3). Damit wenden sie sich einerseits von eindimensionalen Erklärungsmustern ab, die eine determinierende Wirkung exogener Einflüsse technischer und ökonomischer Art in den Vordergrund stellen, andererseits behalten sie die Vorstellung einer grundlegenden Äußerlichkeit von Industriebetrieb und betrieblichem Umfeld bei. Um diese Veränderungen und die Konstanten im Spannungsverhältnis zwischen den Exogenitäten und Endogenitäten zu verdeutlichen, ist mit den Abschnitten 2.1 bis 2.2.2 eine Diskussion der zentralen Entwicklungslinien industrie- und arbeitssoziologischer Forschungsperspektiven vorangestellt.

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Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Klaus Feseker

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